Putins Schulterschluss mit Belarus
- tim-news

- 20. Dez. 2022
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Die Ukraine schaut mit Argwohn auf das Treffen, könnte Belarus doch aktiv in den Krieg eintreten. Von Stephan Laack, WDR Köln, für das ARD-Studio Moskau Unmittelbar vor Putins Besuch erklärte das belarusische Verteidigungsministerium, dass eine kurzfristig angesetzte Inspektion der eigenen Truppen die volle Einsatzbereitschaft der belarusischen Armee ergeben habe.Pläne für weitere Aggression gegen Ukraine?In der Ukraine blickt man argwöhnisch auf das Treffen der beiden Staatschefs. Generalleutnant Serhij Najew, Kommandant der ukrainischen Streitkräfte glaubt, dass Putin mit seinem Besuch versucht, Belarus stärker in den Krieg gegen die Ukraine hinein zu ziehen. Es geht unserer Einschätzung nach insbesondere um Angriffe auf dem Landweg", sagt Najew.Der russische Vormarsch in der Ukraine ist nicht nur ins Stocken geraten, bereits eroberte Gebiete wurden von den Ukrainern zurückerobert. Tritt Belarus in den Krieg ein?Vor seinem Besuch in Minsk hatte Putin am Freitag von den Kommandeuren der russischen Streitkräfte Vorschläge zum weiteren Vorgehen in der Ukraine gefordert. Der Kreml-Chef habe den gesamten Tag im Hauptquartier verbracht, hatte sein Sprecher Dmitri Peskow mitgeteilt.Dass Machthaber Lukaschenko so vehement bestreitet, die belarusische Armee könne schon bald gegen die Ukrainerinnen und Ukrainer kämpfen, halten viele für eine Finte. Das ist nicht die Rolle von Belarus in diesem Konflikt."Kremlsprecher Peskow trat unmittelbar vor Putins Besuch in Minsk Gerüchten entgegen, man wolle Belarus zum Eintritt in den Krieg gegen die Ukraine zwingen. Im Kalinovsky-Regiment kämpfen belarusische Freiwillige für die ukrainische Armee - Denys und Oleg etwa. Den belarusischen Soldaten sei bereits gesagt worden, dass sie im Falle des Kriegsrechts Waffen und Munition erhielten, um ihr Land zu verteidigen.Gleichzeitig billige das Repräsentantenhaus von Belarus einen Gesetzentwurf zur Einführung der Todesstrafe im Falle von Landesverrat für Militärangehörige und Vertreter staatlicher Behörden. "Es ist möglich, dass solche Aktionen des Lukaschenko-Regimes einer der Schritte zur Vorbereitung auf die Teilnahme am Krieg gegen die Ukraine sind", sagte Hromow.Die ukrainische Militärführung rechnet offenbar damit, dass es schon im Januar einen zweiten Versuch Russlands geben könnte, die ukrainische Hauptstadt Kiew zu erobern. Die Ukraine blickt argwöhnisch auf Treffen Putin Lukaschenko in Minsk

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