"Apokalypse wahrhaft biblischen Ausmaßes
- tim-news

- 6. Aug. 2023
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In Teilen von Slowenien und im Süden Österreichs hat es so heftig geregnet, dass viele Gebiete überschwemmt sind. In Slowenien ermittelt die Polizei derzeit noch, ob mehere Todesfälle mit den Unwettern und Überschwemmungen in Zusammenhang stehen. Fünf weitere Niederländer werden in Slowenien vermisst, hieß es aus dem Außenministerium in Den Haag. Am Nachmittag wurde zudem bekannt, dass die Leiche eines Mannes am Ufer des Flusses Save in der Hauptstadt Ljubljana entdeckt wurde. Auch hier werde geprüft, ob der Todesfall mit dem Unwetter zusammenhängt. Ministerpräsident Robert Golob sprach von den "wahrscheinlich größten Schäden durch eine Naturkatastrophe in der Geschichte des unabhängigen Sloweniens", berichtete STA. Über Einzelheiten wollte der EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenschutz, Janez Lenarcic, noch am Samstag mit der Regierung in Ljubljana beraten. In Dravograd nahe der Grenze zu Österreich mussten nach einem Erdrutsch am Samstag 110 Menschen, darunter 30 Touristen, in Sicherheit gebracht werden. Unwetter in Slowenien und Österreich: Starke Regenfälle verursachten in Teilen Sloweniens Sturzfluten und Erdrutsche, die Straßen und Brücken blockierten und Gebäude überfluteten, wie hier am Freitag bei Ravne na Koroškem. Starke Regenfälle verursachten in Teilen Sloweniens Sturzfluten und Erdrutsche, die Straßen und Brücken blockierten und Gebäude überfluteten, wie hier am Freitag bei Ravne na Koroškem. Unter anderem wurden Menschen gerettet, die sich auf Bäumen oder Hausdächern in Sicherheit gebracht hatten. In den nach heftigen Regenfällen bereits teils überschwemmten Gebieten im Süden Österreichs schüttete es in der Nacht zum Samstag weiter. Die Niederschläge fielen zwar zunächst weniger stark aus als befürchtet, Entwarnung gab es am Samstagmorgen von Feuerwehr und Behörden aber nicht: Im südlichsten Bundesland Kärnten und in der Steiermark drohten weitere Überschwemmungen, Campingplätze wurden geräumt. Mehr als 2500 Feuerwehrleute und Dutzende Soldaten waren nach Angaben des Rundfunksenders ORF im Einsatz. Ein Campingplatz am Gösselsdorfer See und einer am Turnersee waren nach Angaben der Behörden von Hochwasser bedroht. In einer anderen Ortschaft wurden Menschen mit Booten aus ihren Häusern abgeholt und in Sicherheit gebracht. Unwetter in Slowenien und Österreich: In Bad Eisenkappel musste nach Murenabgängen und Überflutungen erst einmal aufgeräumt werden. In Bad Eisenkappel musste nach Murenabgängen und Überflutungen erst einmal aufgeräumt werden. (Foto: Gert Eggenberger/dpa) Nach Angaben des österreichischen Autofahrerclubs ÖAMTC waren zahlreiche Grenzübergänge zwischen Österreich und Slowenien wegen Überflutungen sowie Schlamm- und Gerölllawinen gesperrt, darunter der Loiblpass, wo in der Nacht auf Freitag bereits knapp 200 Liter Regen pro Quadratmeter niedergingen. "Wenn möglich, sollten Fahrten, die nach oder durch den Norden Sloweniens führen, verschoben werden", schrieb der ÖAMTC am Freitag auf seiner Webseite. "Ausweichen ist zwar möglich, etwa über den Karawankentunnel (A11) und die slowenische A2, hier werden allerdings lange Staus erwartet!" Unwetter in Slowenien und Österreich: Am Samstagmorgen warnt ein Verkehrsschild Autofahrer auf einer überfluteten Straße bei Viktring nahe Klagenfurt. Am Samstagmorgen warnt ein Verkehrsschild Autofahrer auf einer überfluteten Straße bei Viktring nahe Klagenfurt. (Foto: Gerd Eggenberger/APA/dpa) Am Samstagmorgen hat sich diese Vorhersage bereits bestätigt, etwa auf der A11 im Karawankentunnel. Teils gesperrt ist auch die slowenische Autobahn A1, eine wichtige Transitroute für viele Kroatien-Urlauber. Nach Angaben des ORF soll die Strecke zwischen Maribor und Triest noch bis Sonntag teils unterbrochen bleiben. Österreichs staatliche Wetteranstalt Geosphere Austria warnte davor, dass das Tiefdruckgebiet über Italien auch am Samstag weitere große Regenmengen von bis zu 60 Liter pro Quadratmeter bringen werde. "Besonders im Süden Österreichs sind daher weitere Überschwemmungen und Muren zu erwarten, da die Böden durch den Regen der letzten Zeit schon gesättigt sind", sagte Meteorologe Hannes Rieder. Unwetter in Slowenien und Österreich: Anwohner und Touristen filmen am Freitag einen über die Ufer getretenen Bach in Ika. Anwohner und Touristen filmen am Freitag einen über die Ufer getretenen Bach in Ika. Zudem wurde erwartet, dass der aus Slowenien kommende Fluss Save und dessen Nebenflüsse auf kroatischem Territorium anschwellen, berichtete das kroatische Nachrichtenportal index.hr. Im Norden des Landes, bei Varazdin und Karlovac, errichteten die Katastrophenschützer vorsichtshalber Dämme aus Sandsäcken. In Split mussten nach Sturm und Starkregen Fahrzeuge aus überschwemmten Straßen in Sicherheit gebracht und Keller ausgepumpt werden.

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