Trump droht Putin mit hohen Zöllen bei Fortgang des Kriegs
- tim-news

- 23. Jan. 2025
- 2 Min. Lesezeit
### Trump droht Russland mit Handelsmaßnahmen
Der US-Präsident Donald Trump hat Russlands Präsident Wladimir Putin mit der Einführung hoher Zölle auf russische Waren gedroht, sollte dieser nicht einem Abkommen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs zustimmen. In seinem Netzwerk Truth Social schrieb Trump, falls es nicht bald eine Einigung gebe, sehe er sich gezwungen, "Zölle und Sanktionen auf sämtliche Exporte aus Russland in die USA zu verhängen". Bereits zuvor hatte Trump mit einer Verschärfung der Sanktionen gegen Russland gedroht.
### EU warnt vor russischer Bedrohung
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas bezeichnete Russland als eine "existenzielle Bedrohung" für die Sicherheit der Europäischen Union. Höhere Verteidigungsausgaben seien daher unverzichtbar. Laut Kallas könnte Russland in den nächsten drei bis fünf Jahren die Verteidigungsfähigkeit der EU auf die Probe stellen. Sie rief dazu auf, sich nicht nur auf die Verhinderung von Kriegen zu konzentrieren, sondern aktiv auf mögliche Konflikte vorzubereiten.
### Russische Fortschritte in der Ukraine
Das russische Militär meldet weitere Geländegewinne in der Region Charkiw im Nordosten der Ukraine. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau wurde die Ortschaft Sapadne unter Kontrolle gebracht. Die Region steht weiterhin unter starkem Beschuss, und es gibt Berichte über mehrere verletzte Zivilisten. Gleichzeitig wird auch ein Vormarsch auf die strategisch wichtige Stadt Pokrowsk in der Region Donezk gemeldet. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einer angespannten Lage im Osten des Landes.
### Luftangriffe und Drohnenangriffe
In der Nacht griff Russland die Ukraine laut der ukrainischen Luftwaffe mit insgesamt 99 Drohnen an. Dabei konnten 65 Drohnen abgefangen werden. Dennoch wurden Schäden in sechs Regionen gemeldet. Parallel dazu hat die britische Royal Navy ein russisches Spionageschiff im Ärmelkanal entdeckt und eskortiert. Dieses soll zuvor bereits im Zusammenhang mit mutmaßlichen Sabotageakten in der Ostsee aufgefallen sein.
### Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Ukraine
Präsident Wolodymyr Selenskyj dankte Deutschland für die Unterstützung im Ukraine-Krieg, insbesondere im Bereich der Luftverteidigung. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos forderte er eine stärkere europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik, die weniger von den USA abhängig ist. Zudem betonte Selenskyj die Fähigkeit der Ukraine, kostengünstig und effizient Artillerie zu produzieren.
Um beschädigte Leopard-2-Panzer direkt vor Ort reparieren zu können, wurde ein Gemeinschaftsunternehmen zwischen der deutschen Rüstungsfirma KNDS und einem ukrainischen Partner gegründet. Der geheime Standort des Reparaturbetriebs soll die Anlagen vor russischen Angriffen schützen.

Kommentare