Zehn Hamburger Flughafen-Kleber schon wieder auf freiem Fuß
- tim-news

- 14. Juli 2023
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Für sechs Stunden verhinderten Mitglieder der Gruppe „Letzte Generation“ die Aufnahme des Flugverkehrs am ersten Ferientag in der Hansestadt. Ein gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr war das aber laut Polizeieinschätzung nicht. Zehn im Zusammenhang mit der Blockade des Hamburger Flughafens in Gewahrsam genommene Klima-Aktivisten der Gruppe Letzte Generation sind wieder auf freiem Fuß. Gegen vier Frauen im Alter von 24, 27, 31 und 43 Jahren und sechs Männer im Alter zwischen 19 und 63 Jahren seien Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Hausfriedensbruchs, der Sachbeschädigung sowie Widerstands beziehungsweise Beihilfe dazu eingeleitet worden, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Auch der Tatvorwurf des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr sei geprüft worden. Mangels Haftgründen seien die zehn Demonstranten freigelassen worden, sagte der Sprecher. Laut Bundespolizei hatten sie am Morgen den Zaun am Flughafen aufgeschnitten und sich Zugang auf das Gelände verschafft. Jeweils zwei Protestler hatten sich den Angaben zufolge an vier Stellen auf Zubringerwegen in der Nähe von Start- und Landebahnen festgeklebt. Beamte der Bundespolizei hätten die Aktivisten vom Boden gelöst, sagte ein Sprecher. Dabei seien auch Teile der Rollbahn herausgeschnitten worden. Norbert Aust, Präses der Handelskammer, blickt kritisch auf die Lage Die für den Flughafen zuständige Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard (SPD) kritisierte die Aktion. „Viele Familien haben sich auf den Ferienbeginn gefreut. Für diese sind die Folgen der Aktion sehr bitter.“ Protest dürfe sein. „Aber auf Flughafen-Rollbahnen ist er nicht nur gefährlich für die Protestierenden selbst, sondern auch ein schwerer Eingriff in die Flugsicherheit.“ Dazu gehören auch die Flughäfen, und das wird auch zu einer besonderen Sicherheit der Flughäfen weiterhin führen“, sagte die SPD-Politikerin am Donnerstag in Berlin. Und auch Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) meldete sich zu Wort: „Es handelt sich um Straftaten, die von der Justiz konsequent sanktioniert werden müssen“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag. Für den Protest der Klima-Aktivisten habe er kein Verständnis. „Die Aktionen der Letzten Generation richten großen Schaden an und spalten die Gesellschaft.“ Von der Aktion seien 50 000 Fluggäste betroffen gewesen, „darunter viele Familien mit Kindern, die sich sehr auf ihre Ferien gefreut haben“, sagte der Bürgermeister. Auch sie „habe null Verständnis für die Aktion der letzten Generation am Hamburger Flughafen“, sagte Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne). „Durch solche kriminellen Handlungen gefährdet man nicht nur sich selbst und andere, sondern verhagelt auch etlichen Familien den Ferienstart und verliert die Akzeptanz für den dringend notwendigen Klimaschutz.“ Auf Twitter schrieb die Gruppe zu den Aktionen unter anderem: „Stattdessen lassen wir zu, dass unsere Regierung den Flugverkehr, einen bedeutenden Brandbeschleuniger der Katastrophe, jährlich mit Milliarden subventioniert.

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