top of page

Ukraine-News: Russland verschiebt nuklear-fähige Raketenwerfer an die Grenze

Die Lage im Ukraine-Krieg spitzt sich weiter zu – militärisch, diplomatisch und humanitär: der News-Ticker am Sonntag, 22. Mai.

  • Aufrüstung in Russland: Russland erwägt Austausch im Ukraine-Krieg

  • Schwere Luftangriffe: Russland bereitet offenbar Offensive im Osten der Ukraine vor

  • Mariupol unter Kontrolle: Russland vermeldet Teilsieg

  • Der News-Ticker rund um den Ukraine-Konflikt wird laufend aktualisiert.


+++ 12.26 Uhr: In der Ostukraine gibt es weiter schwere Kämpfe um die Städte Sjewjerodonezk und Lyssytschansk im Luhansker Gebiet. Positionen ukrainischer Truppen würden in dem Bereich entlang der gesamten Frontlinie mit russischer Artillerie beschossen, teilte der Generalstab in Kiew am Sonntag mit. Russische Truppen versuchten demnach erfolglos, Ortschaften nördlich, östlich und südlich von Sjewjerodonezk zu stürmen. Ebenso hart werde um Dörfer südlich der Trasse von Lyssytschansk nach Bachmut im Donezker Gebiet gekämpft.



Gleichzeitig vermeldet das Nachrichtenportal Kiyv Independent, dass Russland wohl Iskander-Raketenwerfer in die Nähe von Belgorod in der Nähe der ukrainischen Grenze verschoben hat. Der Kiyv Independent bezieht sich dabei auf einen Bericht der ukrainischen Streitkräfte. Die Iskander-Raketenwerfer sollen in der Lage sein, Nuklearsprengköpfe abzufeuern.

Ukraine-News: Russische Offensive abgewehrt – andauernde Kämpfe im Osten

+++ 11.18 Uhr: Russische Truppen sollen in der Region Saporischschja zivile Infrastruktur angegriffen haben, berichtet das Nachrichtenpotal Kiyv Independent. Demnach habe die russische Armee Dörfer in der Region beschossen, heißt es in dem Bericht. Einige Zivilisten sollen dabei verletzt worden sein.


+++ 09.23 Uhr: Laut einem Bericht des Nachrichtenportals Kiyv Independent soll Russland planen, seine Offensive im Gebiet Donezk fortzusetzen. Die ukrainischen meldeten am Sonntag, dass Russland die Dörfer Virnopillia, Dibrivne und Dovhenke im Gebiet Donezk unter Beschuss nahm und sich auf die Offensive auf Slowjansk vorbereitete.

Update vom Sonntag, 22. Mai, 06.35 Uhr: Das ukrainische Militär berichtete in der Nacht zum Sonntag von andauernden Kämpfen in den Gebieten Donezk und Luhansk im Osten des Landes. Dort seien am Samstag neun Angriffe russischer Truppen abgewehrt worden. Im Laufe des Tages seien fünf Panzer, vier Artilleriesysteme und eine Drohne zerstört worden, teilte die ukrainische Armee mit. Russland setzt laut dem Lagebericht entlang der gesamten Front Kampfflugzeuge, Raketenwerfer und Panzer ein.



Kämpfer der Territorialen Verteidigungseinheit, einer Unterstützungseinheit der regulären ukrainischen Armee, entladen ihre Waffen, nachdem sie an einer Übung außerhalb von Kiew teilgenommen haben. © SERGEI SUPINSKY/AFP

Im Gebiet Saporischschja im Süden der Ukraine hat die dortige Verwaltung nach eigenen Angaben vermehrt Flüge russischer Drohnen beobachtet. Das russische Militär habe die Luftaufklärung verstärkt, hieß es. Zudem seien Kolonnen von Militärfahrzeugen gesichtet worden. Saporischschja liegt nordwestlich der inzwischen von Russland eingenommenen ukrainischen Hafenstadt Mariupol am Asowschen Meer.

Einmal mehr machte die Ukraine Russland für den Tod von sieben Zivilisten in dem von Regierungstruppen kontrollierten Teil der Region Donezk verantwortlich. Der Gouverneur des Gebiets, Pawlo Kyrylenko, schrieb im Nachrichtenkanal Telegram, allein im Ort Lyman seien drei Menschen getötet worden. Er äußerte sich zunächst nicht zu den genauen Umständen. In dem von Russland besetzten Gebiet Cherson im Süden beschuldigte die dortige Verwaltung wiederum die ukrainischen Streitkräfte, am Samstag drei Zivilisten in dem Ort Biloserka getötet und zehn verletzt zu haben. Diese Angaben ließen sich nicht überprüfen.



Ein russischer Soldat patrouilliert im Wasserkraftwerk Kachowka, einem Laufwasserkraftwerk am Dnjepr. © dpa

Ukraine-News: Russland erwägt Austausch von Mariupol-Kämpfern gegen Putin-Vertrauten

+++ 22.41 Uhr: Russland erwägt offenbar den Austausch von gefangengenommenen Kämpfern des ukrainischen Asow-Regiments gegen den pro-russischen Geschäftsmann Viktor Medwedtschuk. „Wir werden die Frage prüfen“, sagte der russische Abgeordnete und Unterhändler bei den Verhandlungen mit Kiew, Leonid Slutski, am Samstag (21. Mai) nach Angaben der Nachrichtenagentur RIA Nowosti.


Medwedtschuk gilt als Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Der ukrainische Politiker und Unternehmer, der zu den reichsten Menschen des Landes gehört, war im vergangenen Jahr in der Ukraine wegen Hochverrats angeklagt und unter Hausarrest gestellt worden. Kurz nach Beginn des russischen Militäreinsatzes in der Ukraine am 24. Februar tauchte er aber unter, eher er Mitte April festgenommen wurde. Russland hatte am Freitag die „vollständige Befreiung“ des Stahlwerks Azovstal im ukrainischen Mariupol gemeldet. Die letzten Soldaten in dem Industriekomplex, unter ihnen Mitglieder des Asow-Regiments, hätten sich ergaben, teilte die russische Armee mit.


Ein APC der Miliz der sogenannten Volksrepublik Donezk begleitet Busse mit ukrainischen Soldaten zur Strafkolonie in Oljoniwka, nachdem sie das belagerte Stahlwerk Azovstal in Mariupol verlassen haben. © Uncredited/AP/dpa

Nach Angaben aus Moskau kamen insgesamt 2439 ukrainische Soldatinnen und Soldaten aus dem Stahlwerk Azovstal seit dem 16. Mai in russische Gefangenschaft. Unter ihnen sind laut den prorussischen Separatisten auch 78 Frauen. Der Chef der Donezker Separatisten, Denis Puschilin, sagte am Samstagabend der russischen Staatsagentur Tass zufolge, es seien zudem Ausländer in russische Gefangenschaft gekommen. Eine Zahl nannte er zunächst nicht.


Ukraine-News: Russland bereitet offenbar Offensive in Ostukraine vor

+++ 20.35 Uhr: Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs soll die russische Armee aktuell Offensiven auf die Städte Slowjansk und Lyman in der Ostukraine vorbereiten. Das berichtete am Samstag (21. Mai) das Nachrichtenportal Kyiv Independent. Zudem habe es Angriffe auf mehrere Städte in der Region Charkiw gegeben. Den Informationen der Militärführung zufolge seien russische Angriffe auf die Ortschaften Lypove, Wasyliwka, Marjinka und Nowomychajliwka zuvor erfolglos verlaufen.

Im Oblast Luhansk sei es dem russischen Militär dagegen gelungen, eine Brücke zu zerstören. Das Bauwerk, das die Städte Sjewjerodonezk und Lyssytschansk über den Don-Nebenfluss Siwerskyj Donez verbunden hat, sei bereits 2014 im Rahmen russischer Angriffe zerstört und 2016 wieder aufgebaut worden.



Deutsche Panzer vom Typ Marder könnten womöglich zeitnah die ukrainische Armee bei der Verteidigung ihres Landes unterstützen. Doch die Lieferung wird seit Wochen hinausgezögert. (Symbolbild) © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Ukraine-Unterstützung: Internes Papier zu Marder-Panzern belastet Lambrecht

+++ 19.12 Uhr: Ein vertrauliches Dokument aus Kreisen des Bundesverteidigungsministeriums soll belegen, dass die Bundeswehrpanzer, die die Ukraine zu Kriegsbeginn aus Deutschland bestellt hatte, entgegen der Aussagen von SPD-Verteidigungsministerin Christine Lambrecht doch bereits seit Längerem verfügbar seien. Das berichtete die Bild-Zeitung am Samstag (21. Mai).


Lambrecht hatte offiziell mitteilen lassen, dass keiner der 343 Schützenpanzer vom Typ Marder entbehrlich sei. Im von der Bild-Zeitung zitierten Dokument heiße es dagegen: Von 62 aktuell nicht genutzten Marder-Panzern könnten 32 Fahrzeuge „bei Bedarf instandgesetzt und dann wieder genutzt werden“.

Heftige Kämpfe im Donbass – Ukraine richtet Hotline für russische Soldaten ein

+++ 15.53 Uhr: Mit einer eigens eingerichteten Hotline hat der ukrainische Sicherheitsdienst russische Soldaten dazu aufgerufen, sich zu ergeben. Das teilte der ukrainische Geheimdienst SBU am Samstag (21. Mai) mit. Wie das ukrainische Nachrichtenportal Ukrayinska Pravda berichtet, sei die Hotline eine Reaktion auf abgehörte Telefongespräche, in denen russische Soldaten ihren Kriegseinsatz als „Sklaverei“ und „Verstoß gegen die Menschenrechte“ bezeichnet haben sollen. Diesen Militärangehörigen solle die Hotline „2402“ nun die Möglichkeit geben, ihren Kriegseinsatz zu beenden und mit dem Leben davonzukommen, heißt es vonseiten des SBU.


Ukraine-Krieg: Russische Grenzregion wirft Ukraine Angriffe vor

+++ 14.15 Uhr: Die russische Grenzregion Kursk wirft der Ukraine mittlerweile täglichen Beschuss vor. Am Samstag (21.05.2022) sei das Gebiet Gluschkowo angegriffen worden, schrieb Gouverneur Roman Starowoit im Nachrichtendienst Telegram. Zu möglichen Opfern äußerte er sich zunächst nicht.


In der besetzten Hafenstadt Mariupol stehen Fahrzeuge mit dem Buchstaben Z auf der Straße, der für einen russischen Sieg im Ukraine-Krieg steht. Doch immer mehr russische Soldaten wollen den Kriegseinsatz beenden. (Symbolfoto) © Olga Maltseva/AFP


Schon in den vergangenen Tagen hatte Starowoit die Ukrainer für Zerstörungen in grenznahen Ortschaften verantwortlich gemacht. Am Donnerstag (19.05.2022) soll im Dorf Tjotkino ein Mensch gestorben sein. Die Ukraine äußert sich zu den Vorwürfen nicht. Russland, das den Angriffskrieg gegen die Ukraine am 24. Februar selbst begonnen hatte, beklagt seit Wochen immer wieder ukrainische Angriffe auf sein eigenes Staatsgebiet.

Ukraine-News: Heftige Kämpfe im Donbass – Mariupol unter Kontrolle

+++ 12.52 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat eine Vielzahl von russischen Angriffen im Land registriert und auf die Gefahr von Luftschlägen aus dem benachbarten Land Belarus hingewiesen. Der Schwerpunkt der Kämpfe liegt laut dem Lagebericht vom Samstag weiter im Osten der Ukraine. Dort seien elf Angriffe vom Feind abgewehrt und unter anderem acht Panzer zerstört worden. Auch der Artilleriebeschuss ukrainischer Stellungen gehe weiter, hieß es.

Bedroht sieht sich die Ukraine auch weiter von Russlands Verbündetem Belarus, der aber offiziell kein Kriegsteilnehmer ist. Zudem seien Schiffe der russischen Kriegsflotte im Schwarzen und im Asowschen Meer für Kampfhandlungen und Aufklärung unterwegs, teilte der Stab in Kiew mit.

+++ 11.17 Uhr: Nach der kompletten Einnahme der Hafenstadt Mariupol versuchen die russischen Truppen offenbar, auch die letzten ukrainischen Stellungen in der Region zu erobern. „Der Feind hört nicht auf, offensive Operationen in der östlichen Kampfzone zu führen“, schrieb am Samstag der ukrainische Generalstab auf Facebook. Ziel der Angreifer sei es, „die totale Kontrolle der Regionen Donezk und Luhansk zu erringen und einen Landkorridor zur besetzten Krim zu haben“.


Russische Soldaten in Kherson in der Ukraine. © imago-images

„Angriffe im Donbass gehen weiter“, hatte zuvor auch schon der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft erklärt. Mehrere Städte seien bereits so wie Mariupol „komplett zerstört“ worden. „Nun versuchen sie das gleiche mit Sewerodonezk und vielen anderen Städten zu machen“, sagte der Staatschef am späten Freitagabend.

+++ 10.03 Uhr: Nach Informationen des Nachrichtenportals Kiyv Independent sollen russische Streitkräfte am Morgen des 21. Mai Gebiete in der Nähe des Dorfes Kutscherivka beschossen haben. Es wurden keine Todesopfer gemeldet. Das Dorf befindet sich im Oblast Sumy, im Nordosten der Ukraine.

Ukraine-News: Selenskyj macht Russland Vorwürfe über Raketenangriff

+++ 08.43 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj machte Russland laut Informationen der Deutschen Presseagentur für einen Raketenangriff auf ein Kulturzentrum im Osten des Landes mit acht Verletzten verantwortlich. Bei dem Beschuss in der Stadt Losowa im Gebiet Charkiw sei auch ein elf Jahre altes Kind verletzt worden, schrieb das Staatsoberhaupt im Nachrichtenkanal Telegram. „Die Besatzer haben Kultur, Bildung und Menschlichkeit als ihre Feinde identifiziert.“ Russland wiederum warf der Ukraine vor, zivile Objekte für militärische Zwecke zu missbrauchen.


Das von wochenlangen heftigen Kämpfen schwer beschädigte das Stahlwerk Azovstal in Mariupol. © imago-images

Erstmeldung vom Samstag, 21. Mai, 06.40 Uhr: Nach Wochen heftiger Kämpfe hat Russlands Armee eigenen Angaben zufolge das Stahlwerk Azovstal in der ukrainischen Hafenstadt Mariupol komplett unter ihre Kontrolle gebracht. Alle feindlichen Kämpfer hätten sich ergeben, teilte das Verteidigungsministerium in der Nacht zum Samstag in Moskau mit. Die weitläufige Industrieanlage am Asowschen Meer war der letzte Ort in der strategisch wichtigen Hafenstadt im Südosten der Ukraine, der noch nicht vollkommen unter russischer Kontrolle gestanden hatte. Die Einnahme des Stahlwerks in Mariupol feiert Russland als einen großen Teilsieg in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Ukraine-News: Mariupol unter Kontrolle – Russland feiert Teilsieg

Die ukrainische Seite äußerte sich zunächst nicht zur angeblichen Einnahme des Werks. Nach Angaben aus Moskau kamen seit dem 16. Mai insgesamt 2439 ukrainische Soldaten, die sich in den Bunkeranlagen aus Sowjetzeiten verschanzt hatten, in russische Gefangenschaft. Am Freitag sei die letzte Gruppe von 531 Kämpfern gefangen genommen worden, hieß es. Das Stahlwerk war seit dem 21. April von russischen Truppen belagert worden.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj machte - in einem noch vor der russischen Verkündung der Einnahme aufgenommenen Fernsehinterview - den Westen für die Entwicklung mitverantwortlich. Er habe die westlichen Staats- und Regierungschefs wiederholt aufgefordert, sein Land mit „geeigneten Waffen“ zu versorgen, „damit wir Mariupol erreichen können, um diese Menschen zu befreien“.

(dil/tu/kh/vbu/nak mit AFP/dpa)

quelle: fr.de


 
 
 

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Kommentare


Abo-Formular

Vielen Dank!

©2024 T-News. 

melden sie sich bitte unter: t-news@outlook.de 
Danke

Impressum

bottom of page