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  • Acht Tote nach Schüssen in Buffalo dpa

    Nach Schüssen in einem Supermarkt in der US-Stadt Buffalo sind übereinstimmenden Medienberichten zufolge mindestens acht Menschen gestorben. Das berichteten neben der US-Nachrichtenagentur AP am Samstag auch die TV-Sender NBC und ABC unter Berufung auf ungenannte Quellen. © Joshua Bessex/FR171816 AP/dpaPolizisten stehen nach Schüssen in einem Supermarkt vor dem Geschäft. Es blieb zunächst unklar, wie viele Menschen verletzt wurden und ob die Zahl der Todesopfer noch steigen könnte. Zuvor hatte die Polizei des Ortes im Bundesstaat New York gemeldet, dass der Schütze festgenommen worden sei. NBC hatte dagegen zunächst berichtet, der Täter, der den Supermarkt mit einem Gewehr und militärartiger Ausrüstung betreten habe, sei getötet worden. Die Gouverneurin des Bundesstaates New York, Kathy Hochul, schrieb am Samstag bei Twitter, sie beobachte die Lage nach dem Vorfall in einem Lebensmittelgeschäft in dem Ort sehr genau. «Wenn Sie sich in Buffalo aufhalten, meiden Sie bitte das Gebiet und befolgen Sie die Anweisungen der Strafverfolgungsbehörden und der örtlichen Behörden.» quelle: www,msn.com

  • Wladimir Putin warnt Finnlands Präsident vor Nato-Beitritt

    Trete Finnland der Nato bei, würden sich die Beziehungen verschlechtern: Russlands Präsident hat den geplanten Schritt in einem Telefonat mit seinen finnischen Amtskollegen als Fehler bezeichnet. © Getty ImagesWladimir Putin warnt Finnlands Präsident vor Nato-Beitritt Die finnische Staatsführung hat sich dazu entschlossen, der Nato beitreten zu wollen. Nun hat Russlands Präsident Wladimir Putin den geplanten Schritt in einem Telefonat mit seinem finnischen Amtskollegen Sauli Niinistö als Fehler bezeichnet. Von Russland gehe keine Bedrohung für das Nachbarland aus, sagte Putin nach Kremlangaben bei dem Gespräch am Samstag. Finnlands Abkehr von der traditionellen Neutralität werde zu einer Verschlechterung der bislang guten nachbarschaftlichen Beziehungen führen, warnte der russische Präsident demnach. Entdecken Sie mit SPIEGEL+ jetzt noch mehr Hintergründe, Analysen und Reportagen zu Themen, die unsere Gesellschaft bewegen. Jetzt einen Monat gratis lesen. Video: NATO: Finnland will beitreten (ATV) Das Gespräch sei auf Initiative des finnischen Präsidenten zustande gekommen, um die Entscheidung für den Nato-Beitritt angesichts der russischen Invasion in die Ukraine zu erläutern, heißt es vonseiten Finnlands. »Das Gespräch war offen und direkt, wurde aber ohne Verschärfung geführt. Es galt als wichtig, Spannungen zu vermeiden«, sagte Niinistö laut der Webseite des finnischen Präsidialamts. Finnland besitzt eine 1300 Kilometer lange Grenze zu Russland. Am Donnerstag hatten Präsident Niinistö und Ministerpräsidentin Sanna Marin erklärt, den Weg für einen Nato-Beitritt Finnlands freimachen zu wollen. Sie machten deutlich, dass die für einen entsprechenden Antrag noch notwendigen formellen Beschlüsse in Kürze fallen sollen. Als Begründung wurde der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine genannt. Am Samstag sprach sich auch das Spitzengremium der Sozialdemokraten – die Partei von Ministerpräsidentin Marin – für eine Nato-Mitgliedschaft ihres Landes aus. Damit zeichnet sich eine breite Mehrheit im Parlament für einen Nato-Beitritt ab. Die Entscheidung über einen entsprechenden Antrag liegt zwar zunächst nur bei Niinistö und Marins Regierung, vor einem tatsächlichen Beitritt wäre aber die Zustimmung des Parlaments erforderlich. Der Krieg hat auch in der Bevölkerung des seit Jahrzehnten blockfreien Landes zu einem Meinungsumschwung geführt, sodass nun eine Mehrheit der Finnen für die Mitgliedschaft im Nordatlantikpakt ist. quelle: www.msn.com

  • Ukraine-Update: Das sind die Entwicklungen aus der Nacht dpa, lex

    Knapp zweieinhalb Monate nach dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj noch mehr Druck der internationalen Gemeinschaft auf Moskau gefordert. „Mit jedem Tag des Krieges nehmen die globalen Bedrohungen zu, gibt es eine neue Gelegenheit für Russland, Instabilität in anderen Teilen der Welt zu provozieren, nicht nur hier in Europa“, sagte Selenskyj am Freitagabend in seiner täglichen Videoansprache. Derweil aber sterben in der Ukraine Männer und Frauen, „die ihr Bestes geben, damit alle Menschen frei leben können“, sagte Selenskyj. „Daher ist viel mehr Druck auf Russland erforderlich.“ © Bereitgestellt von Berliner ZeitungUkraine-Update: Das sind die Entwicklungen aus der Nacht Die Postleitzahl entscheidet, wie viel Ihr Haus wirklich wert ist Anzeige AnzeigeValyria Trotz der klare Lage gebe es Länder, in denen Sanktionen gegen Moskau zurückgehalten würden oder Hilfe für die Ukraine blockiert werde, kritisierte Selenskyj. Konkret nannte er jedoch kein Land beim Namen. Dabei sei inzwischen bekannt, dass Russlands Blockade ukrainischer Häfen sowie der Krieg insgesamt eine große Nahrungsmittelkrise provozierten. „Und russische Beamte drohen der Welt auch offen, dass es in Dutzenden von Ländern Hungersnöte geben wird.“ „Tatsächlich kann heute niemand vorhersagen, wie lange dieser Krieg dauern wird“, sagte Selenskyj. „Aber wir tun alles, um unser Land schnell zu befreien. Dazu brauche die Ukraine Hilfe ihrer Partner, aus europäischen Ländern, aus den Ländern der ganzen freien Welt“. Der Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes dagegen sagte in einer überaus optimistisch klingenden Prognose ein Ende des Kriegs mit einer russischen Niederlage bis Jahresende voraus. Spätestens Mitte August komme es zu einer Wende an den Fronten, sagte Generalmajor Kyrylo Budanow dem britischen Sender Sky News. „Der Wendepunkt kommt in der zweiten Augusthälfte.“ Bis zum Jahresende werde die Ukraine wieder die Kontrolle über alle ihre Gebiete zurückerlangen, auch über die Halbinsel Krim. Budanow erwartete zudem große Änderungen im Kreml. Seiner Ansicht nach sei ein Putsch gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin bereits im Gang. Beweise für seine Behauptungen legte er nicht vor. Russlands Armee und Wirtschaft stehen nach Meinung des ukrainischen Präsidentenberaters Olexij Arestowytsch auf tönernen Füßen. Das Bild des russischen Präsidenten Wladimir Putin von der „unbesiegbaren zweitgrößten Armee der Welt“ habe sich bereits „als Fake“ entpuppt, sagte Arestowytsch nach Angaben der Agentur Unian. Die Realität der vergangenen Wochen habe ein reales Bild von der Kampffähigkeit der russischen Armee gezeigt: „Sie hat gedroht, die Nato zu zerlegen, ist aber schon an zwei Dörfern in der Region Sumy (in der Nordostukraine) gescheitert.“ Der Berater Selenskyjs sagte zugleich den aus seiner Sicht bevorstehenden Zusammenbruch der russischen Wirtschaft im Sommer voraus. „Jeder Versuch zu Verhandlungen mit dem Westen wird scheitern“, sagte Arestowytsch. Das werde sich spätestens im Juli oder August bei einer möglichen Mobilmachung bemerkbar machen. Er sah es als fraglich an, dass die russische Wirtschaft diesem Druck standhalten könne. „Es kann keine gesunde Wirtschaft in einem Land geben, in dem alles andere verrottet ist.“ Die ukrainische Führung sieht den Beginn der „dritten Phase“ des russischen Angriffskriegs und eines damit verbundenen langwierigen Kampfes. „Phase eins“ sei der Versuch gewesen, die Ukraine „in wenigen Tagen“ zu überrollen, sagte Viktor Andrusyw, Berater im ukrainischen Innenministerium, in der Nacht zum Samstag im Fernsehen. In der zweiten Phase sollten die ukrainischen Streitkräfte in mehreren Kesseln eingekreist und zerschlagen werden. „Und auch das haben sie nicht geschafft.“ In der neuen „dritten Phase“ bereiteten die russischen Militärs die Verteidigung der bisher erreichten Geländegewinne vor. „Das zeigt, dass sie einen langen Krieg daraus machen wollen“, sagte Andrusyw. Offenbar denke die russische Regierung, dass sie so den Westen an den Verhandlungstisch und damit die Ukraine zum Einlenken zwingen könne. Die Verhandlungen um einen möglichen freien Abzug oder Teilabzug der im Werk Azovstal (Asow) in Mariupol eingekesselten ukrainischen Soldaten gestalten sich nach Darstellung Kiews „äußerst schwierig“. Das sagte die für die Gespräche zuständige ukrainische Vize-Regierungschefin Iryna Wereschtschuk, wie die Agentur Unian berichtete. „Ich teile die Angst und Sorge der Menschen, die den Verteidigern der Festung nahestehen“, sagte sie. Doch es herrsche Krieg. „Und im Krieg geschehen keine Wunder, es gibt nur bittere Realitäten.“ Daher helfe in diesem Fall nur ein „nüchternes und pragmatisches Herangehen“. Wereschtschuk bemüht sich seit Tagen mit Hilfe der UN und des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, mit der russischen Seite über einen möglichen Ausweg für die im Stahlwerk der Hafenstadt Mariupol verschanzten ukrainischen Truppen zu sprechen. „Aber die Verhandlungen mit dem Feind sind äußerst schwierig“, sagte sie. „Möglicherweise wird der Ausgang nicht alle zufriedenstellen.“ In die Verhandlungen um die Verteidiger von Azovstal hat sich auch die Türkei eingeschaltet. Das russische Militär lehnt bisher jedes Zugeständnis ab, fordert die Kapitulation der verschanzten Ukrainer. Nach ungenauen Schätzungen halten sich in dem weitläufigen Werk noch rund 1000 ukrainische Soldaten auf, viele von ihnen verwundet. Ein Großteil von ihnen gehört dem Regiment „Asow“ an, das von Russen als nationalistisch und rechtsextremistisch eingestuft wird. In einer Videokonferenz mit Kiew berichtete der stellvertretende Kommandeur des Asow-Regiments, dass seine Einheit bisher rund 6000 russische Soldaten „vernichtet“ habe. „Dazu noch 78 Panzer und etwa 100 gepanzerte Fahrzeuge“, sagte Swjatoslaw Palamar. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Ein weiterer Angehöriger des Regiments, David Chimik, berichtete von schwere Kämpfen um das Stahlwerk. Dennoch gab er sich optimistisch. „Wir denken nicht daran, zu Märtyrern zu werden, wir kämpfen um unser Leben und warten auf Unterstützung“, wurde Chimik von der Zeitung Ukrajinska Prawda zitiert. Für den Bürgermeister von Odessa sind die Azovstal-Kämpfer wahre Helden. „Mariupol rettet meiner Ansicht nach nicht nur Odessa, sondern die gesamte Ukraine“, sagte Hennadij Truchanow nach Angaben der Agentur Unian. „Denn diese Selbstlosigkeit, die unsere Militärs in Mariupol zeigen, das ist ein wahres Beispiel von Heldentum.“ Wenige Stunden nach dem Ende der G7-Beratungen an der Ostsee beginnt in Berlin ein Treffen der Nato-Außenminister. Im Mittelpunkt dürfte dabei erneut der russische Krieg in der Ukraine sowie die Frage einer raschen Nato-Mitgliedschaft von Finnland und Schweden stehen. In Finnland will am Samstag die sozialdemokratische Regierungspartei verkünden, wie sie zu einem möglichen Nato-Beitritt steht. Nach der Positionierung von Ministerpräsidentin Sanna Marin und Präsident Sauli Niinistö für eine Nato-Mitgliedschaft dürften die Sozialdemokraten vermutlich ebenfalls für einen Beitritt sein. Dann gäbe es im Parlament eine deutliche Mehrheit für den Weg in die Nato. quelle: www.msn.com

  • Selenskyj: Viel mehr Druck auf Russland erforderlich

    Die ukrainische Führung sieht den Beginn der „dritten Phase“ des russischen Angriffskriegs und prophezeit einen langwierigen Kampf. Russland habe bisher 200 Militärflugzeuge, tausende Panzer sowie fast 27.000 Soldaten verloren. Die Nacht im Überblick. MERKEN 22 4 Min. Knapp zweieinhalb Monate nach dem Einmarsch russischer Truppen hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj noch mehr Druck der internationalen Gemeinschaft auf Moskau gefordert. „Mit jedem Tag des Krieges nehmen die globalen Bedrohungen zu, gibt es eine neue Gelegenheit für Russland, Instabilität in anderen Teilen der Welt zu provozieren, nicht nur hier in Europa“, sagte Selenskyj am Freitagabend in seiner täglichen Videoansprache. Derweil aber stürben in der Ukraine Männer und Frauen, „die ihr Bestes geben, damit alle Menschen frei leben können. Daher ist viel mehr Druck auf Russland erforderlich.“ Selenskyj kritisiert verweigerte Hilfe Trotz der klaren Lage gebe es Länder, in denen Sanktionen gegen Moskau zurückgehalten würden oder Hilfe für die Ukraine blockiert werde, kritisierte Selenskyj. Konkret nannte er jedoch kein Land beim Namen. Dabei sei inzwischen bekannt, dass Russlands Blockade ukrainischer Häfen sowie der Krieg insgesamt eine große Nahrungsmittelkrise provozierten. „Und russische Beamte drohen der Welt auch offen, dass es in Dutzenden von Ländern Hungersnöte geben wird.“ „Tatsächlich kann heute niemand vorhersagen, wie lange dieser Krieg dauern wird“, sagte Selenskyj. „Aber wir tun alles, um unser Land schnell zu befreien. Dazu brauche die Ukraine Hilfe ihrer Partner, „aus europäischen Ländern, aus den Ländern der ganzen freien Welt“. Russland habe bisher 200 Militärflugzeuge, mehr als 3000 Panzer und andere gepanzerte Fahrzeuge sowie fast 27.000 Soldaten verloren. Der Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes dagegen sagte in einer überaus optimistisch klingenden Prognose ein Ende des Kriegs mit einer russischen Niederlage bis Jahresende voraus. Spätestens Mitte August komme es zu einer Wende an den Fronten, sagte Generalmajor Kyrylo Budanow dem britischen Sender Sky News. „Der Wendepunkt kommt in der zweiten Augusthälfte.“ Bis zum Jahresende werde die Ukraine wieder die Kontrolle über alle ihre Gebiete zurückerlangen, auch über die Halbinsel Krim. Budanow erwartete zudem große Änderungen im Kreml. Seiner Ansicht nach sei ein Putsch gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin bereits im Gang. Beweise für seine Behauptungen legte er nicht vor. Kiews Präsidentenberater: Russlands Armee und Wirtschaft wackeln Russlands Armee und Wirtschaft stehen nach Meinung des ukrainischen Präsidentenberaters Olexij Arestowytsch auf tönernen Füßen. Das Bild des russischen Präsidenten Wladimir Putin von der „unbesiegbaren zweitgrößten Armee der Welt“ habe sich bereits „als Fake“ entpuppt, sagte Arestowytsch nach Angaben der Agentur Unian. Die Realität der vergangenen Wochen habe ein reales Bild von der Kampffähigkeit der russischen Armee gezeigt: „Sie hat gedroht, die Nato zu zerlegen, ist aber schon an zwei Dörfern in der Region Sumy (in der Nordostukraine) gescheitert.“ Der Berater Selenskyjs sagte zugleich den aus seiner Sicht bevorstehenden Zusammenbruch der russischen Wirtschaft im Sommer voraus. „Jeder Versuch zu Verhandlungen mit dem Westen wird scheitern“, sagte Arestowytsch. Das werde sich spätestens im Juli oder August bei einer möglichen Mobilmachung bemerkbar machen. Er sah es als fraglich an, dass die russische Wirtschaft diesem Druck standhalten könne. „Es kann keine gesunde Wirtschaft in einem Land geben, in dem alles andere verrottet ist.“ Kiew sieht „dritte Phase“ des Kriegs Die ukrainische Führung sieht den Beginn der „dritten Phase“ des russischen Angriffskriegs und eines damit verbundenen langwierigen Kampfes. „Phase eins“ sei der Versuch gewesen, die Ukraine „in wenigen Tagen“ zu überrollen, sagte Viktor Andrusyw, Berater im ukrainischen Innenministerium, in der Nacht zum Samstag im Fernsehen. In der zweiten Phase sollten die ukrainischen Streitkräfte in mehreren Kesseln eingekreist und zerschlagen werden. „Und auch das haben sie nicht geschafft.“ In der neuen „dritten Phase“ bereiteten die russischen Militärs die Verteidigung der bisher erreichten Geländegewinne vor. „Das zeigt, dass sie einen langen Krieg daraus machen wollen“, sagte Andrusyw. Offenbar denke die russische Regierung, dass sie so den Westen an den Verhandlungstisch und damit die Ukraine zum Einlenken zwingen könne. Verhandlungen um Asowstal-Kämpfer schwierig Die Verhandlungen um einen möglichen freien Abzug oder Teilabzug der im Werk Asowstal in Mariupol eingekesselten ukrainischen Soldaten gestalten sich nach Darstellung Kiews „äußerst schwierig“. Das sagte die für die Gespräche zuständige ukrainische Vize-Regierungschefin Iryna Wereschtschuk, wie die Agentur Unian berichtete. „Ich teile die Angst und Sorge der Menschen, die den Verteidigern der Festung nahestehen“, sagte sie. Doch es herrsche Krieg. „Und im Krieg geschehen keine Wunder, es gibt nur bittere Realitäten.“ Daher helfe in diesem Fall nur ein „nüchternes und pragmatisches Herangehen“. Wereschtschuk bemüht sich seit Tagen mit Hilfe der UN und des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, mit der russischen Seite über einen möglichen Ausweg für die im Stahlwerk der Hafenstadt Mariupol verschanzten ukrainischen Truppen zu sprechen. „Aber die Verhandlungen mit dem Feind sind äußerst schwierig“, sagte sie. „Möglicherweise wird der Ausgang nicht alle zufriedenstellen.“ In die Verhandlungen um die Verteidiger von Asowstal hat sich auch die Türkei eingeschaltet. Das russische Militär lehnt bisher jedes Zugeständnis ab, fordert die Kapitulation der verschanzten Ukrainer. Nach ungenauen Schätzungen halten sich in dem weitläufigen Werk noch rund 1000 ukrainische Soldaten auf, viele von ihnen verwundet. Ein Großteil von ihnen gehört dem Regiment „Asow“ an, das von Russen als nationalistisch und rechtsextremistisch eingestuft wird. MEHR ZUM THEMA UKRAINE-LIVEBLOG:SPD-Politiker Roth fordert Sicherheitsgarantien für Finnland und Schweden Veröffentlicht/Aktualisiert: Empfehlungen:2237 NATO-NORDERWEITERUNG:Wie Schweden und Finnland die NATO verändern würden THOMAS GUTSCHKER UND MATTHIAS WYSSUWA Veröffentlicht/Aktualisiert: Kommentare:23,Empfehlungen:52 AGRARMINISTER ÖZDEMIR:„Die widerlichste Art der Kriegsführung“ JESSICA VON BLAZEKOVIC, STUTTGART Veröffentlicht/Aktualisiert: Empfehlungen:25 In einer Videokonferenz mit Kiew berichtete der stellvertretende Kommandeur des Asow-Regiments, dass seine Einheit bisher rund 6000 russische Soldaten „vernichtet“ habe. „Dazu noch 78 Panzer und etwa 100 gepanzerte Fahrzeuge“, sagte Swjatoslaw Palamar.“ Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Ein weiterer Angehöriger des Regiments, David Chimik, berichtete von schwere Kämpfen um das Stahlwerk. Dennoch gab er sich optimistisch. „Wir denken nicht daran, zu Märtyrern zu werden, wir kämpfen um unser Leben und warten auf Unterstützung“, wurde Chimik von der „Ukrajinska Prawda“ zitiert. Odessas Bürgermeister würdigt Azovstal-Kämpfer als Helden Für den Bürgermeister von Odessa sind die Asowstal-Kämpfer wahre Helden. „Mariupol rettet meiner Ansicht nach nicht nur Odessa, sondern die gesamte Ukraine“, sagte Hennadij Truchanow nach Angaben der Agentur Unian. „Denn diese Selbstlosigkeit, die unsere Militärs in Mariupol zeigen, das ist ein wahres Beispiel von Heldentum.“ Was bringt der Tag? Wenige Stunden nach dem Ende der G7-Beratungen an der Ostsee beginnt in Berlin ein Treffen der NATO-Außenminister. Im Mittelpunkt dürfte dabei abermals der russische Krieg in der Ukraine sowie die Frage einer raschen NATO-Mitgliedschaft von Finnland und Schweden stehen. In Finnland will am Samstag die sozialdemokratische Regierungspartei verkünden, wie sie zu einem möglichen Nato-Beitritt steht. Nach der Positionierung von Ministerpräsidentin Sanna Marin und Präsident Sauli Niinistö für eine NATO-Mitgliedschaft dürften die Sozialdemokraten vermutlich ebenfalls für einen Beitritt sein. Dann gäbe es im Parlament eine deutliche Mehrheit für den Weg in die NATO. Quelle: DPA

  • Bundeskanzler Scholz telefoniert mit Putin

    Anlässlich des Ukraine-Krieges telefoniert Kanzler Scholz abermals mit dem russischen Präsidenten Putin. Das Telefonat sei im Nachgang zu Scholz' Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj vor zwei Tagen erfolgt, heißt es von der Bundesregierung. Bundeskanzler Olaf Scholz hat erneut mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefoniert. Das teilte die Bundesregierung mit. Nach wochenlanger Funkstille war es der erste persönliche Austausch zwischen den beiden Politikern. Laut deutscher Seite fand das 75-minütige Gespräch im Nachgang zu Scholz' Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am 11. Mai statt. Scholz und Putin haben sich demnach über den Ukraine-Krieg und die Bemühungen für ein Kriegsende unterhalten. Angesichts der "Ernsthaftigkeit der militärischen Lage" und der Konsequenzen des Krieges insbesondere in der ukrainischen Hafenstadt Mariupol habe der Kanzler auf einen Waffenstillstand gedrängt, hieß es in einer Mitteilung der Bundesregierung. Scholz forderte demnach eine "Verbesserung der humanitären Lage" und Fortschritte "bei der Suche nach einer diplomatischen Lösung des Konflikts". Weiterhin habe Scholz den Vorwurf deutlich zurückgewiesen, "dass Nazismus in der Ukraine verbreitet sei". Russland begründet seinen am 24. Februar begonnenen Angriffskrieg gegen das Nachbarland immer wieder unter anderem mit einer angeblichen "Entnazifizierung" der Ukraine. Auch hätten der Bundeskanzler und der Kremlchef über die durch den Krieg angespannte "globale Lebensmittellage" gesprochen. "Der Bundeskanzler erinnerte daran, dass Russland hier in besonderer Verantwortung steht", hieß es. Friedensgespräche: Putin beschuldigt Ukraine Laut Kreml fand das Gespräch auf Initiative der deutschen Seite statt. Aus Moskau hieß es, Putin habe "ausführlich" über Russlands Ziele in der Ukraine informiert. Ein Fokus des Gesprächs habe auf humanitären Aspekten gelegen. Es sei vereinbart worden, dass die Diskussion "auf verschiedenen Kanälen" fortgesetzt werden solle. Putin habe Scholz zudem auf "grobe Verletzungen der Normen des internationalen Völkerrechts durch sich zur nazistischen Ideologie bekennende Kämpfer" hingewiesen. Die russische Nachrichtenagentur Tass berichtete, der Kremlchef habe dem Kanzler gesagt, dass die Friedensgespräche von der Führung in der ukrainischen Hauptstadt Kiew blockiert würden. Scholz hatte die Initiative bereits am Morgen im Verteidigungsausschuss des Bundestags angekündigt. "Man muss natürlich an irgendeinem Punkt dazu kommen, dass es auch wieder diplomatische Initiativen geben muss", begründete Regierungssprecher Steffen Hebestreit den Vorstoß des Kanzlers. Ziel sei es, "diesen furchtbaren Krieg mit schrecklichen Zahlen von Opfern, viel Zerstörung und auch der ganzen Sinnlosigkeit, die ein Krieg mit sich bringt, einem Ausweg zuzuführen". Mehr zum Thema Kanzler sollte Antworten geben Scholz weicht Fragen aus - mehrere FDP-Mitglieder gehen vorzeitig Borrell bei G7-Gipfel an Ostsee EU gibt Ukraine 500 Millionen Euro für schwere Waffen Zehntausende Ukrainer entführt? Berichte über "brutale Verhöre" in russischen Lagern Der Kanzler hatte nach Beginn des Krieges in der Ukraine mehrfach mit Putin telefoniert, zuletzt am 30. März. Wenige Tage später wurde das Massaker im Kiewer Vorort Butscha bekannt, danach gab es zunächst keinen Kontakt mehr. In einem vergangene Woche veröffentlichten "Stern"-Interview hatte Scholz gesagt: "Wenn es etwas zu bereden gibt, werde ich den Kontakt wieder aufnehmen. Unsere Priorität ist klar: Die Kriegshandlungen müssen sofort beendet werden." Auch der französische Präsident Emmanuel Macron hatte zwischenzeitlich nicht mehr mit Putin telefoniert, griff aber bereits am 3. Mai wieder zum Hörer. UN-Generalsekretär Antonio Guterres hatte Putin sogar in Moskau besucht, um eine Deeskalation im Ukraine-Krieg zu erreichen. Quelle: ntv.de, mbe/dpa/rts

  • Kreml nennt finnischen Nato-Beitritt eine Bedrohung für Russland

    Der finnische Präsident Sauli Niinistö und Ministerpräsidentin Sanna Marin sind für den „unverzüglichen“ Nato-Beitritt ihres Landes. Bundeskanzler Scholz sichert Finnland „volle Unterstützung“ zu. Der Kreml reagiert mit einer Warnung. Anzeige Eine mögliche Nato-Mitgliedschaft Finnlands sieht das Nachbarland Russland nach Kremlangaben als Bedrohung. „Eine abermalige Ausweitung der Nato macht unseren Kontinent nicht stabiler und sicherer“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge am Donnerstag. Zuvor hatten der finnische Präsident Sauli Niinistö und Ministerpräsidentin Sanna Marin sich für einen unverzüglichen Nato-Beitritt ihres Landes ausgesprochen. Es wird nun damit gerechnet, dass sich Finnland in den kommenden Tagen formell zu einem Beitrittsantrag entschließt. Russland werde die Folgen eines Nato-Beitritts Finnlands mit Blick auf seine eigene Sicherheit analysieren, sagte Peskow. Kremlchef Wladimir Putin habe ohnehin bereits angewiesen, die Sicherheit der westlichen Flanke Russlands mit Blick auf die Nato-Aktivitäten zu stärken. „Die Nato bewegt sich in unsere Richtung“, sagte Peskow. Alles hänge nun davon ab, wie sich der weitere Prozess der Nato-Erweiterung entwickele und welche militärische Infrastruktur an die Grenzen Russlands verlegt werde, sagte er. Nach Angaben des Außenministeriums in Moskau wird Russland auf einen Nato-Beitritt Finnlands reagieren. „Ein Nato-Beitritt Finnlands ist eine radikale Änderung der Außenpolitik des Landes“, erklärte das Ministerium. „Russland wird gezwungen sein, sowohl militärisch-technische als auch andere Gegenmaßnahmen zu ergreifen, um wachsende Bedrohungen für seine nationale Sicherheit zu stoppen.“ Lesen Sie auch Finnland Jetzt wird Putins Nato-Albtraum wahr Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki bewertete den Wunsch der politischen Führung Finnlands für einen raschen Nato-Beitritt als „gute Nachricht für die Sicherheit Polens und Europas“. „Polen spricht sich für eine schnellstmögliche Aufnahme Finnlands in das Bündnis aus“, teilte Morawiecki am Donnerstag per Twitter mit. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) teilte mit, er habe Finnland in einem Telefonat mit Präsident Niinistö „die volle Unterstützung der Bundesrepublik zugesichert“. Anzeige Die baltischen Staaten Litauen, Estland und Lettland begrüßten ebenfalls einen raschen Nato-Beitritt. „Der Beitritt Finnlands würde sowohl das Bündnis als auch die Sicherheit der baltischen Staaten erheblich stärken“, schrieb die litauische Ministerpräsidentin Ingrida Simonyte auf Twitter. „Ich freue mich über diesen großen historischen Tag!“ „Geschichte wird geschrieben von unseren nördlichen Nachbarn“, twitterte die estnische Regierungschefin Kaja Kallas. Finnland könne auf die „volle Unterstützung“ Estlands zählen. „Wir unterstützen den schnellen Beitrittsprozess. Von unserer Seite werden die notwendigen Schritte schnell unternommen“. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg erklärte, Finnland würde in der Nato „herzlich willkommen“ geheißen. „Der Beitrittsprozess würde reibungslos und zügig verlaufen“, versprach er. Formeller Antrag von Finnland steht noch aus Anzeige Der finnische Präsident Sauli Niinistö und Ministerpräsidentin Sanna Marin hatten zuvor ihre Entscheidung für einen „unverzüglichen“ Nato-Beitritt bekannt gemacht. In einer gemeinsamen Erklärung befürworteten die beiden am Donnerstag eine Mitgliedschaft in der westlichen Militärallianz. Dies würde Finnlands Sicherheit und zugleich das gesamte Bündnis stärken, erklärten die beiden wichtigsten Politiker des nordischen Landes. Es wird damit gerechnet, dass sich das nördlichste Land der EU in den kommenden Tagen – voraussichtlich am Sonntag – zu einem formellen Beitrittsantrag entschließt. Dieser Schritt wäre eine direkte Folge des russischen Einmarsches in die Ukraine und der dadurch veränderten Sicherheitslage in Europa. Für das lange Zeit bündnisfreie Finnland, das eine mehr als 1300 Kilometer lange Grenze zu Russland hat, wäre ein solcher Beschluss historisch. Live Ukraine-Krieg Lesen Sie hier alle Entwicklungen zum Krieg in der Ukraine im Liveticker Bevor das Land in der Nato aufgenommen wird, müssen dem alle 30 derzeitigen Mitglieder zustimmen. Nato-Generalsekretär Stoltenberg hatte zuletzt mehrmals signalisiert, dass es dafür innerhalb des Bündnisses breite Unterstützung gibt. Niinistö und Marins Regierung entscheiden in der Nato-Frage letztlich gemeinsam, sie haben das Parlament aber in die Entscheidungsfindung mit eingebunden. Auf dem Weg zu einem Beschluss hatte die Regierung dem Reichstag in Helsinki bereits im April eine Sicherheitsanalyse vorgelegt, in der Vorteile und Risiken einer möglichen Nato-Mitgliedschaft beleuchtet werden. Eine Positionierung für oder gegen eine solche Mitgliedschaft beinhaltete die Analyse aber nicht. Was macht Schweden? Finnland und auch das benachbarte Schweden sind heute bereits enge Partner der Nato, offizielle Mitglieder bislang aber nicht. Russlands Einmarsch in die Ukraine hat jedoch in beiden Ländern eine intensive Nato-Debatte ausgelöst. In der Bevölkerung gab es jeweils einen deutlichen Meinungsumschwung hin zu einem möglichen Beitritt zu dem Bündnis. In einer jüngsten Umfrage des finnischen Rundfunksenders Yle hatten sich zuletzt 76 Prozent der Befragten für eine Nato-Mitgliedschaft Finnlands ausgesprochen. Bei einem Besuch von Marin und der schwedischen Ministerpräsidentin Magdalena Andersson auf der Klausurtagung des Bundeskabinetts in Meseberg bei Berlin hatte zuletzt auch Bundeskanzler Olaf Scholz die deutsche Unterstützung für einen Nato-Beitritt der Länder zugesagt. Lesen Sie auch Neutrales Finnland „Wir machen uns keine Illusionen – Russland wird uns bestrafen“ Die finnische Bekanntgabe erhöht nun den Druck auf Schweden, zeitnah eine Entscheidung hinsichtlich einer Nato-Mitgliedschaft zu treffen. Am Freitag wurde dort eine eigene sicherheitspolitische Analyse erwartet, am Sonntag wollen Anderssons regierende Sozialdemokraten einen Beschluss zu ihrer eigenen Position in der Angelegenheit fällen. Am kommenden Dienstag und Mittwoch ist Niinistö schließlich beim schwedischen König Carl XVI. Gustaf in Stockholm zu Besuch. quelle: welt.de

  • Wirtschaftsministerium sieht Versorgungssicherheit »aktuell« gewährleistet

    Der Transitstopp für russisches Gas über die ukrainische Gaspipeline Luhansk hat am Morgen für Aufsehen gesorgt. Im Wirtschaftsministerium sieht eine Sprecherin zunächst kein Risiko. 11.05.2022, 10.24 Uhr Kommentare öffnen Zur Merkliste hinzufügen Link kopieren Bild vergrößern Gas-Transitpunkt in Luhansk: »Wir beobachten die Lage genau« Foto: Sergei Chuzavkov / dpa Deutschland drohen auch bei Einschränkungen des Transits von russischem Gas durch die Ukraine derzeit keine Engpässe, sagt eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums: »Die Versorgungssicherheit in Deutschland ist aktuell weiter gewährleistet.« Nach SPIEGEL-Informationen wird das Problem aktuell auch durch zusätzliche Gaslieferungen aus Norwegen gemildert. Die Wege, auf denen russisches Gas in den Westen gelangt. Der Transit durch die Ukraine verläuft durch wichtige Versorgungsadern dieses Systems. Die Jamal-Pipeline wird seit Kurzem nicht mehr genutzt.Kriegsbedingt wollte die Ukraine ab Mittwoch den Transit von russischem Gas im Gebiet Luhansk im Osten des Landes einstellen. Damit fielen bis zu 32,6 Millionen Kubikmeter Gas pro Tag weg – das sei fast ein Drittel der täglich über die Ukraine nach Europa transportierbaren Höchstmenge, hatte der ukrainische Gasnetzbetreiber am Dienstag mitgeteilt. Aufgrund der russischen Besatzung sei es unmöglich geworden, den Punkt Sochraniwka sowie die Verdichterstation Nowopskow zu kontrollieren, hieß es. Der Betreiber berief sich auf einen Fall »höherer Gewalt«. ANZEIGE »Wir beobachten die Lage genau«, sagte die Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums. Die Bundesnetzagentur solle in ihrem täglichen Lagebericht, der in der Regel gegen Mittag veröffentlicht wird, eine Einschätzung abgeben. Mehr zum Thema Betreiber beruft sich auf »höhere Gewalt«: Ukraine will Gastransfer nach Europa teilweise einstellen Bei Gaslieferstopp aus Russland: Studie warnt vor massivem Konjunktureinbruch In der nun anstehenden wärmeren Jahreszeit wird Deutschland weniger Gas verbrauchen. Allerdings müssen die Speicher für den kommenden Winter aufgefüllt werden. Ein neues Gesetz sieht Mindestfüllmengen zu bestimmten Stichtagen vor: am 1. Oktober eines Jahres 80 Prozent, am 1. November 90 Prozent und am 1. Februar 40 Prozent. mik/dpa-AFX Quelle: spiegel.de

  • Selenskyj empfängt Baerbock und bedankt sich bei Deutschland

    Außenministerin Annalena Baerbock hat den ukrainischen Präsidenten Selenskyj in Kiew besucht. Zuvor hatte sie die deutsche Botschaft wiedereröffnet. 10.05.2022, 17.25 Uhr Kommentare öffnen Zur Merkliste hinzufügen Link kopieren Bild vergrößern Baerbock und Selenskyj Foto: Florian Gaertner / dpa Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Bundesaußenministerin Annalena Baerbock in der Hauptstadt Kiew empfangen und ihr für die Unterstützung des Landes im Krieg gegen Russland gedankt. Es sei von großem Wert für das Land, dass sich Deutschland solidarisch zeige mit dem ukrainischen Volk, sagte Selenskyj einem von der Präsidialverwaltung veröffentlichten Video zufolge am Dienstag. Baerbock wurde von ihrem niederländischen Kollegen Wopke Hoekstra begleitet, der sich bestürzt über die Zerstörungen von Russlands Angriffskrieg unter anderem in den Vororten der Hauptstadt Kiew zeigte. ANZEIGE Zuvor hatte Baerbock die Wiedereröffnung der deutschen Botschaft in Kiew angekündigt. Die Arbeit der Botschaft werde direkt an diesem Dienstag in Minimalpräsenz wieder aufgenommen, sagte die Grünenpolitikerin in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit ihrem ukrainischen Amtskollegen Dmytro Kuleba in Kiew. In der Botschaft werde es zunächst einen eingeschränkten Betrieb geben. Sie sei sehr froh, dass Botschafterin Anka Feldhusen wieder in Kiew arbeiten könne. Bild vergrößernAußenministerin Annalena Baerbock bei der Wiedereröffnung der deutschen Botschaft in Kiew Foto: SERGEI SUPINSKY / AFPZugleich kündigte Baerbock an, man werde in wenigen Tagen mit der Ausbildung ukrainischer Soldaten an der modernen Panzerhaubitze 2000 beginnen, die Deutschland gemeinsam mit den Niederlanden an die Ukraine liefern werde. Gemeinsam mit deutschen Unternehmen arbeite man zudem daran, dass die Ukraine »hochmoderne Systeme bekommen kann, um ihre Städte auch gegen zukünftige Angriffe zu schützen«. Baerbock betonte: »Wir werden die europäische, freie Ukraine weiter unterstützen. Humanitär, finanziell, wirtschaftlich, technologisch, politisch und in Energiefragen.« Dies gelte auch langfristig, sagte sie mit Blick auf die Wiedereröffnung der Botschaft. Erste Vertreterin der Bundesregierung in Kiew seit Kriegsbeginn Baerbock reiste nach einer langen Diskussion über Besuche deutscher Politiker in der Ukraine als erste Vertreterin der Bundesregierung nach Kiew. Die letzten entsandten Mitglieder der deutschen Botschaft waren am 25. Februar nach Polen ausgereist und hatten teils von dort aus und teils von Berlin aus weitergearbeitet. Deutschland ist eines der letzten westlichen Länder, das die Wiedereröffnung seiner Botschaft in Kiew ankündigt. Am Sonntag hatten die USA und Kanada die Rückkehr von Botschaftsmitarbeitern verkündet. Davor waren bereits Vertretungen der EU, Frankreichs, Italiens, Großbritanniens, Österreichs und anderer Staaten in Kiew wieder eröffnet worden. Aus der Gruppe der G7-Staaten der führenden demokratischen Industrienationen fehlt nur noch Japan, das die Wiedereröffnung seiner Botschaft noch nicht angekündigt hat. Besuch in Butscha Bei einem Besuch im Kiewer Vorort Butscha sicherte Baerbock zu, Deutschland werde die Ukraine bei der Aufklärung von Kriegsverbrechen während des russischen Angriffskrieges unterstützen. »Wir sind es diesen Opfern schuldig, dass wir hier nicht nur gedenken, sondern dass wir die Täter zur Verantwortung bringen und ziehen«, sagte die Grünenpolitikerin. »Das werden wir als internationale Gemeinschaft tun. Das ist das Versprechen, was wir hier in Butscha geben können und geben müssen«, betonte sie. Bild vergrößernBaerbock entzündet eine Kerze in einer Kirche in Butscha Foto: OLEG PETRASYUK / EPAIn Butscha waren nach dem Abzug der russischen Truppen mehr als 400 Leichen gefunden worden – teils mit auf den Rücken gebundenen Händen. Baerbock war von einem Mitarbeiter der deutschen Botschaft an dessen Haus in Butscha empfangen worden. Die Ministerin wurde von der ukrainischen Generalstaatsanwältin Iryna Wenediktowa begleitet. Nachdem Baerbock in einer Kirche eine Kerze entzündet hatte, sagte sie, man glaube, in einer ganz normalen Kirche zu sein. Zugleich sei dies ein Ort, an dem »die schlimmsten Verbrechen, die man sich nur vorstellen kann, nicht nur sichtbar geworden sind, sondern passiert sind«. Der größte Wunsch der Menschen sei es, der Welt deutlich zu machen, welche Verbrechen passiert seien und wie groß der Schmerz sei. Mehr zum Thema Außenministerin Baerbock in Butscha: »Diese Opfer könnten wir sein« Rekonstruktion der Gräueltaten: Das Fanal von Butscha Aus Butscha berichten Christian Esch und Thore Schröder Diesen Schmerz könne niemand nehmen, »aber wir können für Gerechtigkeit sorgen«, sagte Baerbock. Man könne einen »kleinen Beitrag dadurch leisten, dass wir diese Aufklärung von Kriegsverbrechen, von Verbrechen gegen die Menschlichkeit unterstützen, als internationale Gemeinschaft Beweise sammeln, dafür sorgen, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden. Das sind wir den Opfern schuldig.« ANZEIGE Baerbock, die von schwer bewaffnetem Sicherheitspersonal geschützt wurde und eine Splitterschutzweste trug, zeigte sich erschüttert. Man spüre in Butscha eindringlich: »Diese Opfer könnten wir sein.« Man sehe Spielplätze, Supermärkte, Menschen, die zur Arbeit gingen. »Und dann sieht man die schlimmsten Spuren von Verbrechen genau daneben.« Eine Bombe sei direkt in den Supermarkt eingeschlagen. In der Kirche zeigten Bilder Menschen, die nur das getan hätten, was jeder Mensch tue, sagte Baerbock, wie aufstehen und einkaufen gehen, und die dabei kaltblütig ermordet worden seien. col/dpa Quelle: spiegel.de

  • Ukraine-Krieg: „Hysterische Attacke“ - Tote nach Raketenangriff auf Odessa

    Die Lage im Ukraine-Krieg spitzt sich weiter zu, militärisch und humanitär: der News-Ticker am Dienstag. Odessa im Visier: Russland greift im Ukraine-Krieg Ziele in der Hafenstadt Odessa an. Die Regionen Donezk und Luhansk geraten weiter unter Beschuss. Alle Entwicklungen und Neuigkeiten im Ukraine-Konflikt in unserem News-Ticker: Dieser wird laufend aktualisiert. Update vom Dienstag, 10. Mai, 06.20 Uhr: Bei russischen Raketenangriffen auf die ukrainische Hafenstadt Odessa sind in der Nacht zum Dienstag mindestens ein Mensch getötet und fünf weitere verletzt worden. Das berichtete die Agentur Unian unter Berufung auf die örtliche Militärführung. „Der Feind hält seinen psychologischen Druck aufrecht und setzt seine hysterischen Attacken gegen friedliche Zivilisten und die zivile Infrastruktur fort“, hieß es. Die Stadt wurde am Abend von zahlreichen Explosionen erschüttert, die sowohl auf Raketeneinschläge als auch die Luftabwehr zurückzuführen waren. Nach Medienberichten wurden unter anderem ein Einkaufszentrum und ein Warenlager getroffen. Am Montagabend hatte die russische Luftwaffe nach Darstellung des ukrainischen Militärs mehrere Hyperschallraketen vom Typ Kinschal auf Odessa abgefeuert. Dabei seien „touristische Objekte“ getroffen und mindestens fünf Gebäude zerstört worden, berichtete die Ukrajinska Prawda. Ukraine-Krieg: Biden unterzeichnet Gesetz für schnellere Waffenlieferungen +++ 22.50 Uhr: Die russische Luftwaffe hat nach Darstellung des ukrainischen Militärs am Montagabend mehrere Hyperschallraketen vom Typ Kinschal auf die Hafenstadt Odessa gefeuert. Dabei seien mehrere „touristische Objekte“ getroffen und mindestens fünf Gebäude zerstört worden, berichtete die Ukrajinska Prawda. Zwei Menschen seien verletzt worden. Die Suche nach weiteren Opfern unter den Trümmern dauere an. Die Hafenstadt im Süden der Ukraine ist seit Sonntagabend (8. Mai) Ziel verstärkter russischer Raketenangriffe. Unterdessen hat US-Präsident Joe Biden ein Gesetz unterzeichnet, das die Lieferung von Rüstungsgütern an die Ukraine erleichtert. Somit kann Biden unbürokratisch militärische Ausrüstung verleihen oder verpachten. Ukraine: Weitere Angriffe auf die Regionen Donezk und Luhansk +++ 21.40 Uhr: Die russischen Streitkräfte versuchen im ostukrainischen Gebiet Luhansk die beiden Städte Sjewjerodonezk und Lyssytschansk einzukreisen. Das berichtete am Montag (9. Mai) ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Kiew. So seien im Westen von Lyssytschansk drei Schwimmbrücken über einen Fluss errichtet worden, über die Artilleriekräfte angreifen, gleichzeitig würde weiterhin aus der Luft bombardiert. Auch in den vergangenen Tagen wurden bei Bombenangriffen in der Ukraine Menschen verletzt und getötet und Gebäude zerstört. (Symbolfoto) © Yasuyoshi Chiba/AFP Der Gouverneur in Luhansk, Serhij Hajdaj, befürchtet nun, dass es das Ziel des russischen Militärs sein könnte, die Straßenverbindung zwischen Lyssytschansk und der Nachbarstadt Bachmut im Gebiet Donezk zu kappen. Parallel dazu berichtet das ukrainische Verteidigungsministerium auch von schweren Angriffen auf mehrere Städte im Gebiet Donezk. Erneut Leichenfunde in der Ukraine – Niederländer stirbt bei Artilleriebeschuss +++ 19.14 Uhr: Bei einem Artilleriebeschuss am vergangenen Freitag (06. Mai) ist in der Ukraine ein 55-jähriger Niederländer ums Leben gekommen. Das berichtet die niederländische Zeitung De Telegraaf unter Berufung auf einen weiteren Niederländer, der sich wie der getötete Ron V. der ukrainischen Fremdenlegion angeschlossen hatte. Laut einem Bericht des Nachrichtenportals Kyiv Independent soll der Angriff in der Umgebung von Charkiw stattgefunden haben. +++ 18.05 Uhr: In der Siedlung Schewtschenkowe in der Region Charkiw entdeckten Rettungskräfte einen toten Zivilisten. Die Leiche eines im Jahr 1942 geborenen Mannes wurde nach russischem Beschuss auf die Siedlung auf einem Privatgrundstück entdeckt, berichtete das Nachrichtenportal Kyiv Independent. Dort sei offenbar infolge des Angriffs ein Feuer ausgebrochen. +++ 15.30 Uhr: Laut Angaben des Generalstaatsanwalts der Region Kiew wurden nahe der Ortschaft Makariv, westlich der Hauptstadt, Leichen gefunden. Dabei soll es sich um drei Menschen aus der Zivilbevölkerung gehandelt haben. Sie wurden bei Grabungen am Straßenrand entdeckt. Obduktionen nach sollen sie zuvor per Kopfschuss getötet worden sein, mutmaßlich von russischen Soldaten. Das berichtet das Nachrichtenportal Kyiv Independent. Ukraine-Krieg: Russland will „Straße des Lebens“ kapern +++ 13.45 Uhr: Russland plant laut ukrainischen Angaben offenbar die „Straße des Lebens“ zu besetzen. Dabei handelt es sich um eine enorm wichtige Nachschubroute der ukrainischen Streitkräfte in der Region Luhansk. Beamte berichteten laut CNN, dass Russland mithilfe einer „Pontonbrücke“ die ukrainischen Verteidigungslinien bedrohe. Bei einer „Pontonbrücke“ handelt es sich um eine Konstruktion aus mehreren, verbundenen, teils schwimmenden Körpern, auf denen beispielsweise Gleise montiert werden können. Laut Angaben der ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform gibt es bereits seit Tagen Kämpfe um die „Straße des Lebens“. „Der heutige Tag entscheidend. Wir werden um die „Straße des Lebens“ kämpfen. Die starken Kämpfe dauern in Rubischne und Bilohoriwka, Raschisten versuchen, uns die „Straße des Lebens“, die Autostraße zwischen Lysytschansk und Bachmut, wegzunehmen“, teilte der Leiter der militärischen Administration der Oblast Luhansk, Serhij Haidaj, auf Telegram mit. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen. Ukraine-Krieg: Russische Truppen beschießen Region Donezk +++ 13.00 Uhr: Russische Truppen beschießen derzeit offenbar die Stadt Sloviansk im Gebiet Donezk. Das berichtet das Nachrichtenportal Kyiv Independent mit Bezug auf Aussagen des Bürgermeisters Vadym Lyakh. +++ 12.30 Uhr: Die Ukraine hat Wladimir Putins Vorwürfe eines Nato-Angriffs zurückgewiesen. „Die Nato-Staaten wollen Russland nicht angreifen. Die Ukraine hat keinen Angriff auf die Krim geplant“, erklärte Mychailo Podoljak, Berater des ukrainischen Präsidenten Selenskyj, am Montag. Putin hatte in seiner Rede zum 9. Mai behauptet, dass sich der Westen auf eine Invasion, „einschließlich der Krim“, vorbereite. Ukraine-Krieg: Schwere Verluste für Russland +++ 11.30 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat abermals eine Statistik zu den russischen Verlusten im Krieg veröffentlicht. Demnach sind bereits mehr als 25.600 Soldaten gestorben. Zudem verlor das russische Militär 1145 Panzer und 199 Flugzeuge. Hinzu kommen demnach 158 kaputte Militärhubschrauber. Der britische Geheimdienst geht zudem davon aus, dass die Streitkräfte kaum präzisionsgelenkte Munition zur Verfügung haben. +++ 10.00 Uhr: Die schweren Verluste Russlands im Ukraine-Krieg häufen sich. Die russische Armee hat einer Einschätzung des britischen Verteidigungsministeriums zufolge wohl vor allem veraltete Munition zur Verfügung. Die präzisionsgelenkte Munition sei „wahrscheinlich stark dezimiert“, heißt es im morgentlichen Lagebericht. Dieser hat als Grundlage die Einschätzung des britischen Geheimdienstes. „Der Einmarsch Russlands in die Ukraine hat die Mängel seiner Fähigkeit zu Präzisionsschlägen in großem Maßstab offenbart. Russland hat die ukrainischen Städte einem intensiven und wahllosen Bombardement ausgesetzt, ohne Rücksicht auf die zivilen Opfer zu nehmen“, heißt im Bericht weiter. +++ 09.45 Uhr: Wladimir Putin hat in seiner Rede zum „Tag des Sieges“ am 9. Mai ein neues Ziel Russlands im Ukraine-Krieg ausgerufen. Ukraine-Krieg: Russland kündigt neue Hyperschallraketen an +++ 09.15 Uhr: Russland arbeitet laut eigenen Angaben an einer neuen Generation von Hyperschallraketen. Das erklärte der stellvertretende Ministerpräsident, Juri Borissow, der russischen Nachrichtenagentur Interfax. Mithilfe der neuen Raketen könne vom Seeweg, von Land und aus der Luft angegriffen werden, so Borrisow. Hyperschall-Raketen fliegen nicht nur extrem schnell und extrem hoch. Sie bleiben dabei auch manövrierfähig und sind nur sehr schwer abzufangen. Vor mehreren Wochen wurde publik, dass Russland offenbar Putins „Geheimwaffe – eine spezielle Hyperschallrakete – mehrfach eingesetzt hat. +++ 08.45 Uhr: Ein ukrainischer Militärsprecher Militär berichtet über die Entsendung von „bataillonstaktischen Gruppen“ durch Russland. Bis zu 19 BTGs würden nach Belgorod entsendet und somit versucht, die ukrainische Verteidigung in Donezk zu durchbrechen. Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte sagte, dass die größte Aktivität der russischen Streitkräfte in Richtung Slobozhanske und Donezk erfolgt. Ukraine-Krieg: Selenskyj warnt vor russischem Angriff auf Kiew Update vom Montag, 9. Mai, 06.50 Uhr: Ein Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat vor einem neuen Angriff der russischen Truppen auf die Hauptstadt Kiew gewarnt, wenn der Westen die Waffenlieferungen an sein Land nicht beschleunige. Dies könne Russland Zeit für eine Mobilmachung und eine erneute Offensive auf Kiew und andere Städte im Norden der Ukraine lassen, argumentierte Präsidenten-Berater Olexij Arestowytsch in einem Videointerview. +++ 19.50 Uhr: Nach Angaben der ukrainischen Streitkräfte konzentriert Russland seine Attacken aktuell auf Militärflughäfen in der Ukraine. So sollen die Luftkapazitäten des Landes bei der Verteidigung eingeschränkt werden. Das berichtet Kyiv Independet und bezieht sich dabei auf einen Facebook-Post des ukrainischen Generalstabs. Vor allem Kampfdrohnen wie die Bayraktar-Drohne hatten den russischen Truppen zuletzt schwere Verluste zugefügt. Die russische Luftwaffe verstärke deshalb auch ihre Aktivitäten im Südosten des Landes. Update vom Sonntag, 8. Mai, 07.45 Uhr: Die ukrainische Führung setzt auf eine Rückeroberung der von russischen Truppen besetzten Stadt Cherson im Süden des Landes. „Es wird keine Volksrepublik Cherson geben“, sagte Mychajlo Podoljak, Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj, im ukrainischen Radio. Das Gebiet werde vollständig befreit werden, was viele russische Soldaten das Leben kosten werde, sagte Podoljak am Samstag in Kiew. Ukraine-Krieg: Russland auf dem Rückzug – Mehrere Orte zurückerobert +++ 12.30 Uhr: Die ukrainischen Streitkräfte haben die Städte Oleksandrivka, Fedorivka, Ukrainka, Shestakovo, Peremoha und einen Teil des Dorfes Cherkaski Tyshky im Osten der Ukraine zurückerobert. Dies geht aus einem Facebook-Post des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte vom Freitag (06.05.2022) hervor. Dort heißt es, „Einheiten der Verteidigungskräfte der Ukraine“ hätten nach einer „Offensive“ die „Kontrolle“ über besagte Landstriche zurückgewinnen können. Ukraine-Krieg: Regierung von Selenskyj appelliert an Westen Erstmeldung vom Samstag, 7. Mai: Kiew - Nach über zwei Monaten Krieg wächst in der Ukraine die Sorge, den Kampf gegen Russland nicht mehr gewinnen zu können. Die Regierung von Präsident Wolodymyr Selenskyj appellierte deshalb erneut an den Westen, das Land zu unterstützen. „Russland hat keine Eile, diesen Krieg zu beenden“, sagte Olha Stefanischyna, stellvertretende Ministerpräsidentin und Ministerin für europäische Integration, gegenüber dem Nachrichtenportal Politico. Die weitere Entwicklung des Krieges hänge deshalb stark von der „militärischen Unterstützung“ der Ukraine durch den Westen ab. Gleichzeitig kündigte US-Präsident Joe Biden in der Nacht auf Samstag (07.05.) an, die Ukraine im Krieg mit Russland mit hochmodernen Waffen ausrüsten zu wollen. Wie die Washington Post berichtet, werde das Pentagon lasergesteuerte Raketen kaufen und direkt an die Ukraine weitergeben. Auch Aufklärungsdrohnen der neuesten Generation sollen nach Kiew geliefert werden. Daneben würden die USA Artilleriemunition, Radargeräte und weitere Ausrüstung bereitstellen. Das bereits genehmigte Maßnahmenpaket für die Ukraine umfasse 150 Millionen Dollar, so das US-Außenministerium. Damit hätten die USA seit Kriegsbeginn Waffen und Munition im Wert von mehr als 3,8 Milliarden US-Dollar in die Ukraine geliefert. Ukraine-Krieg: Erbitterte Schlacht um Mariupol setzt sich fort In der Ukraine selbst setzten sich die erbitterten Kämpfe im Osten des Landes auch in der Nacht auf Samstag fort. Vor allem die Schlacht um Mariupol tobt weiter. Im Zentrum der Kämpfe steht nach wie vor das Asowstal-Stahlwerk. Ziel der russischen Truppen ist angeblich, das mit Bunkern und Tunneln stark befestigte Fabrikgelände bis zum 9. Mai zu erobern. Bei den bisherigen Evakuierungen durften nur Zivilisten, meist Frauen, Kinder oder ältere Menschen, das Werk in Richtung ukrainisch kontrolliertes Gebiet verlassen. Noch in der Nacht auf Samstag setzten sich die Vereinten Nationen inmitten des Ukraine-Kriegs für eine Wiederöffnung des Hafens von Odessa ein. Das UN-Welternährungsprogramm sagte in einer Erklärung, „ganze Berge“ von Weizen würden in der Ukraine verrotten, weil sie aufgrund des Kriegs mit Russland nicht exportiert werden könnten. „Die Getreidesilos der Ukraine sind voll. Gleichzeitig gehen 44 Millionen Menschen auf der ganzen Welt dem Hungertod entgegen“, heißt es in der Erklärung. (dil/ktho/tu mit AFP/dpa) Quelle: fr.de

  • Ukraine-Krieg: Russland wirft Bombe auf Schule, in der 90 Personen Schutz suchten

    Moskau muss im Ukraine-Krieg eine hohe Zahl getöteter Generäle verkraften. Das wird für Russland zunehmend ein Problem. Gefangenenaustausch im Ukraine-Krieg: Russland und die Ukraine tauschen Gefangene aus. 41 Ukrainer, unter ihnen elf Frauen, sollen freigekommen sein. Ukraine - News aus dem Krieg: Die russische Luftwaffe will sich im Ukraine-Krieg auf den Osten des Landes konzentrieren. Alles zum Ukraine-Konflikt lesen Sie in unserem aktuellen News-Ticker. +++ 22.55 Uhr: Die Ukraine wirft Russland vor, eine Bombe auf eine Schule in der Region Luhansk geworfen zu haben, in der 90 Personen Schutz gesucht hatten. Wie CNN berichtet, erklärte Serhiy Hayday, Teil der Militärverwaltung in der Region Luhansk, ein russisches Flugzeug habe eine Bombe auf die Schule in der Ortschaft Bilohorivka abgeworfen, etwa elf Kilometer von der Frontlinie entfernt. 30 Personen seien mittlerweile aus den Trümmern gerettet worden. „Fast die gesamte Ortschaft hat sich dort versteckt, alle, die nicht geflohen sind“, zitiert CNN Hayday. „Der Keller der Schule war der einzige Platz für eine Rettung, aber die Russen haben den Menschen diese Chance genommen“, so Hayday weiter. Die Bergungsoperation läuft derzeit noch, Bilder zeigen, dass die Schule in Trümmern liegt. Ein Kämpfer der prorussischen Separatisten in im Ukraine-Krieg völlig zerstörten Stadt Popasna. © Alexander Reka/imago Ukraine-News: Schwierig für Russland, Kriegsgerät zu ersetzen +++ 10.30 Uhr: Der Ukraine-Krieg zehrt stark an den militärischen Kräften Russlands. Laut Angaben des britischen Verteidigungsministeriums soll es den ukrainischen Streitkräften gelungen sein, einen T-90M, „Russlands modernsten Panzer“, zu zerstören. Das Kriegsfahrzeug zählt zu den russischen Eliteverbänden und zum Kern der neu aufgestellten 1. Garde Panzer Armee. Der T-90M ist aufgrund seiner verstärkten Panzerung besonders gut vor Panzerabwehr-Systemen geschützt. Dem britischen Verteidigungsministerium zufolge wird es für Russland außerordentlich schwierig werden, die zerstörten Kriegsgeräte zu ersetzten. Dies läge an den westlichen Sanktionen, welche die Produktion von neuen T-90M-Panzern deutlich erschweren würden. Der Wert eines Panzers liegt bei fast 4,9 Millionen Euro. Derzeit verfügt das russische Militär über 100 T-90M. Ukraine-News: Zahlreiche russische Generäle getötet – Militärführung deutlich geschwächt +++ Update, 07. Mai 2022, 06.30 Uhr: Die hohe Zahl getöteter Generäle im Ukraine-Krieg verschlechtert die Situation des russischen Militärs. Das berichtet unter anderem die Moscow Times. „Jeder Tod eines Generals macht die russischen Streitkräfte weniger effektiv“, sagte der unabhängige Militäranalyst Pavel Luzhin gegenüber dem Nachrichtenportal. Insgesamt sollen in dem nun knapp über zwei Monate dauernden Ukraine-Krieg bereits mehr als zwölf hochrangige Generäle gestorben sein. Das sind doppelt so viele wie in dem zehn Jahre daurenden Afghanistan-Krieg der Sowjetunion. Um den Rang eines Generals zu erreichen, benötigt ein Soldat in der russischen Armee laut Angaben der Moscow Times ca. 15 Jahre. Ukraine News: Russland und Ukraine tauschen Gefangene aus +++ 20.30 Uhr: Zweieinhalb Monate nach Kriegsbeginn hat es ukrainischen Angaben zufolge einen weiteren Gefangenenaustausch mit Russland gegeben. Am Freitag seien 41 Ukrainer, unter ihnen elf Frauen, freigekommen, schrieb die ukrainische Vize-Regierungschefin Iryna Wereschtschuk im Nachrichtendienst Telegram. Es handele sich um 28 Soldaten und 13 Zivilisten. Von russischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung. Unklar war zunächst auch, wie viele russische Militärs im Gegenzug aus ukrainischer Kriegsgefangenschaft entlassen worden sein sollen. Ukraine-Krieg: „Russland ist für immer hier!“ +++ 19.00 Uhr: Ein Abgeordneter der Kremlpartei Geeintes Russland hat sich erstmals zu Moskaus Absichten im besetzten südukrainischen Gebiet Cherson geäußert. „Russland ist für immer hier!“, sagte der Duma-Abgeordnete Andrej Turtschak bei einem Besuch in der gleichnamigen Stadt Cherson. Das müsse den mehr als 200.000 Einwohnern klar gemacht werden. „Es gibt kein Zurück in die Vergangenheit“, sagte Turtschak nun laut der Erklärung, aus der die staatliche Nachrichtenagentur Ria Nowosti zitierte. „Wir werden zusammen leben und diese reiche Region zusammen weiter entwickeln.“ Turtschak ist als Sekretär des Generalrats auch eine der Führungsfiguren von Geeintes Russland. Der 46-Jährige war zusammen mit dem Chef der Donezker Separatisten, Denis Puschilin, nach Cherson gereist. Der T90-M gehört zu den modernsten Panzern weltweit. (Archivfoto) © Alexey Maishev/Imago Images +++ 17.30 Uhr: Ukrainischen Medienberichten zufolge ist eine russische Fregatte im Schwarzen Meer nach Raketenbeschuss in Brand geraten. Offiziell wurden die Berichte zunächst weder in Moskau noch in Kiew bestätigt. Der ukrainische Generalstab erhöhte die Zahl der vermeintlich versenkten russischen Schiffe allerdings bereits um ein weiteres auf nun insgesamt elf. „Die Explosion mit anschließendem Brand ereignete sich an Bord der Fregatte des Projekts 11356 vom Typ Burewestnik, die sich nahe der Schlangeninsel befindet“, berichtete das in Odessa beheimatete Medium Dumskaja.net. Anderen Medienberichten zufolge hingegen soll es sich bei dem Schiff, das demnach von einer Antischiffsrakete des Typs Neptun getroffen wurde, um die „Admiral Makarow“ handeln. Ukraine-Krieg: Russische Truppen verstärken Luftangriffe +++ 15.38 Uhr: Wie die Kyiv Independent berichtet, haben russische Truppen die Städte Huliaipole und Orikhiv in der Oblast Saporischschja mit Artillerie und Luftangriffen angegriffen. Die ukrainische Onlinezeitung bezieht sich dabei auf einen Telegram-Post der Militärverwaltung von Saporischschja. Bis vor kurzem gab es keine aktiven Gefechte in der Region. +++ 14.03 Uhr: Entgegen vieler anderslautender Einschätzungen hat sich der Kreml mehr als zehn Wochen nach Kriegsbeginn zufrieden mit den Leistungen des eigenen Militärs in der Ukraine gezeigt. „Die Operation läuft nach Plan“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Freitag der Agentur Interfax zufolge in Moskau. Ukraine-News: Russland bestätigt massiven Raketenbeschuss in Kramatorsk +++ 11.38 Uhr: Das russische Militär hat eigenen Angaben nach ein großes Munitionsdepot in der ukrainischen Großstadt Kramatorsk im Gebiet Donezk zerstört. „Mit luftbasierten Hochpräzisionsraketen wurde ein großes Munitionslager der ukrainischen Streitkräfte vernichtet, das auf dem Territorium der Fabrik Energomaschstal in der Stadt Kramatorsk angelegt war“, sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Freitag. Ukrainische Behörden hatten am Vortag von einem massiven Raketenangriff auf die Stadt mit 25 Verletzten gesprochen. Ukraine-News: Hunderte Menschen aus Stahlwerk in Mariupol befreit Update vom Freitag, 06. Mai, 09.52 Uhr: Nach Angaben der Ukraine konnten im Zuge der jüngsten Evakuierung des Stahlwerks Azovstal in der belagerten Hafenstadt Mariupol bisher 500 Zivilisten befreit werden. „Wir haben es geschafft, 500 Zivilisten herauszuholen“, teilte der Leiter des ukrainischen Präsidialamts Andrij Jermak am Freitag auf seinem Telegram-Kanal mit. Er sprach von einer „weiteren Etappe der Evakuierung“, die in den nächsten Tagen fortgesetzt werden solle und dankte der UN für ihre Hilfe bei der Organisation der Flüchtlingskorridore. Ukraine-News: Russland nimmt Kloster im Donbass unter Beschuss +++ 21.00 Uhr: Vor dem Gedenktag zum Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg am 9. Mai hat die ukrainische Stadt Saporischschja eine Ausgangssperre verfügt. Diese soll von Sonntagabend bis Dienstagmorgen gelten. Die Stadt im Südosten der Ukraine ist zu einem wichtigen Drehkreuz für Evakuierte aus der Hafenstadt Mariupol geworden. Im Verlauf des Krieges sind bereits ähnlich lange Ausgangssperren in anderen ukrainischen Städten aus Sorge vor russischen Attacken verfügt worden. Ukraine-Video: Russland setzt Beschuss im Osten fort +++ 16.30 Uhr: Auch nach mehr als 70 Tagen ist ein Ende des Ukraine-Kriegs nicht in Sicht. Das liegt laut der russischen Regierung vor allem an der EU und der Nato. Der Westen versorge die Ukraine konstant mit „Geheimdienstinformationen“, so Kreml-Sprecher Dimitri Peskow in einer Pressekonferenz. Dazu käme einer steter „Fluss an Waffenlieferungen“. Dabei handele es sich um „Maßnahmen, die nicht zu einem schnellen Abschluss der Operation beitragen“. Ukraine-Krieg: Video zeigt Ausmaß der Zerstörung +++ 16.00 Uhr: Die Ukraine gleicht seit Beginn des Krieges mit Russland mancherorts einem Trümmerfeld. Das unterstreicht ein Video, das eine Drohne von der Stadt Popasna gemacht hat. Veröffentlicht hatte die Aufnahmen der US-Nachrichtensender CNN. Wann das Video gedreht wurde, lässt sich nicht verifizieren. Als erstes veröffentlicht wurde es in einem prorussischen Telegram-Kanal. Bei der Drohne handelt es sich offenbar um eine Aufklärungsdrohne des russischen Militärs. Ukraine News: Kiew startet Gegenangriff im Norden - erbitterte Kämpfe im Osten +++ 15.30 Uhr: Im Ukraine-Krieg holen die Streitkräfte Kiews offenbar zum nächsten Gegenschlag aus. Man sei in der Nähe von Charkiw zur Offensive übergegangen, teilte Walerij Saluschnyj, Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, mit. Vor allem das Gebiet um die Stadt Izyum sei davon betroffen. Auch im Osten des Landes rund um die Stadt Luhansk leiste man den Angreifern aus Russland weiter erbitterten Widerstand. Ukraine News: Russische Luftwaffe konzentriert sich auf Osten des Landes Erstmeldung vom Donnerstag, 5. Mai, 15.00 Uhr: Moskau/Donezk – Steht Russland vor einem Kurswechsel im Ukraine-Krieg? Nach wie vor können die russischen Streitkräfte Analystinnen und Analysten zufolge keine Luftüberlegenheit im Osten der Ukraine gewinnen. Gegenüber der Onlinezeitung Moscow Times berichteten sie, dass russische Piloten „weitgehend risikoscheu“ in den Luftkampf gegangen sind und lieber Bodenziele mit Langstreckenraketen attackierten. Doch angesichts der schwindenden Bestände an Präzisionsraketen, des Mangels an Infanterie und des Drucks, unter dem der Kreml und Präsident Wladimir Putin stehen, wird Moskau in den kommenden Wochen wahrscheinlich verstärkt auf Luftangriffe setzen. „Russland war mit dem Einsatz von taktischen Luftangriffen in diesem Konflikt sehr zurückhaltend. Ich denke, wir sind jetzt an einem Punkt angelangt, an dem sie einen anderen Ansatz verfolgen“, sagte Dara Massicott, eine leitende Politikforscherin der amerikanischen „Rand Corporation“, der Moscow Times. Ukraine-News: Russland erleidet schwere Verluste Die bisherige Bilanz der russischen Armee liest sich verheerend: Obwohl die Flugzeugflotte zu Beginn des Ukraine-Kriegs etwa 15-mal so groß wie die der Ukraine war, fliegen ukrainische Flugzeuge noch immer Einsätze – und das mit Erfolg. „Kampfflugzeuge, Bomber und Angriffsflugzeuge der Luftstreitkräfte erfüllen weiterhin Aufgaben im ukrainischen Luftraum“, erklärte das ukrainische Verteidigungsministerium letzte Woche in einer Erklärung. Ukraine-News: Russische Piloten „nicht so gut, wie wir dachten“ Dass es Russland nicht gelungen ist, die ukrainische Luftwaffe zu überwältigen, ist nach Ansicht von Expertinnen und Experten auf mangelnde Organisation sowie operative Inkompetenz zurückzuführen. „Auf der Ebene der einzelnen Piloten sind die Russen nicht so gut, wie wir dachten“, sagte Robert Bell, ein ehemaliger Nato-Beamter und Professor am Georgia Tech Institute. Anstatt, wie im Krieg üblich, komplexe Luftoperationen mit vielen Flugzeugen durchzuführen, wurden russische Jets zumeist höchstens zu zweit gesehen, die darüber hinaus in niedriger Höhe und bei Nacht flogen. Nachdem im April der Versuch missglückte, Kiew einzunehmen, konzentrieren sich die russischen Truppen inzwischen auf die rund 480 Kilometer langen Front im Osten der Ukraine. Moskaus neue Strategie wird seitdem besonders deutlich: Seit der Verlagerung in den Osten sind die russischen Luftangriffe um über 150 Prozent, auf etwa 300 pro Tag, gestiegen. Dies erklärte Sam Cranny-Evans, Militäranalyst der britischen Denkfabrik Royal United Services Institute, im Gespräch mit der Moscow Times. News zum Ukraine-Krieg: Russland konzentriert sich mit Luftangriffen auf den Osten Bemerkbar macht sich der neue Kurs in der schwer beschädigten Hafenstadt Mariupol sowie in der Stadt Charkiw im Nordosten, in der jüngste Angriffe für großflächige Zerstörungen sorgten. Im Internet kursieren zahlreiche Amateuraufnahmen, die zeigen sollen, wie russische Jets in niedriger Höhe über dem Donbass operierten. Solche Einsätze in der Ukraine soll das russische Militär allerdings auf Gebiete beschränken, die in der Nähe des von Russland kontrollierten Luftraums liegen. Eine Erklärung für die russische Zurückhaltung könnte die große Menge an Kurzstrecken-Luftabwehrraketen sein, die den ukrainischen Streitkräften seit Beginn der Invasion von westlichen Ländern geliefert wurden. „Die Russen könnten sich an ihre Erfahrungen in Afghanistan erinnern, wo die Stinger-Rakete ihnen die Vorherrschaft in der Luft genommen hat“, sagte James Lewis, Analyst am Strategic and International Studies Institute in Washington, der Moscow Times. Ukraine-News: Spekuliert Russland auf einen militärischen Konflikt mit der Nato? „Die Vorgehensweise, die wir sehen werden, ist die gleiche wie in Syrien, wo die meisten Waffen ungelenkt waren“, prognostizierte die Analystin Dara Massicot. Der neue Befehlshaber der russischen Militäroperation im Osten der Ukraine, Alexander Dwornikow, erhielt einst den Spitznamen „Schlächter von Syrien“, da er während der russischen Militärintervention zur Stützung des Assad-Regimes ein solches Vorgehen in zivilen Gebieten des Landes genehmigt hatte. (nak) Quelle: fr.de

  • Militärparade in Moskau: Putin begründet Angriff auf Ukraine mit Nato-Expansion

    Große Militärparade in Moskau, Nato-Chef Stoltenberg ruft Putin zur Beendigung des Krieges auf und Großbritannien verhängt weitere Sanktionen gegen Russland und Belarus: die wichtigsten Entwicklungen zum Krieg in der Ukraine im stern-Ticker. Inhaltsverzeichnis 13.15 Uhr: EU-Kommission will Beitrittsantrag der Ukraine im Juni bewerten 10 Uhr: Putin begründet Angriff auf Ukraine mit Nato-Expansion 9.23 Uhr: Putin würdigt bei Parade Militäreinsatz in Ukraine 0.51 Uhr: Selenskyj wirft Russland zum Weltkriegs-Jahrestag Geschichtsvergessenheit vor Mitten im Angriffskrieg gegen die Ukraine hat Russland mit einer Parade auf dem Roten Platz in Moskau den Sieg über Hitler-Deutschland gefeiert. In seiner Rede würdigte Präsident Wladimir Putin den Militäreinsatz in der Ukraine. Der Westen überzog Russland vor dem Jahrestag mit neuen Sanktionen – und demonstrierte Solidarität mit der Ukraine. Die Kämpfe in verschiedenen Teilen der Ukraine gehen unterdessen weiter. Im Süden gab das ukrainische Militär an, am Sonntag 51 russische Soldaten getötet sowie zwei Raketenwerfer und einen Hubschrauber zerstört zu haben. Die ukrainische Luftabwehr schoss nach eigenen Angaben fünf unbemannte Flugapparate und drei russische Marschflugkörper ab. Die Informationen können nicht unabhängig überprüft werden. Die Meldungen zum Krieg in der Ukraine am Montag, 9. Mai:   13.15 Uhr: EU-Kommission will Beitrittsantrag der Ukraine im Juni bewerten Die EU-Kommission will voraussichtlich im Juni ihre offizielle Stellungnahme zum Beitrittsantrag der Ukraine vorlegen. Das kündigte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Kurzbotschaftendienst Twitter an. Sollte Brüssel den 27 Mitgliedstaaten den Kandidatenstatus empfehlen und alle Länder zustimmen, könnten die eigentlichen Beitrittsverhandlungen beginnen.  12.46 Uhr: Nach Putin-Rede: Russland berichtet über neue Angriffe auf Ukraine Kurz nach der Rede von Kremlchef Wladimir Putin auf dem Roten Platz in Moskau hat Russlands Verteidigungsministerium über mehr als 200 Angriffe auf die Ukraine in den vergangenen Stunden berichtet. Mit Raketen und Artillerie seien unter anderem Kommandoposten und Lager mit militärischer Ausrüstung beschossen worden, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Mittag in der Hauptstadt. Bei den Angriffen seien insgesamt 350 ukrainische Soldaten getötet worden, sagte er weiter. Diese Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Konaschenkow sprach darüber hinaus von der Zerstörung eines Flugabwehrraketensystems vom Typ S-300 im ostukrainischen Gebiet Charkiw. Die Schwarzmeer-Region Odessa sei mit Raketen beschossen worden. Militärparade in Moskau Waffenshow am 9. Mai: Putins Propaganda-Festspiele zum 77-jährigen Sieg über Nazi-Deutschland 1 von 18 Zurück Weiter Zurück Weiter © Alexander Zemlianichenko / AP / DPA Kurz bevor es mit der traditionellen russischen Militärparade zum "Tag des Sieges" losgeht, haben sich Sicherheitskräfte auf dem Roten Platz in Moskau positioniert. 12.33 Uhr: Brandenburger Tor erstrahlt in ukrainischen Farben Die Bundesregierung hat gemeinsam mit der Stadt Berlin entschieden, das Brandenburger Tor in den Abendstunden des 9. Mai in den ukrainischen Farben Blau und Gelb anzuleuchten. Anlass dafür sei der Europatag, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Wolfgang Büchner in Berlin. "Dieses Zeichen der Solidarität geht zurück auf eine Initiative der französischen Ratspräsidentschaft", ergänzte er. In den einzelnen EU-Staaten würden jeweils einzelne Gebäude in den Farben der ukrainischen Flagge erstrahlen. Er sagte: "Unser Signal ist ganz klar, die Europäische Union steht an der Seite der Ukraine und ihrer Bevölkerung". 12.06 Uhr: Fraport hält weiter an Beteiligung in Russland fest Der mehrheitlich öffentlich kontrollierte Flughafenbetreiber Fraport AG hält an seiner Beteiligung am Flughafen im russischen St. Petersburg-Pulkovo fest. Der Aufsichtsrat des MDax-Konzerns verurteilte zwar erneut den russischen Angriff auf die Ukraine, ließ den Unternehmenskurs bei der Minderheitsbeteiligung aber unverändert. Es wurde lediglich verabredet, die Beteiligung weiterhin "Tag für Tag" kritisch zu überprüfen. Das Land Hessen kontrolliert gemeinsam mit der Stadt Frankfurt die Mehrheit der Aktiengesellschaft. Die Sanktionen gegen Russland unterstütze man uneingeschränkt, heißt es einer Mitteilung. Das Russland-Geschäft der Fraport ruhe seit Kriegsbeginn, erklärten Hessens Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) als Aufsichtsratsvorsitzender und Fraport-Chef Stefan Schulte gemeinsam. "Das Unternehmen zieht daraus keinerlei Nutzen oder Gewinn. Fraport hat unverzüglich und konsequent gehandelt." Man wolle dem Aggressor Putin nicht einen dreistelligen Millionenbetrag überlassen, indem man auf die Anteile verzichte. Man sei zudem in der Pflicht, die Vermögenswerte der Steuerzahler wie der übrigen Fraport-Eigner zu erhalten. Läden zu, Dienste abgeschaltet Von McDonald's bis Ikea: Diese Unternehmen sind jetzt in Russland dicht 1 von 23 Zurück Weiter Zurück Weiter © Maksim Konstantinov/ / Picture Alliance Nach Boykottaufrufen wegen des Offenhaltens der russischen Filialen hat McDonald's zwei Wochen nach Kriegsbeginn seine Restaurants in Russland dichtgemacht. Die Fastfoodkette hatt… Mehr 11.52 Uhr: Russland sagt Luftshow bei Moskauer Militärparade ab Die russische Führung hat die Luftshow bei der Moskauer Militärparade abgesagt. "Der Luftteil findet wegen des Wetters nicht statt", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der staatlichen Nachrichtenagentur Tass. Ursprünglich sollten 77 Flugzeuge und Hubschrauber an der Militärparade teilnehmen. Medienberichten zufolge war geplant, dass die Kampfflugzeuge ein "Z" am Himmel bilden. Während der Parade war der Himmel über dem Roten Platz heiter bis wolkig. Es gab keinen Regen. Am Vorabend der Parade hatte der Direktor des staatlichen Wetterdienstes Gidrometzentr, Roman Wilfand, die Durchführung der Flugschau noch als wahrscheinlich bezeichnet. Die Wetterbedingungen würden dies voraussichtlich zulassen, da die Wolkendecke höher als 300 Meter sei und die Wolken zudem mit Chemikalien auseinander getrieben werden könnten, sagte er. 11.03 Uhr: Verbot ukrainischer Flaggen an Weltkriegsgedenkorten in Berlin weiter in Kritik Russlands Präsident Wladimir Putin hat bei der großen Militärparade in Moskau Verluste seiner Truppen beim Angriff auf die Ukraine eingeräumt und den Angehörigen materielle Hilfe versprochen. "Der Tod eines jeden Soldaten und Offiziers bedeutet Leid und unwiederbringlichen Verlust für die Verwandten und Liebsten", sagte Putin. "Der Staat, die Regionen, Unternehmen und zivilgesellschaftliche Organisationen tun alles, um diesen Familien Fürsorge zukommen zu lassen und ihnen zu helfen", sagte Putin auf dem Roten Platz. Besondere Hilfe werde den Kindern der Gefallenen und Verwundeten geleistet, sagte Putin. "Ein entsprechendes Präsidentendekret wurde heute unterzeichnet." Eine Maßnahme ist eine Quotenregelung. Demnach haben Kinder von Soldaten, die in der Ukraine gekämpft haben, Anspruch auf zehn Prozent der Studienplätze an staatlichen Hochschulen. Sie müssen dabei keine Aufnahmeprüfung an der Universität ablegen. Kadetten- und Militärschulen sind ebenfalls angehalten, solche Kinder ohne Prüfung aufzunehmen. Vor Ort Finnland Das finnische Örtchen Simpele liegt direkt an der russischen Grenze. Die Einwohner wollen nur eins: in die Nato 10.45 Uhr: Verbot ukrainischer Flaggen an Weltkriegsgedenkorten in Berlin weiter in Kritik Das anlässlich des Gedenkens an das Ende des Zweiten Weltkriegs verhängte Verbot von ukrainischen Flaggen an Berliner Gedenkorten hat für weitere Kritik gesorgt. "Ich hätte das anders entschieden", sagte Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Grüne) im Fernsehsender ntv. Sie glaube, das Verbot helfe am Ende der Propaganda des russischen Präsidenten Wladimir Putin. "Hinterher ist man auch schlauer", fügte die Grünen-Politikerin hinzu. Für die Kritik des ukrainischen Außenministers Dmytro Kuleba und des ukrainischen Botschafters Andrij Melnyk, die die Entscheidung des Berliner Senats als "falsch" bezeichnet hatten, äußerte Göring-Eckardt "großes Verständnis". Es sei wichtig, sich solidarisch zu zeigen. Auch der ehemalige Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), kritisierte das Verbot. "Es ist vielleicht nicht die klügste Entscheidung gewesen, jetzt hier so vorzugehen", sagte Müller (SPD) am Sonntagabend im Sender Bild. 10 Uhr: Putin begründet Angriff auf Ukraine mit Nato-Expansion Der russische Präsident Wladimir Putin hat bei der großen Militärparade in Moskau den Einmarsch in die Ukraine mit der Erweiterung der Nato begründet. "Russland hat präventiv die Aggression abgewehrt, das war die einzig richtige Entscheidung", sagte Putin auf dem Roten Platz bei der Parade zum 77. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg. Er warf dem Westen auch einmal mehr vor, "Neonazis" in der Ukraine bewaffnet zu haben. Moskau habe immer wieder versucht, ein Abkommen für eine internationale Sicherheitslösung zu erzielen, sagte Putin. Die Nato habe aber Russlands Argumente ignoriert und damit begonnen, das ukrainische Territorium militärisch zu erschließen. Der 69-Jährige betonte, dass der Sieg im Zweiten Weltkrieg gemeinsam mit den westlichen Alliierten errungen wurde, beklagte aber zugleich die dort herrschende "Russophobie" bei den politischen Eliten. "Uns ist bekannt, dass den amerikanischen Veteranen, die zur Moskauer Parade anreisen wollten, das faktisch verboten wurde", behauptete Putin. 9.23 Uhr: Putin würdigt bei Parade Militäreinsatz in Ukraine Kremlchef Wladimir Putin hat bei der Militärparade in Moskau den Einsatz der russischen Streitkräfte in der Ukraine gewürdigt. Die Soldaten kämpften im Donbass in der Ostukraine für die Sicherheit Russlands, sagte Putin auf dem Roten Platz in Moskau. Die Ukraine habe sich aufgerüstet mit Waffen der Nato und so eine Gefahr dargestellt für das Land. Russland feierte den 77. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg. Der für Russland heilige Feiertag wurde überschattet von Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine. Der Kreml spricht dabei nicht von Krieg, sondern von einer "militärischen Spezial-Operation". Ukraine-Krieg Nur ein gigantisches Stahlwerk trotzt noch dem Fall Mariupols 1 von 15 Zurück Weiter Zurück Weiter © Alexei Alexandrov/AP / DPA Viele Wohnhäuser in Mariupol sind vollkommen zerstört. Putin hat mit Blick auf den Ukraine-Konflikt vor der Gefahr eines neuen Weltkriegs gewarnt. Es müsse alles getan werden, um zu verhindern, dass sich "der Schrecken eines globalen Krieges wiederholt", sagte er. Er rechtfertigte zugleich den Militäreinsatz in der Ukraine, der dazu diene, Russland vor einer "inakzeptablen Gefahr" zu verteidigen. Dieses Mal wird kein ausländischer Staatschef bei der Parade zu Gast sein. Die mit einem Großaufgebot an Uniformierten gesicherte Innenstadt glich einer Festung. Am 8. Mai 1945 war der Zweite Weltkrieg in Europa mit der Kapitulation der deutschen Wehrmacht zu Ende gegangen. Russland begeht am 9. Mai mit dem "Tag des Sieges" über Nazi-Deutschland seinen wichtigsten Feiertag. 8.23 Uhr: Ukraine kritisiert Flaggenverbot in Berlin Die Ukraine reagiert mit deutlicher Kritik auf das Flaggenverbot beim Weltkriegsgedenken in Berlin am Sonntag. "Mit dem Verbot ukrainischer Symbole hat Berlin einen Fehler gemacht", teilt Außenminister Dmytro Kuleba mit. Es sei sehr falsch, sie ebenso zu behandeln wie russische Symbole. Friedlichen Protestierenden eine ukrainische Flagge wegzunehmen, sei ein Angriff auf jeden, der Europa und Deutschland mit dieser Flagge in der Hand gegen russische Aggression verteidige. Die Berliner Polizei hatte anlässlich des Gedenkens am Sonntag und am Montag in Berlin für 15 Gedenkorte Auflagen erlassen, unter anderem ein Verbot von russischen und ukrainischen Fahnen zur Vermeidung von Konfrontationen. Dennoch wurden vereinzelt ukrainische und rote Flaggen mit Sowjet-Bezug gezeigt. Laut Polizeiangaben sind Beamte immer wieder eingeschritten. Ausgenommen von dem Verbot waren unter anderem Diplomatinnen und Diplomaten sowie Veteranen des Weltkriegs. 7.38 Uhr: Russlands Raumfahrt-Chef droht Musk wegen Satelliten-Netz für Ukraine Der Chef der russischen Raumfahrt-Behörde, Dmitri Rogosin, droht Tech-Milliardär Elon Musk mit Konsequenzen für die Versorgung der Ukraine mit Satelliten-Internet . Musks Raumfahrtfirma SpaceX stellte dem von Russland angegriffenen Land Anlagen zur Nutzung ihres Starlink-Satellitennetzes zur Verfügung. Damit bekommt man schnelles Internet aus dem All. Für ukrainische Behörden und Truppen war das hilfreich, wenn Mobilfunk und lokale Internet-Zugänge ausfielen. Rogosin schrieb nun beim Chatdienst Telegram, Musk sei "an der Versorgung faschistischer Kräfte in der Ukraine mit Mitteln militärischer Kommunikation" beteiligt gewesen. Dafür werde er sich "wie ein Erwachsener" verantworten müssen. Musk reagierte in der Nacht bei Twitter mit einem Scherz: "Wenn ich unter geheimnisvollen Umständen sterben sollte – war gut, euch gekannt zu haben." Musk ist auch Chef des Elektroauto-Herstellers Tesla und versucht gerade, Twitter zu kaufen. 6.58 Uhr: Ukrainischer Botschafter hätte sich "mehr Konkretes" von Scholz-Rede gewünscht Der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk zeigte sich enttäuscht von der Fernsehansprache von Bundeskanzler Olaf Scholz zum Jahrestag des Weltkriegsendes in Europa. Man habe sich auch in der Rede "viel mehr Konkretes" dazu gewünscht, wie der Bundestagsbeschluss zur Lieferung schwerer Waffen umgesetzt werden solle, sagte Melnyk in der Sendung "Anne Will". "Wenn wir den Bundeskanzler hören, der sagt, Russland darf nicht gewinnen, das heißt, dass man alles, wirklich alles unternehmen sollte, (...) um uns zu helfen in dieser schwierigen Situation, in diesem Krieg, der schlimmste Krieg seit dem Zweiten Weltkrieg", forderte der Diplomat. 4.12 Uhr: Selenskyj-Berater warnt vor neuem russischen Angriff auf Kiew Ein Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat vor einem neuen Angriff der russischen Truppen auf die Hauptstadt Kiew gewarnt, wenn der Westen die Waffenlieferungen an sein Land nicht beschleunige. Dies könne Russland Zeit für eine Mobilmachung und eine erneute Offensive auf Kiew und andere Städte im Norden der Ukraine lassen, argumentierte Präsidenten-Berater Olexij Arestowytsch in einem Videointerview. Russland hatte seine Truppen nach dem Scheitern eines Versuchs, Kiew einzunehmen, von der ukrainischen Hauptstadt abgezogen und konzentriert sich nun stattdessen auf den Osten des Landes. Angesichts der hohen Verluste halten Experten zumindest eine teilweise Mobilmachung für möglich, der Kreml wies das bisher zurück. Kanzler in TV-Ansprache "Putin wird den Krieg nicht gewinnen" – Scholz sagt Ukraine weitere Unterstützung zu 3.33 Uhr: Kämpfe gehen weiter Die Kämpfe in verschiedenen Teilen der Ukraine gehen weiter. Im Süden gibt das ukrainische Militär an, am Sonntag 51 russische Soldaten getötet sowie zwei Raketenwerfer und einen Hubschrabuer zerstört zu haben. Die ukrainische Luftabwehr schoss nach eigenen Angaben fünf unbemannte Flugapparate und drei russische Marschflugkörper ab. Die Informationen können nicht unabhängig überprüft werden. 2.03 Uhr: Nato-Chef Stoltenberg ruft Putin zur Beendigung des Krieges auf Die Nato hat Russlands Präsidenten Wladimir Putin zum "Tag des Sieges" über Hitler-Deutschland aufgefordert, die Kampfhandlungen in der Ukraine umgehend einzustellen. "Ich rufe Präsident Putin zum 9. Mai noch einmal auf, den Krieg unverzüglich zu beenden, seine Truppen aus der Ukraine zurückzuziehen und Friedensverhandlungen aufzunehmen", sagte Stoltenberg der Tageszeitung "Welt" (Montag). "Wir stehen fest an der Seite der Ukraine und werden dem Land weiterhelfen, sein Recht auf Selbstverteidigung durchzusetzen." Stoltenberg erwartet, "dass Putin am 9. Mai dieses Jahres erneut Lügen über die Nato und den Westen insgesamt verbreiten wird". Während einer Militärparade in Moskau will sich Putin auch mit einer Rede an seine Landsleute wenden. Der Nato-Generalsekretär wies Vorwürfe aus Moskau zurück, das westliche Verteidigungsbündnis verhalte sich aggressiv. "Mehr als sieben Jahrzehnte waren wir in der Lage, Krieg für unsere Alliierten zu verhindern. Die Nato ist eine defensive Allianz, und die gegenwärtige Krise zeigt, dass es überlebenswichtig ist, dass Europa und Nordamerika in der Nato zusammenstehen, um den Frieden zu sichern und die Werte von Freiheit und Demokratie zu bewahren", so Stoltenberg. Virtuelle Cartoon-Ausstellung Blut an Putins Schuhen: So sehen internationale Zeichner den Krieg in der Ukraine 1 von 12 Zurück Weiter Zurück Weiter © 2022 George Riemann / toonpool.com 0.51 Uhr: Selenskyj wirft Russland zum Weltkriegs-Jahrestag Geschichtsvergessenheit vor Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat kurz vor den Feierlichkeiten zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Moskau seinem russischen Kollegen Wladimir Putin Geschichtsvergessenheit vorgeworfen. "Russland hat alles vergessen, was den Siegern des Zweiten Weltkriegs wichtig war", sagte er in einer Videobotschaft. Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg sei das "Böse zurück, in einer anderen Uniform, aber mit demselben Ziel." Russland feiert am 9. Mai den Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland. 0.22 Uhr: Großbritannien verhängt weitere Sanktionen gegen Russland und Belarus Großbritannien hat neue Sanktionen gegen Russland und Belarus verhängt, darunter Einfuhrzölle auf Edelmetalle und Exportverbote. "Dieses weitreichende Paket von Sanktionen wird der russischen Kriegsmaschinerie weiteren Schaden zufügen", erklärte Handelsministerin Anne-Marie Trevelyan. Die Strafzölle unter anderem auf Platin und Palladium betreffen ein Handelsvolumen von insgesamt 1,4 Milliarden Pfund (1,6 Milliarden Euro). Die Exportverbote für Waren im Wert von 250 Millionen Pfund richten sich gegen die russische Industrie Quelle: Stern.de

  • Harry Laffontien gewinnt im DSDS-Finale und wird zum neuen Superstar

    Wir haben unseren 19. Superstar gefunden! Harry Laffontien setzt sich im Finale gegen Amber van den Elzen durch und gewinnt "Deutschland sucht den Superstar" 2022. Die Nacht vom 7. auf den 8. Mai wird der 21-Jährige definitiv niemals vergessen – das steht fest. Mit dem Wahnsinns-Abend beginnt jetzt nämlich ein ganz neues Kapitel für Harry: Auf ihn wartet ein Plattenvertrag mit Universal Music und eine Siegprämie in Höhe von 100.000 Euro. Den großen Moment, in dem er zum neuen Superstar wird, zeigen wir oben im Video. DAS ist Harrys erster eigener Hit! Hier den Siegersong im Video hören Harrys erste eigene Single steht ab jetzt hier zum Download und Stremen bereit. Viel Spaß! Ilse DeLange: "Harry, du bist die Bombe!" Es ist wohl einfach das Gesamtpaket, dass ihn als neuen Superstar ausmacht. Stets an der Seite seines jüngeren Bruder Gianni hat Harry Laffontien von Anfang an immer wieder abgeliefert und die Jury jedes Mal aus den Socken gehauen. Vom ersten "Higher & Higher" beim Casting in Wernigerode bis hin zu Toby Gads Song "Someone To You" im großen Finale. Gerade mit Letzterem macht er den Produzenten natürlich extrem stolz. "Ich bin super zufrieden", schwärmt Gad und erzählt am Rande, dass er wiederholt mit Harrys Swing in diesem Song aus dem Bett getanzt sei. Gastjuror Joachim Llambi, der schon im Halbfinale bei Harry aus dem Schwärmen nicht mehr herausgekommen ist, bedankt sich für die zwei Wochen mit ihm und findet starke Worte: "Du hast diesen Song zu deinem eigenen Song gemacht. So, wie er sein soll. Das war Harry. Das war authentisch!" Da kann sich auch Florian Silbereisen nur anschließen. "Du kannst singen, was du willst. Es ist immer top!", freut er sich mit dem 21-Jährigen. Und auch Ilse DeLange lässt mit ihren Worten keine Fragen offen: "Harry, du bist die Bombe!" Die schönsten Worte aber hat immer noch die Oma Eine Bombe, das ist wohl auch Harrys Oma, die ihn und seinen jüngeren Bruder Gianni mit ihren Glückwünschen kräftig unterstützte. Und das gleich mehrfach – denn irgendwie wollte ihr das Wort Star nicht so richtig über die Lippen. Wie deutlich Harry zum Superstar wurde, zeigen wir hier in den Voting-Ergebnissen der Liveshows Quelle: rtl.de

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