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Olaf Scholz über seine CO₂-Bilanz und Corona-Lockdowns

Olaf Scholz möchte nicht so tun, als verhalte er sich vorbildlich – seine CO₂-Bilanz sei „furchtbar“, sagt er. Dennoch hält er ein Tempolimit im Kampf gegen die Energiekrise nicht für den richtigen Weg. Auch über Corona sprach er und dass es keine Lockdowns wie in den letzten Jahren mehr brauche.

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Bundeskanzler Olaf Scholz hat zur Bewältigung der Energie- und Klimakrise ein Tempolimit ausgeschlossen. „Das hat diese Regierung nicht vereinbart, und deswegen kommt es auch nicht“, sagte der SPD-Politiker am Sonntag in einem Bürger-Frageformat vor dem Sommerinterview des ARD-„Berichts aus Berlin“.


Angesprochen auf mögliche persönliche Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel sagte der Kanzler: „Das ist eine Frage, die mir immer ein bisschen unangenehm ist.“ Er könne natürlich sagen, er habe bei seinem Stromversorger darauf geachtet, dass dieser ihm CO2-neutralen Strom liefere. Aber die Wahrheit für ihn als Kanzler sei: seine CO2-Bilanz sei „furchtbar“.



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Scholz verwies dabei unter anderem auf Flüge in alle Welt in Regierungsmaschinen und den Gipfelmarathon der vergangenen Tage. „Und ich finde, da sollte man nicht drumrumreden und so tun, dass man da wirklich jemand wäre, der sehr vorbildlich wäre, was die CO2-Emissionen betrifft.“




Test- und Maskenpflicht könnten wieder größere Rolle spielen

Corona war dann Thema des ARD-Sommerinterviews. Scholz rechnet für den kommenden Herbst und Winter nicht mit so drastischen Corona-Maßnahmen wie in den letzten beiden Jahren. „Schulschließungen sollte es nicht mehr geben, und ich glaube auch nicht, dass wir so einen Lockdown brauchen, wie wir ihn in den letzten Jahren hatten.“ Man habe inzwischen eine „völlig veränderte Situation“, so Scholz mit Blick auf eine Impfquote von 76 Prozent (Grundimmunisierung) in Deutschland.


Der Kanzler kann sich allerdings vorstellen, dass Test- und Maskenpflicht im Herbst und Winter im Kampf gegen Corona wieder eine größere Rolle spielen werden. „Es muss darüber diskutiert werden, ob die Tests wieder genutzt werden“, sagte er. Und zur Maskenpflicht sagte er: „Ich glaube, dass man schon davon ausgehen muss, dass die Maske im Herbst und Winter schon eine größere Rolle spielen wird als jetzt.“


Quelle: welt.de

dpa/cvb

 
 
 

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