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Feuer auf Autofrachter in Nordsee weiter nicht unter Kontrolle

"Aufgrund von Wind und Strömung ist es nicht möglich, das Schiff an einem festen Ort zu halten." Mit Hilfe des Schleppers soll der Frachter aber so gedreht werden, dass er mit der Strömung wieder kontrolliert Richtung Osten treibt. So bleibe die "Fremantle Highway" außerhalb der Fahrrouten und in sicherem Abstand zum regulären Schiffsverkehr. Das mit 3.783 Autos beladene Frachtschiff war in der Nacht zu Mittwoch vor der niederländischen Insel Ameland in Brand geraten. Experten überfliegen mit Hubschraubern die "Fremantle Highway"; mehrere Einheiten beobachten die Lage vor Ort. Die Arbeiten gestalten sich laut niederländischer Küstenwache aber schwierig. Ein Löschen der Flammen sei nicht möglich, weil das Wasser nicht ablaufen und den Frachter zum Sinken bringen könnte. Bergungsspezialisten und die Wasserbehörde überlegen nun, wie man das etwa 200 Meter lange Schiff bergen kann. Der Frachter lag zunächst im Norden der Wattenmeerinsel Ameland und war am Donnerstag durch Wind und Strömung nach Westen getrieben bis etwa 16 Kilometer nördlich der Nachbarinsel Terschelling. Das sei jedoch nicht besorgniserregend, sagte ein Sprecher der Küstenwache am Donnerstag: "Die 'Fremantle Highway' liegt nun stabil". Die Vorhersagen für Wind und Strömung seien günstig, die Chancen stünden gut, dass der Frachter auch stabil bleibe. Die "Fremantle Highway" ist nach Angaben der japanischen Reederei Kawasaki mit 3.783 Autos beladen. Die niederländische Küstenwache hatte zuvor von 2.857 Autos gesprochen, davon 25 E-Autos. Eines der Autos soll explodiert sein, wie im Funkverkehr der Rettungskräfte in der Nacht zu Mittwoch mitgeteilt wurde. "Das Feuer hat begonnen in der Batterie eines elektrischen Autos", heißt es dort, nachdem die Rettungskräfte Kontakt mit dem Kapitän hatten. Teile des Funkverkehrs veröffentlichte der niederländische TV-Sender RTL am Donnerstag auf seiner Homepage. Das Feuer auf einem Frachter in der Nordsee hat die Debatte um Gefahren durch E-Autos auf Schiffen neu entfacht. Laut Funkverkehr hatten die 23 Besatzungsmitglieder keine Möglichkeit, zu den Rettungsbooten auf dem Frachter zu gelangen. Gemeinsam mit der Küstenwache wurde vereinbart, dass die Besatzung von Bord springen sollte - etwa 30 Meter in die Tiefe. Naturschützer besorgt über Lage der "Fremantle Highway" Experten der Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste (SDN) gehen davon aus, dass die "Fremantle Highway" bis zu 2.000 Tonnen Schweröl an Bord haben könnte. Gefährlich werden könne es "insbesondere dann, wenn der Bunker betroffen ist und dann das Schweröl ausläuft", hieß es von der SDN. Der niederländischen Minister für Infrastruktur und Wasserverwaltung, Mark Harbers, sagte dagegen am Donnerstag, Treibstoff würde sich eher in Richtung Norden in die offene See ausbreiten. Maritimer Krisenstab bereitet sich auf Einsatz in Deutscher Bucht vor Das Havariekommando in Cuxhaven hat angekündigt, die Gesamteinsatzleitung für die deutschen Hoheitsgewässer zu übernehmen, sollten auf der brennenden "Fremantle Highway" Schadstoffe austreten. Es stünden zwei Schiffe des Bundes und fünf Schiffe der Bundesländer bereit, sagte ein Sprecher des Havariekommandos am Donnerstag. Das Havariekommando ist eine gemeinsame Einrichtung des Bundes und der fünf norddeutschen Bundesländer und ist für die maritime Notfallvorsorge und das Unfallmanagement auf Nord- und Ostsee zuständig.


 
 
 

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