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Iran löst Sittenpolizei auf und bildet „Untersuchungsausschuss“ für die Proteste

Beobachter sehen zwar kein Ende des Kopftuchzwangs für Frauen, dennoch sei die Auflösung ein Erfolg für die Frauenbewegung im Iran. Zudem soll ein Ausschuss die aktuellen Proteste untersuchen - repräsentativ sein wird er aber nicht. Im Iran ist nach Angaben des Generalstaatsanwalts die Sittenpolizei aufgelöst worden, die bislang hauptsächlich für die Einhaltung der Kleidungsvorschriften von Frauen zuständig war. Das Problem sei nicht die Sittenpolizei, sondern die Aufhebung des Kopftuchzwangs, schrieb ein iranischer Aktivist auf Twitter. Beobachtern zufolge würde die Auflösung der Sittenpolizei zwar kein Ende des Kopftuchzwangs für Frauen bedeuten, aber einen wichtigen Teilerfolg der Frauenbewegung im Iran darstellen. „Das Regime steht vor dem Zusammenbruch und versucht, sich mit Ablenkungsmanövern zu retten“, sagte der im Iran geborene Djir-Sarai den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Sittenpolizei war der Auslöser der seit über zwei Monaten andauernden systemkritischen Aufstände in dem Land. Auch um diese Proteste soll es nun gehen: Angekündigt wurde auch die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses, der die Gründe für die seit mehr als zwei Monaten andauernden Demonstrationen im Land klären soll. Die Protestierenden hätten keine Vertreter, „außerdem hatten wir es mit Krawallmachern und Unruhestiftern und nicht Demonstranten zu tun“, sagte Wahidi demnach zu den Gründen für den Ausschluss der Protest-Vertreter. Was die Proteste im Iran für das Atom-Risiko bedeuten Seit dem Ausbruch der Proteste werden der Kopftuchzwang und die islamischen Kleidervorschriften von vielen Frauen, besonders in Großstädten, zunehmend ignoriert. Laut islamischen Gesetzen müssen Frauen in der Öffentlichkeit ein Kopftuch sowie einen langen, weiten Mantel tragen, um Haare und Körperkonturen zu verhüllen. Dieses Gesetz ist seit über 40 Jahren Teil der gesellschaftspolitischen Doktrin des islamischen Systems um, wie es heißt, „Land und Volk vor der westlichen Kulturinvasion zu retten“.


 
 
 

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