„Wollen den Artikel 3 des Grundgesetzes ändern“, sagt Wegner beim Berliner CSD
- tim-news

- 23. Juli 2023
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Kai Wegner warnte bei der Eröffnung des Christopher Street Days vor der zunehmenden Diskriminierung queerer Menschen. Außerdem wolle Berlins Regierender Bürgermeister den Artikel 3 des Grundgesetzes ändern. „Das ist ein Versprechen“, sagt der CDU-Politiker. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat bei der Eröffnung des Christopher Street Days (CSD) in Berlin eine Erweiterung des Artikels 3 im Grundgesetz in Aussicht gestellt. „Meine feste Zusage für diesen Berliner Senat ist: Wir wollen den Artikel 3 des Grundgesetzes ändern. Der Berliner CSD ist eine der größten LGBTIQ-Veranstaltungen in Europa Der Berliner CSD ist eine der größten LGBTIQ-Veranstaltungen in Europa Als queer bezeichnen sich nicht heterosexuelle Menschen beziehungsweise Menschen, die sich nicht mit dem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau oder anderen gesellschaftlichen Normen rund um Geschlecht und Sexualität identifizieren. Alfonso Pantisano (SPD), 48, ist der erste Queer-Beauftragte des Landes Berlin „Berlin wird immer ein sicherer Hafen sein für Menschen, die in anderen Ländern angegriffen werden. Wir schützen queere Menschen, die in vielen Ländern bedroht werden“, so der CDU-Politiker. „Wir haben eine Entwicklung auf der Welt, in Ghana, in Uganda, in Polen, das ist unerträglich.“ Wegner ist der erste Berliner Regierende Bürgermeister der CDU, der einen CSD – gemeinsam mit Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) – eröffnet hat. Dafür gab es nicht nur Zustimmung: Mehrfach waren laute Buhrufe zu hören, zum Teil auch „Wegner muss weg“-Forderungen. „Für mehr Empathie und Solidarität“, lautet das Motto Beim CSD waren am Samstag Hunderttausende Menschen auf den Straßen. Der Demonstrationszug mit gut 75 Fahrzeugen und rund 100 Gruppen von oft fantasievoll gekleideten Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu Fuß bewegte sich auf einer 7,4 Kilometer langen Strecke durch mehrere Berliner Stadtteile. Regenbogenfarben gab es aber auch auf dem T-Shirt von Bundestagspräsidentin Bas zu sehen und bei vielen anderen CSD-Teilnehmern. Der Berliner CSD ist damit eine der größten Veranstaltungen der LGBTIQA*-Community in Europa. Die Abkürzung steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Intersexuelle, Queere, Asexuelle und andere. Laut und bunt: die CSD-Parade Laut und bunt: die CSD-Parade Wieder eine Raubkatzen-Sichtung in Berlin Quelle: dpa/Fabian Sommer Quelle: dpa/Fabian Sommer Quelle: REUTERS Quelle: REUTERS Bei nicht zu heißem Wetter warfen sich viele CSD-Feiernde in Schale: Sakkos und Krawatten in Regenbogenfarben waren ebenso zu sehen wie weiße Turbane, Frisuren mit ausladendem Blumenschmuck, Glitzer-Hosen oder nackte Oberkörper. Der Christopher Street Day findet jedes Jahr in vielen Städten in aller Welt statt und erinnert an Ereignisse vom 28. Der CSD soll an die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender, Intersexuellen und queeren Menschen erinnern.

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