Ukraine-Krieg: Russland soll chemische Waffen eingesetzt haben
- tim-news

- 23. Apr. 2022
- 7 Min. Lesezeit
Die OSZE macht dem Kreml den Vorwurf beim Kampf um Mariupol in der Ukraine auch chemische Waffen eingesetzt zu haben.
Kreml plant neue Offensive: Russland soll im Ukraine-Krieg einen neuen Angriff auf die Region Cherson planen.
Schwere Kämpfe in der Ostukraine: Mehrere Abschnitte der langen Front sind hart umkämpft.
Eskalierter Ukraine-Konflikt: Alle Entwicklungen aus dem Osten der Ukraine in unserem News-Ticker.
+++ 07.25 Uhr: Die USA glauben, dass Russland im Ukraine-Krieg bereits chemische Waffen eingesetzt haben könnte. Das sagte Michael Carpenter, US-Botschafter bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE). Russland habe die Waffen möglicherweise eingesetzt, um „ukrainische Kämpfer und Zivilisten im Rahmen ihrer aggressiven Eroberungskampagne gegen Mariupol außer Gefecht zu setzen“. Carpenter sagte, die OSZE sammle derzeit Beweise für eine Untersuchung.
Russland plant wohl neue Offensive im Ukraine-Krieg
+++ 22.27 Uhr: Der Generalstab warnt vor einer möglichen russischen Offensive im Gebiet Cherson. Das berichtet das Nachrichtenportal The Kyiv Independent. Das russische Militär führe derzeit Luftaufklärung in der Region durch. Ähnliche Aktivitäten wurden im Oblast Charkiw in der Nähe der Stadt Izyum demnach ebenso wahrgenommen.
Ukraine-Krieg: Putin erhebt schwere Vorwürfe gegen Kiew
+++ 20.16 Uhr: Laut Informationen des Nachrichtenportals Kiyv Independent sollen russische Streitkräfte in zwei Gemeinden im Oblast Cherson eingedrungen sein. Demnach informierten die lokalen Behörden die Bewohner darüber, dass die russischen Truppen Dokumente der Zivilisten überprüfen und Haushalte inspizieren können.
Derweil warf der russische Präsident Wladimir Putin hat Kiew vor, eine Kapitulation der ukrainischen Truppen in der belagerten Hafenstadt Mariupol zu verhindern. Das „Kiewer Regime“ erlaube nicht, „dass diese Möglichkeit genutzt wird“, sagte Putin laut Angaben des Kreml in einem Telefonat mit EU-Ratspräsident Charles Michel am Freitag (22. April).
Ukraine-Krieg: Schwere Kämpfe in der Ostukraine
+++ 18.21 Uhr: Das ukrainische Verteidigungsministerium geht laut Informationen des Nachrichtenportals Kiyv Independent davon aus, dass in der Ostukraine in mehreren Gebieten schwere Kämpfe stattfinden. Darunter in der Stadt Isjum bei Charkow, sowie im belagerten Mariupol und im Gebiet von Donezk.
+++ 15.30 Uhr: Die Flugabwehr der Ukraine hat den Abschuss von 15 Fluggeräten aus Russland in den vergangenen 24 Stunden vermeldet. Unter den getroffenen Zielen sollen sich auch drei Kampfjets der Typen „Su-35“, „Su-34“ und „Su-25“ befinden, außerdem drei Helikopter, darunter ein „Ka-52 Alligator“-Kampfhubschrauber und zwei „Mi-8“-Hubschrauber. Das berichtet das Nachrichtenportal Kyiv Post unter Berufung auf das ukrainische Verteidigungsministerium.
Laut Angaben der Zeitung Ukrayinska Pravda soll sich die Zahl der russischen Kampfflugzeuge, die im Ukraine-Krieg abgeschossen wurden, damit auf 176 erhöht haben. Außerdem soll Moskau bereits 153 Hubschrauber und 172 unbemannte Drohnen verloren haben.
Ukraine-Krieg: Russland soll Krankenhaus in Donezk-Region beschossen haben
+++ 14.30 Uhr: Die ukrainischen Behörden in Donezk werfen der russischen Armee vor, das örtliche Krankenhaus in der Kleinstadt Lyman unter Raketenbeschuss genommen zu haben. Durch den Beschuss seien Brände im Krankenhaus selbst und in nahe gelegenen Wohnhäusern ausgebrochen. Das berichtet das Nachrichtenportal Kyiv Independent und bezieht sich dabei auf die ukrainische Tageszeitung Ukrayinska Pravda.
Flugzeugabsturz in der Ukraine - weitere Opfer im Ukraine-Krieg
+++ 13.15 Uhr: Bei dem Flugzeugabsturz im ukrainischen Saporischschja ist offenbar mindestens ein Mensch gestorben. Das berichtet der US-Sender CNN. Das Flugzeug soll der Ukraine gehören. Wie es zu dem Absturz kommen konnte, ist nach wie vor unklar. Es gibt unbestätigte Berichte, wonach der Militärflieger vom Typ „AN-26“ in einen Strommasten gekracht und der Motor anschließend in Brand geraten sei.
Ukraine-Krieg: Russland will auch Süden kontrollieren
+++ 12.30 Uhr: Die russische Armee will in der zweiten Phase ihres Krieges in der Ukraine laut eigenen Angaben komplett den Donbass im Osten sowie den Süden des Landes einnehmen. Es gehe bei der in dieser Woche begonnenen Etappe der „militärischen Spezial-Operation“, wie der Krieg in Russland genannt wird, darum, einen Landweg zur Schwarzmeer-Halbinsel Krim zu sichern. Das sagte der amtierende Befehlshaber des zentralen Wehrbezirks, Rustam Minnekajew, am Freitag laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax.
Ukraine-Krieg: Militärflugzeug stürzt ab
+++ 11.00 Uhr: Im ukrainischen Saporischschja ist offenbar ein Flugzeug abgestürzt. Das berichtet das Nachrichtenportal Kyiv Independent unter Berufung auf die Stadtverwaltung. Am Morgen des 22. April sei ein Militärflieger vom Typ „AN-26“ im Bezirk Vilnia der Oblast abgestürzt. Warum, war zunächst unklar, es habe sich um einen „technischen Flug“ gehandelt. Es soll Verletzte geben, deren Zahl jedoch noch nicht bekannt ist.
Ukraine-Krieg: Mehr als 1000 Tote in Kiew
+++ 10.15 Uhr: Seit dem Abzug russischer Truppen vor mehr als drei Wochen sind im Gebiet Kiew bisher mehr als 1000 Leichen gefunden worden. „Gerade beträgt die Zahl der Toten 1084, die von Ermittlern untersucht und zur Gerichtsmedizin gebracht wurden“, sagte der Polizeichef der Region um die Hauptstadt Kiew, Andrij Njebytow, im ukrainischen Fernsehen.
+++ 09.20 Uhr: Der Ukraine-Krieg spielt sich derzeit vor allem im Osten des Landes ab. In der Grenzregion Donbass gebe es „schwere Beschüsse und Kämpfe“, heißt es im aktuellen Lagebericht des britischen Verteidigungsministeriums. Russland konzentriere sich derzeit vor allem auf Orte in den Grenzgebieten wie Krasnyy Lyman, Buhayikva, Barvinkove, Lyman oder Popasna.
Ukraine-Krieg: Gefechte im Osten der Ukraine
+++ 07.25 Uhr: Im Osten der Ukraine haben sich Angaben aus Kiew zufolge die Gefechte an mehreren Orten intensiviert. Die russischen Einheiten hätten die Kämpfe entlang der gesamten Frontlinie in der Region Donezk verschärft, heißt es im Morgenbericht des ukrainischen Generalstabs. Russland führe offensive Operationen bei der Siedlung Saritschne durch. Es versuche weiter, rund um die Stadt Rubischne in der Region Luhansk vorzustoßen. Gefechte dauerten auch um die Stadt Popasna an. Diese wird ukrainischen Angaben zufolge teilweise bereits von russischen Truppen kontrolliert. Schwere Gefechte habe es zudem um Marjinka gegeben. Russische Einheiten versuchten mit Unterstützung von Artillerie, hier vorzustoßen.
Ukraine-Krieg: Fokus auf Donbass - Russland nimmt 42 Orte in Donezk ein
Update vom Freitag, 22.04., 06.15 Uhr: Nach ukrainischen Angaben haben russische Truppen binnen 24 Stunden 42 Orte in der Region Donezk im Osten besetzt. Insgesamt kontrollierten russische Einheiten aktuell in der gesamten Ukraine mehr als 3500 Orte, sagte Olena Simonenko im ukrainischen Einheitsfernsehen. Zuletzt waren auch russische Vorstöße in der Region Luhansk gemeldet worden.
Ukraine-Krieg: Ukrainische Kriegsgefangene zum Blutspenden gezwungen?
+++ 22.14 Uhr: Wie CNN berichtet, füllt Russland seine Kräfte an der Frontlinie auf. Laut einem von CNN zitierten hochrangigen US-Verteidigungsbeamten verstärkt die russische Armee erneut seine Streitkräfte in der Ostukraine und erhöht die Gesamtzahl seiner taktischen Bataillonsgruppen auf 85. Die meisten von ihnen sind im Donbass stationiert.
Ukraine-Krieg: USA liefert neu entwickelte Drohne
+++ 20.30 Uhr: Die USA haben nach Angaben des Pentagons eine Drohne für das ukrainische Militär entwickelt. „Diese wurde von der Luftwaffe speziell als Reaktion auf die ukrainischen Anforderungen schnell entwickelt“, sagte Pentagon-Sprecher John Kirby am Donnerstag. Mehr als 120 der Drohnen mit dem Namen „Phoenix Ghost“ sollen im Rahmen des neuen 800 Millionen schweren Militärhilfepaktes der US-Regierung in die Ukraine geliefert werden. Für die Bedienung der Drohne sei minimales Training notwendig, so Kirby weiter. „Wir werden diese Ausbildungsanforderungen direkt mit den ukrainischen Streitkräften klären.“
Ukraine-Krieg: Gefangenenaustausch mit Russland – 19 Soldaten und Zivilisten frei
+++ 17.50 Uhr: Bei einem Gefangenenaustausch mit Russland sind nach ukrainischen Angaben 19 Soldaten und Zivilisten befreit worden. „Wir konnten 19 Menschen zurückholen, davon zehn Militärangehörige, darunter zwei Offiziere, und neun Zivilisten“, erklärte die stellvertretende ukrainische Regierungschefin Iryna Wereschtschuk im Onlinedienst Telegram. Zu möglicherweise im Gegenzug freigelassenen Russen machte sie keine Angaben. Aus Moskau kam zunächst keine Bestätigung des Austauschs.
Ukraine-Krieg: „Gewaltige Explosionen“ in Charkiw
+++ 13.15 Uhr: Während russische Truppen ihren Vormarsch in der ostukrainischen Donbass-Region weiter fortsetzen (s. Update v. 09.30 Uhr), steht auch die zweitgrößte Stadt der Ukraine schwer unter Beschuss. Es gebe „gewaltige Explosionen“ in Charkiw, sagte Bürgermeister Ihor Terekhov bei einem Fernsehauftritt. Russland würde die Stadt massiv bombardieren. Im Nordosten der Stadt halten sich seinen Angaben zufolge noch rund eine Million Menschen auf. 30 Prozent der Bevölkerung seien evakuiert worden, vor allem Frauen, Kinder und Ältere.
Ukraine-Krieg: Russland beschießt mehr als 1000 militärische Ziele
+++ 12.00 Uhr: Die russischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben die Kleinstadt Kreminna im Osten der Ukraine eingenommen, die zuvor von der ukrainischen Armee in eine Befestigungsanlage verwandelt worden war. Das Militär berichtete außerdem von intensivem Beschuss von Zielen in der Ukraine. Demnach haben Raketenstreitkräfte und Artillerie in der Nacht 1001 militärische Ziele der Ukraine beschossen, darunter Kommandopunkte, Artilleriestellungen und Truppenansammlungen.
Ukraine-Krieg: Russland weitet Attacken im Donbass aus
+++ 09.00 Uhr: Mit Angriffen auf Städte quer durch die Ukraine versucht Russland nach Ansicht des britischen Geheimdienstes den Nachschub an Waffen und Truppenverlegungen in den Osten des Landes stören. Gleichzeitig ziehe Moskau an der östlichen Grenze der Ukraine weiter Truppen zusammen, hieß es im Lagebericht des Verteidigungsministeriums in London am Mittwochmorgen. Darin wurden unter anderem die Logistik- und Technikprobleme der russischen Armee angesprochen.
Ukraine-Krieg: Kommandeur mit Hilferuf aus Mariupol
+++ 06.30 Uhr: In einem dramatischen Appell hat der ukrainische Kommandeur der verbliebenen Marineinfanteristen in der schwer umkämpften Hafenstadt Mariupol um eine Evakuierung in einen Drittstaat gebeten. „Der Feind ist uns 10 zu 1 überlegen“, sagte Serhij Wolyna, Kommandeur der ukrainischen 36. Marineinfanteriebrigade, in einer am frühen Mittwochmorgen auf Facebook veröffentlichten einminütigen Videobotschaft. „Wir appellieren an alle führenden Politiker der Welt, uns zu helfen.“ Wolyna hatte bereits am Dienstag über soziale Netzwerke einen Hilferuf abgesetzt.
Ukraine-Krieg: Schlacht um Donbass hat begonnen
Update vom Dienstag, 19. April, 06.00 Uhr: Im Ukraine-Krieg hat die russische Armee nach Angaben aus Kiew den erwarteten Großangriff im Osten gestartet. Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte am Montagabend in einer Videobotschaft: „Wir können jetzt feststellen, dass die russischen Truppen die Schlacht um den Donbass begonnen haben, auf die sie sich seit langem vorbereitet haben.“ Der Leiter des Präsidentenbüros, Andrij Jermak, teilte mit: „Donbass: Es hat die zweite Phase des Krieges begonnen, doch sage ich euch, glaubt an die Streitkräfte der Ukraine.“ Auch der Generalstab in Kiew hatte von „Anzeichen“ einer Offensive berichtet. Von russischer Seite gab es dafür zunächst keine Bestätigung.
Ukraine-Krieg: Letzter Widerstand in Mariupol gegen Russland
Erstmeldung vom Montag, 18. April, 21.00 Uhr: Kiew – Über 50 Tage nach Beginn des Ukraine-Kriegs durch Wladimir Putin stellt sich die Hafenstadt Mariupol immer deutlicher als richtungsweisend für den Konflikt heraus. Sowohl für den Verlauf des Kriegs, als auch dessen wirtschaftliche Folgen, hat die Stadt eine enorme Bedeutung. Kämpfer aus der Ukraine in Unterzahl halten die Truppen aus Russland von der gänzlichen Einnahme Mariupols ab.
Ukraine-Krieg: Kämpfer in Mariupol leisten Widerstand gegen Russland
Die Soldaten aus der Ukraine bittet in dem Kampf um Mariupol größere Unterstützung aus Kiew. Präsident Wolodymyr Selenskyj gibt diese Nachricht an den Westen weiter, indem er schleunigst schwere Waffen fordert. Außerdem machte Selenskyj deutlich, dass er die Verhandlungen mit Wladimir Putin und Russland im Ukraine-Krieg beenden würde, sollten die Menschen in dem eingekesselten Werk sterben.
Nicht nur in Mariupol läuft der Ukraine-Krieg für Russland nicht so, wie geplant. So ist vor Kurzem das Kriegsschiff „Moskwa“ aus Russland gesunken, wobei die Ukraine angibt, dieses mit Raketen versenkt zu haben. (vbu/cs/tu mit AFP/dpa)


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