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Kommt der "Leopard" zu spät?

Das war die entscheidende Botschaft des Besuchs von Verteidigungsminister Boris Pistorius in Kiew: Deutschland wird der Ukraine zusammen mit den Niederlanden und Dänemark mehr als 100 Kampfpanzer vom Typ "Leopard 1" liefern. Ältere Panzermodelle stammen aus Fabrikbeständen, von denen einige noch aktualisiert werden müssen. Ulli

Einen Tag nach der Leopard-I-Entscheidung gingen die Meinungen darüber auseinander, ob die versprochenen Panzer der Ukraine noch gegen eine mögliche Frühjahrsoffensive der Russischen Föderation helfen könnten. Florian Hahn, verteidigungspolitischer Sprecher der Koalition, äußert sich besorgt darüber, dass "zu viel Zeit verschwendet wurde, was natürlich das Leben der Ukrainer kosten wird". Agnieszka Bräger, Verteidigungspolitikerin der Grünen, zögert, sie öffentlich zu kritisieren. Sie machte aber auch deutlich, dass sie wiederholt empfohlen habe, Lieferungen im Inland zu beschleunigen. Etwa die Modernisierung alter Panzer – auch ohne endgültigen Lieferbeschluss – und die Ausbildung von Ukrainern in Waffensystemen. Vizepremier Robert Habek, ein Verbündeter von Bruggers Partei, hofft, dass die Entscheidung des Panzers nicht zu spät kommt. Trainer dringend gesucht SPD-Verteidigungspolitiker Wolfgang Helmich Als die Russen mit dem Frühjahrstraining beginnen, haben sie noch keine Ahnung vom Angriff und ob Panzer folgen und sich verzögern werden. Aber es ist jetzt allgemein klar, dass die Lieferung und Ausbildung von Panther-Panzern schnell erfolgen muss. Bisher hat die Ukraine hauptsächlich mit "T-72"-Panzern aus sowjetischem Bestand gekämpft, aber es werden täglich weniger. Insbesondere Ersatzteile und Munition gehen zur Neige, und da der „Leopard 1“-Panzer bereits Anfang der 2000er Jahre von der Bundeswehr eingestellt wurde, ist auch das Ausbildungsproblem schwer zu sagen. Denn in der Bundeswehr dürften nur Veteranen mit Panzern aus dem Kalten Krieg vertraut sein. Der AfD-Verteidigungspolitiker Rīdiger Lukasen äußert Bedenken, dass nun erfahrene Reservisten in der Panzerausbildung eingesetzt werden sollten. In etwa sechs Wochen werden ukrainische Soldaten in Aachen und Münster trainieren. Experten sagen, es ist ehrgeizig, aber grundsätzlich machbar. Der Panzer „Leopard 1A5“ wurde mit dem Zug zum Einsatzort transportiert. (aufgenommen am 18. Juni 1997) |

178 "Leopard 1" wurden zum Export zugelassen

Bis zu 178 Leopard 1A5 können in die Ukraine geschickt werden. Reparatur, Nachschub und Ausbildung mit Partnern und Verbündeten – Deutschland, Dänemark und die Niederlande arbeiten gemeinsam am alten Kampfpanzer Leopard 1. Hier wirkte die Forderung von Bundeskanzler Olaf Schulz nach Waffenlieferungen an die Ukraine "im Einvernehmen mit Partnern und Verbündeten". Aber der modernere Hauptpanzer Leopard 2 hat immer noch keine große Panzerallianz. Länder wie Deutschland, Polen, Kanada und Portugal haben Lieferungen zugesagt, einige müssen jedoch noch konkrete Zahlen liefern. Die Zusage von zwei Leopard-2-Bataillone ist seit Ende Januar nicht eingetreten, aber auch hier drängt die Zeit. Durch ein breites Versorgungsbündnis dürfte Deutschland einen „ganz wesentlichen Beitrag“ leisten und „einen großen Teil der Verantwortung“ übernehmen, so Verteidigungspolitiker Bräger von den Grünen. Nun sollen schnellstmöglich weitere Geschäftspartner in das Angebot von „Leopard“ einsteigen. Abgesehen von politischen Entscheidungen gibt es keine Vorbereitung für die eigentliche Abstimmung mit anderen Koalitionspartnern. Experten wie Christian Merling von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik gehen davon aus, dass auch andere Länder "nach und nach" mehr Panzer an die Ukraine liefern werden... Eine wirklich breite Allianz von Leopard-Lieferanten ist sicherlich nur eine Frage der Zeit. Dies könnte entscheidend für eine mögliche Frühjahrsoffensive Russlands sein. Bereits nächste Woche wollen Deutschland und Polen ein Treffen abhalten, um Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 an die Ukraine zu liefern. Die Ankündigung erfolgte, nachdem Bundesverteidigungsminister Pistorius seinen polnischen Amtskollegen Blaszczak in Warschau getroffen hatte.

 
 
 

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