Senioren lassen im Stadtrat dampf ab
- tim-news

- 5. Juli 2023
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Wir hatten uns eigentlich mehr erhofft“, äußerte sich eine Seniorin nach der Einwohnerstunde im Rat der Stadt Nordhorn am Dienstagabend enttäuscht. Mehr als 40 Personen – Bewohner ebenso wie Mitarbeitende – waren seitens des Hansa-Wohnstiftes „Am Vechtesee“ im Rathaus erschienen, um vor Politik und Verwaltung ihren Sorgen und Nöten, aber auch ihrer Angst Luft zu verschaffen. Die Hansa-Gruppe hatte in der vergangenen Woche die Schließung des Wohnstifts „Am Vechtesee“ zu Ende September angekündigt und wirtschaftliche Probleme als Gründe dafür angeführt. Bis September ist es nicht mehr lange – und nicht nur die stationäre Pflege, auch das Betreute Wohnen sind nicht mehr sicher“, waren nur einige der Einwände, die die Gäste während der Fragestunde über ihre Sprecher zum Ausdruck brachten. Gleichzeitig verwies er auf ein gemeinsames Gespräch von Stadt, Politik und Landkreis am kommenden Dienstag: „Landrat Uwe Fietzek, Dezernent Gert Lödden, der CDU-Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers sowie ich als Bürgermeister der Stadt Nordhorn und die zuständige Nordhorner Stadträtin Birgit Beckermann werden unter anderem daran teilnehmen und zunächst die aktuellen Fakten sichten und einsortieren. Mit mehr als 40 Personen waren Bewohner und Mitarbeitende des Hans-Wohnstiftes „Am Vechtesee“ zu der Ratssitzung der Stadt Nordhorn am Dienstagabend erschienen. Mit mehr als 40 Personen waren Bewohner und Mitarbeitende des Hans-Wohnstiftes „Am Vechtesee“ zu der Ratssitzung der Stadt Nordhorn am Dienstagabend erschienen. Stadträtin Birgit Beckermann bat die Anwesenden anschließend, ihre Fragen und Sorgen schriftlich zusammenzufassen und der Stadt per Mail zukommen zu lassen, damit diese Punkte auch bei dem anberaumten Gesprächstermin berücksichtigt werden könnten. „Es ist nach Kotting das zweite Mal innerhalb eines Jahres, dass die Schließung einer Pflegeeinrichtung die Stadt Nordhorn betrifft. Wo kommen die Pflegebedürftigen unter, was ist mit den Mitarbeitenden und auch, wie muss das Betreute Wohnen neu organisiert werden? Das sind nur einige Knackpunkte, zu denen Lösungen gefunden werden müssen“, äußerte sich der Bürgermeister. Franz Edmonds als Sprecher der Senioren und Mitarbeitenden des Wohnstiftes fragte zudem nach, ob die Stadt Nordhorn bereits Kontakt zum Besitzer des Hauses, der Immobiliengesellschaft der Bremer Sparkasse, aufgenommen habe. Und ob sich der Besitzer geäußert habe, was mit dem Gebäudeensemble weiter geschehen solle: „Nicht, dass es zu einem Spekulationsobjekt auf Kosten der Senioren wird.“ Dazu Birgit Beckermann: „Gespräche mit der Immobiliengesellschaft der Bremer Sparkasse sind noch nicht erfolgt. Ralf Wittenburg, ein weiterer Sprecher der Betroffenen, fragte in Richtung Stadtbaurat Thimo Weitemeier, ob „die Stadt Nordhorn nicht bezüglich des Gebäudes ein Veränderungsverbot aussprechen könnte, um die Altenwohnungen nicht einem eventuellen Umbau zu exklusiven Wohnungen preiszugeben.“ Weitemeier: „Ich wüsste hier und jetzt nicht, ob das möglich wäre.

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