Pipeline-Leck in Brunsbüttel: Nord-Ostsee-Kanal voll gesperrt
- tim-news

- 22. Dez. 2022
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Der Nord-Ostsee-Kanal ist seit Mittwochmorgen wegen einer Ölpest im Schleusenbereich Brunsbüttel (Bereich Dithmarschen) gesperrt. Der Vorfall wurde vom Havariekommando Cuxhaven gemeldet, das am Morgen den Einsatz vor Ort übernahm. Die Verschmutzung liegt also zwischen dem Ölhafen Brunsbüttel und den Schleusen – auch die Schleusenräume sind betroffen.
Nach Angaben des Havariekommandos hat die NOK-Verkehrszentrale morgens die Tore geschlossen, um die Ausbreitung von Öl zu verhindern.
Der Rettungsdienst stellte ein Leck an der Leitung fest.
Nach Angaben des Rettungskommandos wurde am vergangenen Freitag eine kleine Menge Öl im Wasser gefunden. Daher wurden am Wochenende gemeinsam mit dem THW und der Feuerwehr Maßnahmen zur Schadstoffbekämpfung eingeleitet. Der Grund war jedoch noch unklar.
Am Mittwochnachmittag entdeckten Rettungskräfte Schäden an einer Ölpipeline. Berichten zufolge sind während des Betriebs der Pipeline große Mengen Rohöl in den Kanal gelangt. Wie viel Kubikmeter muss genau definiert werden. Auch Proben werden vor Ort entnommen und analysiert. Feuerwehr, THW und Polizei sind dabei. In der Zwischenzeit konnten Rettungskräfte das Leck stopfen.
Pipeline-Schaden löst großflächigen Einsatz aus Nach der Notverfügung
sind Kräfte der Küstenwache, des Nationalpark- und Marineinfanteriekorps (LKN), der örtlichen THW-Einheiten in Meldorf, Kiel, Pinneberg und Hamburg sowie Einheiten der Feuerwehr und der Polizei im Einsatz dort, um die Verschmutzung zu bekämpfen.
Folglich wird nun das Öl aus dem Boden gesaugt. In den Gewässern sind nach Angaben des Havariekommandos vier Arbeitsboote im Einsatz – zudem wurden Ölquellen installiert, um die Ausbreitung zu verhindern. Außerdem sind nach Angaben des Sprechers derzeit das Mehrzweckschiff „Neuwerk“ und das Ölbekämpfungsschiff „Knechtsand“ auf dem Weg nach Brunsbüttel.
Verkehrsstau auf Kanalabschnitt
Da der Nord-Ostsee-Kanal zunächst für den gesamten Schiffs- und Fährverkehr gesperrt ist, kommt es derzeit zu einem Stau: Nach Angaben des Havariekommandos befinden sich derzeit noch elf Schiffe im Kanal. Außerdem warten noch zwölf Schiffe vor Kiel und sieben vor Brunsbüttel.
Das Havariekommando wollte am Nachmittag keine Angaben zur Dauer des Einsatzes machen. In zwei oder drei Stunden ist das sicher nicht erledigt.

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