"Letzte Generation" kündigt neue Proteste an
- tim-news

- 3. Dez. 2022
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Weitere und vor allem intensivere Aktionen soll es geben: Die "Letzte Generation" hat angekündigt, ihren Klimaprotest ab Montag in Berlin und München fortzusetzen. Die Innenminister wollen die Aktivisten stärker in den Blick nehmen.Die Klima-Protestgruppe "Letzte Generation" hat für die kommenden Wochen und Monate weitere Aktionen angekündigt. Aktivistinnen und Aktivisten erhielten derzeit "unfassbar viel Gegenwind" bis hin zu täglichen Morddrohungen.Der Protest werde aber ab Montag und auch nach Weihnachten sowie im neuen Jahr weitergehen. Man wolle den Alltag der Gesellschaft stören, dazu seien wieder symbolische Aktionen geplant.Für Montagmorgen riefen die Aktivisten zu einer Aktion am Karlsplatz in München auf - und auch in Berlin sei eine Blockadeaktion geplant. Aktion von Aktivisten der "Letzten Generation" Anfang Februar in Berlin | REUTERS Innenminister wollen LagebildDie Aktionen der "Letzten Generation" sind stark umstritten. Die Innenminister der Bundesländer wollen bis Anfang kommenden Jahres ein Lagebild erstellen. Hessens Innenminister Peter Beuth erklärte: "Angesichts der steigenden Intensität und Radikalität der gezielt begangenen Straftaten dieser Gruppierung müssen wir sie wachsam in den Blick nehmen und künftig womöglich als kriminelle Vereinigung behandeln." Jedenfalls würden die unionsgeführten Innenminister die Notwendigkeit sehen, "dass diesem Verdacht nachgegangen wird", so der CDU-Politiker.Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius sagte, die Feststellung werde aber nicht von den Innenministern getroffen. Nach dem Anschlag auf ein Cranach-Bild in der Berliner Gemäldegalerie hat die Staatsanwaltschaft jetzt Anklage erhoben. Diskussion über PräventivhaftIn den vergangenen Wochen hatte vor allem die vorbeugende Inhaftierung von Aktivisten in Bayern für viele Diskussionen gesorgt. In den meisten anderen Bundesländern ist die maximale Dauer wesentlich kürzer.Während Bundesinnenministerin Nancy Faeser eine einheitliche Linie bei der Anwendung und Dauer forderte, betonte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius, dass für ihn weniger die Länge der Haft entscheidend sei. Ein Aktivist der "Letzten Generation" schüttet Öl auf Klimt Gemälde "Tod und Leben" im Wiener Leopold Museum. Letztlich entscheide in jedem Einzelfall ein Richter, ob es notwendig sei.Die "Letzte Generation" blockierte zuletzt wiederholt Straßen, vor allem in Berlin und München.

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