top of page

688 Ergebnisse gefunden mit einer leeren Suche

  • Schwere Unwetter über DeutschlandNoch keine Entwarnung in Sicht – vereinzelte Tornados erwartet

    Extremes Unwetter mit Orkanböen, Starkregen, Hagel und Gewitter bahnt sich an. Am Freitag kann der Aufenthalt im Freien lebensgefährlich werden. Einen Vorgeschmack erlebte NRW schon am Donnerstag. Das Unwetter in Deutschland hat sich in der Nacht zum Freitag etwas beruhigt. Die Schäden waren weniger schwer als zunächst erwartet. Gegen Mitternacht hob der Deutsche Wetterdienst (DWD) die bestehenden Unwetterwarnungen zunächst auf. In der Nacht gab es vor allem in Franken noch einzelne, teils kräftige Gewitter mit Starkregen, kleinerem Hagel und Sturmböen mit bis zu 80 Stundenkilometer. Zuvor war eine Gewitterfront über den Westen Deutschlands gezogen. Vielerorts verdunkelte sich schlagartig der Himmel. Es gab lokal heftige Regenfälle, Donner und Blitze. Auch im Norden kam es zu heftigen Niederschlägen. In Hamburg musste eine vollgelaufene Tiefgarage von der Feuerwehr abgepumpt werden. Auch in Baden-Württemberg im Landkreis Ludwigsburg musste die Feuerwehr Keller auspumpen und mit Schlamm bedeckte Straßen räumen. DWD rechnet mit teils "extremen Gewittern" Ab Freitagmittag erwartet der DWD in Teilen Nordrhein-Westfalens und dem nördlichen Rheinland-Pfalz bis nach Brandenburg und Sachsen teils extreme Gewitter mit schweren Sturm- und Orkanböen sowie heftigem Starkregen und Hagel. Starke Gewitter soll es auch im Südwesten geben. In Nord- und Mittelhessen dagegen wird stellenweise Nebel erwartet. Zum Wochenende beruhigt sich das Wetter dann zunächst wieder. Im Norden bleibt es wechselhaft. ANZEIGEN Jetzt bis zu 23% spa­ren: Fahr­rad­trä­ger von Thu­le deut­lich re­du­ziert nur bis 23.05. - jetzt schnell zu ot­to.de Neu­heit: HUA­WEI Watch GT 3 Pro im Check Mehr er­fah­ren All my fa­vou­rite co­lours: Star­ke Far­ben für den Som­mer jetzt nur on­line auf tchi­bo.de Meistgelesen Asow-Kämpfer kündigt geheime "Operation" in Stahlwerk an Bildschirmfoto des Videos, das Swjatoslaw Palamar angeblich aus dem Aswo-Stahlwerk geschickt hat. Könnte die Nato Erdoğan einfach rauswerfen? Recep Tayyip Erdoğan: Der türkische Präsident blockiert den Nato-Beitritt von Schweden und Finnland. Der HSV siegt in Berlin – Hertha droht der Abstieg Relegation: Der HSV erzielte das 1:0 in Berlin – und gewann knapp. Schon am Donnerstag hatte eine Gewitterfront am Nachmittag Nordrhein-Westfalen erreicht. Das Unwetter war über den Südwesten bei Aachen gezogen und dann über das Rheinland sowie das Münsterland und das Ruhrgebiet hinweg. Später zog die Gewitter-Front weiter über Südwestfalen Richtung Ostwestfalen-Lippe. Mann bei Blitzeinschlag verletzt Bei einem Blitzeinschlag auf einem Frachtschiff wurde am Donnerstag in Duisburg ein Mann schwer verletzt. Der Flughafen in Düsseldorf stellte aus Sicherheitsgründen am Nachmittag für rund 30 Minuten seinen Betrieb ein. Ein halbes Dutzend umgestürzter Bäume wurden am Niederrhein und im Münsterland gemeldet. Zwischen Düsseldorf und Leverkusen stürzte ein Baum auf die Nord-Süd-Hauptstrecke. In Köln sorgten heftiger Regen, Orkanböen und Hagel für Dutzende Einsätze der Feuerwehr. Feuerwehrleute beseitigen einen durch Gewitterböen umgestürzten Baum von einem Auto in Nordrhein-Westfalen: Die Feuerwehr musste mehrmals wegen Unwetterschäden ausrücken. Feuerwehrleute beseitigen einen durch Gewitterböen umgestürzten Baum von einem Auto in Nordrhein-Westfalen: Die Feuerwehr musste mehrmals wegen Unwetterschäden ausrücken. (Quelle: Bernd März/dpa-bilder) Wie die Deutsche Bahn mitteilte, musste in den benachbarten Niederlanden der Bahnverkehr nach Deutschland wegen des Gewitters zeitweise eingestellt werden. Besonders betroffen war die Strecke von Köln nach Amsterdam. Es kam zu Verspätungen und Haltausfällen. Wegen der Unwettergefahr hatte die Stadt Krefeld vorübergehend die in Leichtbauhallen im Forstwald untergebrachten Geflüchteten aus der Ukraine in eine Schule gebracht. In Ahaus im Münsterland wurde der Schlossgarten gesperrt, weil mehrere große Bäume umgestürzt waren, wie die Stadt mitteilte. Der Düsseldorfer Wildpark und der Zoo Dortmund wurden wegen des angekündigten Unwetters am Nachmittag geschlossen. Die Tiere des Zoos seien vorsorglich in die Innengehege gebracht worden. Gewitterwolken (Symbolbild): Die Unwetter sollen am Freitag quer über Deutschland hinwegziehen. Gewitterwolken (Symbolbild): Die Unwetter sollen am Freitag quer über Deutschland hinwegziehen. (Quelle: Alex Forstreuter/dpa-bilder) Die Lage am heutigen Freitag bleibt angespannt: Wahrscheinlich bilden sich dem DWD zufolge auch sogenannte Superzellen – sich drehende Systeme mit starken Aufwinden, die sich völlig eigenständig und damit schwer vorhersehbar bewegen. Auch für Tornados und heftige Orkanböen mit Windstärke 12 gebe es "ideale Bedingungen". Hinzu kämen Hagel und teils extremer Starkregen. Dabei könnten innerhalb weniger Stunden bis zu 80 Liter Regen auf den Quadratmeter fallen. Hagelkörner könnten die Größe von Tischtennisbällen erreichen. Unwetter: Gilt in Ihrer Region eine Warnung? Tipps: So sichern Sie Ihr Haus vor Sturm, Hagel und Starkregen Regenradar: Wann regnet es bei Ihnen? Von dem Unwetter ist am Freitag laut DWD vor allem ein gedachter Streifen von Nordrhein-Westfalen und dem nördlichen Rheinland-Pfalz bis nach Brandenburg und Vorpommern betroffen. Wo genau sich die Gewitter entladen, kann den Angaben zufolge allerdings erst wenige Stunden vorher sicher gesagt werden, bei Tornados liege die Vorhersage-Spanne sogar im Minutenbereich. Bei einer amtlichen Warnung der Stufe 4 kann es laut Definition für Menschen lebensgefährlich werden. "Vermeiden Sie Aufenthalte im Freien. Verhalten Sie sich sehr vorsichtig, und informieren Sie sich regelmäßig über die Entwicklung der Wettersituation", riet der DWD. Zudem solle man sich auf "außergewöhnliche Maßnahmen" vorbereiten und auf jeden Fall möglichen Anweisungen der Behörden folgen. Von dpa, t-online, sje, jro, aj

  • Bundesverfassungsgericht billigt einrichtungsbezogene Corona-Impfpflicht

    Die Impfpflicht für Pflegekräfte und medizinisches Personal ist verfassungsgemäß. Das Bundesverfassungsgericht wies eine Verfassungsbeschwerde zurück. Der Schutz vulnerabler Gruppen wiege schwerer als die Beeinträchtigung der Grundrechte. Anzeige Das Bundesverfassungsgericht hat die einrichtungsbezogene Impfpflicht bestätigt. Das höchste deutsche Gericht wies eine Verfassungsbeschwerde gegen entsprechende Teile des Infektionsschutzgesetzes nach Angaben vom Donnerstag zurück. „Der sehr geringen Wahrscheinlichkeit von gravierenden Folgen einer Impfung steht die deutlich höhere Wahrscheinlichkeit einer Beschädigung von Leib und Leben vulnerabler Menschen gegenüber“, begründeten die Karlsruher Richter ihre Entscheidung. Auch die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie mit der Omikron-Variante begründe keine abweichende Beurteilung. (AZ: 1 BvR 2649/21) LESEN SIE AUCH BÜROKRATISCHE HÜRDEN Pflegeleistungen von mehr als zwölf Milliarden Euro verfallen Die sogenannte einrichtungsbezogene Impfpflicht war im Dezember 2021 beschlossen worden, um besonders verletzliche Menschen etwa in Pflegeheimen besser zu schützen. Seit Mitte März 2022 müssen Beschäftigte in Kliniken, Pflegeheimen oder Arztpraxen einen vollen Corona-Impfschutz oder eine Genesung nachweisen. Wer sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen kann, muss das ebenfalls nachweisen. Allerdings hakt es bei der Umsetzung der Impfpflicht. Auch wurden nach dem Scheitern einer allgemeinen Corona-Impfpflicht im April die Rufe lauter, die einrichtungsbezogene Impfpflicht wieder abzuschaffen. Nach Karlsruhe gezogen waren mehr als 50 Menschen, von denen viele selbst in Gesundheitsberufen beschäftigt sind. Ihren Eilantrag zur vorläufigen Aussetzung der Impfpflicht lehnte das Gericht bereits im Februar ab. „Kick-off Politik“ ist der tägliche Nachrichtenpodcast von WELT. Das wichtigste Thema analysiert von WELT-Redakteuren und die Termine des Tages. Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed. AFP/dpa/tba quelle: welt.de

  • EU will 300 Milliarden Euro für Unabhängigkeit von russischer Energie ausgeben

    EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen will „den Turbo“ für die Energiewende zünden. Für den Plan, Energie zu sparen und Investitionen anzustoßen, stehen 300 Milliarden Euro bereit. Spätestens 2030 soll die EU keine Energie aus Russland mehr kaufen müssen. Anzeige Um unabhängig von russischer Energie zu werden, muss die Europäische Union nach Einschätzung der EU-Kommission bis 2030 bis zu 300 Milliarden Euro investieren. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen präsentierte am Mittwoch einen Plan, um sich von fossilen Brennstoffen aus Russland zu lösen und die Energiewende zu beschleunigen. „Wir müssen unsere Abhängigkeit von Russland im Energiebereich so schnell wie möglich verringern“, sagte von der Leyen. Das erfordere erhebliche Investitionen und Reformen. „Wir mobilisieren zu diesem Zweck bis zu 300 Milliarden Euro.“ Der Plan werde helfen, Energie zu sparen, den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu beschleunigen und Investitionen anzustoßen. „Dies wird für unseren europäischen „Grünen Deal“ den Turbo zünden“, so von der Leyen. Ziel ist es, im Laufe des Jahrzehnts keine Energie mehr von Russland kaufen zu müssen. Von der Leyen schlug vor, das Energiesparziel der EU für 2030 von 9 auf 13 Prozent erhöhen. Zudem schlug sie vor, das Ziel für den Anteil erneuerbarer Energien in der EU bis 2030 von 40 Prozent auf 45 Prozent zu erhöhen. LESEN SIE AUCH Im April erreichte die Inflation in Europa 7,5 Prozent. Das ist der höchste Wert seit Bestehen der Euro-Zone MAASTRICHT-KRITERIEN Jetzt droht das nächste Jahr der maßlosen Schulden Um das zu erreichen, will die Kommission unter anderem Genehmigungsverfahren für erneuerbare Energie-Projekte verkürzen, eine Solardachpflicht einführen und mehr klimafreundlichen Wasserstoff importieren. Außerdem soll in Infrastruktur investiert werden – in Stromnetze, aber auch in Gas- und Ölleitungen. Länder wie Ungarn, die besonders von russischem Öl abhängig sind, sollen insgesamt bis zu zwei Milliarden Euro erhalten, um davon loszukommen. Die rund 300 Milliarden Euro sollen zum Großteil aus Krediten sowie aus Zuschüssen bestehen. Viele der vorgeschlagenen Maßnahmen müssen noch mit den EU-Ländern und dem Europaparlament verhandelt werden. EU-Paket von neun Milliarden Euro an die Ukraine Von der Leyen gab auch bekannt, kurzfristig der Ukraine mit bis zu neun Milliarden Euro zu helfen. Sie schlage dafür für dieses Jahr Kredite vor, teilte die Brüsseler Behörde am Mittwoch mit. Die EU-Länder sollen zusätzliche Garantien geben. Die Auszahlung ist in mehreren Tranchen vorgesehen, mit langer Laufzeit und Vorzugskonditionen bei den Zinsen. Längerfristig ist ein Wiederaufbauprogramm geplant, bei dem die EU nach eigener Einschätzung wahrscheinlich der größte Geldgeber werden dürfte. Anzeige „Die Ukraine kann auf die volle Unterstützung der EU zählen“, sagte von der Leyen. Das Land sei durch den russischen Angriff in den vergangenen Monaten zerstört worden. Die EU werde beim Wiederaufbau eine führende Rolle einnehmen. Investitionen würden mit Reformen einhergehen, um die Ukraine näher an Europa zu binden. Laut EU-Kommission soll es vor allem um mehr Rechtsstaatlichkeit gehen. Auch soll der Kampf gegen die Korruption im Land vorangetrieben werden. LESEN SIE AUCH Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba traf Lambrecht in Berlin WAFFENLIEFERUNGEN Kulebas Wut auf Lambrecht – Ukraine verliert die Geduld mit Deutschland EU-Kommissionsvize Valdis Dombrovskis sagte, jetzt gehe es darum, die Ukraine und den Staatsapparat am Laufen zu halten. Internationalen Schätzungen zufolge sind dafür in etwa fünf Milliarden Euro pro Monat nötig. Die genaue Verteilung der kurzfristigen Hilfen wird am Donnerstag und Freitag auch Thema beim Treffen der Finanzminister aus den sieben führenden Industrienationen (G7) in Bonn sein. Dort soll deutschen Regierungskreisen zufolge ein insgesamt 15 Milliarden Euro schweres Finanzpaket geschnürt werden. Um den langfristigen Wiederaufbau der Ukraine zu koordinieren, soll eine internationale Plattform aufgesetzt werden. Die Kommission schlägt für den europäischen Beitrag ein eigenes von der EU finanziertes Instrument vor. Schon in der Corona-Pandemie hatte die EU einen 750 Milliarden Euro schweren Aufbauplan ins Leben gerufen. Das FDP-geführte Finanzministerium in Deutschland lehnt aber eine erneute gemeinsame Schuldenaufnahme in der EU ab. Die EU hat nach eigenen Angaben seit dem russischen Angriff Ende Februar mehr als vier Milliarden Euro für die Ukraine mobilisiert. Durch den Krieg sind dem Land die Steuereinnahmen und Exporte weitgehend weggebroch Reuters/dpa/tba/saw quellle: welt.de

  • Corona trifft Kims Nordkorea mit voller Wucht

    In Nordkorea greift die Corona-Panik um sich! Alleine am Dienstag meldete das Land 232 000 neue „Fieber“-Fälle. Nach offiziellen Zahlen starben bisher 62 Nordkoreaner, 1,7 Millionen Infizierten sich. Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher sein. Getestet wird kaum, Impfungen gibt es nicht. Jetzt trifft das Coronavirus das abgeschottete Nordkorea mit voller Wucht. Wird es für Machthaber Kim Jong-un (38) nun gefährlich? Tim Brose (Programm-Manager Nordkorea der Friedrich-Naumann-Stiftung) zu BILD: „Nach zehn Jahren als Führer des Landes ist Kim Jong-uns Herrschaft allem Anschein nach gefestigt“. Seit die ersten Corona-Fällen weltweit auftauchten, schottete Kim Jong-un sein Land noch weiter ab. Heißt: Keine ausländischen Mitarbeiter dürfen mehr ins Land, die meisten westlichen Botschaften schlossen. Das Coronavirus hielt diese Maßnahmen dennoch nicht ab. quelle: bild.de

  • Wetter-Superzellen über Deutschland: Sturzfluten möglich – Tornado-Gefahr steigt

    Der Sommer dreht jetzt richtig auf. Bis zu 30 Grad bringen uns ins Schwitzen. Die Wetterlage bleibt brisant. Nach der schwülwarmen Hitze ziehen erneut schwere Gewitter mit Unwetter auf. Update vom 18. Mai, 17.50 Uhr: Die zerstörerische Sturmflut nach dem Starkregen im vergangenen Sommer im Ahrtal sind den meisten noch in Erinnerung. Am Donnerstag und Freitag (19-20. Mai) könnte es in Teilen Deutschlands erneut zu ähnlichen Vorfällen kommen. Meteorologe Jan Schenk vom The Weather Channel warnt vor starken Regenfällen. So sollen sich am Donnerstag gegen 17 Uhr Gewitter vom Rheinland bis nach Ostfriesland lösen. Sie bringen Hagel und schwere Sturmböen bis 100 km/h in Gewitternähe. Und es soll zu unwetterartigem Starkregen kommen. 30 Liter pro Stunde und Quadratmeter sind möglich. Das reiche bereits, um lokale Sturzfluten auszulösen, wie focus.de berichtet. Am Freitag soll es dann nochmal heftig krachen. In einem Streifen von Köln bis nach Berlin komme es zu Extremniederschlägen. Es scheint sicher, dass sich Superzellen bilden. Damit steige auch die Tornado-Gefahr. Gegen Mittag sollen im Westen die starken Regenfälle beginnen. Ab 15 Uhr kämen auch schwere Gewitter hinzu. Laut focus.de können bei diesen extremen Unwettern dann bis zu 100 Liter Regen in nur 2 Stunden vom Himmel fallen. Update vom 18. Mai, 9.43 Uhr: Heute ist Hochsommer angesagt. Bis zu 31 Grad wird es an der Rhein, Mosel und Saar. Etwas kühler – Maximalwerte von 20 bis 24 Grad – erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) an diesem Mittwoch im äußersten Nordosten und Südosten. Doch das Hochdruckgebiet „Yannes“ verlagert sich von der Ostsee nach Polen. „Dabei gelangt von Süden her sehr warme bis heiße Luft nach Mitteleuropa, die in den westlichen Landesteilen auch relativ feucht und instabil geschichtet ist“, teilt der DWD mit. Unwetterpotential in Deutschland: Tornadogefahr wächst Noch ist es ruhig. In den nächsten 24 Stunden erwarten die DWD-Wetterexperten keine „warnwürdigen Wettererscheinungen“ (Stand 18. Mai, 10.12 Uhr). Nur in Niedersachsen und Bremen, sowie in NRW ist nach aktuellen Prognose vereinzelt mit Gewittern zu rechnen (siehe unten Liste). Vor Unwetter mit Tornadogefahr warnen Meteorologen aber am Donnerstag und Freitag. Im Ruhrgebiet und im Rheinland droht eine „Schwergewitterlage mit erhöhtem Unwetterpotential“: Hagel (um 3 Zentimeter), Starkregen (40 mm in kurzer Zeit) und teils schwere Sturmböen (bis 100 km/h). Niedersachsen und Bremen: Mittwochnachmittag und Abend sind westlich der Weser sowie im Harz vereinzelte Gewitter mit Starkregen bis 25 l/qm, Sturmböen um 75 km/h (Bft 9) und Hagel gering wahrscheinlich. Nordrhein-Westfalen: Heute sind bevorzugt in der Eifel einzelne Gewitter nicht ganz ausgeschlossen. Dabei können lokal eng begrenzt Starkregen von 15 bis 25 l/qm innerhalb kurzer Zeit sowie Windböen bis 60 km/h (Bft 7) auftreten. Am Donnerstag stellt sich von Westen eine Unwetterlage ein. Lesen Sie auch „Dann knallt es richtig“ – Schwere Unwetter treffen Bayern – Heftige Sturmböen und Starkregen erwartet Unwetter-Front zieht über Deutschland: Meteorologe warnt sogar vor Tornados und „extremer Wetterwoche“ Update vom 18. Mai, 6.35 Uhr: Der Mai versorgt uns weiterhin mit viel Sonnenschein und frühsommerlichen Temperaturen. Der Mittwoch wird der nächste Sonnentag, vor allem im Westen und Süden sind kaum Wolken am Himmel. Im Laufe des Tages könnte es an der Nordsee zu kurzen, örtlichen Gewittern kommen, wie wetter.com berichtet. Ansonsten bleibt es trocken – und heiß! Im Osten klettert das Thermometer auf bis zu 27 Grad, im Westen wird mit bis zu 32 Grad gerechnet. Am Donnerstag und Freitag kommt es dann aber zum großen Knall! Ein Tief nähert sich aus dem Norden, aus dem Süden strömt heiße Luft aus Afrika samt Temperaturen um die 30 Grad zu uns (siehe unten Erstmeldung). „In Verbindung mit dem Tief wird die Luftmasse instabil“, heißt es auf wetter.com. (siehe unten Erstmeldung). Zuerst werde der Westen von Deutschland von heftigen Schauern und Gewittern betroffen sein. Vorsicht: Örtlich kann es zu Hagel, schwerem Sturm und sogar überfluteten Kellern kommen. Immerhin soll der Osten des Landes noch verschont bleiben. Am Freitag soll es dann aber in fast ganz Deutschland krachen. Vor allem in der Mitte könne es zu heftigen Schauern und Gewittern kommen. Im Süden wird es nur vereinzelt ungemütlich, dafür aber möglicherweise umso heftiger. Zu Beginn des Wochenendes bleibt es weiterhin heiß, bis zu 34 Grad sind möglich. Update vom 17. Mai, 17.58 Uhr: Noch kann man fast im ganzen Lande das sommerliche Wetter genießen. Die Temperaturen liegen selbst am heutigen Dienstagabend noch zwischen 18 Grad an der Nordsee und bis zu 26 Grad in Trier. Die Sonne scheint fast überall. Nur im Osten gibt es vereinzelte, leichte Regenschauer. Doch nur noch Mittwoch und Donnerstag bleibt uns das gute Wetter erhalten. Schon am Donnerstagabend sollen dann schwere Gewitter aufziehen. Superzellen ziehen nach Deutschland: In einer Region „knallt es besonders gewaltig“ - Sogar Tornado-Gefahr Erstmeldung vom 17. Mai 2022: München – Die Temperaturen befinden sich auf Rekordkurs. Heiße Luftmassen fluten Deutschland. Grandioses Sommerwetter mit 30 Grad verspricht der Mittwoch. Hoch „Yannes“ setzt sich beim Wetter in Deutschland durch. Es ist nur eine kurze Verschnaufpause zur Wochenmitte. Denn, am Donnerstag und Freitag drohen erneut kräftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Böen. Hoch „Yannes“ setzt sich durch und sorgt für ruhiges Sommerwetter am Mittwoch. © DWD Unwetter-Alarm in Deutschland: Gewitter mit großem Hagel und „Tornado-Potential“ „Die Gewitter können sich besser organisieren. Es kann zu einzelnen Superzellen kommen und damit nimmt die Unwettergefahr noch zu“, erklärt Lars Dahlstrom vom wetterkanal.kachelmannwetter.com. Neben dem Starkregen könnte es am Donnerstag auch zu heftigen Gewitterböen, schweren Sturmböen sowie orkanartigen Böen in den kräftigsten Gewittern kommen. Auch größere Hagel sei durchaus möglich. Im Westen bestehe auch ein gewisses Tornado-Potential. Mehr lasse sich aber noch nicht sagen, betont Wetterexperte Dahlstrom. Zwei Tage vorher lasse sich das noch nicht genau sagen. „Wir verbreiten hier keine Panik“, unterstreicht Dahlstrom. Ein lokales Ereignis dieser Art sei allerdings nicht ausgeschlossen. Die ersten Gewitter sind am Donnerstag zu erwarten, so auch Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst q.met. „Dann wird es zunehmend schwülwarm bis heiß und dann knallt es besonders im Westen gewaltig“, prognostiziert der Wetterexperte. Der Schwerpunkt könnte rund um Nordrhein-Westfalen (NRW) liegen „mit einer ausgewachsenen Schwergewitterlage, die es in sich hat.“ Starkregen, Hagel und Sturmböen wären hier möglich. „Auch die Bildung von Tornados kann dabei nicht ausgeschlossen werden.“ Unwetter-Lage in Deutschland: DWD warnt vor schweren Gewittern am Donnerstag und Freitag Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet ab dem späteren Nachmittag mit teils kräftigen Gewittern mit Unwetterpotential – Starkregen, Hagel, Sturmböen und einer hohen Blitzfrequenz – im Nordwesten und Westen. Auch im Schwarzwald und am Alpenrand sind kräftige Gewitter möglich. Starkregen, Hagel, Sturmböen und einer hohen Blitzfrequenz. In der Nacht auf Freitag weiten sich die kräftigen Gewitter bis in die mittleren Landesteile aus. Nach einer kurzen Wetterberuhigung in der zweiten Nachthälfte ziehen am Freitag im Tagesverlauf neue Gewitter mit Unwetter auf. Schwerpunkt über der Mitte Deutschlands. „Erneut deutlich erhöhtes Unwetterpotential“, heißt es in der aktuellen DWD-Vorhersage. Nur im äußersten Norden und im Süden abseits der Berge herrscht laut DWD ein „geringes Gewitterpotential“. Allerdings müsste die genaue Zugbahn des dafür verantwortlichen Gewittertiefs noch abgewartet werden, ist auf der DWD-Webseite zu lesen. Wetter in Deutschland: 30-Grad-Marke wird in den nächsten Tagen geknackt Mittwoch (18. Mai): Die Höchstwerte zwischen 25 und 31 Grad an Rhein und Mosel. Nur an der See, in Vorpommern und Südostbayern bleibt es mit 19 bis 24 Grad etwas kühler, teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seiner Vorhersage mit. Donnerstag (19. Mai): Schwülwarm bis heiß - bei Höchstwerten zwischen 26 und 32 Grad erwartet der DWD am Donnerstag. An der Nordsee bei auflandigem Wind kühler mit Werten um 20 Grad. Freitag (20. Mai): Höchstwerte im Norden 20 bis 25 Grad, in der Mitte 25 bis 30 Grad und im Süden bis 33 Grad. Ab dem Wochenende wird es nach den aktuellen Prognosen im Norden etwas kühler. Ob sich die sommerlichen Luftmassen im Süden noch länger halten können, wird sich zeigen. „Da gibt es noch Unsicherheiten“, so Meteorologe Dominik Jung. Momentan sieht es nach einer recht warmen Woche aus. (ml) quelle: merkur.de

  • Türkei blockiert Beitrittsgespräche für Schweden und Finnland

    Die Nato möchte so schnell wie möglich Beitrittsgespräche mit Schweden und Finnland auf den Weg bringen. Doch der türkische Präsident Erdogan stellt sich quer. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bei einer Rede am 18. Mai 2022FOTO: AFP/ADEM ALTAN Die Türkei macht ihre Drohungen wahr und blockiert vorerst das Verfahren für die Aufnahme von Schweden und Finnland in die Nato. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Bündniskreisen erfuhr, war es am Mittwoch im Nato-Rat nicht wie geplant möglich, den Beschluss für den Beginn der Beitrittsgespräche zu fassen. Die Türkei machte demnach Sicherheitsbedenken geltend. Schweden und Finnland hatten am Mittwochmorgen kurz vor der Sitzung des Nato-Rats offiziell die Aufnahme in die Verteidigungsallianz beantragt. Botschafter der beiden Staaten übergaben Generalsekretär Jens Stoltenberg in der Brüsseler Bündniszentrale die entsprechenden Dokumente. Dieser sprach von einem „historischen Schritt“. Grund für den Beitrittswunsch der nordischen Länder sind Sicherheitssorgen wegen des russischen Einmarschs in die Ukraine. Beide Staaten haben bisher jahrzehntelang entschieden eine Politik der militärischen Bündnisfreiheit verfolgt. [Alle aktuellen Nachrichten zum russischen Angriff auf die Ukraine bekommen Sie mit der Tagesspiegel-App live auf ihr Handy. Hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen.] Eigentlich war vorgesehen gewesen, dass der Nato-Rat nach der Übergabe der Anträge sofort den Start der Beitrittsgespräche beschließt. Nach Angaben aus Bündniskreisen machte die Türkei in der Sitzung jedoch deutlich, dass sie zum derzeitigen Zeitpunkt nicht zustimmen kann. Ein Sprecher des Bündnisses wollte sich nicht zu den Gesprächen im Nato-Rat äußern. Er betonte lediglich, dass Generalsekretär Jens Stoltenberg entschlossen sei, zu einer schnellen Lösung für Finnland und Schweden zu kommen. „Beide Länder sind unsere engsten Partner, und ihr Beitritt zur Nato würde die euroatlantische Sicherheit stärken“, sagte er. Erdogan stellt Bedingungen Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan machte unterdessen öffentlich deutlich, dass er eine Zustimmung zum Nato-Beitritt Schwedens und Finnlands an ein Zugehen auf sein Land in Sicherheitsfragen knüpft. Die Nato-Erweiterung gehe für die Türkei einher mit dem Respekt, den man ihren Empfindsamkeiten entgegenbringe, sagte er bei einer Rede vor seiner islamisch-konservativen Regierungspartei AKP in Ankara. Schweden und Finnland wollten weitermachen mit der Unterstützung von „Terrororganisationen“, aber gleichzeitig die Zustimmung der Türkei für eine Nato-Mitgliedschaft, bemängelte Erdogan. „Das ist milde ausgedrückt ein Widerspruch.“ Schweden warf Erdogan konkret vor, die Auslieferung von 30 „Terroristen“ zu verweigern. „Die Nato ist ein Sicherheitsbund, eine Sicherheitsorganisation. Insofern können wir nicht ja dazu sagen, dieses Sicherheitsorgan unsicher zu machen“, sagte Erdogan. Als „Terroristen“ bezeichnet Erdogan etwa Anhänger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, die auch in den USA und Europa als Terrororganisation gilt. Die Türkei sieht aber auch die Kurdenmiliz YPG in Syrien als Terrororganisation an - für die USA ist die YPG in Syrien dagegen ein Verbündeter. Wie die Türkei von einem Veto gegen einen Nato-Beitritt von Schweden und Finnland abgehalten werden kann, ist unklar. Nach Angaben von Diplomaten könnten neben Erklärungen der beiden Nordländer zum Kampf gegen den Terrorismus auch Waffengeschäfte eine Rolle spielen. So will die Regierung in Ankara in den USA F-16-Kampfjets kaufen - in Washington war ein möglichen Deal zuletzt aber politisch umstritten. [Lesen Sie auch: Erdogan und Orban – warum die beiden Autokraten die Nato und die EU blockieren (T+)] Finnland und Schweden gaben sich zunächst zuversichtlich, eine Lösung mit der Türkei zu finden. „Eine Reihe von diplomatischen Anstrengungen wird auf den Weg gebracht“, erklärte das schwedische Außenministerium auf dpa-Anfrage. Biden kündigt Hilfe für Finnland und Schweden an Ein Hoffnung war am Mittwoch, dass Gespräche des türkischen Außenministers Mevlüt Cavusoglu in New York Bewegung in den Streit bringen könnten. Cavusoglu wollte sich dort unter anderem mit seinem US-Kollegen Antony Blinken treffen. „Die Diplomatie geht weiter“, sagte ein Diplomat in Brüssel. Finnlands Präsident Sauli Niinistö und die schwedische Regierungschefin Magdalena Andersson werden am Donnerstag in Washington erwartet, wo sie mit US-Präsident Joe Biden über den geplanten Nato-Beitritt sprechen wollen. Der US-Präsident sagte Finnland und Schweden am Donnerstag Unterstützung zu, während ihre Bewerbungen für eine Mitgliedschaft in der Nato läuft. Man werde wachsam sein bezüglich jeder Bedrohung der gemeinsamen Sicherheit, hieß es in einer Erklärung. Eine Mitgliedschaft der beiden Staaten würde der gesamten Allianz zugutekommen. Droht eine monatelange Hängepartie? Sollte die Türkei ihre Vorbehalte gegen einen Nato-Beitritt aufgeben, dürfte alles ganz schnell gehen. Bereits im Juni könnten dann die sogenannten Beitrittsprotokolle unterzeichnet werden und in den Mitgliedstaaten die Ratifizierungsverfahren beginnen. Im Idealfall wären Finnland und Schweden dann bis Ende des Jahres Nato-Mitglied. Sollte Ankara allerdings hart bleiben, wäre das Bündnis wegen des für alle Entscheidungen geltenden Einstimmigkeitsprinzips machtlos. Besonders unangenehm ist für die Nato, dass die Türkei - auch wenn sie dem Start doch zustimmen sollte - das Aufnahmeverfahren auch noch an mehreren anderen Stellen blockieren kann. So könnte es die Unterzeichnung der Beitrittsprotokolle oder noch später die Ratifizierung verweigern. Mehr zum Thema Türkei stellt sich querErdogan sperrt sich gegen Nato-Beitritt Finnlands und Schwedens Generalsekretär Stoltenberg rief die Bündnisstaaten am Mittwoch dazu auf, die Sicherheitsinteressen aller zur berücksichtigen und zusammenzustehen. „Wir sind entschlossen, uns mit allen Fragen auseinanderzusetzen und rasch Schlussfolgerungen zu ziehen“, sagte er. Grundsätzlich seien sich die Verbündeten einig, dass man diesen historischen Augenblick für die Norderweiterung nutzen müsse. (dpa, Reuters) quelle: tagesspiegel.de

  • Ukraine-Krieg: Russland erobert Mariupol und schickt moderne Panzer

    Das Asow-Stahlwerk in Mariupol ist gefallen. Russland kontrolliert nun die Stadt, doch die Kämpfe im Osten setzen sich fort: der News-Ticker. Asow-Stahlwerk gefallen: Russland gelingt im Ukraine-Krieg ein strategisch wichtiger Erfolg. Neue Panzer für die Front: Moskau schickt moderne Panzer in den Krieg mit der Ukraine. Die Lage am Morgen: Alle Neuigkeiten rund um den Ukraine-Konflikt aus der Nacht und ein Ausblick auf den Tag. +++ 16.00 Uhr: Auch wenn sich viele Soldaten aus dem Stahlwerk von Mariupol „ergeben“ haben, wie es der Kreml bezeichnete, sollen sich noch immer hochrangige ukrainische Kommandeure in dem Stahlwerk befinden. Sie hätten sich noch nicht ergeben, wie lokale Medien am Mittwoch den pro-russischen Separatistenführer Denis Puschilin zitierten. Die Nachrichtenagentur DAN zitierte Puschilin mit den Worten, unter den Hunderten von Kämpfern, die sich ergeben hätten, befänden sich keine Kommandanten der höchsten Ebene. „Sie haben (die Anlage) noch nicht verlassen“, sagte er. +++ 13.00 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin überlässt die seit Monaten belagerte Hafenstadt Mariupol offenbar seinem „Bluthund“. Damit ist Ramsan Kadyrow gemeint, der mit seiner Brutalität bereits international für Aufsehen gesorgt hat. Der Anführer der tschetschenischen Hilfssoldaten von Russland soll unter anderem „Aufseher“ in Mariupol mit der Kontrolle der Lage beauftragen. Kadyrows Cousin, Adam Delimkhanov, soll derweil als Feldkommandant in der Hafenstadt fungieren. Truppen der Ukraine im Kampfeinsatz gegen Russland. © Sergej Bobok/AFP +++ 10.30 Uhr: Die aus Mariupol fliehenden Menschen berichten von schrecklichen Zuständen in der von Russland eroberten Stadt. Die russische Armee soll das Feuer auf zivile Gebäude eröffnen, was zu einer immer größer werdenden Zahl an Opfern führen würde. „Die Leute sterben einfach. Die ganze Stadt geht im Chaos unter“, sagte ein Bewohner, dem die Flucht gelungen war, gegenüber dem Nachrichtenportal Kyiv Independent. +++ 09.00 Uhr: Neben modernen Panzern schickt Russland auch weitere Hubschrauber in den Ukraine-Krieg. Laut Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums hat der Kreml 15 Kampfhubschrauber in die Region um Luhansk geschickt. Sie sollen den Angreifern dabei helfen, die Verteidigungslinien im hart umkämpften Osten des Landes zu durchbrechen. Nach dem Fall von Mariupol dürfte der Kreml seine Bemühungen nun vollständig auf die Eroberung des Donbas konzentrieren. Ukraine News: Asow-Stahlwerk fällt - Russland erobert Mariupol Erstmeldung vom Mittwoch, 18. Mai, 08.00 Uhr: Kiew – Russland ist es gelungen, das im Ukraine-Krieg hart umkämpfte Asow-Stahlwerk in Mariupol zu erobern. Die dort verbliebenen rund 260 Soldaten der Ukraine wurden gefangen genommen. Das melden sowohl die ukrainische als auch die russische Seite. Das Schicksal der ukrainischen Kriegsgefangenen ist weiter unklar. Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte in der Nacht zu Mittwoch (18. Mai), man werde internationale Vermittler einsetzen, um die Soldaten aus russischer Gefangenschaft zu retten. Kiew hofft auf einen späteren Austausch gegen russische Kriegsgefangene. Moskau wieder ließ einen solchen Schritt zunächst offen. Stattdessen veröffentlichte der Kreml ein Video, das die Gefangennahme der Ukrainer, medizinische Behandlung sowie den Abtransport von Verletzten zeigen soll. Gut 50 der Soldaten sollen schwer verwundet sein. Ukraine News: Russland erobert Asow-Stahlwerk in Mariupol Damit endet der dreimonatige Kampf um das Asow-Stahlwerk. Zeitweise sollen sich dort bis zu 1.000 Zivilisten und mindestens so viele Soldaten verschanz haben. Mit der Eroberung dürfte der letzte Widerstand der Ukraine in Mariupol gebrochen sein. In Kiew geht nun die Angst um, Russland könnte nun Beweise für Kriegsverbrechen in der Hafenstadt vernichten. „Mörder verwischen ihre Spuren“, steht in einem Statement, das die abgesetzte Regierung der Stadt kurz vor der Eroberung durch russische Truppen veröffentlicht hatte. Ukraine News: Russland schickt nach Sieg in Mariupol neue Panzer in den Krieg Während Russland in Mariupol einen Erfolg feiert, soll die Armee von Wladimir Putin im Osten der Ukraine weiter schwere Verluste erleiden. Vor allem die Luftabwehr setzt den Angreifern laut unbestätigter Angaben weiter zu. Um den Sieg im Ukraine-Krieg wie in Mariupol zu erzwingen, schickt die Militärführung nun wohl die modernsten Panzer, die ihr zur Verfügung stehen, an die Front. Ein ganzer Zug voller Panzer des Typs T-90M soll sich auf dem Weg in die Ukraine befinden. Das berichtet die Zeitung Izvestia. Demnach sollen die Panzer frisch aus dem Uralvagonzavod-Werk stammen, der größten Panzerfabrik der Welt. (dil/tu mit AFP/dpa) quelle: fr.de

  • Nach Union fordert nun auch Ampel: Altkanzler Schröder soll seine Privilegien verlieren

    Der SPD-Altkanzler Gerhard Schröder ist wegen seiner Russland-Kontakte umstritten und verliert nun wahrscheinlich einen Großteil seiner Sonderrechte. SPD, Grüne und FDP wollen dem 78-Jährigen Büro und Mitarbeiter streichen. Das Büro solle abgewickelt werden, das verbliebene Personal anderweitige Aufgaben übernehmen, heißt es im Antrag der Ampel-Koalition für den Haushaltsausschuss, der am Donnerstag beschlossen werden soll. Mehrere Medien hatten zuvor darüber berichtet. Lediglich sein Ruhegehalt und den Personenschutz soll Schröder behalten dürfen. Damit geht die Koalition nicht ganz so weit wie die Union, die Schröder wegen seiner Russland-Kontakte auch noch das Ruhegehalt wegnehmen will. Schröder schade dem internationalen Ansehen Deutschlands, begründet die Union dies. Er habe sich trotz des Ukraine-Kriegs noch immer nicht vom russischen Präsidenten Wladimir Putin distanziert und halte auch an seinen Posten in verschiedenen russischen Energieunternehmen fest. Politik Altkanzler Schröder: Bei russischem Gas-Stopp "würde ich zurücktreten" 277 Kommentare Ampel will Alimentierung früherer Bundeskanzler und Bundespräsidenten neu regeln Die Ampel-Koalitionäre sind in ihrem Vorschlag vorsichtiger: Sie erwähnen Schröders Haltung zu Russland und Putin überhaupt nicht – obwohl sie der wahre Grund für die Kappung sein dürfte. Die Befürchtung: Das Ganze könne wie eine politisch willkürliche Lex Schröder wirken und damit rechtlich angreifbar sein. Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, der Altkanzler werde für eine umstrittene Meinung bestraft. Die Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Fraktion, Katja Mast, verteidigte das Vorgehen, das Ruhegehalt Schröders unangetastet zu lassen. Beim Gehalt gehe es um Eigentumsansprüche, sagte Mast am Mittwoch in Berlin. "Deswegen ist das höchst bedenklich verfassungsrechtlich." SPD, Grüne und FDP wollen nun die Alimentierung früherer Bundeskanzler und Bundespräsidenten generell neu regeln. Bisher bekommen ehemalige Staatsgranden nach ihrer Amtszeit nicht nur ein von der Amtsdauer abhängiges Ruhegehalt, sondern auf Lebenszeit auch ein Büro mit mehreren Mitarbeitern, einen Fahrer und eine Erstattung von Reisekosten. Die Koalitionäre wollen diese Ausstattung jetzt davon abhängig machen, ob die früheren Top-Politiker tatsächlich noch Aufgaben übernehmen, also etwa Schirmherrschaften haben und Reden halten. "Die Ausstattung für ehemalige Bundeskanzlerinnen und Bundeskanzler soll künftig nicht mehr statusbezogen sein, sondern sich an den fortwirkenden Verpflichtungen aus dem Amt orientieren", erklärten die Haushälter der Fraktionen am Mittwoch. Und die machten klar: "Gerhard Schröder nimmt keine fortwirkende Verpflichtung aus dem Amt als ehemaliger Bundeskanzler mehr wahr. Somit entfällt der Grund für die personelle und räumliche Ausstattung des ehemaligen Bundeskanzlers." Krieg in der Ukraine Kein Wort über Putin - so äußert sich Schröder zum Krieg in der Ukraine Nur noch "Lobbyist für russische Staatsunternehmen" Schröder sei "nur noch als Lobbyist für russische Staatsunternehmen tätig, nicht mehr im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland", sagte der grüne Haushaltspolitiker Sven-Christian Kindler der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe daher keine Veranlassung mehr, ihm auf Staatskosten Büro und Mitarbeiter zu finanzieren. Schröder war von 1998 bis 2005 Bundeskanzler. Danach übernahm er Aufgaben unter anderem für die Pipeline-Gesellschaft Nord Stream, die russische Gazprom und den Energiekonzern Rosneft. Weil er sich davon nach Kriegsbeginn nicht distanzierte, forderte ihn die SPD-Spitze zum Parteiaustritt auf. Es gibt auch Anträge auf einen Parteiausschluss. Eine so generelle Neuregelung der Ausstattung ehemaliger Kanzler dürfte auch Maßstäbe für Ex-Kanzlerin Angela Merkel und irgendwann auch für Kanzler Olaf Scholz setzen. Merkel hat vor wenigen Monaten erst ihr Altkanzlerinnen-Büro bezogen. Sie bekam neun Mitarbeiter mit Gehältern bis zu 10.000 Euro bewilligt. Das sind zwei mehr als Schröder nach seiner Kanzlerschaft 2005 hatte – und vier mehr als zuletzt für ihn arbeiteten. Der Haushaltsausschuss hatte 2019 zwar entschieden, dass ehemalige Kanzler nur noch fünf Mitarbeiter haben sollten. Das gilt jedoch erst in Zukunft – wenn Scholz nicht mehr im Amt ist. (pak/dpa) Union will Schröder Privilegien streichen - eine Sache soll ihm bleiben Aktualisiert am 17.05.2022, 16:03 Uhr Wegen seiner Kontakte nach Russland will die Union die Amtsausstattung von SPD-Altkanzler Gerhard Schröder nahezu komplett streichen. Entsprechende Anträge wollen die Haushälter der Fraktion in dieser Woche in den letzten Ausschusssitzungen zum Bundeshaushalt 2022 stellen. Teaserbild: © picture alliance/dpa/Kay Nietfeld

  • Weizen: Indien verbietet den Export des Getreides

    Eigentlich hatte Indien angekündigt, den weltweiten Weizenmangel infolge des Ukrainekriegs zu lindern. Nun fürchten die Behörden einen Mangel im eigenen Land – und untersagen die Ausfuhr des Getreides. © NARINDER NANU / AFPWeizen: Indien verbietet den Export des Getreides Indien hat ein sofortiges Ausfuhrverbot für Weizen verhängt und damit die wegen des Ukrainekriegs herrschende Sorge vor drohenden Hungerkatastrophen in der Welt weiter angefacht. Mit dem Exportverbot sollten Preissteigerungen im eigenen Land eingedämmt werden, teilte die Regierung des weltweit zweitgrößten Weizenproduzenten mit. WISO Meinbüro Web - Paket M (Einjähriges Abo) Anzeige AnzeigeWISO MeinBüro Eigentlich wollte Indien in diesem Jahr eine Rekordmenge von rund zehn Millionen Tonnen Weizen auf dem Weltmarkt verkaufen. Eine ungewöhnlich frühe Hitzewelle mit Temperaturen von weit über 40 Grad in Indien hatte zuletzt aber die Sorge vor einer Missernte geschürt. Entdecken Sie mit SPIEGEL+ jetzt noch mehr Hintergründe, Analysen und Reportagen zu Themen, die unsere Gesellschaft bewegen. Jetzt einen Monat gratis lesen. Am Weltmarkt dürfte der Exportstopp die Preise nun weiter in die Höhe treiben, da dort wegen des Ukrainekriegs und der dadurch ausbleibenden Lieferungen aus der Schwarzmeerregion Millionen Tonnen an Weizen fehlen. Vor allem ärmere Länder in Asien und Afrika würde das hart treffen. Die indische Regierung teilte zwar mit, bereits bestehende Lieferverträge würden erfüllt, und auch Länder, die ansonsten um »Nahrungsmittelsicherheit« fürchten müssten, würden beliefert. Die Ausfuhr weiterer Mengen werde aber gestoppt. Durch den Krieg in der Ukraine können den Vereinten Nationen zufolge derzeit knapp 25 Millionen Tonnen bereits geerntetes Getreide nicht aus dem Land gebracht werden. Zudem wird sich die kommende Ernte nicht auf dem bisherigen Niveau halten lassen. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock warf Russland zum Abschluss des Treffens mit ihren G7-Kollegen in Weissenhaus vor, die Häfen in der Ukraine gezielt zu blockieren. Das sei kein Kollateralschaden des Krieges, sondern eine bewusste Entscheidung. Es gebe keine Sanktionen des Westens gegen Getreide. Russland führe einen »Korn- beziehungsweise Getreidekrieg«, sagte Baerbock. Damit versuche der Kreml, den Ukrainekrieg in der Welt auszuweiten, insbesondere in Afrika. Bis zu 50 Millionen Menschen in Afrika und dem Nahen Osten seien durch die Krise zusätzlich von Hunger bedroht. Bundesagrarminister Cem Özdemir hatte Russland am Freitag vorgeworfen, Hunger gezielt als Kriegswaffe einzusetzen. Das gelte innerhalb der Ukraine, aber auch weltweit, da allein die Ukraine die Hälfte des Getreides für das Welternährungsprogramm liefere. Die Entwicklungen haben die Weizenpreise weltweit in die Höhe getrieben – auch in Indien, wozu die dort stark gestiegenen Kraftstoff-, Arbeits- und Transportkosten ebenfalls beitragen. Dazu sorgt die Hitzewelle in der Region für erste Ernteausfälle. Noch im Februar hatte die Regierung die Produktion von mehr als 111 Millionen Tonnen vorausgesagt, was die sechste Rekordernte in Folge gewesen wäre. Im Mai wurde die Prognose auf 105 Millionen gekappt, und Händler schließen nicht aus, dass die Bauern letztlich weniger als 100 Millionen Tonnen einfahren werden. Indien produziert am zweitmeisten Weizen nach China. In der Vergangenheit hat das Land zweitbevölkerungsreichste Land mit mehr als 1,3 Milliarden Menschen kaum etwas davon exportiert. Die Regierung kauft jeweils große Mengen ein, um unter anderem die arme Bevölkerung im Land zu versorgen. Bislang hatten Bauern kaum Anreize, an Exporteure zu verkaufen, da ihnen die Regierung einen subventionierten Preis zahlte, der damals höher als der Weltmarktpreis war. quelle: www.msn.de

  • Russische Schiffe mit gestohlenem ukrainischem Getreide sollen auf dem Weg nach Syrien sein

    Vor der Pandemie exportierte die Ukraine Weizen im Wert von mehr als 140 Mio. USD in die USA, wobei die jüngsten Probleme die Preise noch weiter drücken. getty images Russische Schiffe, die gestohlenes ukrainisches Getreide transportieren, sind wahrscheinlich auf dem Weg nach Syrien, bevor die Ladung dann zu anderen Zielen im Nahen Osten weitergeleitet wird, sagt die Regierung in Kiew (Ukraine). In den sozialen Medien erklärten Beamte des Verteidigungsministeriums außerdem, dass Russland Saatgut und Getreide auf die Krim, das 2014 vom Kreml annektierte . Ägypten habe in der vergangenen Woche bereits zwei russische Schiffe mit gestohlenem ukrainischem Weizen abgewiesen, sagte der ukrainische Handelsbeauftragte in Ägypten dem Magazin "Wall Street Journal". Es ist nicht das erste Mal, dass Russland den lebenswichtigen Sektor der ukrainischen Wirtschaft versucht zu sabotieren. Russland hat die Häfen am Schwarzen Meer blockiert, die für die Ukraine ein wichtiger Weg sind, um landwirtschaftliche Produkte zu importieren und zu exportieren. Im Jahr 2021 exportierte die Ukraine Lebensmittel im Wert von 28 Milliarden Dollar, und der Sektor macht 10 Prozent des gesamten Bruttoinlandsprodukts Kiews aus. Die Europäische Union hat am Dienstag Schritte unternommen, um die ukrainischen Exporte auf dem Landweg umzuleiten und so die russische Blockade zu umgehen, berichtet das Medienunternehmen "Bloomberg". Allerdings kann nur eine bestimmte Menge auf dem Schienenweg transportiert werden, sodass die möglichen Lebensmittelexporte auf 1,1 Millionen Tonnen Getreide pro Monat begrenzt sind. Das liegt weit unter den 25 Millionen Tonnen, die die Ukraine freigeben muss. Dieser Text wurde von Lisa Ramos-Doce aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier. Video: Russland meldet Zerstörung ausländischer Waffenlieferung (dpa) quelle: www.msn.com

  • Weltstrafgericht schickt Ermittler in die Ukraine

    Butscha, Irpin, Borodjanka - Berichte über Kriegsverbrechen der russischen Armee im Raum Kiew sorgten weltweit für Entsetzen. Nun soll ein umfangreiches Ermittlerteam des Strafgerichtshofs in Den Haag die Vorwürfe vor Ort untersuchen. Im Zuge der Ermittlungen zu möglichen Kriegsverbrechen in der Ukraine hat der Internationale Strafgerichtshof ein Team von 42 Experten in das Land entsandt. Es sei das bisher größte Ermittler-Team, das das Weltstrafgericht jemals entsendet habe, sagte Chefankläger Karim Khan in Den Haag. Zu dem Team gehörten Untersucher und forensische Experten. Einen Teil der Experten hatten die Niederlande nach Angaben der Anklage zur Verfügung gestellt. Die Experten sollen Zeugen befragen, Beweismaterial sichern und analysieren sowie nationale Ermittler bei der Spuren- und Beweissicherung unterstützen. Außerdem soll das Team auch mit französischen forensischen Experten zusammenarbeiten, die bereits in der Ukraine sind. 13.04.2022 Krieg gegen die UkraineOffenbar mehr als 700 Tote in Kiews Vororten Nach Angaben der Ukraine sind in den Gebieten rund um Kiew bislang mehr als 700 Leichen geborgen worden. Berichte über Hinrichtungen Die Arbeit aller Beteiligten im Konfliktgebiet müsse effektiv koordiniert werden, teilte die Anklage mit. Es gehe darum, die Informationen und Beweismittel so zu sammeln, dass sie bei künftigen Verfahren vor dem Strafgerichtshof verwendet werden könnten, betonte Chefankläger Khan. Gestützt auf Berichte von internationalen Menschenrechtsorganisationen wirft die Ukraine der russischen Armee massive Kriegsverbrechen vor. Vor allem nach dem Rückzug der Russen aus den nordwestlich von Kiew gelegenen Vororten Butscha, Irpin, Hostomel und Borodjanka hatten Bilder von offensichtlich Hingerichteten weltweit für Entsetzen gesorgt. 21.04.2022 Human Rights WatchBelege für Kriegsverbrechen in Butscha Die Menschenrechtsorganisation hat entsprechende Beweise zusammengetragen. Russland erkennt Strafgerichshof nicht an Die Untersuchungen in der Ukraine werden nach Angaben aus Den Haag von zahlreichen Staaten unterstützt. 21 Länder wollten Experten zur Verfügung stellen, 20 Staaten hätten finanzielle Mittel zugesagt. Nach der russischen Invasion der Ukraine hatte der Strafgerichtshof bereits Ermittlungen zu mutmaßlichen Kriegsverbrechen eingeleitet. Die Ukraine gehört nicht zu den Mitgliedstaaten des Gerichtshofs, machte aber dennoch von der Möglichkeit Gebrauch, dessen Zuständigkeit ausdrücklich anzuerkennen. Dies geschah bereits in Zusammenhang mit den Euromaidan-Protesten 2013/2014 und der Krim-Annexion durch Russland ab Februar 2014. Der Strafgerichtshof verfolgt Einzeltäter wegen Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord. Russland erkennt das Gericht nicht. quelle: tagesschau.de

  • Russischer Unterhändler fordert Todesstrafe für Asow-Kämpfer

    Rund 260 ukrainische Soldaten wurden aus dem bis zuletzt umkämpften Stahlwerk in Mariupol auf russisch kontrolliertes Gebiet gebracht. Kiew hofft auf einen Gefangenenaustausch. Aus Russland kommen unterdessen radikale Forderungen. Anzeige Das russische Parlament erwägt, Kämpfer des ukrainischen Asow-Regiments von einem Gefangenenaustausch auszunehmen. Das geht aus einem Telegram-Dienst hervor, der aus der Duma überträgt. Die Nachrichtenagentur Tass zitiert Duma-Chef Wjatscheslaw Wolodin mit den Worten, dass Nazi-Kriminelle nicht ausgetauscht werden sollten. Noch schärfer äußerte sich ein russischer Unterhändler. Russland sollte für die Kämpfer die Todesstrafe in Erwägung ziehen, sagte Leonid Slutski, der für Moskau mit der Ukraine verhandelt. Er behauptete: „Sie verdienen es nicht zu leben angesichts der monströsen Menschenrechtsverbrechen, die sie begangen haben und die sie weiterhin an unseren Gefangenen begehen.“ Russland wirft der Ukraine vor, mit dem Regiment Rechtsextreme als Teil ihrer Armee zu dulden. Tatsächlich war die Truppe bekannt dafür, diese in ihren Reihen gehabt zu haben. Experten gehen jedoch davon aus, dass sich das in den vergangenen Jahren geändert hat. Das Regiment war maßgeblich an der Verteidigung der Hafenstadt Mariupol beteiligt. Die ukrainische Vize-Verteidigungsministerin Hanna Maljar nannte die Äußerungen Wolodins über vermeintliche „Kriminelle“ ein politisches Statement, „konzipiert als interne Propaganda, (mit Blick auf) interne politische Prozesse in der Russischen Föderation.“ Aus Sicht der Ukraine dauerten sowohl der Verhandlungsprozess als auch der Rettungseinsatz selbst an, sagte sie. LESEN SIE AUCH KAMPF UM DIE UKRAINE Die Illusion vom Ende – Vier Szenarien für den Kriegsverlauf Der ukrainische Generalstab erklärte am Dienstagabend in seinem abendlichen Lagebild, dass russische Truppen die ukrainischen Einheiten im Stahlwerk blockierten. Eine Angabe, wie viele Kämpfer sich noch auf dem Gelände befinden, gab es nicht. Nach Aussagen der stellvertretenden ukrainischen Regierungschefin Iryna Wereschtschuk geht es bei einem bereits angestrebten Gefangenenaustausch zunächst nur um die „schwer verletzten Soldaten“. Moskau äußerte sich dazu nicht direkt. Nach eigenen Angaben will eine russische Strafverfolgungsbehörde die aus dem Werk geholten Kämpfer verhören. Die Ukrainer wurden auf russisch kontrolliertes Gebiet gebracht Anzeige Nach Monaten erbitterter Kämpfe um Mariupol sah es jüngst so aus, als gebe die Ukraine dort ihre letzte Bastion auf und überlasse damit russischen Truppen die Kontrolle über die weitgehend zerstörte Hafenstadt. Das ukrainische Militär kündigte am Dienstag an, eine komplette Evakuierung des Asowstal-Werks anzustreben. Die Anlage war zum Sinnbild für den Widerstand in Mariupol geworden, weil sich dort wochenlang ukrainische Kämpfer verschanzt hatten. MEHR VON UNS Jetzt anmelden und jede Woche 3 WELTplus-Artikel von der Redaktion erhalten – ganz ohne Abo.E-MAIL ADRESSE JETZT ANMELDEN Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte hatte am Montagabend auf Facebook mitgeteilt, die Evakuierung von 53 schwer verwundeten Soldaten habe begonnen. Sie seien in ein Krankenhaus in Nowoasowsk gebracht worden. Die Stadt wird von pro-russischen Separatisten kontrolliert. Mehr als 200 weitere Soldaten seien zudem nach Oleniwka gebracht worden, das ebenfalls russisch kontrolliert ist. Sie sollen im Rahmen eines Gefangenentausches später in von der Ukraine kontrolliertes Gebiet gebracht werden. Weitere Maßnahmen zur Rettung der Einheiten im Stahlwerk liefen. Quelle: REUTERS Anzeige Das russische Militär hat derweil nach eigenen Angaben seit Montag 265 ukrainische Kämpfer aus dem Stahlwerk gefangen genommen. „In den vergangenen 24 Stunden haben 265 Kämpfer, darunter 51 Schwerverletzte, ihre Waffen niedergelegt und sich in Gefangenschaft begeben“, sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Dienstag. Die Zahlen unterscheiden sich also geringfügig von den Angaben aus Kiew. LESEN SIE AUCH MEINUNGSTAHLWERK-EVAKUIERUNG Es sind Helden Das russische Ministerium veröffentlichte auch ein Video, das die Gefangennahme der Ukrainer, medizinische Behandlung sowie den Abtransport der Verletzten zeigen soll. Ob es tatsächlich zu dem von Kiew erhofften Gefangenenaustausch kommen wird, ließ Russlands Militär zunächst offen. „Die Garnison Mariupol hat ihren Kampfauftrag erfüllt“ Ein Kommandeur der dort eingeschlossenen ukrainischen Truppen hatte zuvor in einem Video erklärt, er führe Befehle des Oberkommandos aus, um Leben der Soldaten zu retten. Der Generalstab der ukrainischen Armee hatte auf Facebook eine Erklärung veröffentlicht, wonach das Oberste Militärkommando den Kommandeuren der in dem Stahlwerk Asow stationierten Einheiten befohlen habe, das Leben des Personals zu retten. „Die Garnison Mariupol hat ihren Kampfauftrag erfüllt.“ LESEN SIE AUCH DIE KÄMPFER VON ASOW-STAHL „Das war’s“, schrieb er. Seither herrscht Stille Die Verteidiger seien Helden und für immer in die Geschichte eingegangen. Ihr Widerstand habe die geplante schnelle Eroberung von Saporischschja verhindert. Durch die Bindung der feindlichen Kräfte habe die Ukraine die Möglichkeit erhalten, Verteidigungslinien aufzubauen. „Uns blieb eine kritische Zeit, um Reserven zu bilden, Truppen neu zu gruppieren und Unterstützung von Partnern zu erhalten.“ Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte in einer Videoansprache, die in der Nacht auf Facebook veröffentlicht wurde, dies sei kein leichter Tag. Die Ukraine brauche ihre Helden allerdings lebend. „Dank der Aktionen des ukrainischen Militärs, der Streitkräfte der Ukraine, des Geheimdienstes sowie des Verhandlungsteams, des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes und der UNO hoffen wir, dass wir in der Lage sein werden, das Leben unserer Jungs zu retten.“ dpa/AFP/Reuters/säd/ll

Abo-Formular

Vielen Dank!

©2024 T-News. 

melden sie sich bitte unter: t-news@outlook.de 
Danke

Impressum

bottom of page