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US-Bürger vermutlich in Nordkorea in Gewahrsam

Die Vereinten Nationen bemühen sich um eine Aufklärung des Vorfalls.Inmitten der Spannungen auf der koreanischen Halbinsel hat ein US-Bürger die Demarkationslinie zwischen Nord- und Südkorea illegal überschritten. Er sei vermutlich in Nordkorea in Gewahrsam genommen worden, teilte das UN-Kommando in Südkorea mit. Nach Medienberichten soll es sich um einen Soldaten der US-Armee handeln.Laut Nachrichtenagentur AP war der Mann in Südkorea wegen eines tätlichen Angriffs im Gefängnis und sollte in seine Heimat zurückeskortiert werden, wo ihm eine weitere Strafe drohte. Er sei aber am Flughafen geflüchtet, habe sich einer Besuchergruppe angeschlossen und sei so nach Nordkorea gelangt.Dem UN-Kommando zufolge nahm der US-Bürger an einer Tour in die Gemeinsame Sicherheitszone (Joint Security Area) teil - einem beliebten Touristenziel. Südkoreas Staatschef Yoon Suk Yeol und US-Präsident Joe Biden auf dem Weg zu einer gemeinsamen Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses im April 2023. Player: videoUS-Präsident Biden und Südkoreas Staatschef Yoon zeigen sich geschlossen gegenüber der Bedrohung aus Nordkorea UN-Kommando will Vorfall aufklären"Ein Staatsangehöriger der USA überquerte auf einer JSA-Orientierungstour ohne Genehmigung die militärische Demarkationslinie in die Demokratische Volksrepublik Korea (DVRK)", teilte das UN-Kommando auf Twitter mit. "Wir glauben, dass er sich derzeit in DVRK-Gewahrsam befindet, und arbeiten mit unseren KPA-Kollegen zusammen, um diesen Vorfall aufzuklären." KPA ist die Abkürzung für die Volksarmee im abgeschotteten Nordkorea, der kommunistisch regierten Demokratischen Volksrepublik Korea.Die beiden koreanischen Staaten sind seit dem Koreakrieg von 1950 bis 1953 an der Demarkationslinie geteilt. Nord- und Südkorea waren nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges aus der sowjetischen und der amerikanischen Besatzungszone in Korea hervorgegangen, die der Annexion durch Japan folgten. Im sich daraus entwickelnden Koreakrieg standen die USA an der Seite Südkoreas, China wurde Verbündeter Nordkoreas. USA verbieten Reisen nach NordkoreaVor diesem Hintergrund und wegen der seit Jahren anhaltenden Spannungen auch wegen Nordkoreas Atomprogramms und seiner Raketentests können Vorfälle wie dieser aktuelle eine größere Bedeutung erhalten.Das zeigte auch der Fall des US-Studenten Otto Warmbier. Er verstarb mit 22 Jahren innerhalb einer Woche nach seiner Rückkehr in die USA. Die Todesursache ist unklar, seine Familie lehnte eine Obduktion ab und wirft Nordkorea Misshandlungen vor.Das US-Außenministerium untersagt seither Reisen nach Nordkorea und begründet dies mit "der weiterhin hohen Gefahr einer Festnahme und langfristigen Inhaftierung von US-Bürgern".Dass sich Amerikaner oder Südkoreaner in den abgeschotteten Norden absetzen, ist sehr ungewöhnlich. Mehr als 30.000 Nordkoreaner sind seit dem Ende des Koreakrieges vor politischer Verfolgung nach Südkorea geflohen.


 
 
 

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