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Ex-Mitarbeiter warnte vor Sicherheitslücken beim U-Boot – Suchteams hören Klopfgeräusche

New York, Boston Einsatzkräfte haben bei der Suche nach dem vermissten Tauchboot „Titan“ im Atlantik möglicherweise ein Lebenszeichen der Insassen gehört. Suchteams hätten am Dienstag alle 30 Minuten Klopfgeräusche in der Region registriert, in der das Tauchboot vermutet werde, hieß es in einem internen Memo der US-Regierung, aus dem der Sender CNN und das Magazin „Rolling Stone“ in der Nacht zum Mittwoch (Ortszeit) zitierten. Ein späteres Update, das am Dienstagabend verschickt worden sei, berichte von weiteren Geräuschen, die aber nicht mehr als „Klopfen“ beschrieben wurden, schrieb CNN. Das 6,70 Meter kleine und 10,4 Tonnen schwere Gefährt war auf dem Weg zum Wrack der Titanic und wird seit Sonntagvormittag (Ortszeit) vermisst. Die Aufnahme zeigt den Tauchbootpilot Randy Holt (rechts) und Oceangate-CEO Stockton Rush (links) 2013 bei einem Tauchgang etwa drei Meilen (4,8 Kilometer) vor der Küste von Fort Lauderdale in Florida. Die Aufnahme zeigt den Tauchbootpilot Randy Holt (rechts) und Oceangate-CEO Stockton Rush (links) 2013 bei einem Tauchgang etwa drei Meilen (4,8 Kilometer) vor der Küste von Fort Lauderdale in Florida. Rush ist einer der fünf Passagiere, die sich im verschollenen U-Boot befinden. Rush ist einer der fünf Passagiere, die sich im verschollenen U-Boot befinden. Oceangate, der Betreiber und Hersteller des vermissten Titanic-Tauchboots, hat im Jahr 2018 einen Mitarbeiter entlassen, der zuvor auf Sicherheitsmängel hingewiesen hatte. Wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht, hat das Unternehmen den Mitarbeiter David Lochridge im selben Jahr verklagt, weil er angeblich vertrauliche Informationen weitergegeben und damit gegen seinen Arbeitsvertrag verstoßen habe. Tatsächlich hatte der ausgebildete U-Boot-Pilot und Unterwasser-Inspektor Lochridge bei der Arbeitsschutzbehörde eine Whistleblower-Beschwerde eingereicht. Im Gegenzug auf die Klage gegen ihn legte er selbst Beschwerde gegen Oceangate ein. Darin wirft er dem in Washington ansässigen Unternehmen vor, ihn zu Unrecht gekündigt zu haben, weil er mit seinen Handlungen die Sicherheit der Passagiere auf dem Tauchboot namens „Titan“ gewährleisten wollte. Dieser brisante Rechtsstreit wird zu einer Zeit bekannt, in der nun auch die Navy nach dem verschollenen Tauchboot mit fünf Passagieren an Bord sucht, die das Wrack der Titanic in vier Kilometer Tiefe betrachten wollten. Nach Angaben der Navy soll das Tiefsee-Bergungssystem mit dem Kürzel „Fadoss“ in der Nacht zum Mittwoch (Ortszeit) in der kanadischen Stadt St. John’s in Neufundland ankommen. Die US Navy beschreibt „Fadoss“ als „tragbares Schiffshebesystem, das eine zuverlässige Tiefsee-Hebekapazität von bis zu 27 Tonnen für die Bergung großer, sperriger und schwerer versunkener Objekte wie Flugzeuge oder kleine Schiffe bietet“. „Unser gesamter Fokus liegt auf dem Wohlergehen der Besatzung, und es werden alle möglichen Schritte unternommen, um die fünf Besatzungsmitglieder sicher zurückzubringen“, hieß es in einer Stellungnahme. „Wir sind zutiefst dankbar für die dringende und umfassende Unterstützung, die wir von mehreren Regierungsbehörden und Tiefseeunternehmen erhalten, während wir versuchen, den Kontakt mit dem Tauchboot wiederherzustellen.“ In der Beschwerde von Lochridge hatte der entlassene Mitarbeiter vor fünf Jahren vor den Risiken eines Tauchgangs mit der„Titan“ gewarnt. In seiner bei einem US-Bezirksgericht eingereichten Beschwerde gibt Lochridge zu Protokoll, er habe bei Oceangate Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der „Titan“ geäußert und dem Unternehmen geraten, weitere Tests am Schiffsrumpf durchzuführen. Lochridge berichtet, er sei mit seinem Arbeitgeber uneinig darüber gewesen, wie man die Sicherheit des U-Boots am besten testen könne. Er habe sich auch gegen die Entscheidung von Oceangate ausgesprochen, Tauchgänge ohne die sogenannten „nicht zerstörerischen Tests“ durchzuführen. Den zahlenden Passagieren wäre nicht bewusst gewesen, dass gefährliche entflammbare Materialien in dem Tauchboot verwendet wurden. Sie wären auch nicht über das experimentelle Design und den Mangel der nicht zerstörerischen Tests des Rumpfs informiert worden, heißt es in der Beschwerde von Lochridge. Insbesondere soll Oceangate Sichtfenster eingebaut haben, die nur bis zu einem Druck von 1300 Meter zugelassen waren, heißt es in der Klage – „obwohl Oceangate vorhatte, Passagiere bis zu 4000 Meter Tiefe mitzunehmen“. „Anstatt die Bedenken zu adressieren, korrigierend tätig zu werden, um die Sicherheit der experimentellen ,Titan‘ sicherzustellen oder eine Standard-Klassifizierungs-Agentur inspizieren zu lassen, hat Oceangate exakt das Gegenteil getan – sie haben Lochridge sofort gefeuert“, heißt es in dem Gerichtsdokument.


 
 
 

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