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Syrien erlaubt UN-Hilfe über türkischen Grenzübergang

Nach einer Blockade im UN-Sicherheitsrat hat Syrien den Vereinten Nationen weitere humanitäre Hilfslieferungen aus der Türkei in Rebellengebiete des Bürgerkriegslands erlaubt. Nach den festgefahrenen Verhandlungen im UN-Sicherheitsrat können über den türkisch-syrischen Grenzübergang Bab al-Hawa nun doch wieder Hilfsgüter-Lieferungen in die syrischen Rebellengebiete erfolgen. Syriens Regierung genehmigte die Nutzung des Grenzübergangs zwischen den beiden Ländern vorerst für weitere sechs Monate. "Die Regierung der Arabischen Republik Syrien hat die souveräne Entscheidung getroffen, den Vereinten Nationen und ihren Sonderorganisationen die Erlaubnis zu erteilen, den Grenzübergang Bab al-Hawa zu nutzen", schrieb der syrische UN-Botschafter Bassam Sabbach in einem Brief an das mächtigste UN-Gremium, den Sicherheitsrat. Bereits am Montag war eine Vereinbarung des UN-Sicherheitsrats ausgelaufen, die internationale Hilfslieferungen für Menschen in den syrischen Rebellengebieten genehmigt hatte. Doch die 15 Mitglieder des Sicherheitsrats konnten sich nicht rechtzeitig auf eine Verlängerung einigen. Grund dafür war ein Veto Russlands im Sicherheitsrat gegen eine Verlängerung für neun Monate. Player: videoAnne Allmeling, ARD Kairo, zu Russlands Veto gegen den Resolutionsentwurf zur Verlängerung der Syrien-Hilfen Keine Einigung im UN-Sicherheitsrat Russland blockiert mit Veto humanitäre Hilfe für Syrien Der UN-Sicherheitsrat hat sich nicht auf eine Verlängerung der Syrien-Hilfen einigen können. Außerdem darf keins der fünf ständigen Mitglieder - Russland, China, die USA, Frankreich und Großbritannien - ein Veto einlegen. Russland ist einer der engsten Verbündeter von Syriens Regierung. Machthaber Assad hatte in den vergangenen Jahren auf die Schließung der Grenzübergänge gepocht, um Einfluss auf die von Rebellen gehaltenen Teile des Landes zurückzugewinnen. Die beiden Länder sehen in den UN-Lieferungen eine Verletzung der Souveränität Syriens. 2015 griff Russland in den Krieg in Syrien ein - viele Syrer fühlen jetzt mit den Menschen in der Ukraine. Nach Angaben der UN sind in Syrien mehr als vier Millionen Menschen auf die Lieferungen von Essen, Wasser und Medikamenten angewiesen. 85 Prozent aller Güter für den Nordwesten laufen den UN zufolge über den türkisch-syrischen Grenzübergang Bab al-Hawa, der jedoch nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa in der Nacht von Montag auf Dienstag geschlossen wurde. Nach den schweren Erdbeben in Syrien und der Türkei vor einigen Monaten hatte Assad zwei weitere Grenzübergänge zur Türkei übergangsweise freigegeben: Bab al-Salam und Al-Ra'ee sind auch weiterhin offen.

 
 
 

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