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G20-Gipfel auf Bali

Weißer Sandstrand, tropische Blumen, bunte Sträucher – es ist schwül und bei Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius verzichten viele Gipfelteilnehmer auf das obligatorische Jacket. Das Treffen jetzt auf Bali gleicht einer Familientherapie: In Indonesien werden wichtige Weichen gestellt – auch wenn offen ist, ob die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer sie dann auch nutzen. Russland fürchtet international den Zusammenbruch der politischen Front und macht auf Bali Zugeständnisse, die vor Wochen noch undenkbar gewesen wären. Konkret wird in dem Entwurf aus einer Resolution der Vereinten Nationen zitiert, mit der Russland aufgefordert wird, die Kriegshandlungen einzustellen und seine Truppen aus der Ukraine sofort abzuziehen. "Die meisten Mitglieder verurteilten den Krieg in der Ukraine aufs Schärfste", heißt es in dem Entwurfspapier. Auf Russlands Position wird vor allem mit einem Satz eingegangen: "Es gab andere Auffassungen und unterschiedliche Bewertungen der Lage." Das bedeutet auch: Russland akzeptierte, dass der russische Angriff klar als Krieg bezeichnet wird – und nicht – wie von Putin benannt – als "militärische Spezialoperation". Diplomaten zufolge stimmte Russland zu, dass nicht nur der Einsatz von Atomwaffen, sondern auch die Drohung damit als unzulässig bezeichnet wird. Sollten dieser Entwurf der Abschlusserklärung von allen G20-Mitgliedern wirklich unterzeichnet werden, käme das einer wahren Abrechnung mit Putins Krieg und den Folgen für die Weltgemeinschaft gleich, die daraus erwachsen sind.


 
 
 

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