BUNDESWEHR BEGINNT EVAKUIERUNGSMISSION ++ 100 DEUTSCHE AN BORD
- tim-news

- 24. Apr. 2023
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Zwei weitere Flieger warten in der sudanesischen Hauptstadt noch auf weitere Deutsche, die evakuiert werden sollen. Seit vergangener Woche gibt es im Sudan heftige Kämpfe zwischen der Armee und der paramilitärischen Gruppe „Rapid Support Forces“ (RSF). Zuvor war eine Einigung zur Eingliederung der RSF-Miliz in die Streitkräfte gescheitert. Bei den Gefechten wurden bereits mehr als 420 Menschen getötet und mehr als 3700 weitere verletzt. Ein Mann blickt auf die Stadt Khartum, wo schwarzer Rauch aufsteigt Ein Mann blickt auf die Stadt Khartum, wo schwarzer Rauch aufsteigt Foto: Marwan Ali/dpa Die Lage in der Hauptstadt Khartum eskaliert seit Tagen. ► Weil die Sicherheit vor Ort nicht mehr gewährleistet werden konnte, entschied Deutschland bereits vor einer Woche, seine Staatsbürger auszufliegen. Jetzt hat die Bundeswehr einen Einsatz für die Evakuierung von rund 300 deutschen Staatsbürgern (Diplomaten, Entwicklungshelfer, Geschäftsleute) begonnen! An dem Einsatz sind mehr als 1000 Männer und Frauen der Bundeswehr beteiligt. Für die Rettungsmission flog die Luftwaffe nach BILD-Informationen mit Militärtransportern A400M in das von Kämpfen erschütterte Land – die erste deutsche Maschine landete am Sonntag um kurz vor 16 Uhr (Ortszeit) in Khartum. Nach derzeitigem Stand sollen insgesamt rund 350 Deutsche ausgeflogen werden. Die Bundeswehr verlegte dafür zunächst mehrere Hundert Fallschirmjäger mit Waffen und Material aus Deutschland nach Jordanien. Entschieden wurde über den Einsatz am Sonntagmittag vom Krisenstab der Bundesregierung unter Leitung von Außenministerin Annalena Baerbock (42, Grüne) und Verteidigungsminister Boris Pistorius (63, SPD). Die Regierung bereitet darum auch einen robusten Einsatz vor. ► „Die Bundeswehr ist auf die Durchführung einer Evakuierung zur Rückführung deutscher Staatsbürger und weiterer zu schützenden Personen aus dem Sudan vorbereitet“, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr . „Im Rahmen unserer Möglichkeiten werden wir auch EU- und weitere Staatsangehörige mitnehmen“, so das Verteidigungsministerium. Frankreich hat Medienberichten zufolge rund 100 Menschen aus dem umkämpften Sudan ausgeflogen Frankreich hat Medienberichten zufolge rund 100 Menschen aus dem umkämpften Sudan ausgeflogen Foto: Laure-Anne MAUCORPS Armée de/dpa ► Andere Staaten wie die USA, Frankreich (rund 100 Menschen), Spanien, Norwegen und Großbritannien haben ihr Botschaftspersonal und in Khartum anwesende Staatsbürger bereits seit Samstag evakuiert. Am Sonntag wurden auch erste niederländische und italienische Staatsbürger evakuiert. Nach Angaben von Außenminister Antonio Tajani sollen 140 italienische Staatsangehörige sowie dutzende Schweizer und Mitarbeiter der diplomatischen Vertretung des Vatikans, der Apostolischen Nuntiatur, aus Khartum ausgeflogen werden. ► Schweden kündigte ebenfalls an, seine Diplomaten und weitere schwedische Staatsangehörige aus dem Sudan zu evakuieren.


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