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Bachmut von Russland erobert? Putin feiert - Selenskyj und Ukraine schüren Verwirrung

Jetzt meldet Russland die Eroberung der Stadt. Dann sorgt eine Aussage von Selenskyj für Verwirrung. Mai, 22.30 Uhr: Noch immer ist unklar, ob Russland tatsächlich Bachmut vollständig erobert hat. „Speziell in den letzten 24 Stunden sind wir an einigen Teilstücken etwa 200 Meter vorgestoßen“, sagte der Sprecher der Heeresgruppe Ost, Serhij Tscherewatyj, nun im Staats-Fernsehen. Bereits die ganze Woche sei das ukrainische Militär in der Umgebung der Stadt auf dem Vormarsch. Sturmbrigade der Ukrainer erklärte, auf einem Frontabschnitt von 1700 Metern sogar 700 Meter vorgerückt zu sein. Tscherewatyj zufolge halten sich ukrainische Kräfte auch im Südwesten Bachmuts in einigen Gebäuden und Befestigungsanlagen verschanzt. Das dementierte der russische Söldner-Boss Jewgeni Prigoschin: Es gebe in Bachmut keinen einzigen lebenden ukrainischen Soldaten mehr, behauptete er. Mai. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben beider Seiten nicht. Mai, 15.30 Uhr: Die Unklarheit über die Lage im umkämpften Bachmut bliebt bestehen: Das ukrainische Militär hält nach eigenen Angaben weiter Teile der Stadt unter seiner Kontrolle. „Unsere Soldaten halten Befestigungsanlagen und einige Räumlichkeiten im Südwesten der Stadt“, sagte der Sprecher der Heeresgruppe Ost, Serhij Tscherewatyj, nun im ukrainischen Fernsehen. Er räumte allerdings ein, die Lage sei kritisch und es gebe schwere Kämpfe. Am Samstag hatte das russische Militär bereits die Eroberung der Stadt verkündet. Unabhängig lassen sich die Angaben der Kriegsparteien nicht überprüfen. Tscherewatyj nahm auch Stellung zu missverständlichen Äußerungen von Präsident Wolodymyr Selenskyj in Sachen Bachmut (siehe voriges Update). „Der Präsident hat es richtig gesagt - die Stadt ist praktisch dem Boden gleichgemacht“, sagte Tscherewatyj. Selbst bei einer Eroberung hätte die Stadt weder militärischen noch politischen Nutzen für die Russen, „aber sie führen sich auf, als hätten sie Dnipro eingenommen.“ Die Millionenstadt Dnipro ist das wichtigste Industrie- und Rüstungszentrum im Südosten der Ukraine. Mai, 13.20 Uhr: Die seit Monaten umkämpfte Stadt Bachmut ist nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nicht vollständig unter russischer Kontrolle. Nach dem G7-Gipfel im japanischen Hiroshima sagte Selenskyj am Sonntag: „Bachmut ist heute nicht von Russland besetzt worden.“ Selenskyj stellte damit eigene missverständliche, nicht eindeutige Aussagen zur militärischen Situation nach einem Treffen mit US-Präsidenten Joe Biden klar. Mai, 10.40 Uhr: Ist die Schlacht um Bachmut zu Ende? Russland hatte gestern die Kämpfe für entschieden erklärt und die vollständige Einnahme der Stadt im Osten der Ukraine verkündet. Heute nun äußerte sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dazu. Das hängt davon ab, auf welchen Teil der Frage („Ist Bachmut noch immer in der Hand der Ukraine? Die Russen sagten, sie hätten Bachmut eingenommen“) sich Selenskyjs Antwort bezieht. Selenskyjs Sprecher bestritt jedenfalls dessen Bestätigung eines etwaigen Verlusts von Bachmut. Der Präsident habe im Gegenteil die Einnahme der Stadt durch russische Truppen dementiert, erklärte Serhiy Nykyforow am Sonntag auf Facebook. Auch der Generalstab in Kiew schrieb in seinem morgendlichen Lagebericht: „Der Kampf um die Stadt Bachmut geht weiter.“ Schlacht um Bachmut: Selenskyjs Aussage sorgt für Verwirrung Mai, 9.15 Uhr: Die Aussage von Wolodymyr Selenskyj zur Schlacht um Bachmut sorgt derzeit für Verwirrung. Ein Journalist der Financial Times schrieb auf Twitter, er habe mit Selenskyjs Team gesprochen, das den Verlust von Bachmut nicht bestätigen wolle. Selenskyj habe gemeint, „die Stadt sei in dem Sinne verloren, dass sie vollständig zerstört sei“, so Christopher Miller. Am Rande des G7-Gipfels in Hiroshima am Sonntag hatte ein Reporter Selenskyj gefragt, ob die Stadt noch in ukrainischer Hand sei. Der Journalist schob nach, die Russen hätten gesagt, dass sie Bachmut eingenommen hätten. Der ukrainische Präsident antwortete mit den Worten: „Ich glaube nicht.“ Selenskyj betonte, die Stadt sei fast vollständig zerstört. Er sagte weiter: „«Es ist eine Tragödie.“ Aber heute sei Bachmut „nur in unseren Herzen“. Mai, 8.25 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat inzwischen den Verlust der Stadt Bachmut eingeräumt. Auf die Frage, ob Bachmut noch in den Händen der Ukraine sei, antwortet er: „Ich glaube nicht“, meldet der britische Sender Sky News. Prigoschin verkündet vollständige Einnahme von Bachmut Erstmeldung vom 20.Mai: Bachmut – Jewgeni Prigoschin hat sich im Ukraine-Krieg längst zum Sprachrohr der Invasoren entwickelt. Es vergeht kaum noch ein Tag, ohne dass sich der Chef der gefürchteten Wagner-Gruppe über einen seiner Kanäle zu Wort meldet. Erklärt die Schlacht um Bachmut für gewonnen: Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin - hier in einem früheren Video aus dem Kampfgebiet - verkündet einen Sieg für Russland in der Ukraine. Mal mit Hetze gegen die Führung der Ukraine um Präsident Wolodymr Selenskyj oder den Westen im Allgemeinen, dann wieder mit Schimpftiraden in Richtung Moskau. Schlacht um Bachmut: Prigoschin verkündet Eroberung der Stadt durch Wagner Seinen Einfluss ließ der Gründer der Wagner-Gruppe auch erkennen, als er völlig überraschend den baldigen Rückzug seiner Untertanen aus Bachmut ankündigte. Die Washington Post schrieb sogar, Prigoschin sei so weit gegangen, den Ukrainern Informationen über die Stellungen der russischen Streitkräfte anzubieten. Denn in einem an diesem Samstag auf Telegram veröffentlichten Video erklärte Prigoschin Bachmut für erobert. „Wir haben komplett die ganze Stadt eingenommen“, tönt der Wagner-Chef, während er eine russische Flagge in der Hand hält. „Die Operation zur Einnahme von Bachmut hat 224 Tage gedauert“, ließ Prigoschin wissen und betonte, dass dieser militärische Erfolg – es wäre der erste nennenswerte der Invasoren in der Ukraine seit rund einem Jahr – allein seinen Leuten zu verdanken sei. Seine Grüße nach Moskau klangen so: „Wir haben nicht nur mit der ukrainischen Armee gekämpft, sondern auch mit der russischen Bürokratie, die uns Steine in den Weg gelegt hat.“


 
 
 

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