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Reaktion auf Nordkorea – USA und Südkorea feuern Raketen ab

Nachdem Nordkorea eine ballistische Rakete über Japan hinweg abgeschossen hatte, haben Südkorea und die USA ihre militärischen Muskeln spielen lassen. Die Verbündeten reagierten mit einer Raketensalve ins Meer. Auf südkoreanischer Seite kam es jedoch zu einer Panne. Anzeige Als Reaktion auf den Flug einer nordkoreanischen Rakete über Japan hinweg haben die USA und Südkorea mehrere Raketen ins Meer abgefeuert. Wie die Generalstabschefs beider Länder am Mittwoch mitteilten, feuerten Südkorea und die USA bei gemeinsamen Manövern je zwei Boden-Boden-Raketen auf ein „virtuelles Ziel“ im Meer vor der südkoreanischen Küste. Ziel der gemeinsamen Übungen sei es, „sicherzugehen, dass die militärischen Fähigkeiten bereit sind“ um auf mögliche „Provokationen“ Nordkoreas zu reagieren, sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats der USA, John Kirby, dem Sender CNN. Allerdings hatte eine südkoreanische Rakete eine Fehlfunktion und stürzte kurz nach dem Start ab. Die Rakete schlug Behörden zufolge am Boden auf und löse ein Feuer aus. Im Internet verbreitete Bilder, die von unabhängiger Seite zunächst nicht verifiziert werden konnten, zeigten einen orangefarbenen Flammenball in einem Gebiet, das den Angaben zufolge in der Nähe eines Luftwaffenstützpunkts bei Gangneung an der Ostküste Südkoreas liegt. Verängstigte Bürger wandten sich an die Stadtverwaltung, wie ein Beamter des Rathauses der Nachrichtenagentur AFP sagte. Dieses vom südkoreanischen Verteidigungsministerium zur Verfügung gestellte Foto zeigt den Abschuss einer der Raketen Quelle: AFP/HANDOUT Nordkorea hatte am Dienstag erstmals seit fünf Jahren eine Rakete über Japan hinweg abgefeuert. Der Test der ballistischen Rakete löste international empörte Reaktionen aus. Der UN-Sicherheitsrat wollte sich am Mittwoch mit der Lage befassen. Südkoreas Militär kündigte am Mittwoch zudem die Rückkehr des atomgetriebenen US-Flugzeugträgers „Ronald Reagan“ in die Region an, der bereits im vergangenen Monat an Übungen mit der südkoreanischen Marine teilgenommen hatte. Washington und Seoul sind enge Verbündete. In Südkorea sind rund 28.500 US-Soldaten stationiert. LESEN SIE AUCH RAKETENTESTS Die Angst vor einem zweiten Korea-Krieg Anzeige In den vergangenen Tagen hatte Nordkorea bereits vier Mal ballistische Raketen abgefeuert, seit Jahresbeginn nahm das Land eine Rekordzahl an Raketentests vor. Südkorea und die USA befürchten, dass Nordkorea in naher Zukunft erstmals seit 2017 wieder einen Atomwaffentest vornehmen könnte. Das weitgehend isolierte Land hat seit 2006 sechsmal Atomwaffen getestet, zuletzt 2017. Pjöngjang hat es nach Diplomatenangaben aber bislang nicht geschafft, seine Atombomben und ballistischen Raketen zu einem einheitlichen System zusammenzuführen. Im September hatte Nordkorea per Gesetz einen atomaren Präventivangriff für zulässig erklärt. Zugleich stufte Machthaber Kim Jong Un den Status des Landes als Atommacht als „irreversibel“ ein. Damit schloss Pjöngjang die Möglichkeit von Gesprächen über eine Denuklearisierung aus.

Quellle: welt.de



AFP/cwu/mmi


 
 
 

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