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Klima-Aktivisten blockieren Hamburger Flughafen für mehrere Stunden

Nach Angaben des Flughafens kann es noch den ganzen Tag über zu weiteren Flugstreichungen und Verzögerungen kommen. Fluggäste sollten sich auf der Internetseite des Flughafens über den aktuellen Status ihres Fluges informieren oder ihre Fluggesellschaft kontaktieren. Am Freitag soll sich der Flugbetrieb nach Angaben des Airports wieder normalisiert haben. Mehrere Klima-Aktivistinnen und -Aktivisten der Gruppe "Letzte Generation" hatten laut Bundespolizei den Außenzaun um das Flughafengelände aufgeschnitten und sich in unmittelbarer Nähe zur Start- und Landebahn auf dem Rollfeld festgeklebt. Offenbar schoben die Aktivistinnen und Aktivisten durch eine Lücke im Zaun auch die StadRäder, mit denen sie dann auf das Rollfeld fuhren. Zehn in Gewahrsam genommene Klima-Aktivisten und -Aktivistinnen sind inzwischen wieder auf freiem Fuß. Gegen vier Frauen im Alter von 24, 27, 31 und 43 Jahren und sechs Männer im Alter zwischen 19 und 63 Jahren seien Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Hausfriedensbruchs, der Sachbeschädigung sowie Widerstands beziehungsweise Beihilfe dazu eingeleitet worden, sagte ein Polizeisprecher. Auch der Tatvorwurf des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr sei geprüft worden. Mangels Haftgründen seien die zehn Demonstranten freigelassen worden, sagte der Sprecher. Zusätzlich gebe es eine Alarmanlage, die auch ausgelöst worden sei, als sich die Klima-Aktivistinnen und -Aktivisten Zutritt auf das Flughafengelände verschafften. Die Aktion zu Beginn der Hamburger Sommerferien sei ein Protest "gegen die Planlosigkeit und den Gesetzesbruch der Regierung in der Klimakrise", heißt es in einer Pressemitteilung der Gruppe "Letzte Generation". Sie kritisiert, dass die Regierung den Flugverkehr mit Milliarden subventioniere, und bezeichnet dies als "bedeutenden Brandbeschleuniger der Katastrophe". Zeitgleich gab es eine ähnliche Aktion auf dem Düsseldorfer Flughafen. Die Blockade-Aktion auf dem Airport geschah am ersten Tag der Sommerferien in Hamburg. Zahlreiche Reisende warten während einer Blockade eines Rollfeldes durch Klimaaktivisten im Terminal des Hamburger Flughafens. Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher forderte eine konsequente Bestrafung der Flughafen-Blockierer. "Es handelt sich um Straftaten, die von der Justiz konsequent sanktioniert werden müssen", sagte der SPD-Politiker. Die Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) verurteilte die Aktion im Sommerinterview mit dem NDR scharf: "Hier wurde eine rote Linie überschritten. Es sind Familien mit kleinen Kindern, Menschen, die vielleicht hart gearbeitet haben, um sich diesen Urlaub zu leisten." Auch die für den Flughafen zuständige Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard (SPD) kritisierte die Protest-Aktion. "Viele Familien haben sich auf den Ferienbeginn gefreut. Für diese sind die Folgen der Aktion sehr bitter." Protest dürfe sein, "aber auf Flughafen-Rollbahnen ist er nicht nur gefährlich für die Protestierenden selbst, sondern auch ein schwerer Eingriff in die Flugsicherheit". Hamburgs CDU-Chef Dennis Thering sagte, die "Letzte Generation" habe vielen erholungsbedürftigen Eltern und Kindern den Start in die Ferien ruiniert. "Das ist eine gezielte Attacke auf Hamburgs Familien und dem Klimaschutz dient es überhaupt nicht." Die AfD in der Hamburgischen Bürgerschaft forderte ein Verbotsverfahren gegen die "Letzte Generation". Denn getroffen würden durch die Aktion in erster Linien Menschen, die in den Urlaub wollen und nicht jene Vielfliegerinnen und -flieger, die "den größten Teil der Klimalast des Flugverkehrs verursachen". Auch Wissing, Buschmann und Habeck verurteilen Aktion "Diese gefährlichen Eingriffe in den Verkehr müssen ein Ende haben. Was die "Letzte Generation" betreibt, ist kein Klimaschutz sondern Kriminalität", sagte der FDP-Politiker. Wenn die 'Letzte Generation' ihnen diese Freude nimmt, untergräbt sie die Akzeptanz für mehr Klimaschutz", schrieb Buschmann bei Twitter. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) verurteilte die Aktion der "Letzten Generation" ebenfalls. Er sagte: "Die Aktivisten, die jetzt lauter Menschen die Reise in den Urlaub verbauen, schaden dem Anliegen Klimaschutz massiv." Diese Form des Protests sei nicht richtig. Wer sich wirklich für Klimaschutz einsetzen wolle, der müsse die gesellschaftliche Akzeptanz mit im Blick haben. Unterdessen kündigte die "Letzte Generation" für Freitag bundesweit Proteste an. Wann und wo Aktionen stattfinden und ob erneut Flughäfen das Ziel sind, teilte die Gruppe nicht mit.

Quelle: Ndr

 
 
 

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