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Großaquarium Aquadom zerstört – Rund 1500 Fische tot – „Ein regelrechter Tsunami“

Der Aquadom mit einer Million Liter Wasser und 1500 Fischen ist zerborsten. Ein Großaquarium im Sea Life in einem Hotel in unmittelbarer Nähe zum Berliner Dom ist zerstört, zwei Personen wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der Polizei platzte der freistehende Aquadom, ein 16 Meter hoher Behälter aus Acrylglas mit 1500 Fischen. Die meisten der Fische seien tot und müssten mit den Trümmern entsorgt werden, sagte ein Feuerwehrsprecher. Nach Angaben der Polizei gab es zunächst „keine Hinweise auf eine Straftat“ im Zusammenhang mit dem spektakulären Fall. Darüber hinaus seien im Untergeschoss des Hotelgebäudes, in dem sich das Großaquarium in Form eines riesigen Glaszylinders befand, alle Fische gerettet worden. Zugleich betonte Sea Life, der Aquadom sei „eine eigenständige Attraktion und ist nicht im Besitz des Sea Life Berlin, auch Wartung und Instandhaltung liegen nicht beim Sea Life Berlin“. Zwar sei der Besuch in dem Großaquarium in Eintrittskarten und Marketingaktivitäten enthalten gewesen, Besitzer sei aber die Firma Union Investment. Die Eigentümerfirma des zerstörten Großaquariums Aquadom in Berlin hat sich „bestürzt über das Unglück“ gezeigt. Der Grund für das Zerbersten des riesigen Zylinders voller Wasser sei noch „völlig unklar“, sagte der Sprecher der Firma Union Investment, Fabian Hellbusch, am Freitag. „Wir versuchen uns derzeit in Abstimmung mit Polizei und Feuerwehr vor Ort ein genaueres Bild von der Lage und des entstandenen Schadens zu verschaffen“. „Das ist ein regelrechter Tsunami, der sich hier ergossen hat über die Hotelräumlichkeiten, die anliegenden Restaurants.“ Es sei großer Schaden entstanden. Viel Wasser sei in die Kanalisation gelaufen, viel aber auch in Keller und benachbarte Einrichtungen – etwa das DDR-Museum. Überall Scherben.“ Die FDP-Bundestagsabgeordnete Sandra Weeser, die in dem Hotel übernachtet hatte, sagte, sie sei im Tiefschlaf geweckt worden und habe zunächst an etwas wie ein Erdbeben gedacht. Die FDP-Bundestagsabgeordnete Sandra Weeser übernachtete in dem Hotel, welches an den Aquadom angegliedert ist. Sie beschreibt die Minuten nach dem Knall, bis drei Feuerwehrleute mit einem Masterschlüssel in ihr Zimmer kamen: „Wo das Aquarium war, waren nur noch Möbel, Trümmerteile und tote Fische.“ „Es ist ein Bild der Verwüstung mit vielen toten Fischen und Scherben.“ Sie habe viele tote Fische gesehen. Manfred Rank, Geschäftsführer des Dachverbands der Deutschen Aquarienvereine, sagte WELT: „Man fragt sich aber schon, warum das geplatzt ist. Bei einem Aquarium dieser Größe sei meistens das Silikon die Schwachstelle und nicht das Glas. Ein Sprecher der Feuerwehr teilte WELT mit, dass die Feuerwehr um 5 Uhr 43 alarmiert wurde. Auch die Feuerwehr war mit 100 Einsatzkräften vor Ort. Ein Feuerwehrmann sagte WELT: „Wir können froh sein, dass das Aquarium nicht später am Morgen geborsten ist. „Die Ermittlungen zur Ursache ist natürlich noch nicht abgeschlossen, erste Anzeichen deuten jedoch auf eine Materialermüdung“, sagte Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD). Die Feuerwehr ist mit 100 Einsatzkräften vor Ort Ein großer Teil des Wassers sei wohl durch die Türen im Erdgeschoss auf die Straße und dort in die Gullys gelaufen, teilte die Feuerwehr mit. Wegen der schweren Beschädigungen mussten auch die Gäste des umgebenden Hotels das Gebäude verlassen, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Ein Video auf Twitter zeigte die Verwüstung in der Lobby des Hotels: Der Aquadom im Sea Life war nach Angaben der Betreiber im Internet das „größte, zylindrische frei stehende Aquarium der Welt“, eine vielen Touristen bekannte Attraktion in Berlin. Es war ein Behälter aus Acrylglas, der 16 Meter hoch war und einen Durchmesser von 11,5 Metern hatte. Ein Foto aus dem Inneren des Hotels In einem Flyer zur Modernisierung hieß es, nach 15 Jahren müssten die Dichtungen des 2004 eröffneten Aquadoms erneuert werden. Becken der Unterwasserwelt Sea Life in unmittelbarer Nähe des Aquadoms werden nun auf Schäden geprüft. Das Sealife besteht aus verschiedenen Aquarien und Becken mit Fischen im Erdgeschoss der anderen Seite des Gebäudes. Durch einen Tunnel können Besucher etwa durch ein großes Aquarium mit Haien und Rochen hindurchlaufen. Das Aquarium wurde nach Kenntnis des Statikprofessors Jens Schneider von der Technischen Universität Darmstadt nicht regelmäßig einer TÜV-ähnlichen Untersuchung unterzogen. Schneider ist Experte für große Glas-Konstruktionen und kennt das jetzt zusammengebrochene Riesenaquarium. Ob es eine individuelle Vereinbarung mit der Bauaufsichtsbehörde gibt, sei ihm nicht bekannt. Über die genaue Ursache für das Auseinanderplatzen des 16 Meter hohen Aquariums, befüllt mit rund 1000 Liter Salzwasser, will Prof. Es sei üblich, dass derartig große Aquarien, Unterwasserwelten oder auch durchsichtige Schwimmbäder aus Plexiglas und nicht aus dem erheblich schweren Mineralglas gebaut werden, sagt Schneider. „Wir werden Strafanzeige gegen die Verantwortlichen erstatten, weil hier offenbar fahrlässig mit dem Leben von rund 1500 Fischen umgegangen wurde“, teilte ein Sprecher der Organisation mit. Die Zerstörung des Aquariums sei eine „riesengroße, menschengemachte Tragödie“.


 
 
 

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