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Nach Explosion der Krim-Brücke: Krimtataren schwören Putin weiterhin Rache für Annexion

Kiew – Gesprengte Kontrollpunkte, brennende Kasernen und Tanklagern sowie wiederholte Explosionen: Die Ukraine verfolgt entschlossen das Vorhaben, die von Russland besetzte Krim zurückzuerobern. Juli) wurde jetzt die Brücke, die die ukrainische Region mit dem russischen Festland verbindet, zum Ziel. Dabei spielen pro-ukrainische Partisanenbewegungen eine bedeutende Rolle - insbesondere die Krimtataren, die schworen, an Putin für die jahrelange Drangsalierung Rache zu nehmen. Nach Angaben von Mustafa Dzemilev, einem Sprecher der Krimtataren-Bewegung, sind hunderte tatarische Männer bereit, die besetzte Krim von Russland im Ukraine-Krieg zu befreien. In einem Interview mit dem britischen Guardian verwies er dabei auf zahlreiche Sabotageaktionen der Partisanengruppe namens Atesh („Feuer“), die laut bisherigen Erkenntnissen aus Ukrainern, Krimtataren und abtrünnigen Russen besteht. Nach Zerstörung der Krim-Brücke: Krimtataren unterstützen Ukraine-Offensive Die Atesh-Partisanen unterstützen aktiv die Ukraine-Offensive und greifen gezielt militärische Einrichtungen Russlands hinter der Frontlinie an. Ob sie auch für den erneuten Angriff auf die Krim-Brücke verantwortlich sind, ist unklar. Am Montag gab es eine Explosion bei der Überquerung zum russischen Festland, die auf Fotos und Videos eine zerstörte Fahrbahn zeigte. Muss eine Attacke auf der Krim-Brücke hinnehmen: Russlands Präsident Wladimir Putin. Muss eine Attacke auf der Krim-Brücke hinnehmen: Russlands Präsident Wladimir Putin. Moskau bezeichnete den Angriff gemäß der russischen Nachrichtenagentur Tass als „Terrorakt“ und machte ukrainische Geheimdienste dafür verantwortlich. Die ukrainischen Behörden bestätigten ihre Beteiligung vorerst nicht, sondern kommentierten die Situation lediglich mit: „Erneut hat sich die Brücke schlafen gelegt. zwei!“ Dabei könnte eine Anspielung auf einen ähnlichen Anschlag im vergangenen Herbst gemacht worden sein, zu dem sich Kiew bekannt hatte, bei dem ebenfalls eine Fahrbahn zerstört wurde. Annexion der Krim: Ukraine lässt bei Gegenoffensive nicht locker Die Ukraine verteidigt sich seit fast 17 Monaten gegen den russischen Angriffskrieg und hat angekündigt, alle besetzten Landesteile im Zuge einer Gegenoffensive von der Annexion zu befreien, einschließlich der Krim. Jedoch liegt die Halbinsel relativ weit hinter der direkten Frontlinie, wodurch die ukrainischen Streitkräfte das Gebiet noch nicht mit schweren Kampfpanzern angreifen können. Auch die Reichweite vieler Raketen- und Artilleriesysteme ist für direkte Angriffe nicht ausreichend. Vor diesem Hintergrund bieten gezielte Sabotageakte hinter der Frontlinie die einzige Möglichkeit, russische Truppen auf der Krim anzugreifen. Laut dem britischen Medienbericht hat die Atesh-Widerstandsgruppe bereits erfolgreich russische Kontrollpunkte zerstört, Tanklager beschädigt, Offiziere getötet und nachrichtendienstliche Informationen für den ukrainischen Geheimdienst beschafft. Wer genau hinter dem Partisanenkrieg der Krimtataren steht, ist größtenteils unbekannt. Es scheint, dass die Guerillabewegung erst im September des vergangenen Jahres gegründet wurde und Schätzungen zufolge bereits auf bis zu 1000 Kämpfer angewachsen ist. Für Russlands Präsidenten Wladimir Putin könnte das eine ernsthafte Bedrohung sein. Ukrainische Marineinfanterie testet im Donbass nahe der Front ihren französischen Radpanzer.Ukrainische Marineinfanterie testet im Donbass nahe der Front ihren französischen Radpanzer.Ukraine-Konflikt: Die Frontlinie hat sich kaum verändertKrimtataren und ihre Deportation von 1944 Die türkischsprachigen Krimtataren gelten als Ureinwohner der Krim. Nach der ersten russischen Annexion im Jahr 1783 begann ihre Vertreibung. Obwohl sie aktuell nur 13 Prozent der Bevölkerung der Krim ausmachen, sind laut Dzhemilev rund 85 Prozent der politischen Verhaftungen und illegalen Durchsuchungen gegen sie gerichtet. „Krimtataren dienen in den Streitkräften der Ukraine und spielen eine aktive Rolle bei Partisanenoperationen auf der Krim“, sagte Präsidentenberater Mykhailo Podolyak dem Guardian und fügte hinzu: „Es gibt derzeit auf der Krim ein recht breites Netzwerk, das sehr nützlich ist. Es ereignen sich bestimmte Vorfälle, die das belegen.“ Ob er damit auch die Anschläge auf die Krim-Brücke meinte, blieb jedoch unklar. Ein Einwohner von Cherson hebt seinen Daumen zur Unterstützung der Ukraine auf dem Hauptplatz der Stadt nach der Befreiung von den russischen Besatzern In Russland muss man sich jedenfalls weiterhin auf Angriffe hinter den Verteidigungslinien einstellen. Er bezog sich dabei auf Partisanen-Attacken auf die Eisenbahnlinien bei Kursk und Belgorod. „Die Strategie, die der Feind umsetzt, zielt darauf ab, Kursk zu erobern, um den Krieg auf das Territorium Russlands zu übertragen“, sagte der Propagandist. Die jüngste Explosion an der Krim-Brücke, die nur wenige Stunden nach seinem Kommentar geschah, zeigt zumindest teilweise, dass seine Einschätzung nicht völlig falsch ist.


 
 
 

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