Polizei stellt Juwelen aus Grünem Gewölbe sicher
- tim-news

- 18. Dez. 2022
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Die Behörden haben in der Nacht von Freitag auf Samstag in Berlin einen "erheblichen Teil" des 2019 aus dem Grünen Gewölbe in Dresden entwendeten Diebesguts sichergestellt. Nach der ersten Sichtung handelt es sich um mehrere vollständig erscheinende Stücke wie den Hutschmuck (Reiherstutz) und den Bruststern des polnischen Ordens des Weißen Adlers aus der Brillantgarnitur. Die bei dem Diebstahl beschädigte Epaulette mit dem "Sächsischen Weißen" und die Große Brustschleife der Königin Amalie Auguste fehlen hingegen weiterhin. Die sichergestellten Gegenstände sind bereits nach Dresden gebracht worden, der Transport wurde von Spezialkräften der Polizei gesichert. Anschließend sollen Fachleute der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden sie auf Echtheit und Vollständigkeit prüfen. Die leere Vitrine im Juwelenzimmer des Grünen Gewölbes im Dresdener Residenzschloss: Der spektakuläre Raub hatte weltweit für Aufsehen gesorgt. "Die wertvollen Kunstwerke aus dem Grünen Gewölbe gehören zum kulturellen Erbe unseres Landes. Sie sei hoffnungsvoll, dass sich die entstandene "Wunde" im Historischen Grünen Gewölbe nun bald schließen werde. "Das zeigt, dass es sich auch drei Jahre nach diesem schmerzhaften Einbruch lohnt, die Hoffnung nicht aufzugeben und alle sich bietenden Spuren zu verfolgen." Bruststern des polnischen Ordens des Weißen Adlers; er wurde zwischen 1746 und 1749 von Goldschmied Jean Jacques Pallard aus Brillanten, Rubinen, Gold und Silber geschaffen und ist 15,5 x 15,5 Zentimeter groß. Eine weiterer Bruststern des Ordens des Weißen Adlers; er wurde zwischen 1782 und 1798 für Friedrich August III. Auch bei den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) löste die Nachricht Freude aus. Die Täter schlugen mit einer Axt Löcher in eine Vitrine und rissen die Juwelen heraus. Wie die Ermittler mitteilten, gingen dem Fund der wertvollen Stücke Sondierungsgespräche mit den Anwälten der mutmaßlichen Einbrecher voraus.

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