Lützerath fast geräumt: Polizisten müssen Greta Thunberg wegtragen
- tim-news

- 16. Jan. 2023
- 4 Min. Lesezeit
Die Hochzeit geht weiter in Lützerath. Zwei Aktivisten stehen noch im Tunnel. Die Dauer der "Rettung" ist unklar. Newsletter
Tunnel unter Lützerath: Zwei Aktivisten befinden sich noch im Tunnel, der aufgrund der Freifläche einsturzgefährdet ist.
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Verletzte: Bei den Auseinandersetzungen wurden nach Angaben der Polizei mehrere Menschen verletzt.
Riesendemonstration: Tausende Menschen, darunter auch Greta Thunberg, haben am Samstag (1
. Januar) vor der Siedlung protestiert.
17.55 Uhr: Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg (20) ist am Sonntagnachmittag am Rande einer Zeche bei Lützerath plötzlich wieder aufgetaucht. Er nahm an einer spontanen Demonstration teil und sang und tanzte mit anderen Klimaaktivisten.
Ein Polizeisprecher sagte, Thunberg sitze seit einiger Zeit auf der Mauer am Rand des Tagebaus. Zu ihrer eigenen Sicherheit forderte die Polizei sie auf, die Mauer zu verlassen. Als er das nicht tat, brachte ihn die Polizei ein paar Schritte weg. Dasselbe verlief harmonisch. Dann macht sich der schwedische Klimaaktivist auf den Weg.
Greta Thunberg tanzt in Lützerath. Kurz darauf nimmt ihn die Polizei mit.
Greta Thunberg tanzt in Lützerath. Kurz darauf nimmt ihn die Polizei mit. © Federico Gambarini/dpa
„Nur die beiden im Tunnel bleiben“: Lützerath ist fast geräumt – viele Gebäude sind bereits abgerissen
16.15 Uhr: Evakuierung in Lützerath am Sonntag (15 Januar) schreitet zügig voran. Nach Angaben der Polizei sind nur noch wenige Aktivisten übrig. Die meisten Gebäude sind bereits abgerissen. „Jetzt sind nur noch zwei im Tunnel“, sagte ein Polizeisprecher.
Beim letzten Mal waren ein paar Aktivisten mehr in den Bäumen und Baumhäusern der Siedlung. Inzwischen wurden sie jedoch importiert. „Alle Männer runter – gute Arbeit, Retter auf!“ schrieb der Polizeiverband NRW auf Twitter.
Der Rettungsdienst hob alle Aktivisten von den Bäumen.
Der Rettungsdienst hob alle Aktivisten von den Bäumen. © Federico Gambarini/dpa
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Lützerath: Gefährliche Situationen für Journalisten während der Demonstrationen
15:00: Der Journalistenverband DJU wertet die eingegangenen Meldungen über die Demonstration und die Räumung von Lützerath aus. Darauf aufbauend seien die Arbeitsbedingungen der Journalisten im Wohngebiet journalistisch, teilte der Verband am Sonntag (15. Januar) mit. Während der Polizeieinsätze gelang es den Journalisten jedoch nicht, das städtische Gebäude und die Scheune zu betreten, wo die Polizei den Aktivisten während der Räumung angeblich körperliche Verletzungen und gefährliches Verhalten zugefügt hatte.
In den ersten Stunden der Räumungsarbeiten am Mittwoch (11.1.) kam es zu vielen gefährlichen Situationen für Pressevertreter:innen, die zwischen Polizei und Front der Demonstranten eindrangen. Mehrere Pressevertreter erlitten jedoch durch das Pfefferspray Reizungen der Atemwege. Nach Angaben des Verbandes waren rund 800 nationale und internationale Medien anwesend.
Weitere Demonstrationen bei Lützerath geplant
13.5
Uhr: Die Organisatoren und Aktivisten der Großdemonstration bei Lützerath am Samstag haben weitere Proteste gegen die Ausgrabung des Dorfes und die Stromerzeugung mit Braunkohle angekündigt. Vertreter der Organisationen „Ende Gelände“, „Kaikki källe jaää“ und „Fridays for the Future“ würdigten in der Pressekonferenz am Sonntag die Teilnahme Zehntausender Menschen an den Demonstrationen rund um Lützerath als Hoffnung für das Klima. ein Schatz in Deutschland und weltweit.
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Lützerath: Evakuierung geht weiter
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12.58: Während die Bodenevakuierung andauert, befinden sich noch zwei Aktivisten im Tunnel unter Lützerath. Wie lange es dauert, sie herauszuholen, sei völlig unklar, sagt ein Sprecher des Energiekonzerns RWE, dessen Feuerwehr den sogenannten "Rettungseinsatz" übernommen hat. Ein Sprecher der Aktivistengruppe „Lützerath vivas“ sagte, der Zustand der beiden Aktivisten sei stabil.
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Nach Angaben des Aachener Polizeipräsidenten Dirk Weinspach handelt es sich bei dem Stollen um einen „Gewölbekeller mit vier Meter langem Schacht“ und einem horizontalen Baukörper, heißt es in den Tagesnachrichten. „Das Gebäude ist nicht sicher“, vermutet er. "Was wir von der Ansaug- und Abluft gesehen haben, reicht nicht aus, um dort eine konstante Sauerstoffzufuhr aufrechtzuerhalten, damit die Kohlendioxidkonzentration nicht zu hoch wird."
Lützerath: Mehr als 70 Polizisten verletzt
10.
6 Uhr: Polizeizeit am Sonntag Mehr als 70 Polizisten wurden bei der Säuberung des Dorfes Lützerath verletzt, die am Mittwoch andauerte. Ein Polizeisprecher sagte, die meisten von ihnen seien bei Anti-Kohle-Protesten am Samstag verletzt worden. Die Verletzungen seien nur teilweise durch die Gewalt der Demonstranten verursacht worden. Einige Beamte verstauchten sich beispielsweise auch auf schlammigem Boden die Knöchel.
Räumung von Lützerath: Aktivisten klagen über schwere Verletzungen
10.12: Nach einem großen Protest gegen die Räumung des Dorfes Lützerath in Nordrhein-Westfalen war die Zahl der Verletzten zunächst unklar. Ein Sprecher der Aachener Polizei sagte am Sonntag, es gebe „noch keine belastbaren Informationen“. Konkrete Zahlen erwartet die Polizei bis Sonntag.
Die Initiative „Lützerath lebt“ sprach von „zahlreichen Schwerverletzten“ und in einem Fall sogar von einer lebensgefährlichen Verletzung. So sei die Polizei auf den Feldern bei Lützerath gegen Klimaaktivisten mit "massiven Schlagstöcken, Pfefferspray, gepanzerten Fahrzeugen, Wasserwerfern, Hunden und Pferden" vorgegangen.
Räumung Lützerath: Aktivisten sprechen von Polizeigewalt pur
08.52 Uhr: Am Samstag (1
.10.) postete der Instagram-Kanal „luetzibleibt“ nach einer Großdemonstration Videos und Bilder vom Polizeieinsatz. Sie können sehen, wie die Polizei die Demonstranten angreift. Das Blatt schreibt: „Was wir heute und in den letzten Tagen erlebt haben, ist Polizeibrutalität pur. Es gab mehrere Berichte über schwere Kopfverletzungen und eine Person musste ins Krankenhaus geflogen werden.
Bilder und Videos zeigen den Polizeieinsatz im Zusammenhang mit der Großdemonstration in Lützerath.
Bilder und Videos zeigen den Polizeieinsatz bei der Großdemonstration in Lützerath. © luetzibleibt/instagram
Update am Sonntag, 15. Januar 2023 um 7:36 Uhr:

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