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  • Vor AuslaufenItalien beschlagnahmt angebliche Putin-Megajacht

    Italien hat die Megajacht "Scheherazade" festgesetzt, die Russlands Präsident Putin gehören soll. Die Behörden kamen damit offenbar einer Flucht des 650-Millionen-Euro-Schiffs zuvor. Italien hat die in der Toskana angedockte Megajacht "Scheherazade" beschlagnahmt, die Ermittlern zufolge heimlich Russlands Präsidenten Wladimir Putin gehören könnte. Die Finanzpolizei ordnete das 140 Meter lange Schiff jemandem zu, der Verbindungen zu "prominenten Elementen der russischen Regierung" und anderen Leuten von der EU-Sanktionsliste hat, wie die Regierung in Rom mitteilte. Die unter der Flagge der Kaimaninseln fahrende Jacht, die zuletzt im Hafen von Marina di Carrara gewartet worden war, sei den Behörden schon länger aufgefallen. Offenbar kam Finanzminister Daniele Franco mit seiner Entscheidung für die Beschlagnahmung einem Auslaufen der "Scheherazade" und einer möglichen Flucht aus dem italienischen Gebiet zuvor. Jacht soll rund 650 Millionen Euro wert sein Die "New York Times" hatte in dieser Woche berichtet, dass die Jacht nach Monaten im Trockendock am Dienstag erstmals wieder zu Wasser gelassen worden sei. Crew-Mitglieder seien beobachtet worden, wie sie das Schiff eilig beluden, außerdem sei die Jacht in der Vorwoche aufgetankt worden. Die Jacht wird von den italienischen Behörden auf einen Wert von rund 650 Millionen Euro geschätzt. 03.03.2022 Sanktionen gegen MilliardäreWas nun mit den Oligarchen-Jachten passiert Russische Oligarchen bringen ihre Luxusjachten in Länder, wo ihnen keine Beschlagnahmung droht. Nach Recherchen des Teams des in Russland in Haft sitzenden Kreml-Gegners Alexej Nawalny gehört das Schiff Putin. Das Luxusjacht-Unternehmen The Italian Sea Group, das zuletzt an dem Schiff gearbeitet hatte, hatte vor Wochen mitgeteilt, dass Putin laut Dokumenten nicht der Besitzer sei. Italienischen Medien zufolge ist Eduard Chudainatow, der Ex-Chef des russischen Staatskonzerns Rosneft, als Besitzer eingetragen. Der Erdölmanager wird auch als Eigentümer der Superjacht "Amadea" angeführt, die am Dienstag auf Fidschi beschlagnahmt worden war. Quelle: tagesschau.de

  • Russische Hacker attackieren Webseiten deutscher Behörden, Ministerien und Politiker

    Laut einem internen Behördenbericht hat die regierungstreue russische Aktivistengruppe „Killnet“ mit Hackerangriffen für Störungen auf den Webseiten deutscher Behörden und Ministerien gesorgt. Sicherheitsbehörden bewerten die Attacken als Vergeltungsaktionen für deutsche Waffenlieferungen. Anzeige Regimetreue russische Hacker haben Cyberangriffe auf die Webseiten deutscher Sicherheitsbehörden, Ministerien und Politiker verübt und diese zeitweilig lahmgelegt. Wie aus Recherchen des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ hervorgeht, waren unter anderem die Bundespolizei sowie mehrere Landespolizeibehörden betroffen. Auch der Bundestag, das Bundesverteidigungsministerium und die SPD-Website von Bundeskanzler Olaf Scholz zählten laut einem internen Behördenbericht zu den Zielen der Hacker-Kampagne. Einige der Internetauftritte waren wegen der Überlastangriffe vorübergehend nicht aufrufbar. Regimetreue russische Hacker haben als Vergeltung für deutsche Waffenlieferungen an die Ukraine Cyberattacken gestartet (Symbolbild) Quelle: dpa/Nicolas Armer Nach Bewertung der Sicherheitsbehörden handelt es sich bei den sogenannten „Distributed Denial of Service“-Attacken (DDoS) um Vergeltungsaktionen für deutsche Waffenlieferungen an die Ukraine. Verantwortlich für diese technisch relativ simplen Angriffe soll die prorussische Aktivistengruppe „Killnet“ sein. Sie bekannte sich im Messengerdienst Telegram zu den Attacken auf die deutschen Internetauftritte. LESEN SIE AUCH MEINUNGVORBEREITUNG AUF DEN NOTFALL Panik-Hamstern oder Schulterzucken – im Notfall stehen wir uns selbst im Weg Die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat Ermittlungen zu den Angriffen von „Killnet“ aufgenommen. Die Behörde geht davon aus, dass auch eine Attacke auf die Webseite der hessischen Landespolizei im Zusammenhang mit der Aktivistengruppe steht. Ministerien bestätigen die Störungen Das baden-württembergische Innenministerium bestätigte gegenüber dem „Spiegel“, dass es Anfang der Woche einen Angriff auf die Webseite der dortigen Landespolizei gegeben habe und die Seite kurze Zeit offline war. Auch das Bundesverteidigungsministerium räumte ein, dass „unsere Internetauftritte bundeswehr.de und bmvg.de in den letzten Tagen mehrmals kurzzeitig nicht erreichbar waren“. Das bayerische Innenministerium bestätigte ebenfalls eine Attacke auf den Internetauftritt der Landespolizei. Die Folge seien jedoch nur längere Ladezeiten gewesen. MEHR VON UNS Jetzt anmelden und jede Woche 3 WELTplus-Artikel von der Redaktion erhalten – ganz ohne Abo.E-MAIL ADRESSE JETZT ANMELDEN Ein Sprecher des Bundestags sprach von einem „erfolglosen Angriffsversuch“. Die Bundespolizei berichtete von einer „kurzzeitigen Störung ohne wesentliche Auswirkungen“. Die SPD wollte einen Angriff auf die Website von Olaf Scholz weder bestätigen noch dementieren. Mitte April hatte „Killnet“ bereits die Website der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) attackiert, die dadurch mehrere Stunden lang kaum erreichbar war. Auch die Internetauftritte der Flughäfen in Hamburg und Bremen konnten Mitte April zwischenzeitlich nicht aufgerufen werden.

  • USA sagen weitere militärische Unterstützung zu, Selenskyj ruft zu Vorsicht auf – das geschah in der

    Was in den vergangenen Stunden geschah Italien hat die in der Toskana angedockte Megajacht »Scheherazade« beschlagnahmt. Das Schiff wird mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Verbindung gebracht. Die Finanzpolizei ordnete das 140 Meter lange Schiff jemandem zu, der Verbindungen zu »prominenten Elementen der russischen Regierung« und anderen Leuten von der EU-Sanktionsliste hat, wie die Regierung in Rom am Freitagabend mitteilte. Bild vergrößernJacht »Scheherazade« Foto: FEDERICO SCOPPA / AFPAus dem belagerten Asow-Stahlwerk in der ukrainischen Hafenstadt Mariupol sind weitere 50 Zivilisten gerettet worden. Das teilten sowohl die ukrainische als auch die russische Seite am Freitagabend mit. Die Menschen, unter ihnen elf Kinder, seien Vertretern der Vereinten Nationen und des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz übergeben worden, hieß es aus dem Verteidigungsministerium in Moskau. Hilferuf an Erdoğan aus Azowstal Es ist ein emotionaler Appell eines Sanitäters aus dem Azow-Stahlwerk. Der sich als Krim-Tatare bezeichnender Mann bittet den türkischen Präsidenten um Vermittlung und Unterstützung. 0 seconds of 0 secondsVolume 90% DER SPIEGELDas sagt Kiew Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Bürger seines Landes wegen des bevorstehenden 9. Mais zu besonderer Disziplin aufgerufen. »Ich bitte alle unsere Bürger – und gerade in diesen Tagen –, den Luftalarm nicht zu ignorieren«, sagte der Staatschef am Freitag in seiner abendlichen Videoansprache. »Bitte, das ist Ihr Leben, das Leben Ihrer Kinder.« Die Ukrainerinnen und Ukrainer sollten strikt den Anordnungen der Behörden folgen und sich an örtliche Ausgangssperren halten. Wegen der Minengefahr sei das Betreten von Wäldern verboten, die vom russischen Militär besetzt waren, sagte Selenskyj. Am kommenden Montag, dem 9. Mai, feiert Russland den sowjetischen Sieg über Hitler-Deutschland im Zweiten Weltkrieg. In der Ukraine wird befürchtet, dass Russland zu diesem Tag des Sieges besonders heftige Angriffe auf die Ukraine planen könnte. Nach den Evakuierungen von Zivilisten aus dem Asow-Stahlwerk in Mariupol sucht die Ukraine nach Wegen, um auch ihre Soldaten zu retten. »Einflussreiche Vermittler, einflussreiche Staaten« seien daran beteiligt, sagte Selenskyj. Details nannte er nicht. »Wir arbeiten auch an diplomatischen Optionen, um unser Militär zu retten, das immer noch auf Asow-Stahl verbleibt.« Mehr zum Thema Überlebende des Asow-Stahlwerks: »Ich habe geweint. So leise ich konnte, in mein Kissen« Aus Saporischschja berichtet Thore Schröder; Fotos: Maxim Dondyuk und Katerina Turtschin Rettung aus dem Stahlwerk: »Wir dachten, dass uns alle vergessen haben« Aus Saporischschja berichten Thore Schröder und Maxim Dondyuk (Fotos) Das sagt Russland Die russische Besatzung im Süden der Ukraine unternimmt Schritte zu einer Abspaltung des Gebietes Cherson. Einwohner von Cherson sollten das Recht auf russische Pässe bekommen, sagte ein moskautreuer Regionalpolitiker am Freitag. Die staatliche russische Nachrichtenagentur Ria Nowosti bezeichnete Kirill Stremoussow als stellvertretenden Leiter der militärisch-zivilen Gebietsverwaltung von Cherson. »Wir werden uns maximal in den Aufbau der Russischen Föderation integrieren«, kündigte dieser an. Schon in den kommenden Monaten werde Cherson vollständig auf den Rubel als Währung umstellen. Ukrainische Banken sollten ihre Arbeit einstellen. »Wir werden die Arbeit von Banken organisieren, die direkt mit Russland verbunden sind«, sagte Stremoussow. Mehr zum Thema Zwangsrekrutierungen im Donbass: Wie Separatisten ukrainische Männer verschleppen und an die Front schicken Von Lina Verschwele Bürgermeister von Cherson: »Schon vor der Invasion gab es hier eine fünfte Kolonne Moskaus« Ein Interview von Alexander Sarovic, Dnipro Internationale Reaktionen US-Präsident Joe Biden hat zusätzliche Militärhilfen für die Ukraine zur Verteidigung gegen den russischen Angriffskrieg freigegeben. Mit dem Paket sollen dem Land weitere Artilleriemunition, Radargeräte und andere Ausrüstung zur Verfügung gestellt werden, kündigte er an. Ein 150 Millionen US-Dollar (rund 142 Millionen Euro) schweres Paket sei genehmigt worden, hieß es aus dem US-Außenministerium. Bild vergrößernJoe Biden Foto: OLIVIER DOULIERY / AFPNato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat Russland vor dem Einsatz von Atomwaffen gewarnt. »Unsere Botschaft ist eindeutig: Nach einem Einsatz von Nuklearwaffen würde es auf allen Seiten nur Verlierer geben«, sagte Stoltenberg der »Welt am Sonntag« . Er verurteilte die nukleare Rhetorik Moskaus als »unverantwortlich und rücksichtslos«. Die Allianz hat laut Stoltenberg aber keine Hinweise darauf, dass speziell die russischen Nuklearwaffen seit Beginn des Krieges am 24. Februar in eine höhere Bereitschaftsstufe versetzt worden seien. Mehr zum Thema Russlands Drohungen: »Wir sehen keine echte Vorbereitung auf einen Atomwaffeneinsatz« Ein Interview von Susanne Koelbl Bundeskanzler Scholz im SPIEGEL: »Es darf keinen Atomkrieg geben« Ein SPIEGEL-Gespräch von Melanie Amann und Martin Knobbe Außerdem rief Stoltenberg den Westen zu weiteren Lieferungen schwerer Waffen auf. Man müsse sich auf ein »langfristiges Engagement vorbereiten«. Nur so könne Kiew die russische Invasion erfolgreich abwehren. Die Ukraine müsse sich auf einen »langen Krieg« mit Russland einstellen, der noch Monate oder gar Jahre dauern könnte. Der Uno-Sicherheitsrat hat sich mehr als zwei Monate nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine erstmals auf eine gemeinsame Stellungnahme geeinigt. Das mächtigste Uno-Gremium erklärte am Freitag einstimmig – also auch mit Zustimmung von Aggressor Russland –, man sei »zutiefst besorgt« über den Konflikt in der Ukraine. Gleichzeitig begrüßte der Sicherheitsrat die Vermittlungsbemühungen von Uno-Generalsekretär António Guterres. Die Einigung wird zwar als schwächste mögliche Stellungnahme des Gremiums gesehen, aber auch als Hoffnungsschimmer, dass in die blockierte Diplomatie am New Yorker East River etwas Bewegung kommen könnte. Mehr zum Thema Schwere Waffen für die Ukraine: Deutsche Kanonen könnten russisches Territorium beschießen Von Jörg Römer Unterstützung der Ukraine: Ab wann wird Deutschland zur Kriegspartei? Eine Analyse von Dietmar Hipp, Karlsruhe Der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, Christoph Heusgen, schließt eine Zusammenarbeit mit Kremlchef Wladimir Putin nach Kriegende aus. »Russlands Präsident hat sich von der zivilisierten Welt verabschiedet«, sagte Heusgen den Zeitungen der Funke-Mediengruppe . Er habe alle Vereinbarungen, unter denen sein Name stehe, gebrochen und gehöre für die von Russland begangenen Kriegsverbrechen vor ein internationales Gericht. Der CDU-Bundestagsabgeordnete und Verteidigungsexperte Henning Otte hat die Entscheidung der Bundesregierung zur Lieferung von Panzerhaubitzen 2000 an die Ukraine als zu spät und nicht ausreichend kritisiert. »Die Entscheidung, Panzerhaubitzen zu liefern, ist leider erst unter Druck erfolgt, nachdem die Niederlande in Vorleistung gegangen sind«, sagte Otte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) . Nun müssten rasch ukrainische Soldaten an den Haubitzen ausgebildet werden: »Denn jeder Tag Verschiebung ist ein verlorener Tag für die Ukrainer.« Das sollten Sie lesen Putins Desaster – und was daraus folgt: Die Welt hat Putins Macht überschätzt: Seine Armee ist viel schwächer als gedacht, seine Geheimdienstler haben versagt, die Sanktionen beginnen zu wirken. Schwächt ihn das – oder macht es ihn gefährlicher? »Ich habe geweint. So leise ich konnte, in mein Kissen«: Zwei Monate lang harrte Katerina Turtschin mit ihren beiden Söhnen in einem Bunker unter dem Asow-Stahlwerk von Mariupol aus. Hier berichtet sie vom Alltag mit Hunger, Dunkelheit und ständiger Angst. Eingebettete Meinungen: Die Wahrheit und die Moral sind entfernt verwandt, nicht aber Zwillinge. Kriegspropaganda lügt, das ist ihre Natur. Wir sollten das bedenken. bbr/dpa/Reuters/AFP Quelle: spiegel.de

  • Biontech & Co.: Schwere Nebenwirkungen häufiger als angenommen

    Laut einer neuen Corona-Studie haben acht von 1000 Geimpften schwere Nebenwirkungen. Forscher fordern bessere ärztliche Betreuung. Berlin. Sind schwere Nebenwirkungen nach einer Corona-Impfung häufiger als angenommen? Laut einer neuen Studie scheint dies bei Impfstoffen wie Biontech, Moderna und Co. der Fall zu sein Das müssen Sie dazu jetzt wissen In Deutschland sind bislang fast 180 Millionen Impfdosen im Kampf gegen das Corona-Virus verabreicht worden – in den allermeisten Fällen klagten Geimpfte allenfalls über kurzfristige Impfreaktionen wie Schmerzen an der Einstichstelle oder erhöhte Temperatur, nicht aber über anhaltende Nebenwirkungen. Eine Studie der Charité zeigt jetzt: Die Zahl der schweren Nebenwirkungen liegt in der Praxis immerhin deutlich höher als die offiziellen Meldezahlen. Studienleiter Harald Matthes sagte dem MDR, dass etwa 0,8 Prozent der Geimpften über schwere Nebenwirkungen klagten – das sind deutlich mehr als die schweren Verdachtsfälle, die dem zuständigen Bundesinstitut bislang gemeldet wurden. Matthes fordert nun Anlaufstellen für Betroffene. Morgenpost von Christine Richter Bestellen Sie hier kostenlos den täglichen Newsletter der Chefredakteurin E Alle News im Überblick: Aktuelle Nachrichten zur Corona-Lage und zur Pandemie im News-Ticker Aktuelle Zahlen: Aktuelle RKI-Corona-Fallzahlen, Hospitalisierungsrate, Inzidenz und R-Werte Wo sinken die Zahlen? Alle Corona-Zahlen in Deutschland, Europa und der Welt auf einer interaktiven Karte Neue Studie: Booster-Impfung verringert Viruslast deutlich Herzmuskelentzündungen: Nebenwirkungen bei Corona-Impfung - Neue Studie sorgt für Überraschung Corona-Langzeitstudie stellt gezielte Fragen Auf staatlicher Seite erfasst und bewertet das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) die in Deutschland gemeldeten Verdachtsfälle von Nebenwirkungen oder Impfkomplikationen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung gegen Covid-19. Der aktuelle Sicherheitsbericht des PEI deckt den Zeitraum von Ende Dezember 2020 bis März 2022 ab. Falls die Grafik nicht dargestellt wird, klicken Sie hier: Weitere aktuelle Zahlen im Coronavirus-Monitor In diesem Zeitraum wurden dem PEI 296.233 Meldungen von Verdachtsfällen auf Nebenwirkungen übermittelt. Die Melderate für alle Impfstoffe zusammen betrage 1,7 Meldungen pro 1.000 Impfdosen, für schwerwiegende Reaktionen 0,2 Meldungen pro 1000 Impfdosen, teilte das PEI am Mittwoch (4. April) mit. Die Charité-Langzeitstudie zur Sicherheit von Covid-19-Impfstoffen (kurz „ImpfSurv“) untersucht ebenfalls die Wirkungen und Nebenwirkungen der verschiedenen Vakzine. Anders als beim PEI werden hier nicht Meldungen ausgewertet, sondern gezielt Fragen gestellt: Deutschlandweit werden dazu über 40.000 geimpfte Personen in regelmäßigen Abständen befragt. Studienleiter Matthes erklärte nun, dass acht von 1000 Geimpften demnach mit schweren Nebenwirkungen zu kämpfen hätten. Video thumbnail Corona: Forschende suchen nach Universal-Impfstoff Nebenwirkungen von Biontech und Co. - Studie hat weite Definition von Impf-Nebenwirkungen Wichtig ist dabei die Definition: Die Charité-Studie versteht unter schweren Nebenwirkungen sämtliche Komplikationen, die eine medizinische Behandlung notwendig machen. Als Beispiele nannte Matthes neurologische Störungen wie Nervenlähmungen, Muskel- und Kopfschmerzen, Herz-Kreislaufprobleme oder Herzmuskelentzündungen 80 Prozent, so der Charité-Forscher, seien nach drei bis sechs Monaten wieder ausgeheilt. „Aber es gibt leider auch welche, die deutlich länger anhalten“, so der Forscher. Die Charité teilte auf Anfrage mit, dass die Studie bisher noch nicht abgeschlossen sei. Matthes will die Studienergebnisse ausdrücklich nicht als Kritik an der Corona-Impfung verstanden wissen: „Die Impfung ist sinnvoll, aber sie hat wie andere Impfungen auch ihre Nebenwirkungen.“ Wie sinnvoll eine Impfung sei, zeige sich etwa bei jungen Männern: Hier sei das Risiko, eine Herzmuskelentzündung zu bekommen, bei einer Covid-Erkrankung deutlich höher als bei einer Corona-Schutzimpfung. Menschen mit Impf-Nebenwirkungen werden von vielen Ärzten derzeit noch abgelehnt. Menschen mit Impf-Nebenwirkungen werden von vielen Ärzten derzeit noch abgelehnt. Foto: dpa Grundsätzlich seien die Ergebnisse seiner Studie mit Blick auf schwere Nebenwirkungen auch nicht überraschend, so Matthes. Sie entsprächen dem, was man aus anderen Ländern, wie Schweden, Israel oder Kanada kenne. Bei herkömmlichen Impfstoffen, wie etwa gegen Polio oder Masern, sei die Zahl schwerer Nebenwirkungen allerdings deutlich geringer. Aber: Die Corona-Impfstoffe sollten eine starke Immunreaktion auslösen – „das bedeutet eben auch, dass das Immunsystem aus dem Tritt kommen kann.“ Noch keine Behandlungen für Menschen mit Impf-Nebenwirkungen Das große Problem sei aktuell vor allem die Behandlung dieser Nebenwirkungen: Teilnehmer der Charite-Studie beklagten laut Matthes, dass sie wegen ihrer Beschwerden verschiedene Ärzte aufgesucht hätten, aber häufig abgelehnt worden seien. „Wir brauchen genauso wie für das Long-Covid-Syndrom jetzt auch Post-Vakzinations-Ambulanzen“, forderte Matthes. Es müsse Anlaufstellen für Menschen mit Impfnebenwirkungen geben, wo nach spezifischen Therapien für die Betroffenen gesucht werde. „Mir geht es darum, die Ärzteschaft zu sensibilisieren.“ Neurologen, Internisten, Immunologen müssten hier stärker eingebunden werden. Mit den Krankenkassen sollten zudem Therapiestandards vereinbart werden – ebenfalls nach dem Vorbild der Long-Covid-Therapien. Nebenwirkungen nach Impfung mit Biontech und Co.: Erster Ansprechpartner für Betroffene Die deutschen Hausärzte reagierten ablehnend auf die Forderungen: Die Idee, dass durch die Etablierung von Ambulanzen die Versorgung dieser Menschen in irgendeiner Weise verbessert werde, sei fernab jeder Versorgungsrealität. „Das wird sicherlich nicht helfen, die sehr wenigen Fälle schwerer Impfnebenwirkungen frühzeitig zu identifizieren“, sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, dieser Redaktion. Wie ist der aktuelle Stand bei den Corona-Impfungen? So hoch ist die Impfquote in Deutschland und den Bundesländern Kampf gegen die Pandemie: Alle wichtigen Fragen und Antworten zur Corona-Impfung Genesen, geimpft, geboostert: Wann läuft welcher Status ab? Impfreaktionen: Diese Nebenwirkungen sind nach der Booster-Impfung mit Biontech oder Moderna möglich Booster: Biontech oder Moderna – Welchen Impfstoff bekomme ich für die Booster-Impfung? Schutz erhöhen: So lange müssen Sie auf die Booster-Impfung warten Digitaler Nachweis: Booster-Impfung in die Corona-Warn-App eintragen – So geht es Wann besteht voller Impfschutz? So schnell wirkt die Booster-Impfung Sollte es sich tatsächlich um einen Fall von schweren Impfnebenwirkungen handeln, stünden die etablierten ambulanten und stationären Strukturen zur Verfügung. „Welche Rolle dabei spezialisierte Ambulanzen einnehmen sollen, erschließt sich beim besten Willen nicht. Die Versorgung wird nicht besser, wenn man sie immer weiter zersplittert“, so Weigeldt. Erster Ansprechpartner für Betroffene von Impfnebenwirkungen sollte die Hausärztin oder der Hausarzt sein. „Sie kennen ihre Patientinnen und Patienten in der Regel schon lange und können die Symptome auch vor dem Hintergrund möglicher anderer Erkrankungen am besten einschätzen, anstatt die Symptome nur isoliert zu betrachten.“ Patienten, die über anhaltende Nebenwirkungen nach einer Corona-Impfung klagen, können diese unter www.nebenwirkungen.bund.de melden. Erster Corona-Impfstoff: Wirksamkeit, Nebenwirkungen, Booster – Alles zu Biontech Die wichtigsten Infos auf einen Blick: Wirksamkeit, Nebenwirkungen, Booster – Alles zu Moderna In Deutschland ausgemustert: Wirksamkeit, Nebenwirkungen, Booster – Alles zu Astrazeneca Alle Infos im Überblick: Wirksamkeit, Nebenwirkungen, Booster – Alles zu Johnson & Johnson Erster Proteinimpfstoff: Wirksamkeit, Nebenwirkungen, Booster – Alles zu Novavax Möglicher Impfstoffkandidat: Wirksamkeit, Nebenwirkungen, quelle: morgenpost.de

  • Hat Amber Heard Johnny Depp mit Elon Musk betrogen? Video zeigt Duo-Kuscheln im Aufzug

    In diesem Beitrag, wissen Sie mehr über Hat Amber Heard Johnny Depp mit Elon Musk betrogen? Das Video zeigt das Duo, das im Aufzug kuschelt. Johnny Depps Anwälte haben Berichten zufolge Videoaufnahmen von den nächtlichen Treffen seiner Amber Heard mit Elon Musk während des Verleumdungsprozesses des Schauspielers gegen seine Ex-Frau gezeigt. Heard, 35, war in den Aufnahmen zu sehen, wie er sich an Musk, 50, im privaten Aufzug von Depps Penthouse kuschelte. Der Tesla-Gründer hat behauptet, dass sich das ehemalige Paar bereits getrennt hatte, als er anfing, die 'Aquaman'-Darstellerin zu sehen, und dass ihre Beziehung erst einige Zeit später romantisch wurde. Depp, 58, hat sie jedoch beschuldigt, nur einen Monat nach seiner Hochzeit mit Heard im Jahr 2015 eine Affäre begonnen zu haben. Der Schauspieler lud den Milliardär sogar wegen Textnachrichten im Rahmen seiner 50-Millionen-Dollar-Verleumdungsklage gegen seine Ex-Frau vor. "Auf Rache aus der Hölle": Amber Heard-Anwälte nennen Johnny Depp eine "besessene Ex", die ihre Karriere ruinieren will Johnny Depps Schwester Christi Dembrowski sagt, dass ihre missbräuchliche Mutter ihn geschlagen hat, aber er hat sie "angebetet" Im März 2020 tauchten Überwachungskameraaufnahmen von Heard und Musk auf, die mit dem Aufzug in dem begehrten LA-Apartmentkomplex fuhren, in dem sie einst mit Depp lebte. Der SpaceX-Gründer war in dem Video zu sehen, wie er seine Arme um die 'London Fields'-Schauspielerin wickelte, die nichts als einen Badeanzug zu tragen schien, der von einem Handtuch bedeckt war. Heard revanchiert sich, indem sie ihre Hände auf das Bein oder die Taille von Musk legt, die ein dunkles T-Shirt und eine dunkle Hose trägt. Während es keine Zeitstempel auf den Fotos gibt, haben Sicherheitsleute zuvor zugegeben, dass Musk Heard mehrmals besucht hat, sowohl vor als auch nach ihrem Scheidungsantrag im Mai 2016. Tesla-Gründer Elon Musk verlässt ein Gerichtsgebäude, nachdem er am 12. Juli 2021 in einem Gerichtsverfahren in Wilmington, Delaware, ausgesagt hat. (Foto von Michael A. McCoy / Getty Images)Die Daily Mail, die ursprünglich die Bilder erhalten hatte, berichtete, wie Depp einen Monat nach der Trennung aus dem Eastern Columbia Building auszog, aber Heard lebte dort bis Dezember 2016 weiter. Laut der Zeitung besaß der Oscar-nominierte Star fünf Penthäuser an der gehobenen Adresse, verkaufte sie aber später für insgesamt 10,88 Millionen Dollar. Im August 2016 einigten sich Depp und Heard auf eine Scheidungsvereinbarung in Höhe von 7 Millionen US-Dollar und schienen ihre Schärfe hinter sich gelassen zu haben, bevor die Schauspielerin als mutmaßliches Opfer häuslicher Gewalt einen Meinungsbeitrag für die Washington Post verfasste. Während der Artikel ihren Ex-Mann nicht namentlich erwähnte, hat er argumentiert, dass der Artikel zu Spekulationen führte, dass er ein "Ehefrauenschläger" war und ihn mehrere Rollen in Hollywood kostete. Darüber hinaus beschuldigte er Heard, "Zeit in einer neuen Beziehung" mit Musk verbracht zu haben, kurz nachdem sie im Februar 2015 den Bund fürs Leben geschlossen hatten. "Nur einen Kalendermonat, nachdem Herr Depp und Frau Heard geheiratet hatten - während Herr Depp im März 2015 außer Landes war und filmte - sagte das Personal des Eastern Columbia Building aus, dass Frau Heard Musk 'spät in der Nacht' in Herrn Depps Penthouse empfangen habe", heißt es in der Klage. "Insbesondere bat Frau Heard die Mitarbeiter des Eastern Columbia Building, ihrem 'Freund Elon' Zugang zum Parkhaus des Gebäudes und zum Penthouse-Aufzug 'spät in der Nacht' zu geben, und sie sagten aus, dass sie dies getan hatten. Das Gebäudepersonal würde dann sehen, wie Frau Heards 'Freund Elon' am nächsten Morgen das Gebäude verlässt", fügt die Klage hinzu. Die Schauspieler Amber Heard und Johnny Depp besuchen die The Art of Elysium 2016 HEAVEN Gala, präsentiert von Vivienne Westwood & Andreas Kronthaler in den 3LABS am 9. Januar 2016 in Culver City, Kalifornien. (Foto von Jason Merritt / Getty Images für Art of Elysium)Heard wurde etwa zwei Monate nach ihrer Trennung von Depp mit Musk in Verbindung gebracht, wobei Berichte darauf hindeuteten, dass sie ein Wochenende zusammen in Miami verbrachten. Sie wurde auch geknipst, als sie Händchen mit dem Tech-Tycoon hielt, der sich im Januar 2015 von der Westworld-Schauspielerin Talulah Riley scheiden ließ. Die On-and-Off-Beziehung endete jedoch schließlich im Jahr 2018. Heards Verteidigung hat Depps Vorwurf der Untreue zuvor als "frivol" und als Versuch, ihren Klienten zum "Schweigen" zu bringen, bezeichnet. In der Zwischenzeit hat ein Sprecher von Musk gesagt, dass "Elon und Amber sich erst im Mai 2016 sahen, und selbst dann war es selten", und fügte hinzu: "Ihre Beziehung wurde erst einige Zeit später romantisch." Quelle: filmyvip.com

  • Mit Flasche vergewaltigt? Amber Heard wirft Johnny Depp Missbrauch vor

    In der Schlammschlacht zwischen Johnny Depp und Amber Heard hat nun die Schauspielerin das Wort. Teilweise unter Tränen beschreibt sie vor dem US-Gericht, wie ihr einst charmanter Ehemann immer wieder zum brutalen Schläger geworden sei – mit erschreckenden Details. Ein Hollywood-Star als brutal zuschlagender Ehemann: Zeitweise unter Tränen hat die Schauspielerin Amber Heard, 36, ihrem Ex-Mann, dem „Fluch der Karibik“-Star Johnny Depp, 58, schwere Vorwürfe gemacht In ihren ersten beiden Tagen im Zeugenstand am Mittwoch und Donnerstag berichtete Heard von mehreren Vorfällen mit wüsten Beschimpfungen, Schlägen und anderer Gewalt. Danach wurde der Prozess zunächst bis zum 16. Mai vertagt. Heard berichtete am zweiten Tag ihrer Aussage am Donnerstag von einem weiteren brutalen Vorfall: „Er (Depp) hat einfach immer weiter auf mich eingeschlagen. Ich dachte: ‚So werde ich sterben. Er wird mich jetzt umbringen. Er wird mich umbringen und es noch nicht einmal gemerkt haben.‘“ Zuvor hatte die Schauspielerin bereits von mehreren weiteren angeblichen Übergriffen Depps berichtet. LESEN SIE AUCH JOHNNY DEPP „Der schönste Tag meiner Karriere? Der Tag, an dem ich in Rente gehe“ So habe er sie unter Drogeneinfluss einmal in einem Flugzeug angegriffen, als sie während eines Streits auf einen anderen Platz habe wechseln wollen: „Ich spüre diesen Stiefel in meinem Rücken. Er hat mir einfach in den Rücken getreten. Ich bin auf den Boden gefallen“, sagte Heard, die immer wieder mit den Tränen kämpfte. Vor allem im Rausch sei Depp häufig handgreiflich geworden, berichtete Heard, die am Donnerstag ihrer Anwältin mehrere Stunden lang Rede und Antwort stand. „Johnny auf Speed ist anders als Johnny auf Opiaten. Johnny auf Opiaten unterscheidet sich sehr von dem auf Adderall (einem Amphetaminpräparat) und von Kokain-Johnny, der sich wiederum stark von Johnny auf Quaaludes (ein euphorisierend und betäubend wirkendes Mittel) unterscheidet“, sagte Heard. Sie habe sich ziemlich anstrengen müssen, um die verschiedenen Versionen Depps auseinanderzuhalten. Schockierendes Detail am Rande: Heard, die zuvor von einer schweren Kindheit und der Drogensucht ihres Vaters berichtet hatte, behauptete laut dem Prozessbeobachter der britischen „Daily Mail“, dass ihr Mann sogar gemeinsam mit seinem Schwiegervater Drogen genommen habe – und das bereits am Rande ihrer Verlobungsfeier. Ihre Bitte an beide Männer, damit aufzuhören, sei nicht gefolgt worden. Gewalt schon kurz nach den Flitterwochen Immer wieder sei es auch zu sexueller Gewalt gekommen, unter anderem in Australien, sagte Heard. Schon kurz nach ihrer Hochzeit habe Depp sie 2015 während eines Streits mit einer zerbrochenen Flasche bedroht und mit einer anderen Flasche sexuell missbraucht. Die „Aquaman“-Schauspielerin, die eine cremefarbene Bluse und dunkle Strickjacke trug, beschrieb zudem mehrere verbale Attacken, in denen Depp angeblich damit gedroht habe, er könne sie umbringen. Er habe sie als „Hure“ beschimpft und ihr grundlos vorgehalten, sie würde ihn betrügen. Er habe ihr gesagt, dass er sie hasse und dass sie sein Leben zerstört habe. Heards Anwälte zeigten Fotos von der Schauspielerin, etwa mit einem blauen Fleck am Oberarm. LESEN SIE AUCH DEPP UND HEARD Wer die Fingerkuppe abtrennte, bleibt unklar Depp, im Anzug und zeitweise mit dunkler Brille, hörte den Aussagen seiner Ex-Frau aus wenigen Metern Entfernung fast regungslos zu. Er vermied Blickkontakt, hielt seinen Kopf meist gesenkt. In seiner viertägigen Aussage im Zeugenstand im Gericht des Bezirks Fairfax (Virginia) hatte Depp unter Eid abgestritten, Heard jemals geschlagen zu haben. In ihrer Beziehung habe es Streit gegeben, räumte der Schauspieler ein. Heard wiederum habe ein „Bedürfnis nach Gewalt“ gehabt, hielt er seiner Ex-Frau vor. Nun steht Heard ein Kreuzverhör bevor Nach gut einem Dutzend Prozesstagen hatte das Team um Depp am Dienstag seine Beweisführung abgeschlossen. Rund zwei Dutzend Zeugen waren zu Wort gekommen. In seiner Zivilklage hält Depp seiner Ex-Frau vor, in einem 2018 von der „Washington Post“ veröffentlichten Kommentar zum Thema häusliche Gewalt falsche Aussagen gemacht zu haben. Dies habe seinem Ruf geschadet. Wegen Verleumdung klagt Depp auf rund 50 Millionen Dollar (gut 45 Millionen Euro) Schadenersatz, Heard hat eine Gegenklage eingereicht. Der Prozess soll noch mehrere Wochen dauern. Beobachter gehen davon aus, dass Heard mehrere Tage lang befragt wird, auch im Kreuzverhör von Depps Anwälten. dpa/AP/krott quelle: welt.de

  • Panzerhaubitze 2000:Die Faust, die zuschlägt

    Die Panzerhaubitze 2000, von denen die Regierung nun sieben an die Ukraine liefern will, ist ein gewaltiges Geschütz aus deutscher Produktion. Es gehört zur Rohrartillerie, die aus der Distanz die Truppe im Gefecht unterstützt. Das Geschütz, Kaliber 155 Millimeter, ist auf einer Kettenpanzerwanne montiert. Die Panzerhaubitze ist etwa 3,50 Meter breit wie hoch und mit Rohr fast zwölf Meter lang und schafft 60 Kilometer pro Stunde. Sie kann bis zu 60 Geschosse laden. Ein jedes wiegt bis zu 43 Kilo. Je nach Typ der Munition können sie bis zu 40 Kilometer weit fliegen. Dort, wo die Sprengsätze explodieren, "möchte man nicht reingeraten", sagte unlängst ein Panzerhaubitzen-Kanonier der SZ bei einem Besuch der Artillerie-Truppe in Litauen. Dort verstärkt Deutschland mit seinen Soldatinnen und Soldaten die Nato-Ostflanke und führt einen Gefechtsverband an. Alle Nachrichten zum Krieg in der Ukraine - zweimal täglich per Mail oder Push-NachrichtAlle Meldungen und Hintergründe zum Krieg in der Ukraine - im SZ am Morgen und SZ am Abend. Unser Nachrichten-Newsletter bringt Sie zweimal täglich auf den neuesten Stand. Kostenlose Anmeldung unter sz.de/morgenabend. In unserer Nachrichten-App (hier herunterladen) können Sie den Nachrichten-Newsletter oder unsere Eilmeldungen auch als Push-Nachricht abonnieren. Im Umkreis von 50 Metern überlebe niemand, erklärte der Soldat. Mehrere Tausend Splitter würden alles zerstören. Auch können die Soldaten die Geschosse so einstellen, dass diese über den Köpfen der Gegner explodieren. Die Splitter durchbohren auch gepanzerte Fahrzeuge. Gegen feindliche Panzer können die Besatzungen Spezialmunition einsetzen, die mit ihren Sensoren die Fahrzeuge automatisch erkennen und die in der Lage ist, deren Stahl zu durchbrechen. Die Panzerhaubitze für sich allein betrachtet ist wenig effektiv Neben Sprenggeschossen kann die Panzerhaubitze Leuchtmunition verschießen. Einerseits kann sie damit gezielt Markierungen setzen, andererseits bei Nacht große Abschnitte des Gefechtsfeldes beleuchten. Zusätzlich kann sie mit speziellen Geschossen Nebelwände erzeugen. Die Panzerhaubitze für sich allein betrachtet ist wenig effektiv. Ein Geschützführer erklärte der SZ, sie sei lediglich "die Faust", die zuschlägt. Weil sie aus kilometerweiter Distanz zum Gefechtsgeschehen operiere, sei sie darauf angewiesen, von Beobachterteams Informationen über die Art des Feuers und das genaue Ziel zu bekommen. Da die Systeme im Einsatz unter extrem hoher Belastung stehen, gehörten Instandsetzungs- und Versorgungstrupps unbedingt zur Einheit. Bei einer Übung in Litauen hatten die Deutschen mit technischen Problemen ihrer Systeme zu kämpfen, weil sie im Kern alle um die 20 Jahre alt sind. Liveblog zum Krieg in der Ukraine Melnyk wirft Bundesregierung "Märchen"-Erzählung vor Bei Waffenlieferungen werde der Eindruck erweckt, dass die Deutschen alles Mögliche unternommen hätten, sagt der ukrainische Botschafter. Das sei aber oft nicht der Fall. Russland muss beim Sturm auf das Stahlwerk in Mariupol offenbar hohe Verluste hinnehmen. Von den Panzerhaubitzen 2000 hat die Bundeswehr ursprünglich 185 angeschafft. Sie wurde um das Jahr 2000 in der Truppe eingeführt. Mit der Hinwendung der Bundeswehr zu Auslandseinsätzen sollte die Zahl der Geschütze ursprünglich auf 89 reduziert werden. Nach der Annexion der Krim durch Russland wurde der Abbau gestoppt. Panzerhaubitzen, die zur Verschrottung vorgesehen waren, wurden reaktiviert. Grafik: Schubert/SZ Heute verfügt die Bundeswehr über 121 Systeme, zwei davon stehen bereits in Museen. Eine deutsche Panzerhaubitze 2000 kam erstmals in Afghanistan zum Einsatz. Im Juli 2010 feuerte sie die ersten Schüsse in einer Gefechtssituation ab. Zur Bergung eines Gefechtsfahrzeuges nach einem Sprengstoffanschlag hatte die Besatzung Nebelgranaten verschossen, um den Taliban die Sicht zu nehmen. Über all die Jahre betrachtet blieb der Einsatz der Artillerie in Auslandseinsätzen aber eher die Ausnahme. Die Geschütze kommen nicht aus dem Bestand der aktiven Truppe Die Artillerie-Truppe ist mit jeder Reform seit der Wende kleiner geworden. Zu Zeiten des Kalten Krieges umfasste sie noch 42 000 Soldaten - heute sind es noch 3500. Es gab 81 voll ausgestattete Artilleriebataillone - daraus wurden erst 34, dann 20, dann fünf. Heute sind es noch vier. Bei der Artillerie habe die Bundeswehr einen "eingestandenen Mangel", sagte noch Ende April Generalleutnant Kai Rohrschneider, Abteilungsleiter Führung Streitkräfte im Bundesministerium der Verteidigung. "Wir brauchen jedes Geschütz". Mittlerweile räumte das Ministerium ein, dass lediglich 40 Panzerhaubitzen einsatzklar seien. Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) hatte versichert, Waffenlieferungen an die Ukraine nur dann zuzustimmen, wenn dies die Bundeswehr nicht weiter schwäche. Nun erklärte ein Sprecher, die Geschütze kämen nicht aus dem Bestand der aktiven Truppe, sondern aus dem Pool der Systeme, die gerade in der Instandsetzung stünden. "Die Entscheidung fällt in enger Abstimmung, auf Vorschlag und mit ausdrücklicher Unterstützung durch den Generalinspekteur", so der Sprecher weiter. Zum kompletten Bild gehört aber auch: Die Artillerie-Truppe wartet auch auf jedes Geschütz, das aus der Instandsetzung zurückkommt. Quelle: www.SZ.de

  • Laut Bundeskanzler Scholz: Baerbock soll in Kürze nach Kiew reisen

    Die Ukraine hofft auf weitere Rettungsaktionen für bedrohte Zivilisten aus der von Russland fast vollständig eroberten Hafenstadt Mariupol. Das russische Militär kündigte für heute, Freitag und Samstag jeweils Feuerpausen an, damit die Menschen das dort belagerte Stahlwerk Azovstal verlassen können. In Kiew sicherte Präsident Wolodymyr Selenskyj dasselbe für die ukrainische Seite zu. "Wir hoffen, weiterhin Menschen aus Azovstal, aus Mariupol retten zu können", sagte er in seiner abendlichen Videoansprache am Mittwoch. Mit schweren Raketenangriffen auf Bahnanlagen in der Ukraine versuchten russische Truppen am Mittwoch weiter, die Nachschubwege für westliche Waffen zu zerstören. In der polnischen Hauptstadt Warschau soll heute eine internationale Geberkonferenz Geld für humanitäre Hilfe in der kriegsgeplagten Ukraine sammeln. HELFEN SIE DEN MENSCHEN IN DER UKRAINE Die Meldungen zum Krieg in der Ukraine am Donnerstag, 5. Mai: 19.05 Uhr: Bundeskanzler Scholz: Baerbock wird in die Ukraine reisen Nach wochenlanger Verstimmung zwischen Berlin und Kiew soll Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) "demnächst" in die Ukraine reisen. Das kündigte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) bei einer Pressekonferenz mit dem tschechischen Ministerpräsidenten Petr Fiala in Berlin an. Wenige Stunden zuvor hatte der zunächst in Kiew unerwünschte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert. Das sei eine "gute Sache", sagte Scholz, der sich zunächst aber nicht zu eventuellen eigenen Reiseplänen äußerte. 18.46 Uhr: Biden telefoniert mit Scholz zu weiterem Vorgehen gegen Russland US-Präsident Joe Biden hat am erneut mit Bundeskanzler Olaf Scholz über das weitere Vorgehen wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine beraten. Das teilte das Weiße Haus in Washington nach dem Telefonat mit. Biden hatte am Mittwoch angekündigt, in den kommenden Tagen mit den G7-Partnern über weitere Sanktionen gegen Moskau sprechen. Vonseiten der Bundesregierung gab es zu dem Telefonat zunächst keine Angaben. 18.40 Uhr: Israel: Putin entschuldigt sich wegen Lawrows Vergleich Nach einem Streit um als antisemitisch kritisierte Äußerungen des russischen Außenministers Sergej Lawrow hat sich Kremlchef Wladimir Putin nach israelischen Angaben entschuldigt. Dies teilte das Büro von Ministerpräsident Naftali Bennett nach einem Telefonat mit Putin mit. Bennett habe die Entschuldigung angenommen und "für die Klarstellung der Einstellung des Präsidenten zum jüdischen Volk und zum Holocaust-Gedenken gedankt". Vom Kreml gab es für eine solche Entschuldigung zunächst keine Bestätigung. Aus dem Kreml hieß es lediglich, der russische Präsident habe in dem Telefonat die freundschaftlichen Beziehungen seines Landes zu Israel betont. Thema des Telefonats seien auch die Kämpfe in der Ukraine gewesen. Lawrow hatte in einem Interview im italienischen Fernsehen zum Krieg in der Ukraine, das am Sonntag ausgestrahlt wurde, in Israel und auch in anderen Ländern für Empörung gesorgt. Moskau begründet den Angriff aufs Nachbarland auch mit einer angeblich erforderlichen "Entnazifizierung", obwohl der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj jüdischer Abstammung ist. Lawrow sagte dazu, auch Hitler habe "jüdisches Blut" gehabt. "Das heißt überhaupt nichts. Das weise jüdische Volk sagt, dass die eifrigsten Antisemiten in der Regel Juden sind." 17.38 Uhr: Scholz sagt bei Geberkonferenz weitere Hilfe für Ukraine zu Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat im Rahmen der internationalen Geberkonferenz für die Ukraine in Warschau weitere Finanzhilfen für das Land angekündigt. Deutschland habe bereits 430 Millionen Euro bereitgestellt, um die katastrophalen Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine für die weltweite Ernährungssicherheit abzumildern, sagte Scholz in einer Videobotschaft. "Heute sagen wir weitere 125 Millionen Euro für humanitäre Hilfe und Maßnahmen zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Ukraine gegen die russische Aggression zu." Um die Liquidität des ukrainischen Haushalts zu garantieren, werde die Bundesregierung zudem die Bereitstellung eines weiteren Kredits in Höhe von 150 Millionen Euro vorbereiten. Ein erstes Sonderdarlehen in dieser Höhe sei gerade ausgezahlt worden, sagte Scholz. Deutschland habe zudem bereits 122 Millionen Euro im Rahmen einer bilateralen Entwicklungszusammenarbeit bereitgestellt, um der Ukraine zu helfen, die wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen des Krieges zu bewältigen. In diesen Bereich sollen weitere 140 Millionen Euro fließen. EINGESPERRT IM STAHLWERK"Jeder Tag fühlte sich an, als wäre es der letzte": Befreite Menschen berichten vom Horror in Azovstal 16.38 Uhr: Stoltenberg: Höhere Ostsee-Präsenz im Falle von Nato-Antrag Schwedens Schweden kann im Falle eines Antrags zur Aufnahme in die Nato mit einer erhöhten Präsenz des Militärbündnisses rund um das skandinavische Land und in der Ostsee rechnen. Das sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg Interview mit dem schwedischen Rundfunksender SVT. Er sei überzeugt davon, dass man Lösungen für Schwedens Sicherheitsgarantien in einer Übergangszeit zwischen Antrag und Mitgliedschaft finden werde, sagte der Norweger darin. Sobald Schweden einen möglichen Antrag stelle, die Nato das Land daraufhin willkommen heiße und den Beitrittsprozess aufnehme, habe das Bündnis eine starke politische Verpflichtung, für die schwedische Sicherheit garantieren zu können. Dies könne man auf unterschiedliche Weise zeigen, unter anderem durch die verstärkte Präsenz von Nato und Nato-Truppen rund um Schweden und in der Ostsee. 16.30 Uhr: Merz dankt Selenskyj für Einladung Steinmeiers Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz hat dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj für die Einladung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nach Kiew gedankt. "Ich bin Präsident Selenskyj sehr dankbar, dass er meiner Bitte um eine Einladung des Bundespräsidenten gefolgt ist", sagte Merz der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Der Weg ist jetzt frei für persönliche Begegnungen des Bundespräsidenten und des Bundeskanzlers mit Präsident Selenskyj in Kiew." 16.13 Uhr: Ukrainische Kämpfer: Russen verletzen Waffenruhe in Mariupol Ukrainische Kämpfer haben russischen Truppen einen Bruch der vereinbarten Waffenruhe zur Evakuierung von Zivilisten aus dem Stahlwerk Azovstal in der Hafenstadt Mariupol vorgeworfen. "Wieder einmal haben die Russen das Waffenstillstandsversprechen gebrochen und die Evakuierung von Zivilisten, die sich weiterhin im Kellern des Werks verstecken, nicht erlaubt", sagte der Vizekommandeur des ukrainischen Asow-Regiments, Swjatoslaw Palamar, in einer auf Telegram veröffentlichten Videobotschaft. Zuvor bekräftigte der Kreml in Moskau, dass Fluchtkorridore für die eingeschlossenen Menschen in der südukrainischen Großstadt geöffnet seien. Russlands Militär hatte am Mittwoch angekündigt, bis einschließlich Samstag mehrere Stunden täglich jegliche Kampfhandlungen einzustellen. Unklar blieb zunächst, ob Zivilisten die Flucht gelang oder nicht. 15.01 Uhr: Selenskyj lädt Steinmeier und Scholz ein Drei Wochen nach dem Eklat um die Ausladung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Ukraine die Spitzen von Staat und Regierung Deutschlands zu einem Besuch eingeladen: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj habe Einladungen an Steinmeier und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ausgesprochen, hieß es aus dem Präsidialamt in Berlin. Steinmeier und Selenskyj hatten zuvor ein Telefonat geführt. UKRAINE-KRIEGNach "ausgeräumten Irritationen": Selenskyj lädt Steinmeier und Scholz in die Ukraine ein 15 Uhr: Geberkonferenz für Ukraine erbringt mehr als sechs Milliarden Euro Eine internationale Geberkonferenz für die Ukraine hat in Warschau Zusagen von mehr als sechs Milliarden Euro erbracht. Das sagte Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki zum Abschluss der gemeinsam mit Schweden organisierten Veranstaltung. Morawiecki zufolge wird das Geld "zur Unterstützung der Ukraine und all jener eingesetzt, die der Ukraine helfen". Polen hat mehr als drei Millionen ukrainische Flüchtlinge aufgenommen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte weitere 200 Millionen Euro an Ukraine-Hilfe zu. Das Geld solle ukrainischen Binnenflüchtlingen zugute kommen. EU-Ratspräsident Charles Michel stellte Kiew zudem einen "europäischen Marshall-Plan" zum Wiederaufbau nach dem Krieg in Aussicht. 14.30 Uhr: Kiew schafft staatliche Spendenplattform im Kampf gegen Kriegsfolgen Die Ukraine hat wegen des russischen Angriffskriegs eine eigene staatliche Spendenplattform geschaffen. "Jeder kann mit einem Klick eine Spende aus jedem Land machen", betonte Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Mitteilung dazu am Donnerstag. Über die Website United24 könne nun gesondert für die Armee, humanitäre Zwecke oder den Wiederaufbau nach dem Krieg gespendet werden. Möglich sind der Seite zufolge Banktransfers, Zahlungen per Kreditkarte aber auch mit Cryptogeld. Die Zentralbank solle jeden Tag Bericht über den Eingang von Mitteln erstatten. Die zuständigen Ministerien sollen zudem einmal wöchentlich über die Mittelverwendung berichten. Vierteljährlich findet demnach eine externe Überprüfung statt. Bereits jetzt wird ein Großteil vor allem der Sozialausgaben des ukrainischen Haushalts mit Mitteln der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds finanziert. Die Ukraine gilt dabei der Nichtregierungsorganisation Transparency International nach als eines der korruptesten Länder Europas. KRIEG IN DER UKRAINEDer junge Russe drohte, sie werde ihr Kind nie wieder sehen. Er hatte ein Messer 14.22 Uhr: Litauen nimmt neue Gasfernleitung nach Polen in Betrieb Litauen hat offiziell eine neue Gasverbindungsleitung nach Polen in Betrieb genommen. Mit der 508 Kilometer langen Pipeline wird das Gasnetz des baltischen EU-Landes und seiner Nachbarn an das westeuropäische Netz angeschlossen. Die rund 500 Millionen Euro teure Ferngasleitung gilt als eines der wichtigsten strategischen Energieprojekte, mit denen der östliche Ostseeraum mit Kontinentaleuropa verbunden wird. Damit soll die Versorgungsicherheit erhöht und die einst hohe Abhängigkeit der Region von russischen Energielieferungen weiter reduzieren werden. "Dies ist ein besonderer Tag für Litauen und Polen sowie für unsere Nachbarn im Ostseeraum - Lettland, Estland und Finnland. Heute festigen wir unsere Energieunabhängigkeit und stärken unsere Widerstandsfähigkeit gegen politischen Druck und Energieerpressung aus dem Osten", sagte der litauische Staatspräsident Gitanas Nauseda bei einer Zeremonie in einer Gaskompressorstation nahe Vilnius. Dabei drückte er mit seinen Kollegen aus Polen und Lettland, Andrzej Duda und Egils Levits, und EU-Energiekommissarin Kadri Simson symbolisch einen Startknopf. 14.13 Uhr: Steinmeier telefoniert mit Selenskyj Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert. Bei dem Gespräch seien "Irritationen aus der Vergangenheit ausgeräumt" worden, heißt es aus dem Präsidialamt in Berlin. Beide Präsidenten bezeichneten das Telefonat demnach als "sehr wichtig und sehr gut". Das Telefonat erfolgte drei Wochen nach Steinmeiers Ausladung durch die Ukraine. Die Ausladung hatte für eine diplomatische Verstimmung zwischen Deutschland und der Ukraine gesorgt. BERLIN³Steinmeier rang in Warschau merklich um Fassung. Ablauf eines beispiellosen politischen Affronts Der Bundespräsident habe dem ukrainischen Präsidenten "seine Solidarität, Respekt und Unterstützung für den mutigen Kampf des ukrainischen Volkes gegen die russischen Aggressoren ausgesprochen", heißt es in Berlin. Die Staatsoberhäupter hätten vereinbart, "in engem Kontakt" zu bleiben. Deutschland habe die Ukraine "in ihrem Verteidigungskampf von Anfang an finanziell, wirtschaftlich und auch militärisch unterstützt" und stehe "mit vereinten Kräften solidarisch an der Seite der Ukraine", heißt es aus dem Bundespräsidialamt. 14.02 Uhr: EU-Parlament verurteilt sexuelle Gewalt gegen ukrainische Frauen Das Europäische Parlament hat sexuelle Gewalt gegen ukrainische Frauen in dem Kriegsland und in der EU scharf verurteilt. Die Abgeordneten verurteilten am Donnerstag in Straßburg "aufs Schärfste den Einsatz sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt als Kriegswaffe". In der nicht bindenden Entschließung, für die eine große Mehrheit der Parlamentarier stimmte, betonten diese zudem, dass es sich dabei um ein Kriegsverbrechen handele. Neben sexueller Gewalt gegen Frauen in der Ukraine kritisierte das EU-Parlament Übergriffe in Aufnahmezentren in der Europäischen Union. Die Abgeordneten zeigten sich "besorgt über die wachsende Zahl von Berichten über Menschenhandel, sexuelle Gewalt, Ausbeutung" von aus der Ukraine geflohenen Frauen und Kindern in Europa. 13.59 Uhr: Von der Leyen kündigt weitere 200 Millionen Euro für Ukraine an Die Europäische Union hat bei der internationalen Geberkonferenz für die Ukraine ein neues Hilfspaket im Umfang von 200 Millionen Euro angekündigt. Es soll den mehreren Millionen vertriebenen Menschen in dem Land zugute kommen. "Wir sind hier mit dem klaren Ziel zusammengekommen, den mutigen Menschen in der Ukraine zu helfen", sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei der Konferenz in Warschau. Dieses bekämpfe einen Aggressor und trete für seine Freiheit ein. 13.50 Uhr: Kreml zeigt sich siegessicher Russland hat sich ungeachtet der westlichen Unterstützung für die Ukraine als siegessicher gezeigt. "Unserem Militär ist bekannt, dass die USA, Großbritannien und die Nato als Ganzes ständig Geheimdienstinformationen und andere Daten an die ukrainischen Streitkräfte übermitteln", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag der Agentur Interfax zufolge. Peskow verwies zudem auf westliche Waffenlieferungen an die Ukraine. "Das sind alles Handlungen, die nicht zum schnellen Abschluss der Operation beitragen, aber zugleich nicht in der Lage sind, das Erreichen der für die militärische Spezial-Operation gesetzten Ziele zu verhindern", sagte der Sprecher von Russlands Präsident Wladimir Putin. Moskau bezeichnet den Angriffskrieg gegen die Ukraine offiziell stets nur als "militärische Spezial-Operation". Ukraine-Krieg Nur ein gigantisches Stahlwerk trotzt noch dem Fall Mariupols 1 von 15 ZurückWeiter Weiter © Alexei Alexandrov/AP / DPA Viele Wohnhäuser in Mariupol sind vollkommen zerstört. Weiter © Alexei Alexandrov/AP / DPA Familienalltag in einer zerstörten Stadt. Weiter © Alexei Alexandrov/AP / DPA Ein Panzer der moskautreuen Miliz der Volksrepublik Donezk in Mariupol. Weiter © Alexei Alexandrov/AP / DPA Ohne ein Dach über dem Kopf. Ein Mann kocht auf einer von Trümmern gesäumten Straße. Weiter © Alexei Alexandrov/AP / DPA Kochen neben dem zerstörten Haus. Auf der Hauswand steht: "Bombenschutz, Kinder" Weiter © Alexei Alexandrov/AP / DPA Mariupol hat die ständige Bedrohung vor Augen. Weiter © Alexei Alexandrov/AP / DPA Im vierstöckigen Tunnelsystem des elf Quadratkilometer großen Metallurgischen Kombinat Asowstal halten sich ukrainische Kämpfer verschanzt. Weiter © Alexei Alexandrov/AP / DPA Das Stahlwerk in Mariupol wurde wegen der Erfahrungen aus dem Zweiten Weltkrieg mit einem vierstöckigem Tunnel- und Kellersystem errichtet. Weiter © Andrey Borodulin / AFP Das Stahlwalzwerk ist eines der größten in Europa und zehn Wochen nach Kriegsbeginn immer noch umkämpft. Weiter © Ukrinform / DPA Ein Buskonvoi bringt Bewohner aus Mariupol heraus. Die nächsten Tage soll eine Feuerpause genutzt werden, um weitere Eingeschlossene abzutransportieren. Weiter © Alexei Alexandrov/AP / DPA Ein Soldat der Miliz der Donezker Volksrepublik an einem Kontrollpunkt in Mariupol. 13.40 Uhr: Ukraine meldet anhaltende Kämpfe um Asow-Stahlwerk trotz angekündigter Feuerpause Trotz einer von Russland angekündigten Feuerpause haben die Kämpfe um das Asow-Stahlwerk in Mariupol am Donnerstag nach ukrainischen Angaben weiter angehalten. Russland versuche, die letzten verbliebenen ukrainischen Verteidiger auf dem Gelände zu "vernichten", erklärte die ukrainische Armee. Der Kreml dementierte und erklärte, die Feuerpause werde eingehalten. Moskau hatte am Mittwochabend eine dreitägige Feuerpause zur Evakuierung von Zivilisten aus dem Asow-Stahlwerk im südukrainischen Mariupol angekündigt. Die russischen Streitkräfte wollten demnach am Donnerstag, Freitag und Samstag jeweils von 08.00 bis 18.00 Uhr (07.00 - 17.00 Uhr MESZ) Fluchtkorridore für Zivilisten aus dem Industriekomplex öffnen. In dieser Zeit würden "alle Feindseligkeiten einseitig" eingestellt, kündigte das Verteidigungsministerium in Moskau am Mittwochabend an. Die Zivilisten aus dem Stahlwerk könnten nach Russland oder in ukrainisch kontrollierte Gebiete reisen. Für Zivilisten im Stahlwerk von Mariupol: Russland sagt neue Fluchtkorridore zu Video abspielen 13.35 Uhr: Merz dringt auf Wiedereröffnung deutscher Botschaft in Kiew CDU-Chef Friedrich Merz dringt nach seinem Besuch in Kiew auf die Wiedereröffnung der deutschen Botschaft in der Ukraine. "In Kiew sind schon 30 Botschaften wiedereröffnet worden", sagte Merz der "Rheinischen Post" (Bezahlinhalt). Die deutsche Botschaft zähle zu den letzten, die immer noch geschlossen seien. KOLUMNEBERLIN³Friedrich Merz: Der Nebenaußenpolitiker Zwar zähle Deutschland mit zu den größten Geldgebern der Ukraine, dennoch verfestige sich international das Bild, dass die Bundesregierung immer nur zögere, kritisierte der CDU-Chef. Es entstehe der Eindruck, man müsse uns immer drängen. "Wir stehen nie vorn. Bei Waffenlieferungen ist das noch nachvollziehbar, aber bei der Botschaft hätten wir ein Zeichen setzen können", sagte Merz. Die deutsche Botschaft in Kiew war unmittelbar nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen das Land geschlossen worden, die dort Beschäftigten wurden außer Landes gebracht. 13.31 Uhr: EU unterstützt Moldau mit weiteren 52 Millionen Euro Die EU unterstützt die Republik Moldau mit weiteren 52 Millionen Euro für Reformen und Wiederaufbau. "Die letzten Jahre waren mit der Covid-19-Pandemie, der Gaskrise und jetzt den Folgen von Russlands Krieg gegen die Ukraine äußerst schwierig", sagte der für Nachbarschaft und Erweiterung zuständige EU-Kommissar Olivér Várhelyi. Zudem betonte er, die Reaktion der moldauischen Bevölkerung auf die Flüchtlingsbewegung der Ukrainerinnen und Ukrainer sei beispielhaft gewesen. UN-Angaben zufolge sind in das kleine Land mit gut 2,5 Millionen Einwohnern bereits 450 000 Menschen aus der Ukraine geflohen. Die EU unterstützt Moldau nach Angaben der Kommission bereits mit Krisenhilfen in Höhe von knapp 250 Millionen Euro. 13.21 Uhr: Selenskyj fordert "neuen Marshall-Plan" für die Ukraine Die Ukraine braucht für ihren Wiederaufbau nach Ansicht von Präsident Wolodymyr Selenskyj eine moderne Version des Marshall-Plans. Für die Rückkehr zu einem sicheren Leben werde sein Land Geld, Technologie, Fachleute und Wachstumsperspektiven benötigen, sagte Selenskyj am Donnerstag per Videoschalte vor den Teilnehmern der internationalen Geberkonferenz in Warschau. "Das wird eine Investition in die Stabilität von ganz Mittel- und Osteuropa sein." Die von Polen und Schweden gemeinsam organisierte Geberkonferenz soll Geld für humanitäre Hilfe für die von Russland angegriffene Ukraine sammeln. Partner der Konferenz sind die Präsidenten der Europäischen Kommission und des Europäischen Rates. Auch die Vereinten Nationen beteiligen sich. Ukraine-Krieg Nur ein gigantisches Stahlwerk trotzt noch dem Fall Mariupols 1 von 15 ZurückWeiter Weiter © Alexei Alexandrov/AP / DPA Viele Wohnhäuser in Mariupol sind vollkommen zerstört. Weiter © Alexei Alexandrov/AP / DPA Familienalltag in einer zerstörten Stadt. Weiter © Alexei Alexandrov/AP / DPA Ein Panzer der moskautreuen Miliz der Volksrepublik Donezk in Mariupol. Weiter © Alexei Alexandrov/AP / DPA Ohne ein Dach über dem Kopf. Ein Mann kocht auf einer von Trümmern gesäumten Straße. Weiter © Alexei Alexandrov/AP / DPA Kochen neben dem zerstörten Haus. Auf der Hauswand steht: "Bombenschutz, Kinder" Weiter © Alexei Alexandrov/AP / DPA Mariupol hat die ständige Bedrohung vor Augen. Weiter © Alexei Alexandrov/AP / DPA Im vierstöckigen Tunnelsystem des elf Quadratkilometer großen Metallurgischen Kombinat Asowstal halten sich ukrainische Kämpfer verschanzt. Weiter © Alexei Alexandrov/AP / DPA Das Stahlwerk in Mariupol wurde wegen der Erfahrungen aus dem Zweiten Weltkrieg mit einem vierstöckigem Tunnel- und Kellersystem errichtet. Weiter © Andrey Borodulin / AFP Das Stahlwalzwerk ist eines der größten in Europa und zehn Wochen nach Kriegsbeginn immer noch umkämpft. Weiter © Ukrinform / DPA Ein Buskonvoi bringt Bewohner aus Mariupol heraus. Die nächsten Tage soll eine Feuerpause genutzt werden, um weitere Eingeschlossene abzutransportieren. Weiter © Alexei Alexandrov/AP / DPA Ein Soldat der Miliz der Donezker Volksrepublik an einem Kontrollpunkt in Mariupol. 12.55 Uhr: Russland weist sieben dänische Diplomaten aus Als Reaktion auf die Ausweisung russischer Diplomaten aus Dänemark verweist Moskau nun seinerseits sieben dänische Botschaftsangehörige des Landes. "Am 5. Mai wurde der dänische Botschafter in Russland, Carsten Søndergaard, ins Außenministerium einberufen, weil Kopenhagen unberechtigt 15 Mitarbeiter der russischen Botschaft und Handelsvertretung in Dänemark zu unerwünschten Personen erklärt hat und die dänische Obrigkeit Kiew Militärhilfe leistet", teilt das russische Außenministerium mit. Im Gegenzug müssten nun sieben dänische Diplomaten innerhalb von zwei Wochen Russland verlassen. Einem weiteren Diplomaten sei das Visum verweigert worden. Moskau behalte sich zudem weitere Maßnahmen vor. 11.15 Uhr: Verteidigungsexperte Hahn findet Regierung zu zögerlich bei Waffenlieferungen an Ukraine Der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Florian Hahn (CSU), wirft der Bundesregierung vor, bei den Waffenlieferungen an die Ukraine weiterhin zu zurückhaltend zu agieren. Er könne "immer noch nicht wirklich konsistentes, überzeugendes Handeln der Bundesregierung erkennen", sagte Hahn am Donnerstag. Die Regierung sei "sehr zögerlich unterwegs" und verkünde "unter Druck" immer wieder Dinge, die sie "dann nicht vollständig einhalten kann". VOR ORTUS-MILITÄRBASISRamstein: Besuch auf dem Drehkreuz für Waffenlieferungen mitten in Deutschland Hahn, der sich derzeit im Baltikum aufhält und dort unter anderem Nato-Truppen besucht, verwies auf das Vorgehen der Bundesregierung in Bezug auf den Flugabwehrpanzer Gepard. In der vergangenen Woche hatte Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) erklärt, die beim Rüstungskonzern Krauss-Maffei Wegmann vorhandenen, von der Bundeswehr ausgemusterten Panzer sollten an die Ukraine geliefert werden. Sie kündigte dies bei einem internationalen Ministertreffen auf der US-Basis Ramstein in Rheinland-Pfalz an. Es gebe allerdings beim Gepard "große Fragezeichen" in Sachen Ausbildung für dieses Waffensystem "und noch viel größere Fragezeichen bei dem Thema Munition", sagte Hahn. In den Beständen der Bundeswehr sei nur noch "eine sehr geringe Anzahl" von Munitionseinheiten vorhanden, die in der Ukraine "in Nullkommanix" verbraucht würden. 11.06 Uhr: EnBW-Chef fordert schnelleren Umbau der Energieversorgung Der Energiekonzern EnBW dringt bei der Energieversorgung in Deutschland auf eine stärkere und schnellere Ausrichtung auf erneuerbare Energien und den Einsatz von Wasserstoff. "Damit einher geht eine Ausweitung und eine effektive Beschleunigung aller notwendigen Investitionen in die erforderliche Infrastruktur", sagte Vorstandschef Frank Mastiaux am Donnerstag bei der digitalen Hauptversammlung des Karlsruher Versorgers. "Dafür brauchen wir heute mehr denn je schlanke Prozesse und eine effiziente Umsetzung." Politik, Gesetze und Selbstorganisation müssten dies gewährleisten. "Der Krieg in der Ukraine hat nicht nur fürchterliches Leid für viele Menschen gebracht", sagte Mastiaux. "Er wird auch unsere Energieversorgung tiefgreifend verändern." Der Vorstandsvorsitzende verlässt die EnBW Ende September. Nachfolger wird Andreas Schell. 10.59 Uhr: Russische Grenzregion Belgorod meldet erneut Beschuss von Ortschaften Beim Beschuss von zwei Ortschaften in der westrussischen Region Belgorod an der Grenze zur Ukraine sind nach Behördenangaben ein Haus und eine Garage beschädigt worden. "Von ukrainischer Seite aus stehen Schurawljowka und Nechotejewka unter Beschuss", teilt der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow, in seinem Telegram-Kanal mit. Seinen Angaben nach gab es bislang keine Opfer, der Beschuss sei aber noch nicht eingestellt worden. Die Ortschaften Schurawljowka und Nechotejewka werden von den Behörden nicht das erste Mal als Ziel ukrainischer Angriffe genannt. Bereits am 14. und 25. April sollen beide Gemeinden beschossen worden sein. Damals wurden insgesamt drei Verletzte gemeldet. Insgesamt hat allein das Gebiet Belgorod seit dem von Russland begonnenen Krieg gegen die Ukraine am 24. Februar sechs Angriffe gemeldet, darunter auch die Zerstörung großer Treibstofflager in der Stadt Belgorod selbst. Die Ukraine hat die Meldungen in der Vergangenheit nicht bestätigt. 10.05 Uhr: Bas reist am Wochenende nach Kiew Bundestagspräsidentin Bärbel Bas will als bislang höchste Repräsentantin Deutschlands nach Kiew reisen. Sie habe den Wunsch, auf Einladung ihres Amtskollegen Ruslan Stefantschuk in die Ukraine zu fahren, gemeinsam mit ihm aller Opfer des Zweiten Weltkriegs zu gedenken und politische Gespräche zu führen, sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. Die SPD-Politikerin hat als Bundestagspräsidentin protokollarisch das zweithöchste Amt in Deutschland hinter dem Bundespräsidenten inne. Das Weltkriegsgedenken in der Ukraine ist am 8. Mai, also am kommenden Sonntag. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wollte eigentlich bereits im April nach Kiew reisen, war aber von der ukrainischen Seite ausgeladen worden. Zuerst hatte das Portal "The Pioneer" unter Berufung auf ukrainische Parlamentskreise von den Reiseplänen berichtet. Krieg in Europa Angriffe, Flüchtende, Atomkraftwerke und Gas-Anteil: Grafiken zum Konflikt in der Ukraine 1 von 16 ZurückWeiter Weiter © Picture Alliance Das Kriegsgeschehen in der Ukraine Weiter © DPA-Infografik Die wichtigsten Gas-Pipelines von Russland nach Europa Die Karte zeigt die wichtigsten Verbindungen zur Gaslieferungen von Russland nach Europa Weiter © dpa/dpa Grafik | dpa-infografik GmbH / Picture Alliance Ukraine Krieg Flucht Die Grafik zeigt die Fluchtbewegungen wegen des Krieges in der Ukraine. Stand: 20. April 2022 Weiter © DPA-Infografik Radioaktivität rund um Tschernobyl So stark ist die Radioaktivität rund um Tschernobyl Weiter © DPA-Infografik / DPA Untergang der "Moskwa" Wo genau die "Moskwa" gesunken ist, ist unklar. Sie soll zu Beginn des Krieges laut ukrainischen Angaben nahe der Schlangeninsel gewesen sein. Sewastopol ist Hauptstadtort der russischen Schwarzmeerflotte. Weiter © DPA-Infografik / DPA Angriff auf Bahnhof Kramatorsk Der Bahnhof von Kramatorsk im Donbass war am 8. April bombardiert worden, als dort zahlreiche ukrainische Flüchtende auf einen Zug Richtung Westen warteten Weiter © dpa/dpa Grafik | dpa-infografik GmbH / Picture Alliance Kiew und Umgebung Der Großraum Kiew: Verortung der Orte Butscha, Irpin und Motyschin Weiter © DPA Infografik / Picture Alliance Die Situation an der Küste der Ukraine Weiter Menschen und Wirtschaft: Die Ukraine in Zahlen Gut 44 Millionen Menschen lebten im Jahr 2020 in der Ukraine. Die Karte zeigt Daten aus dem Land (Stand: 14. März 2022) Weiter © dpa-infografik GmbH / Picture Alliance Atomkraftwerke in der Ukraine Die obenstehende Karte zeigt die Atomkraftwerke und Atommülllager in der Ukraine Weiter © dpa-infografik GmbH / Picture Alliance Gas aus Russland Die oben stehende Grafik zeigt den Anteil russischen Gases an den nationalen Gas-Importen der EU-Länder (Stand: 1. Halbjahr 2021) 9.14 Uhr: SPD-Außenpolitiker Roth hält Putin für längst gescheitert Der SPD-Außenpolitiker Michael Roth sieht Russlands Präsidenten Wladimir Putin bereits als Verlierer des Kriegs in der Ukraine. "Putin und Russland sind in der Ukraine längst gescheitert", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin". "Die Ukraine kann sogar diesen Krieg gewinnen." Das brutale russische Vorgehen sei vor allem ein "Akt der Verzweiflung", meinte Roth. Dies sei auch ein Anzeichen dafür, dass die militärische Unterstützung der Ukraine und die Sanktionen des Westens Wirkung auf Russland zeigten. Roth wertete als großen Erfolg, dass die EU nun bereits das sechste Sanktionspaket gegen Russland auf den Weg bringe. "Was Eindruck erzielen wird, ist die Entschlossenheit und die Geschlossenheit der Europäischen Union." Besonders das geplante Ölembargo könne Moskau empfindlich treffen, da Russland seine Exporte nicht so einfach auf alternative Abnehmer umstellen könne. Putin muss bis zum 9. Mai Erfolge liefern? stern-Experte widerspricht entschieden Video abspielen 8.46 Uhr: Russland verlängert Flugverbot für südrussische Airports Wegen des Kriegs in der Ukraine sind die Flugverbote im Süden des Landes zum zwölften Mal verlängert worden. Insgesamt elf Flughäfen bleiben bis zum 13. Mai gesperrt, wie die russische Luftfahrtbehörde Rosawijazija mitteilt. Betroffen sind unter anderem die Millionenstädte Rostow-am-Don, Woronesch und Krasnodar sowie die Schwarzmeer-Kurorte Anapa und Gelendschik. Verbote gelten auch für die westrussischen Städte Belgorod und Brjansk, aus denen in den vergangenen Wochen ukrainische Angriffe auf Infrastrukturobjekte gemeldet wurden. Auch die seit 2014 von Russland annektierte Krim ist von den Einschränkungen betroffen. Der Flughafen in Simferopol darf nicht angeflogen werden. 8.12 Uhr: Ein Fünftel schenkt laut Umfrage Verschwörungsmythen zu Ukraine Glauben Verschwörungserzählungen über den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sind in Deutschland einer Umfrage zufolge weit verbreitet und werden vor allem von AfD-Wählern und Ungeimpften geglaubt. Insgesamt stimmte knapp ein Fünftel der Befragten verschwörungsideologischen Aussagen über den Krieg "eher" zu, wie die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Donnerstagsausgaben) unter Berufung auf die Umfrage des Centers für Monitoring, Analyse und Strategie (Cemas) berichteten. Unter den Wählerinnen und Wählern der AfD waren es sogar fast 60 Prozent. Bei den Linken-Wählern waren es 26 Prozent, unter FDP-Wählern rund 15 Prozent. Die Wähler von CDU/CSU (knapp zwölf Prozent) und SPD (circa zehn Prozent) unterschieden sich in dieser Hinsicht hingegen kaum. Am geringsten war die Zustimmung zu verschwörungsideologischen Aussagen mit weniger als vier Prozent unter Grünen-Wählern. Für Zivilisten im Stahlwerk von Mariupol: Russland sagt neue Fluchtkorridore zu Video abspielen 7.46 Uhr: Ukraine meldet neue Angriffe auf Azovstal in Mariupol Nach Angaben des ukrainischen Militärs haben die russischen Truppen erneut versucht, das Stahlwerk Azovstal in der Hafenstadt Mariupol zu erstürmen. "Mit Unterstützung der Luftwaffe hat der Gegner seinen Angriff mit dem Ziel erneuert, das Fabrikgelände unter seine Kontrolle zu bringen", teilte der ukrainische Generalstab am Donnerstagmorgen in seinem Lagebericht mit. In dem Stahlwerk haben neben den ukrainischen Kämpfern Schätzungen zufolge auch noch bis zu 200 Zivilisten Zuflucht gesucht. Für die nächsten Tage hat Russland eine tägliche, auf mehrere Stunden begrenzte Feuerpause angekündigt, damit diese Menschen sich in Sicherheit bringen können. 7.05 Uhr: Ex-Moskau-Korrespondent Pleitgen warnt vor Dämonisierung der Russen Der frühere Moskau-Korrespondent Fritz Pleitgen hat angesichts des Ukraine-Kriegs vor einer Dämonisierung der Russen gewarnt. "Ich habe sie immer als Gesprächspartner erlebt, mit denen sich der Gedankenaustausch lohnte", sagte der 84 Jahre alte Pleitgen der Deutschen Presse-Agentur. "Es sind keine anderen Menschen als wir. Höchstens könnte man sagen, dass sie andere Erfahrungen gemacht haben. Aber für mich sind die Russen Europäer. Tolstoi, Dostojewski, Tschechow - das ist europäische Kultur." VOR ORTFINNLANDDas finnische Örtchen Simpele liegt direkt an der russischen Grenze. Die Einwohner wollen nur eins: in die Nato Pleitgen sagte, die vielen Russen, denen er auf seinen Reportage-Reisen begegnet sei, hätten ganz ähnliche Vorstellungen vom Leben gehabt wie er selbst. "Ich habe da keine signifikanten Unterschiede festgestellt und bin weit davon entfernt, die Russen aus unserem Milieu ausschließen zu wollen. Es ist eben nur eine Tragödie, dass dieses große Volk derzeit von einem Diktator geführt wird." Leider genieße Präsident Wladimir Putin bei Teilen der Bevölkerung große Unterstützung, sagte Pleitgen. 5.02 Uhr: Ukraine macht wohl mit US-Infos Jagd auf russische Generäle Die ukrainische Armee stützt sich bei ihren erfolgreichen Angriffen auf russische Generäle einem Bericht der "New York Times" (Bezahlinhalt) zufolge teilweise auf Informationen aus den USA. Die Zeitung berief sich dabei auf Angaben nicht genannter ranghoher US-Militärs. Die ukrainische Armee nimmt für sich in Anspruch, seit Beginn des russischen Angriffskriege im Februar zwölf russische Generäle durch gezielten Beschuss getötet zu haben. Demnach versorgten die USA die Ukrainer mit Angaben über Bewegungen russischer Stäbe, die ukrainische Armee ergänze dies mit Ergebnissen ihrer eigenen Aufklärung. Pentagon-Sprecher John Kirby bestätigte allgemein, dass die USA der Ukraine Informationen lieferten, "die sie braucht, um sich verteidigen zu können". Zu Details äußere man sich aber nicht. Moskau hat sich zum angeblichen Verlust der Generäle nicht geäußert. Der Tod solch ranghoher Offiziere gilt als ungewöhnlich. Allerdings mussten sich bei den Schwierigkeiten des russischen Vormarsches in den ersten Wochen des Krieges viele Generäle selbst an die Front begeben und setzten sich damit der Gefahr aus, getroffen zu werden. 2.39 Uhr: Ukraine erwägt gelockertes Ausreiseverbot für Männer Das Ausreiseverbot für Männer im wehrfähigen Alter aus der Ukraine könnte nach Überlegungen der Kiewer Führung gelockert werden. "Es wird jetzt diskutiert, dass bestimmte Kategorien von Männern zumindest für kurze Zeit ins Ausland gehen dürfen", sagte Präsidentenberater Olexij Arestowytsch im ukrainischen Fernsehen. Dabei nannte er unter anderem Wissenschaftler oder Geschäftsleute. Die dafür notwendige Gesetzesänderung werde allerdings Zeit brauchen, sagte Arestowytsch. Es sei in Kriegszeiten eine schwierige moralische, organisatorische und rechtliche Frage. An der Grenze der Ukraine werden immer wieder Männer aufgegriffen, die das Land trotz Verbotes verlassen wollen. Manche legen gefälschte Bescheinigungen vor. Andere versuchen, sich den Weg mit Bestechung freizukaufen. 2.02 Uhr: Mehr als 600.000 Menschen aus der Ukraine in Deutschland angekommen Nach einer Auswertung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) sind seit Kriegsbeginn mehr als 600.000 Menschen aus der Ukraine in Deutschland angekommen. Seit Ende Februar sind bis Ende April Daten aus dem Ausländerzentralregister (AZR) zufolge 610.103 Personen aus der Ukraine neu erfasst worden, berichteten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagsausgaben). 600.168 der Ankömmlinge sind ukrainische Staatsangehörige – das entspricht 98,4 Prozent. Nur ein sehr kleiner Anteil der Flüchtlinge aus der Ukraine kommt demnach ursprünglich aus anderen Teilen der Welt, etwa Afrika, Asien oder Nahost. Von den seit Kriegsbeginn im Ausländerzentralregister erfassten Personen sind insgesamt rund 69 Prozent weiblich und 31 Prozent männlich. Unter den Erwachsenen beträgt der Anteil der Frauen sogar gut 80 Prozent. Fast 40 Prozent der Ankömmlinge sind minderjährig. Unklar ist allerdings, wie viele der erfassten Ausländer in ein anderes EU-Land weitergereist sind oder trotz der Kampfhandlungen bereits wieder in ihre Heimat zurückgekehrt sind. 1.29 Uhr: Russische Streitkräfte in Kaliningrad simulieren Atomangriff Die russischen Streitkräfte in Kaliningrad haben nach Angaben aus Moskau inmitten der Offensive in der Ukraine Angriffe mit nuklearwaffenfähigen Raketen simuliert. Im Rahmen einer Übung hätten rund hundert Soldaten den "elektronischen Start" von mobilen ballistischen Raketensystemen mit Atomwaffen vom Typ Iskander simuliert, erklärte das Verteidigungsministerium am Mittwoch. Die Streitkräfte übten demnach Angriffe auf militärische Ziele eines imaginären Feinds sowie die Reaktion auf einen Gegenschlag. Der russische Präsident Wladimir Putin hat seit Beginn der Militäroperation in der Ukraine angedeutet, dass er bereit sei, Russlands taktische Atomwaffen einzusetzen. Ende Februar versetzte Russland seine Atomstreitkräfte in höhere Alarmbereitschaft. Der Kremlchef warnte zudem vor einer "blitzschnellen" Vergeltung, falls der Westen direkt in den Ukraine-Konflikt eingreift. 1.06 Uhr: Russische Raketenangriffe stören ukrainischen Zugverkehr Die wiederholten russischen Raketenangriffe auf Eisenbahnanlagen in der Ukraine stören den Zugverkehr empfindlich. Nach einem Überblick der staatlichen Bahngesellschaft Ukrsalisnyzja vom späten Mittwochabend waren etwa 20 Fernzüge mit Verspätungen von bis zu zwölf Stunden unterwegs. "Russland versucht, unsere Logistik zu ruinieren, weil sie uns im Felde nicht besiegen können", schrieb der Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, Andrij Jermak, auf Telegram. Er bestätigte den Angriff auf ein Objekt der Eisenbahn mitten in der Stadt Dnipro. Nicht verifizierte Videos im Internet ließen vermuten, dass dort eine Eisenbahnbrücke über den breiten Strom Dnipro getroffen worden war. Der Zugverkehr an der Stelle sei eingestellt worden, teilten örtliche Behörden mit. Russland versucht mit den Angriffen auf die Bahn, den Nachschub an westlichen Waffen für die Ukraine zu unterbrechen. 0.45 Uhr: Selenskyj hofft auf weitere Rettungsaktionen aus Mariupol Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hofft auf weitere erfolgreiche Evakuierungsaktionen für Zivilisten aus der fast vollständig von russischen Truppen eroberten Hafenstadt Mariupol. Die ukrainische Seite werde die dafür notwendigen Feuerpausen einhalten, sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew. "Wir hoffen, weiterhin Menschen aus Azovstal, aus Mariupol retten zu können", sagte Selenskyj. In der stark zerstörten Stadt ist die Lage besonders kritisch für die Ukrainer, die im Stahlwerk Azovstal Zuflucht gesucht haben. Der Präsident berichtete von einem Telefonat mit UN-Generalsekretär António Guterres über die Evakuierungen. Sie finden unter Vermittlung der Vereinten Nationen und des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz statt. Am Mittwoch waren 344 Menschen aus Mariupol und Umgebung auf ukrainisch kontrolliertes Gebiet geholt worden, am Dienstag 156 Flüchtlinge. 0.21 Uhr: Deutschland will laut Bericht bis Ende Juni sieben Panzerhaubitzen an Kiew liefern Die Bundesregierung plant, sieben Panzerhaubitzen an die Ukraine zu liefern. Die Haubitzen befinden sich nach Angaben aus Regierungskreisen derzeit in der Instandsetzung und sollen bis Ende Juni intakt sein, berichtet die "Bild" (Bezahlinhalt). Unterdessen verzögert sich "Bild" zufolge der Ringtausch mit Slowenien. Die Slowenen sollten T-72-Kampfpanzer an Kiew liefern, dafür deutsche Marder-Schützenpanzer sowie Fuchs-Transportpanzer bekommen. Aber Sloweniens Regierung besteht offenbar auf die Lieferung modernerer Panzer. Die Bundeswehr hat auf dem Papier zwar rund 100 Waffensysteme vom Typ Panzerhaubitze 2000 - davon sind allerdings nur 40 einsatzfähig. Mit der Lieferung der sieben Haubitzen aus der Instandsetzung würde die Abgabe an die Ukraine die Lücke bei der Bundeswehr zumindest nicht vergrößern. 0.14 Uhr: Ranghoher Kremlbeamter besucht Mariupol Der Vizechef des russischen Präsidialamtes, Sergej Kirijenko, hat die fast vollständig eroberte ukrainische Hafenstadt Mariupol besucht. Das berichtete das Oberhaupt der Separatistenrepublik Donezk, Denis Puschilin, auf Telegram. Der frühere russische Regierungschef Kirijenko organisiert im Kreml für Präsident Wladimir Putin die russische Innenpolitik. Den Angaben zufolge besuchte er in Mariupol das Ilitsch-Stahlwerk und den Hafen. Im anderen Stahlwerk Azovstal leisten immer noch ukrainische Verteidiger Widerstand gegen russische Angriffe. Kirijenko und der Generalsekretär der Kremlpartei Geeintes Russland, Andrej Turtschak, besuchten auch die Stadt Wolnowacha. Die Menschen in der Volksrepublik Donezk verstünden den Besuch des ranghohen Kremlbeamten als Symbol, "dass Russland für immer hierher zurückgekehrt ist", schrieb Puschilin. Kurz vor dem Angriff auf die Ukraine hatte Russland die 2014 abgespaltenen sogenannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk in der Ostukraine als unabhängig anerkannt. tkr / yks DPA AFP #THEMEN Ukraine Mariupol Wolodymyr Selenskyj Quelle: www.stern.de

  • POL-EL: Nordhorn - Brand einer Küche in Obergeschosswohung

    Nordhorn (ots) Am Dienstagabend wurden Feuerwehr und Polizei zu einem Einsatz in die Hakenstraße alarmiert. Dort geriet aus bislang ungeklärter Ursache eine Küche in einer Obergeschosswohnung in Brand. Der Bewohner hatte gegen 18.30 Uhr eine starke Rauchentwicklung aus dem Bereich der Küche wahrgenommen und die Feuerwehr verständigt. Verletzt wurde niemand. Die Küche wurde bei dem Brand vollkommen zerstört. Die Feuerwehr Nordhorn war mit 30 Einsatzkräften und vier Fahrzeugen im Einsatz. Es entstand ein Schaden in Höhe von etwa 20000 Euro. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. quelle: www.presseportal.de

  • Twist: Unbekannte sprengen Automaten und flüchten unerkannt

    Ob und wenn ja, wie viel Geld die Täter erbeutet haben, ist noch unklar. Unbekannte Täter haben in der Nacht zu Mittwoch in Twist (Landkreis Emsland) einen Geldautomaten gesprengt. Laut Polizei betraten sie gegen 1.05 Uhr den Vorraum einer Bankfiliale und brachten Sprengstoff an dem Automaten an. Bei der folgenden Explosion entstand laut Polizei ein großes Trümmerfeld. Der Geldautomat befand sich in einem Wohn- und Geschäftshaus mit Arztpraxis. Die drei Bewohner konnten das Gebäude unverletzt verlassen, sagte eine Polizeisprecherin. Die Täter entkamen unerkannt. Ob mit Beute oder ohne, kann die Polizei derzeit nicht sagen. quellle: www.ndr.de

  • Ukraine startet Gegenoffensiven – Putin fordert Kiew zur Aufgabe in Mariupol auf

    Die Lage im Ukraine-Krieg spitzt sich weiter zu: der News-Ticker am Donnerstag. Soldaten in Mariupol werfen Russland Bruch der Waffenruhe vor: Evakuierung kommt nicht voran Ukraine startet Gegenoffensiven: Taktik widerspricht Selenskyjs Berater Truppen des Kreml blockieren die Stadt Cherson: Russlands Präsident Putin hat Statthalter eingesetzt Alles zum Ukraine-Konflikt lesen Sie in unserem aktuellen News-Ticker. Dieser wird laufend aktualisiert. +++ 19.30 Uhr: Nach Angaben des Kremls hat Wladimir Putin in einem Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Naftali Bennett mitgeteilt, dass Russland weiter bereit sei, Zivilpersonen aus dem Asow-Stahlwerk in Mariupol in Sicherheit zu bringen. Putin sagte demnach auch, Kiew solle den ukrainischen Kämpfern befehlen, ihre Waffen niederzulegen. Die Ukrainer hatten den russischen Truppen zuvor vorgeworfen, sich nicht an die vereinbarte Waffenruhe zur Evakuierung von Zivilpersonen zu halten (s. Update v. 18.15 Uhr).Ukraine-Krieg: Soldaten in Mariupol werfen Russland Bruch der Waffenruhe vor +++ 18.15 Uhr: Ukrainische Kämpfer haben russischen Truppen einen Bruch der vereinbarten Waffenruhe zur Evakuierung von Zivilisten aus dem Stahlwerk Azovstal in der Hafenstadt Mariupol vorgeworfen. „Wieder einmal haben die Russen das Waffenstillstandsversprechen gebrochen und die Evakuierung von Zivilisten, die sich weiterhin in Kellern des Werks verstecken, nicht erlaubt“, sagte der Vizekommandeur des ukrainischen Asow-Regiments, Swjatoslaw Palamar, in einer auf Telegram veröffentlichten Videobotschaft. +++ 16.30 Uhr: Der sonst putin-treue Präsident von Belarus, Alexander Lukaschenko, hat sich in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP überraschend zu möglichen Atomwaffeneinsätzen Russlands geäußert. Diese seien „unzulässig“, so Lukaschenko. Das begründete er mit der geografischen Nähe von Belarus zur Ukraine. „Wir leben nicht hinter dem Ozean wie die Vereinigten Staaten“, so der belarussische Präsident. Schlussendlich betonte er allerdings, dass selbstverständlich lediglich der Kreml verantworten könne, ob ein solcher Einsatz gerechtfertigt sei. Ukraine-Krieg: Russland ändert Strategie +++ 15.45 Uhr: Russland ändert offenbar die militärische Strategie im Donbass. Derweil zeigen Videoaufnahmen, welche der US-Sender CNN veröffentlicht hat, das Ausmaß der Zerstörung in der Ukraine. Ukraine-Krieg: Ukraine startet Gegenoffensiven +++ 15.00 Uhr: Anders als von Präsidentenberater Olexij Arestowytsch behauptet, ist die Ukraine offenbar zu Gegenoffensiven übergegangen. Das betrifft einem Bericht zufolge vor allem die Stadt Charkiw und die von Russland besetzte Stadt Isjum. Walerij Saluschny, Oberkommandierender der ukrainischen Armee, bestätigte dem Nachrichtenportal Kyiv Independent die Militäraktionen. Er fügt hinzu, dass weiterhin erbitterte Kämpfe in der Nähe der Städte Popasna, Kreminna und Torske in der Region Luhansk stattfinden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen. Ukraine-Krieg: Russlands Marine beschießt Stahlwerk in Mariupol +++ 14.15 Uhr: Das seit Wochen belagerte Stahlwerk in Mariupol wurde in der Nacht auf Donnerstag bereits von der russischen Luftwaffe beschossen. Nun greift Russland wohl auch mit der Marine an. Das Stahlwerk werde „von Schiffsartillerie beschossen“, berichtet das russische Medium Nexta, mit Sitz in Warschau, auf Twitter. Die Situation in der Anlage des Stahlwerk Azovstal sei kritisch. Diese Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen. Ukraine-Krieg: Selenskyj-Berater rechnet frühestens im Juni mit Gegenoffensive +++ 13.45 Uhr: Die Ukraine startet offenbar keine Gegenoffensive vor Juni. Das erklärte ein Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Zu diesem Zeitpunkt verfüge die Ukraine wohl über mehr Waffen aus dem Ausland, so Olexij Arestowytsch laut übereinstimmenden ukrainischen Medienberichten. Er rechne außerdem nicht damit, dass die russische Offensive vor dem 9. Mai irgendwelche „bedeutenden Ergebnisse“ bringe. Ukraine-Krieg: Russische Truppen blockieren Cherson +++ 13.15 Uhr: Das russische Militär blockiert offenbar alle Zu- und Ausgänge der Stadt Cherson im Süden der Ukraine. Das berichtet Jurij Sobolewski, stellvertretender Vorsitzender des Rates der Oblast Cherson, laut einem Bericht des Nachrichtenportals Kyiv Independent. Vom Kreml wurde dort bereits ein Statthalter eingesetzt, der Aufträge von Wladimir Putin erhalten soll. Ein Referendum über die Zugehörigkeit Chersons zur Ukraine oder zu Russland ist ihm zufolge nicht geplant. +++ 12.30 Uhr: Laut Angaben des Kreml sollen am Donnerstag Fluchtkorridore aus Mariupol eröffnet werden. Diese seien insbesondere für die ausharrende Zivilbevölkerung im Stahlwerk der Hafenstadt gedacht. Zuvor hatte Russland bereits Evakuierungspläne bekannt gegeben, wonach von Donnerstag bis Samstag Fluchtrouten bereitgestellt würden. Allerdings gab es in der Nacht neue Luftangriffe auf das Gelände des Stahlwerks in Mariupol. +++ 11.30 Uhr: In der Region Belgorod gibt es offenbar neue Angriffe der russischen Armee. „Von ukrainischer Seite aus stehen Schurawljowka und Nechotejewka unter Beschuss“, teilte der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow, auf Telegram mit. +++ 10.45 Uhr: In mehreren Regionen der Ukraine ertönt derzeit Luftangriffsalarm. Das vermeldet das russische Exil-Medium Nexta, das aus Warschau berichtet, auf Twitter. Demnach gibt es Alarm in Kiew, Charkiw und zahlreichen westlichen Regionen des Landes. Diese Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen. Behörden aus Kiew und Charkiw haben sich bislang nicht dazu geäußert. Die russische Luftwaffe intensiviert derzeit offenbar die Bombardierungen. In der Nacht gab es beispielsweise Angriffe auf das Stahlwerk in Mariupol. Ukraine-Krieg: Russland bombardiert Ziele im Donbass +++ 10.00 Uhr: Russland hat erneut Ziele im Donbass bombardiert. Auf Telegram berichtete Pawlo Kyrylenko, Leiter der Militärverwaltung des Gebiets Donezk, am Donnerstagmorgen, dass es Tote und Verletzte in Kramatorsk gebe: „Nach einem Raketeneinschlag in Kramatorsk gibt es 25 Verletzte, beschädigt wurden 9 Wohnhäuser, die Schule und Objekte der zivilen Infrastruktur“, so Kyrylenko. Laut Angaben des Leiters der Donezker Militärverwaltung wurden auch die Städte Tschasiw Jar, Marjinka und Awdijiwka beschossen. Dabei habe es in Tschasiw Jar mindestens einen Toten gegeben, so Kyrylenko auf Telegram. +++ 09.30 Uhr: Im neuesten Lagebericht des britischen Verteidigungsministeriums wird davor gewarnt, dass Russland die am Mittwoch überraschend angekündigte Militärübung in Belarus zur Abschreckung verwenden könnte. Derzeit sehe man in der Übung noch keine Bedrohung, Russland werde allerdings „wahrscheinlich versuchen, die Bedrohung durch das Training aufzubauschen“, heißt es im Bericht. Grundlage dessen ist eine Einschätzung des britischen Geheimdienstes. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen. Ukraine-Krieg: Russische Luftwaffe greift Stahlwerk in Mariupol an +++ 09.00 Uhr: Russlands Luftwaffe hat in der Nacht auf Donnerstag neue Angriffe auf das Stahlwerk in Mariupol gestartet. „Es gibt ununterbrochenen Beschuss und Angriffe, sogar in der Nacht mit der Anpassung des Feuers von Drohnen. In einigen Gebieten gehen die Kämpfe bereits über den Zaun des Werks hinaus“, sagte ein ukrainischer Beamter dem US-Sender CNN. Die Wohngebiete im Umfeld mussten demnach „ohne Vorwarnung dringend evakuiert werden“, hieß es. +++ 08.30 Uhr: Der ukrainische Generalstab berichtet, dass zahlreiche Ortschaften nahe der Städte Cherson und Mykolajiw wieder unter ukrainischer Kontrolle stehen. Demnach konnten die Soldaten russische Truppen im Süden zurückdrängen. Die Bevölkerung in Cherson leidet seit Wochen unter russischen Besatzern. Ukraine-Krieg: Russland greift erneut Stahlwerk in Mariupol an +++ 08.00 Uhr: Nach Angaben des ukrainischen Militärs haben die russischen Truppen erneut versucht, das Stahlwerk Azovstal in der Hafenstadt Mariupol zu erstürmen. „Mit Unterstützung der Luftwaffe hat der Gegner seinen Angriff mit dem Ziel erneuert, das Fabrikgelände unter seine Kontrolle zu bringen“, teilte der ukrainische Generalstab am Donnerstagmorgen in seinem Lagebericht mit. Ukraine-Krieg: Selenskyj appelliert an UNO wegen Stahlwerk in Mariupol Update vom Donnerstag, 5. Mai, 06.45 Uhr: Mit einer russischen Feuerpause in Sicht hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die UNO aufgerufen, das Leben der im Asow-Stahlwerk in Mariupol festsitzenden Verletzten zu retten und bei ihrer Evakuierung zu helfen. „Das Leben der Menschen, die noch dort sind, ist in Gefahr. Alle sind für uns wichtig“, sagte Selenskyj am Mittwoch in einem Telefongespräch mit UN-Generalsekretär António Guterres. Russland kündigt Feuerpause für Evakuierung aus Stahlwerk an +++ 21.50 Uhr: Russland hat eine Feuerpause und einen vorübergehenden Rückzug der eigenen Truppen für weitere Evakuierungen von Zivilisten aus dem belagerten Stahlwerk in der ukrainischen Hafenstadt Mariupol angekündigt. Am Donnerstag, Freitag und Samstag sollten jeweils von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr Ortszeit (7.00 Uhr bis 17.00 Uhr MESZ) sogenannte Fluchtkorridore eingerichtet werden, teilte der vom russischen Verteidigungsministerium eingerichtete Koordinierungsstab für humanitäre Maßnahmen am Mittwochabend mit. „Während dieser Zeit stellen Russlands Streitkräfte und die Formationen der Volksrepublik Donezk jegliche Kampfhandlungen ein, die Einheiten werden auf eine sichere Entfernung zurückgezogen“, heißt es in der Mitteilung. Aus dem Stahlwerk Azovstal gerettete Zivilisten dürften anschließend selbst entscheiden, ob sie in der Ukraine bleiben oder nach Russland gebracht werden wollen. Ukraine-Krieg: Russland hat Stahlwerk bald „vollständig unter Kontrolle“ +++ 20.04 Uhr: Dem Anführer der russischen Teilrepublik Tschetschenien zufolge wird das Stahlwerk Asowstal in der schwer umkämpften ukrainischen Hafenstadt Mariupol noch am Donnerstag an russische Einheiten fallen. „Heute vor oder nach dem Mittagessen wird Asowstal vollständig unter Kontrolle der russischen Streitkräfte sein“, erklärte Ramsan Kadyrow, dessen Einheiten in der Ukraine kämpfen, in der Nacht zum Donnerstag (05. Mai) auf Telegram. Kadyrow sagte weiter, die in dem Stahlwerk verbliebenen ukrainischen Kämpfer hätten am Morgen noch die Möglichkeit, sich zu ergeben. Täten sie dies, sei er sicher, dass die russische Führung „die richtige Entscheidung“ treffen werde. Russischen Angaben zufolge befinden sich noch rund 2500 ukrainische Kämpfer und ausländische Söldner in dem Stahlwerk. Ukrainischen Mitteilungen zufolge sollen dort auch rund 1000 Zivilisten Schutz gesucht haben. Am Mittwochmorgen hatte der Kommandeur der verbliebenen Marineinfanteristen um eine Evakuierung seiner Kämpfer - darunter sollen auch 500 Verletzte sein - in einen Drittstaat gebeten. Am Mittwochabend erklärten zwei Vertreter der ukrainischen Delegation bei den Gesprächen mit Russland ihre Bereitschaft, für Verhandlungen über die Evakuierung der Kämpfer und Zivilisten aus dem Stahlwerk nach Mariupol zu kommen. Ukraine-Krieg: Russischer Hubschrauber verletzt finnischen Luftraum +++ 18.39 Uhr: Inmitten der Diskussionen um einen Nato-Beitritt Finnlands hat ein russischer Militär-Hubschrauber den Luftraum des skandinavischen Landes verletzt. Der Hubschrauber des Typs Mi-17 sei ersten Erkenntnissen zufolge am Mittwoch vier bis fünf Kilometer in den Luftraum eingedrungen, erklärte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Helsinki. Bereits Anfang April war ein Transportflugzeug der russischen Armee kurz in den finnischen Luftraum eingedrungen. Ukraine-Krieg: 600 Menschen starben bei Theater-Bombardierung +++ 16.30 Uhr: Bei einem russischen Luftangriff auf das Theater in Mariupol, der sich am 16. März ereignet hat, sind offenbar 600 Menschen ums Leben gekommen. Das legen Recherchen der Nachrichtenagentur AP nahe. Diese stützen sich auf Berichte von insgesamt 23 Überlebenden und Rettern. Zum Zeitpunkt des Angriffs befanden sich demnach mehr als 1000 Menschen im Theater. Das Gebäude diente als Luftschutzkeller und wurde dementsprechend gekennzeichnet. Die Behörden in der Ukraine rechneten bisher mit 300 Toten durch die Bombardierung. Ukraine-Krieg: Verbindung zu Asow-Regiment im Stahlwerk abgerissen +++ 15.15 Uhr: Die Verbindung zwischen den Behörden in Mariupol und den Kämpfern des Asow-Regiments im Stahlwerk ist offenbar abgerissen. Laut Angaben von Bürgermeister Wasym Bojtschenko besteht derzeit kein Kontakt. „Leider gibt es heute keine Verbindung zu den Jungs, es gibt keine Verbindung, um zu verstehen, was passiert, ob sie in Sicherheit sind oder nicht. Gestern gab es eine Verbindung zu ihnen, heute nicht mehr“, sagt Bojtschenko laut dem US-Sender CNN im ukrainischen TV. „Heute gibt es schwere Kämpfe auf dem Territorium unserer Festung, auf dem Territorium von Asowstal. Unsere tapferen Jungs verteidigen diese Festung, aber es ist sehr schwierig, weil schwere Artillerie und Panzer auf die ganze Festung feuern“, betonte Bürgermeister Bojtschenko. +++ 14.30 Uhr: 30 Kinder sind offenbar im Stahlwerk von Mariupol eingeschlossen. „Unser Hauptziel ist es, sicherzustellen, dass wir alle Kinder rausbekommen“, erklärte Kira Rudik, ukrainische Abgeordnete, dem Sender Sky News. In den unterirdischen Gängen des Asovstal-Werks seien auch noch weitere Zivilistinnen und Zivilisten und verletzte Soldaten. „Am kompliziertesten ist es natürlich für die verwundeten Soldaten. Russland erlaubt nämlich nicht, dass sie raus dürfen“, so Rudik. Ukraine-Krieg: Russland will Nato-Transporte zerstören +++ 11.45 Uhr: Russland hat angekündigt Nato-Transporte in die Ukraine zerstören zu wollen. Das kündigte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Mittwoch an, wie die staatliche Nachrichtenagentur RIA vermeldet. +++ 11.15 Uhr: Russlands Verluste im Ukraine-Krieg sind enorm. Das Nachrichtenportal Kyiv Independent hat dazu neue Daten veröffentlicht, welche vom ukrainischen Generalstab stammen. Demnach wurden bereits 24.500 Soldaten der russischen Armee getötet. Zudem verlor das Militär bereits 1077 Panzer und 194 Militärflugzeuge. Die schweren Verluste im Überblick. Die Informationen des ukrainischen Generalstabs lassen sich allerdings nicht unabhängig prüfen. Ukraine-Krieg: Massive Raketenangriffe auf ukrainische Bahnhöfe Update vom Mittwoch, 4. Mai, 06.45 Uhr: Mit massivem Raketenbeschuss auf ukrainische Eisenbahnanlagen versucht Russland den Nachschub an westlichen Waffen zu stoppen. Sechs Bahnhöfe im Westen und in der Mitte der Ukraine seien am Dienstag (3. Mai) getroffen worden, teilte die staatliche Bahngesellschaft mit. Opfer unter Angestellten und Passagieren habe es allerdings nicht gegeben. Die Raketen trafen auch drei Umspannwerke im westukrainischen Gebiet Lwiw und eins in den Transkarpaten an der Grenze zu Ungarn. +++ 14.30 Uhr: Wladimir Putin schürt weiterhin die Angst vor einem Atomkrieg. Nun soll über der russischen Hauptstadt Moskau das „Weltuntergangsflugzeug“ des Präsidenten gesichtet worden sein. Dabei handelt es sich um eine Maschine, die Putin selbst bei einer nuklearen Katastrophe schützen würde. Er könnte Russland aus der Luft regieren. Ukraine-Krieg: Sorge um russische Mobilisierung in Ukraine wächst +++ 10.15 Uhr: In der Ukraine gibt es Sorge vor einer deutlichen Ausweitung russischer Angriffe in den kommenden Wochen. Mehrere ukrainische Medien griffen am Dienstag einen Bericht des US-Senders CNN zu Spekulationen auf, dass Kremlchef Wladimir Putin bereits in wenigen Tagen in Russland den Kriegszustand verhängen und eine Generalmobilmachung anordnen könnte. Derartige Pläne könnte Putin am 9. Mai, dem „Tag des Sieges“ über Nazi-Deutschland publik machen. Auch der Chef der ukrainischen Militäraufklärung, Kyrylo Budanow, sprach von russischen Vorbereitungen auf eine offene Mobilisierung von Soldaten und Reservisten. Belege dafür gibt es nicht. Bislang spricht Russland offiziell nur von einer „Spezial-Operation“ in der Ukraine. Erstmeldung vom Dienstag, 3. Mai, 09.15 Uhr: Im internationalen Luftraum vor der Insel Rügen kommt es zu einem Eklat: Eurofighter der deutschen Luftwaffe drängen ein russisches Militärflugzeug ab. (jf/tu/lm mit dpa/AFP) Rubriklistenbild: © Alexei Alexandrov/AP/dpa Quelle : www.fr.de

  • Steinmeier und Selenskyj räumen Irritationen aus

    Es sei ein "wichtiges Gespräch" gewesen: Bundespräsident Steinmeier hat mit Ukraines Präsident Selenskyj telefoniert. Dabei seien laut Präsidialamt Irritationen ausgeräumt worden. Selenskyj habe Steinmeier und die Bundesregierung nach Kiew eingeladen. Nach dem Eklat um die Ausladung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vonseiten der Ukraine stehen die Zeichen nun auf Entspannung und Annäherung: Etwa 45 Minuten telefonierte Steinmeier mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Das bestätigt eine Sprecherin des Präsidenten. Nach Angaben des Bundespräsidialamtes seien dabei die Irritationen aus der Vergangenheit ausgeräumt worden. Steinmeier habe Selenskyi seine "Solidarität, Respekt und Unterstützung für den mutigen Kampf des ukrainischen Volkes gegen den russischen Aggressor ausgesprochen". Beide Präsidenten hätten das Gespräch als "sehr wichtig" und "sehr gut" bezeichnet. "Beide Präsidenten vereinbarten, in engem Kontakt zu bleiben." 14.04.2022 Geplatzter Besuch in KiewVerwirrung um Ausladung Steinmeiers Die Ukraine bestreitet, Bundespräsident Steinmeier ausgeladen zu haben. Steinmeier und gesamte Regierung eingeladen Wie es aus dem Bundespräsidialamt weiter hieß, wurden der Bundespräsident persönlich sowie die Bundesregierung von Selenskyj zu einem Besuch in Kiew eingeladen. Steinmeier wollte eigentlich bereits im April nach Kiew reisen - zusammen mit den Präsidenten Polens und der drei baltischen Staaten. Er war aber kurzfristig von der ukrainischen Seite ausgeladen worden. Hintergrund war offenbar Steinmeiers Politik als früherer Außenminister, die die Ukraine als russlandfreundlich kritisiert hatte. Bundeskanzler Olaf Scholz weigerte sich wegen der Ausladung Steinmeiers bisher, in die Ukraine zu fahren, wo er laut dem ukrainischen Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, willkommen wäre. "Es ist ein Problem, dass der Präsident der Bundesrepublik Deutschland ausgeladen wurde. Und das steht im Raum", sagte Scholz zuletzt am Mittwoch nach der Kabinettsklausur in Schloss Meseberg. 03.05.2022 Debatte über Kiew-BesuchWenn jemand keine Reise tut Über eine mögliche Reise von Kanzler Scholz nach Kiew ist eine heftige Debatte entbrannt. Der Stimmung in Berlin nicht förderlich war in den vergangenen Wochen auch die ständige Kritik aus der Ukraine an der angeblichen deutschen Zögerlichkeit bei der Lieferung von Waffen für den Abwehrkampf gegen Russland. Steinmeier wies am Donnerstag bei einem Besuch in Bukarest nochmals darauf hin, was Deutschland finanziell, militärisch und humanitär bei der Aufnahme von Flüchtlingen leiste. "Wir Deutsche unterstützen die Ukraine aus vollem Herzen", sagte er. Mitglieder der Bundesregierung besuchten die Ukraine seit dem russischen Überfall auf das Land im Gegensatz zu Spitzenpolitikerinnen und -politikern der EU und vieler EU-Mitgliedsstaaten noch nicht. Dagegen reiste CDU-Chef Friedrich Merz vor kurzem nach Kiew. Dort traf er unter anderem mit Selenskyj zusammen, dem er nun seinen Dank aussprach: "Ich bin Präsident Selenskyj sehr dankbar, dass er meiner Bitte um eine Einladung des Bundespräsidenten gefolgt ist", sagte Merz der Deutschen Presse-Agentur. "Der Weg ist jetzt frei für persönliche Begegnungen des Bundespräsidenten und des Bundeskanzlers mit Präsident Selenskyj in Kiew." 05.05.2022 Ukraine-BesuchAuch Bas plant Reise nach Kiew CDU-Chef Merz war schon da - am Sonntag könnte auch Bundestagspräsidentin Bas nach Kiew reisen. Heute teilte Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) mit, dass sie anlässlich des Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges nach Kiew reisen möchte. Dieses Vorhaben bestätigte die Bundestagspressestelle. Offizieller Anlass ist das Weltkriegsgedenken in der Ukraine am kommenden Sonntag. Auch Außenministerin Annalena Baerbock hat ihren Wunsch nach einer Reise nach Kiew bekräftigt. Quelle: www.tagesschau.de

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