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Habeck hält Atomausstieg für unumkehrbar – und garantiert sichere Energieversorgung

Kurz vor der Abschaltung der letzten Reaktoren lehnte der Bundeswirtschaftsminister jede Prüfung ab, ob Kernkraftwerke weiter betrieben oder komplett neu gebaut werden sollten. Laut einer Umfrage lehnen fast zwei Drittel der Deutschen den Shutdown-Plan ab. Werbung


Der anstehende Atomausstieg in Deutschland ist laut Bundeswirtschaftsminister Robert Habek (Grüne) unumkehrbar. Die letzten drei Kernkraftwerke wurden am 15. März gebaut April solle gesperrt werden, „früher oder später wird sie abgebaut“, sagte Habek der Funke-Zeitung. Er fügte hinzu, dass der Bau neuer Kernkraftwerke immer ein wirtschaftlicher Misserfolg sei – ob in Frankreich, Großbritannien oder Finnland. Habek weiter: „Auch deutsche Betreiber haben kein Interesse am Bau neuer Kernkraftwerke gezeigt. „Unser Energiesystem wird anders sein: Bis 2030 haben wir 80 % erneuerbare Energie.“


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Die letzten drei Atomkraftwerke Deutschlands sollen Ende vergangenen Jahres vom Netz gegangen sein. Aufgrund des Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine und der daraus resultierenden Energiekrise entschied sich das Ampelbündnis im vergangenen Jahr jedoch dafür, die drei Reaktoren über den Winter laufen zu lassen. An diesem Samstag bleiben sie jedoch dauerhaft geschlossen. Die FDP will Atomkraftwerke am Laufen halten

Kürzlich forderte die FDP-Bundestagsfraktion in einem energiepolitischen Dokument, die letzten drei Kernreaktoren mindestens ein Jahr in Betrieb zu halten, damit sie wieder hochgefahren werden können. FDP-Generalsekretär Bijan Jir-Sarai sagte gegenüber t-online, das Atomkraftwerk sei ein "strategischer Fehler in der immer noch angespannten Energiepolitik". Habek kontert: „Mit dem Atomausstieg werden wir den Beschluss von EU und FDP 2011 umsetzen.“


Daher ist der grüne Politiker überzeugt, die Energieversorgungssicherheit auch nach dem Ausstieg aus der Atomenergie gewährleisten zu können. „Die Energiesicherheit in Deutschland ist in diesem schwierigen Winter gewährleistet und wird es auch bleiben“, sagt Habek. Die Situation ist dank hochgefüllter Gasspeicher, neuer LNG-Terminals an der Nordküste Deutschlands und mehr erneuerbaren Energiequellen im Griff.

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gleichzeitig ein Appell an die Menschen, weiter Energie zu sparen. „Nächsten Winter wird die Gasversorgungssituation besser sein. Allerdings sei Energie teuer und der Verbrauch schlecht fürs Klima, sagte der Grünen-Politiker. "Seien Sie also vorsichtig, wenn Sie Energie verwenden."


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Habek dankte auch den Anwohnern für ihr Engagement. „Ich kenne viele Menschen, die tatsächlich Askese praktiziert haben. Diese Bemühungen halfen, den Gastank in einer kritischen Zeit zu füllen. Wir haben es geschafft, die schwere Wirtschaftskrise zu überstehen“, sagte er. Die im September in Kraft getretene Energieeinsparverordnung der Bundesregierung, die unter anderem eine maximale Raumtemperatur von 19 Grad in öffentlichen Arbeitsstätten vorschreibt, läuft am 15. Mai aus. Die Mehrheit ist gegen die Schließung von Atomkraftwerken

Laut einer Umfrage lehnen fast zwei Drittel der Deutschen den letzten deutschen Plan zur Abschaltung von Atomkraftwerken ab. Laut einer Umfrage des von der Deutschen Presse-Agentur beauftragten Meinungsforschungsinstituts YouGov entschieden sich 32 Prozent dafür, die verbleibenden drei Reaktoren für einen begrenzten Zeitraum in Betrieb zu halten. Weitere 33 % befürworten sogar eine unbefristete Verlängerung.

Auf der anderen Seite glauben nur 26 %, dass eine Schließung jetzt das Richtige ist. Lediglich die Grünen unterstützten den Shutdown mit einer Mehrheit von 56 Prozent. Andererseits sind die Stimmen der anderen beiden Koalitionsparteien größer als die Zahl der Gegenstimmen. Nur noch 31 Prozent der SPD-Anhänger befürworten jetzt den Ausstieg aus der Atomenergie. Unter den FDP-Wählern sind es nur 12 Prozent. LESEN SIE AUCH

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