Ukraine-Krieg: Russland erobert Mariupol und schickt moderne Panzer
- tim-news

- 19. Mai 2022
- 3 Min. Lesezeit
Das Asow-Stahlwerk in Mariupol ist gefallen. Russland kontrolliert nun die Stadt, doch die Kämpfe im Osten setzen sich fort: der News-Ticker.
Asow-Stahlwerk gefallen: Russland gelingt im Ukraine-Krieg ein strategisch wichtiger Erfolg.
Neue Panzer für die Front: Moskau schickt moderne Panzer in den Krieg mit der Ukraine.
Die Lage am Morgen: Alle Neuigkeiten rund um den Ukraine-Konflikt aus der Nacht und ein Ausblick auf den Tag.
+++ 16.00 Uhr: Auch wenn sich viele Soldaten aus dem Stahlwerk von Mariupol „ergeben“ haben, wie es der Kreml bezeichnete, sollen sich noch immer hochrangige ukrainische Kommandeure in dem Stahlwerk befinden. Sie hätten sich noch nicht ergeben, wie lokale Medien am Mittwoch den pro-russischen Separatistenführer Denis Puschilin zitierten. Die Nachrichtenagentur DAN zitierte Puschilin mit den Worten, unter den Hunderten von Kämpfern, die sich ergeben hätten, befänden sich keine Kommandanten der höchsten Ebene. „Sie haben (die Anlage) noch nicht verlassen“, sagte er.
+++ 13.00 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin überlässt die seit Monaten belagerte Hafenstadt Mariupol offenbar seinem „Bluthund“. Damit ist Ramsan Kadyrow gemeint, der mit seiner Brutalität bereits international für Aufsehen gesorgt hat. Der Anführer der tschetschenischen Hilfssoldaten von Russland soll unter anderem „Aufseher“ in Mariupol mit der Kontrolle der Lage beauftragen. Kadyrows Cousin, Adam Delimkhanov, soll derweil als Feldkommandant in der Hafenstadt fungieren.
Truppen der Ukraine im Kampfeinsatz gegen Russland. © Sergej Bobok/AFP
+++ 10.30 Uhr: Die aus Mariupol fliehenden Menschen berichten von schrecklichen Zuständen in der von Russland eroberten Stadt. Die russische Armee soll das Feuer auf zivile Gebäude eröffnen, was zu einer immer größer werdenden Zahl an Opfern führen würde. „Die Leute sterben einfach. Die ganze Stadt geht im Chaos unter“, sagte ein Bewohner, dem die Flucht gelungen war, gegenüber dem Nachrichtenportal Kyiv Independent.
+++ 09.00 Uhr: Neben modernen Panzern schickt Russland auch weitere Hubschrauber in den Ukraine-Krieg. Laut Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums hat der Kreml 15 Kampfhubschrauber in die Region um Luhansk geschickt. Sie sollen den Angreifern dabei helfen, die Verteidigungslinien im hart umkämpften Osten des Landes zu durchbrechen. Nach dem Fall von Mariupol dürfte der Kreml seine Bemühungen nun vollständig auf die Eroberung des Donbas konzentrieren.
Ukraine News: Asow-Stahlwerk fällt - Russland erobert Mariupol
Erstmeldung vom Mittwoch, 18. Mai, 08.00 Uhr: Kiew – Russland ist es gelungen, das im Ukraine-Krieg hart umkämpfte Asow-Stahlwerk in Mariupol zu erobern. Die dort verbliebenen rund 260 Soldaten der Ukraine wurden gefangen genommen. Das melden sowohl die ukrainische als auch die russische Seite.
Das Schicksal der ukrainischen Kriegsgefangenen ist weiter unklar. Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte in der Nacht zu Mittwoch (18. Mai), man werde internationale Vermittler einsetzen, um die Soldaten aus russischer Gefangenschaft zu retten. Kiew hofft auf einen späteren Austausch gegen russische Kriegsgefangene. Moskau wieder ließ einen solchen Schritt zunächst offen. Stattdessen veröffentlichte der Kreml ein Video, das die Gefangennahme der Ukrainer, medizinische Behandlung sowie den Abtransport von Verletzten zeigen soll. Gut 50 der Soldaten sollen schwer verwundet sein.
Ukraine News: Russland erobert Asow-Stahlwerk in Mariupol
Damit endet der dreimonatige Kampf um das Asow-Stahlwerk. Zeitweise sollen sich dort bis zu 1.000 Zivilisten und mindestens so viele Soldaten verschanz haben. Mit der Eroberung dürfte der letzte Widerstand der Ukraine in Mariupol gebrochen sein. In Kiew geht nun die Angst um, Russland könnte nun Beweise für Kriegsverbrechen in der Hafenstadt vernichten. „Mörder verwischen ihre Spuren“, steht in einem Statement, das die abgesetzte Regierung der Stadt kurz vor der Eroberung durch russische Truppen veröffentlicht hatte.
Ukraine News: Russland schickt nach Sieg in Mariupol neue Panzer in den Krieg
Während Russland in Mariupol einen Erfolg feiert, soll die Armee von Wladimir Putin im Osten der Ukraine weiter schwere Verluste erleiden. Vor allem die Luftabwehr setzt den Angreifern laut unbestätigter Angaben weiter zu. Um den Sieg im Ukraine-Krieg wie in Mariupol zu erzwingen, schickt die Militärführung nun wohl die modernsten Panzer, die ihr zur Verfügung stehen, an die Front. Ein ganzer Zug voller Panzer des Typs T-90M soll sich auf dem Weg in die Ukraine befinden. Das berichtet die Zeitung Izvestia. Demnach sollen die Panzer frisch aus dem Uralvagonzavod-Werk stammen, der größten Panzerfabrik der Welt. (dil/tu mit AFP/dpa)
quelle: fr.de

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