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  • Iran kündigt Rückkehr der Moralpolizei an

    Irans Behörden haben die Rückkehr der berüchtigten Sittenwächter zur Vollstreckung der Kopftuchpflicht angekündigt. Ab Sonntag sollen im ganzen Land Einheiten der zuständigen Moralpolizei mit Patrouillen zu Fuß und im Auto wieder gegen Verstöße vorgehen, berichtete die Nachrichtenagentur Isna unter Berufung auf einen Sprecher der iranischen Polizei. Nach den massiven Protesten im Herbst 2022 gegen die politische und religiöse Führung des Landes waren die berüchtigten Einheiten von den Straßen der Metropolen verschwunden. Angebliche Beteiligung an einem Anschlag: Iranische Staatsmedien melden Hinrichtung zweier Männer Reaktionen auf Koranverbrennung: Irak und Iran bestellen schwedische Vertreter ein, wütende Proteste in Bagdad Irak und Iran bestellen schwedische Vertreter ein, wütende Proteste in Bagdad Angaben von Aktivisten: Sicherheitskräfte in Iran sollen auf Demonstrierende geschossen haben Sicherheitskräfte in Iran sollen auf Demonstrierende geschossen haben Anwalt des zum Tode verurteilten Deutschiraners: »Ich hoffe, dass sich die kühleren Köpfe in Teheran durchsetzen« Ein Interview von Antje Windmann »Ich hoffe, dass sich die kühleren Köpfe in Teheran durchsetzen« Nach der Protestwelle im Herbst war in den vergangenen Monaten zunehmend wieder mehr Alltag eingekehrt. Anfang Juni jedoch sollen Sicherheitskräfte nach Angaben von Aktivisten in Irans Kurdenregion bei neuerlichen Protesten das Feuer auf Demonstrierende eröffnet haben.

  • Tausende Flüge in Italien fallen wegen Streiks aus

    Das Bodenpersonal in Italien streikt und nichts geht mehr: Hunderttausende Urlauber sind betroffen und kommen an den Flughäfen nicht weiter. Wegen eines Streiks des Bodenpersonals sind am Samstag in Italien rund tausend Flüge ausgefallen. Auch in Belgien gab es einen Streik im Flugverkehr. Dort wurden wegen einer Arbeitsniederlegung der Piloten von Ryanair 250 Flüge am Flughafen Charleroi in Brüssel abgesagt. Passagiere stehen vor einer Anzeigetafel für die Abflüge während eines landesweiten Streiks auf dem internationalen Flughafen Rom Fiumicino Allein am Flughafen in Rom wurden am Samstag 200 Flüge gestrichen. Besonders betroffen war die Fluglinie Malta Air, die Flugverbindungen von Ryanair, Vueling und Ita Airways übernimmt. Die meisten waren Inlandsflüge, es traf aber auch Flüge nach Madrid, Amsterdam und Barcelona. Der italienische Verkehrsminister Matteo Salvini rief die Streikenden dazu auf, „gesunden Menschenverstand“ zu walten zu lassen, um nicht „Millionen anderer Arbeiter und Touristen“ zu schaden. Lizzy Lake musste auf dem Flughafen Rom feststellen, dass aus ihrer Rückkehr nach London erst einmal nichts wird und sie noch ein paar Tage in der italienischen Hauptstadt bleiben muss. In Belgien seien 20.000 Reisende betroffen, die am Flughafen Brüssel-Charleroi abfliegen oder landen hätten sollen, sagte die Flughafenleitung. Die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete am Samstag, dass gut 120 Flüge vom und zu dem Flughafen betroffen seien. Die Piloten fordern demnach, dass ihre Gehälter wieder auf das Niveau vor der Covid-19-Pandemie zurückgeführt werden. Während der Pandemie hatten sie vorübergehende Gehaltskürzungen akzeptiert, um Europas größte Direktfluggesellschaft Ryanair zu unterstützen. Die Piloten klagten auch über Probleme mit ihren Ruhezeiten, wie belgische Medien berichteten. Nachdem mehrere Treffen zwischen Pilotenvertretern und Ryanair nicht zu einer Lösung des Konflikts geführt hatten, traten 80 Prozent der Ryanair-Piloten an dem Flughafen, der rund 50 Kilometer südlich der belgischen Hauptstadt Brüssel liegt, in den Streik. Von den 120 gestrichenen Flügen waren 62 für Samstag und 58 für Sonntag geplant. Ryanair bietet keine Flüge von Brüssel-Charleroi zu Zielen in Deutschland an. Zum Ferienbeginn in mehreren Bundesländern staute sich der Verkehr am Samstag auf den Autobahnen im Norden Deutschlands. Bereits am Vormittag bildeten sich laut der Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen kilometerlange Staus auf der A7 von Hannover in Richtung Hamburg. Zwischen dem Dreieck Walsrode und Soltau Ost standen die Autos zeitweise auf einer Länge von rund zehn Kilometern, bei Garlstorf waren es etwa vier Kilometer. Auch auf den Autobahnen in und um Hamburg staute sich der Verkehr bereits am Vormittag. Auf der A7 standen die Fahrzeuge vor und nach dem Elbtunnel in Richtung Norden auf rund zehn Kilometern Länge.

  • Düsseldorfer Flughafen-Chef verteidigt Sicherheitskonzept

    Das sorgt nicht nur für Flugverspätungen, sondern auch für eine Diskussion über Sicherheitskonzepte. Der Chef des Düsseldorfer Flughafens will prüfen, ob in Zukunft mehr Sicherung nötig ist. Der Geschäftsführer des Düsseldorfer Flughafens, Lars Redeligx, hat nach der Protestaktion der Gruppe Letzte Generation das Sicherheitskonzept des Airports gegen Kritik verteidigt. Der Zaun um das Gelände erfülle "alle gesetzlichen Sicherheitsanforderungen nach den hohen deutschen und europäischen Anforderungen", sagte Redeligx der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Er wird regelmäßig von Flughafensicherheit und Bundespolizei bestreift, auch wenn wir natürlich nicht ständig an jeder Stelle sein können. Nur vier Minuten, nachdem der Alarm in der Verkehrszentrale des Flughafens eingegangen war, seien die ersten Einsatzkräfte vor Ort gewesen, so Redeligx. Damit sei verhindert worden, dass sich die Aktivisten großflächig über das Gelände verteilen konnten. "Dass nur ein Teil der Aktivisten sich letztlich nur an einer Stelle festkleben konnte, ist auch ein Ergebnis dieser kurzen Reaktionszeit", so der Flughafen-Chef. "Selbstverständlich muss man vor der dem Hintergrund der Ereignisse bundesweit überprüfen, inwieweit in Zukunft eine noch stärkere Sicherung erforderlich ist, auch durch Verbesserungen an den Zäunen." Mitglieder der Protestgruppe Letzte Generation waren am frühen Donnerstagmorgen auf das Gelände vom Düsseldorfer Flughafen vorgedrungen und hatten sich auf dem Vorfeld festgeklebt.

  • „AfD wird bei nächster Bundestagswahl nicht viel anders abschneiden als bei der letzten“

    „Wir brauchen Gelassenheit in Hinblick auf das Miteinander“, sagte Olaf Scholz bei der traditionellen Sommerpressekonferenz. Und er kritisiert die öffentlich ausgetragenen Streitigkeiten in der Ampel-Koalition. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich bei der traditionellen Sommerpressekonferenz gelassen zum seit Wochen anhaltenden Umfragehoch der AfD geäußert. „Ich bin ganz zuversichtlich, dass die AfD bei der nächsten Bundestagswahl nicht viel anders abschneiden wird als bei der letzten“, sagte er am Freitag in Berlin. Im September 2021 kam die Partei auf 10,3 Prozent, in aktuellen Umfragen liegt sie – meist als zweitstärkste politische Kraft in Deutschland hinter der Union und vor der SPD – zwischen 17 und 21 Prozent. 2001 kam die damalige Schill-Partei in Hamburg aus dem Stand auf 19 Prozent. Das habe seines Erachtens zwei Gründe: Die Bürger machten sich Sorgen um die Zukunft in zehn, 20 und 30 Jahren und seien verunsichert. Außerdem gebe es unterschiedliche Lebensmodellen, Bildungs- und Berufswegen, die man neue bewerten und tolerieren müsse, „dass es nicht das eine gibt, was richtig ist und alles andere aussticht“. Sein Schluss: „Wir brauchen Gelassenheit im Hinblick auf das Miteinander.“ Für ihn hieße das, „dass man Politik machen muss, bei der die Bürgerinnen und Bürger für sich genügend Gründe haben, an eine gute Zukunft zu glauben“. Scholz betonte, dass in allen 16 Bundesländern die demokratischen Parteien, die sich trotz politischen Wettbewerbs mit Respekt behandelten, die große Mehrheit seien. Und dann erklärt Robert Habeck, woher das Erstarken der AfD kommt Dass der Etatentwurf nach den hohen Ausgaben wegen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs wieder eine Beschränkung der Neuverschuldung vorsieht, sei „ein richtiger Schritt“, sagte er. „Wir sind bei dem Haushalt wieder auf der richtigen Umlaufbahn, und das finde ich ein gutes Zeichen.“ Er kritisierte auch hat die öffentlich ausgetragenen Streitigkeiten in der Ampel-Koalition. „Es ist ja kein Geheimnis: dass da so laut diskutiert worden ist, gefällt weder mir noch irgendwem sonst“, sagte Scholz. Vor allem zum sogenannten Heizungsgesetz hatte es monatelang heftige Kontroversen innerhalb der Koalition aus SPD, Grünen und FDP gegeben. Bestimmte Dinge seien zum ersten Mal diskutiert worden, erklärte Scholz nun. Scholz sieht die Bundesregierung bei der Modernisierung Deutschlands auf Kurs. Das Tempo bei Veränderungen sei erheblich beschleunigt worden. Scholz verwies auf das Ziel der Bundesregierung, dass 80 Prozent des Stroms im Jahr 2030 aus erneuerbaren Energien kommen soll – derzeit liegt der Anteil nach Branchenangaben bei mehr als der Hälfte. Dazu werde das Stromnetz ausgebaut und das Ladenetz für E-Autos, so Scholz. Scholz sicherte angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zu, dass die Bundesregierung langfristig zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung ausgeben wolle. „Wir haben uns entschieden, dass wir diese zwei Prozent für die Verteidigung für die Bundeswehr aufwenden wollen. „Die Kindergrundsicherung haben wir noch vor uns.“ Sie sei „ein großer auch moralischer Fortschritt für unser Land“.

  • Syrien erlaubt UN-Hilfe über türkischen Grenzübergang

    Nach einer Blockade im UN-Sicherheitsrat hat Syrien den Vereinten Nationen weitere humanitäre Hilfslieferungen aus der Türkei in Rebellengebiete des Bürgerkriegslands erlaubt. Nach den festgefahrenen Verhandlungen im UN-Sicherheitsrat können über den türkisch-syrischen Grenzübergang Bab al-Hawa nun doch wieder Hilfsgüter-Lieferungen in die syrischen Rebellengebiete erfolgen. Syriens Regierung genehmigte die Nutzung des Grenzübergangs zwischen den beiden Ländern vorerst für weitere sechs Monate. "Die Regierung der Arabischen Republik Syrien hat die souveräne Entscheidung getroffen, den Vereinten Nationen und ihren Sonderorganisationen die Erlaubnis zu erteilen, den Grenzübergang Bab al-Hawa zu nutzen", schrieb der syrische UN-Botschafter Bassam Sabbach in einem Brief an das mächtigste UN-Gremium, den Sicherheitsrat. Bereits am Montag war eine Vereinbarung des UN-Sicherheitsrats ausgelaufen, die internationale Hilfslieferungen für Menschen in den syrischen Rebellengebieten genehmigt hatte. Doch die 15 Mitglieder des Sicherheitsrats konnten sich nicht rechtzeitig auf eine Verlängerung einigen. Grund dafür war ein Veto Russlands im Sicherheitsrat gegen eine Verlängerung für neun Monate. Player: videoAnne Allmeling, ARD Kairo, zu Russlands Veto gegen den Resolutionsentwurf zur Verlängerung der Syrien-Hilfen Keine Einigung im UN-Sicherheitsrat Russland blockiert mit Veto humanitäre Hilfe für Syrien Der UN-Sicherheitsrat hat sich nicht auf eine Verlängerung der Syrien-Hilfen einigen können. Außerdem darf keins der fünf ständigen Mitglieder - Russland, China, die USA, Frankreich und Großbritannien - ein Veto einlegen. Russland ist einer der engsten Verbündeter von Syriens Regierung. Machthaber Assad hatte in den vergangenen Jahren auf die Schließung der Grenzübergänge gepocht, um Einfluss auf die von Rebellen gehaltenen Teile des Landes zurückzugewinnen. Die beiden Länder sehen in den UN-Lieferungen eine Verletzung der Souveränität Syriens. 2015 griff Russland in den Krieg in Syrien ein - viele Syrer fühlen jetzt mit den Menschen in der Ukraine. Nach Angaben der UN sind in Syrien mehr als vier Millionen Menschen auf die Lieferungen von Essen, Wasser und Medikamenten angewiesen. 85 Prozent aller Güter für den Nordwesten laufen den UN zufolge über den türkisch-syrischen Grenzübergang Bab al-Hawa, der jedoch nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa in der Nacht von Montag auf Dienstag geschlossen wurde. Nach den schweren Erdbeben in Syrien und der Türkei vor einigen Monaten hatte Assad zwei weitere Grenzübergänge zur Türkei übergangsweise freigegeben: Bab al-Salam und Al-Ra'ee sind auch weiterhin offen.

  • Zehn Hamburger Flughafen-Kleber schon wieder auf freiem Fuß

    Für sechs Stunden verhinderten Mitglieder der Gruppe „Letzte Generation“ die Aufnahme des Flugverkehrs am ersten Ferientag in der Hansestadt. Ein gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr war das aber laut Polizeieinschätzung nicht. Zehn im Zusammenhang mit der Blockade des Hamburger Flughafens in Gewahrsam genommene Klima-Aktivisten der Gruppe Letzte Generation sind wieder auf freiem Fuß. Gegen vier Frauen im Alter von 24, 27, 31 und 43 Jahren und sechs Männer im Alter zwischen 19 und 63 Jahren seien Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Hausfriedensbruchs, der Sachbeschädigung sowie Widerstands beziehungsweise Beihilfe dazu eingeleitet worden, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Auch der Tatvorwurf des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr sei geprüft worden. Mangels Haftgründen seien die zehn Demonstranten freigelassen worden, sagte der Sprecher. Laut Bundespolizei hatten sie am Morgen den Zaun am Flughafen aufgeschnitten und sich Zugang auf das Gelände verschafft. Jeweils zwei Protestler hatten sich den Angaben zufolge an vier Stellen auf Zubringerwegen in der Nähe von Start- und Landebahnen festgeklebt. Beamte der Bundespolizei hätten die Aktivisten vom Boden gelöst, sagte ein Sprecher. Dabei seien auch Teile der Rollbahn herausgeschnitten worden. Norbert Aust, Präses der Handelskammer, blickt kritisch auf die Lage Die für den Flughafen zuständige Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard (SPD) kritisierte die Aktion. „Viele Familien haben sich auf den Ferienbeginn gefreut. Für diese sind die Folgen der Aktion sehr bitter.“ Protest dürfe sein. „Aber auf Flughafen-Rollbahnen ist er nicht nur gefährlich für die Protestierenden selbst, sondern auch ein schwerer Eingriff in die Flugsicherheit.“ Dazu gehören auch die Flughäfen, und das wird auch zu einer besonderen Sicherheit der Flughäfen weiterhin führen“, sagte die SPD-Politikerin am Donnerstag in Berlin. Und auch Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) meldete sich zu Wort: „Es handelt sich um Straftaten, die von der Justiz konsequent sanktioniert werden müssen“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag. Für den Protest der Klima-Aktivisten habe er kein Verständnis. „Die Aktionen der Letzten Generation richten großen Schaden an und spalten die Gesellschaft.“ Von der Aktion seien 50 000 Fluggäste betroffen gewesen, „darunter viele Familien mit Kindern, die sich sehr auf ihre Ferien gefreut haben“, sagte der Bürgermeister. Auch sie „habe null Verständnis für die Aktion der letzten Generation am Hamburger Flughafen“, sagte Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne). „Durch solche kriminellen Handlungen gefährdet man nicht nur sich selbst und andere, sondern verhagelt auch etlichen Familien den Ferienstart und verliert die Akzeptanz für den dringend notwendigen Klimaschutz.“ Auf Twitter schrieb die Gruppe zu den Aktionen unter anderem: „Stattdessen lassen wir zu, dass unsere Regierung den Flugverkehr, einen bedeutenden Brandbeschleuniger der Katastrophe, jährlich mit Milliarden subventioniert.

  • Proteste, Paraden und Probleme Frankreichs Nationalfeiertag

    Juli ist es traditionell der Soundtrack, um pathos-geladen Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit zu zelebrieren. Nach dem Tod des 17-jährigen Nahel Ende Juni aber flogen Feuerwerkskörper nächtelang auch auf Polizeikräfte und öffentliche Gebäude. "Bitte nicht schon wieder", dachte sich da wohl so mancher Bürgermeister und blies die Party zum "quartorze juillet" vorsichtshalber ab.s, zu Polizeipräsenz am Nationalfeiertag in Frankreich "Ich habe es so noch nicht erlebt",, zu Polizeipräsenz am Nationalfeiertag in Frankreich Das sei unmöglich, findet Marine Le Pen, die Fraktionschefin des extrem rechten Rassemblement National. "Ich bin fassungslos, dass einige Kommunen sich entschieden haben, die Feierlichkeiten zum 14. "Stellen Sie sich das mal vor: In unserer großen, französischen Demokratie verzichten wir auf unseren Nationalfeiertag - und das nur wegen möglicher Gewaltausbrüche oder weil ein paar wenige sich vielleicht dazu entschließen, Krawall zu machen?" In Wirklichkeit zeige das, "dass einige Kommunen das Vertrauen in den Staat komplett verloren haben". Marine Le Pen, Fraktionschefin des Rassemblement National, spricht bei einem Auftritt "Ich bin fassungslos", sagt Marine Le Pen mit Blick auf abgesagte Feiern am Nationalfeiertag. Schon Ende voriger Woche hatte sie den Verkauf von Feuerwerk an Privatleute verboten. Niemand müsse Veranstaltungen absagen, hatte Innenminister Gérald Darmanin am Mittwoch betont - und eine lange Liste an Sicherheitsvorkehrungen präsentiert. "Wir wollen maximale Sicherheit garantieren, damit die Bürger den Nationalfeiertag genießen können - und damit nicht eine Handvoll Kriminelle für Unannehmlichkeiten sorgt. Wir werden Härte zeigen gegen alle, die diesen Tag verderben wollen." "Härte zeigen" und "Ordnung herstellen": im Zusammenhang mit den Unruhen waren das von Beginn an die Prioritäten der französischen Regierung. Der politische Druck hinter dieser Haltung kommt dabei nicht nur von Rechtsaußen, sondern besonders von den Konservativen Les Républicains. "Und es muss möglich sein, Minderjährige, die die öffentliche Ordnung gefährden, in Schnellverfahren zu verurteilen - wie es auch bei Erwachsenen möglich ist." Die Républicains beschränken sich aber nicht nur auf sicherheitspolitische Forderungen, sondern versuchen immer öfter, die Bruchlinien und die Probleme in der Gesellschaft durch Herkunft zu erklären. Bruno Retailleau, der Chef der Républicains im Senat, sieht eine Verbindung zwischen den Krawallen und der Immigration. "Ich habe mit vielen Bürgermeistern gesprochen, und alle sagen: die Probleme gibt es vor allem dort, wo regelrechte 'Migrationsghettos' entstanden sind", so Retailleau. Und leider stellen wir für die zweite und dritte Generation von Einwanderern fest, dass es Rückschritte gibt. Es sind vor allem die französischen Konservativen, die den öffentlichen Diskurs gerade immer weiter nach rechts verschieben. Und damit versuchen, den politischen Raum zwischen der vermeintlich zu laxen Regierung und dem Rassemblement National zu besetzen. "Es gibt bei den Républicains diesen Willen, mit dem Ist-Zustand zu brechen; gewissermaßen zu sagen: Es reicht mit den lauwarmen Lösungen, mit technischen Lösungen - vor allem bei Themen wie Immigration", so Houard-Vial. "Und gleichzeitig ist man ja nicht der Rassemblement National und will zeigen, dass man es besser machen kann. Nach dem Motto: Wir haben die gleichen Ideen - aber sind eher in der Lage, sie auch umzusetzen." Die jüngste Welle der Gewalt richtet Frankreichs Fokus erneut auf die Vorstädte. Der bleibt bei seiner bekannten Haltung des "weder-noch". Und dabei - hörbar genervt - nochmal betont, dass die Ereignisse der vergangenen Wochen weder ein soziales noch ein sicherheitspolitisches Problem seien. "Liegt es daran, dass der Staat zu wenig in die Banlieues investiert hat? Wir haben mehr als 10.000 Stellen geschaffen." Die Dinge seien komplexer. "Wir werden strukturiert arbeiten, um in den kommenden Wochen und Monaten die bestmögliche Antwort zu finden", sagte der Staatschef. Heute werde sich der Präsident allerdings nicht äußern, hieß es aus dem Élysée-Palast - aber wohl "in den kommenden Tagen". Ein Zeichen dafür, dass Macron wohl noch keine zündende Idee hat, wie er "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" und die aktuelle Lage in einer Rede zusammenbringen will.

  • Bis zu 48 Grad in Südeuropa erwartet

    Der europäischen Raumfahrtbehörde Esa zufolge könnten am Wochenende sogar die höchsten Temperaturen erreicht werden, die jemals in Europa gemessen wurden. Die Esa geht von bis zu 48 Grad auf Sizilien aus. Bislang liegt der Europarekord demnach bei 48,8 Grad, die im August 2021 in Floridia in der Region Sizilien erreicht wurden. Nach dem heißesten je gemessenen Juni sehe auch der Juli »nicht so frisch« aus. An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Der Wetterdienst Aemet rief nur noch für den Süden von Gran Canaria die höchste Alarmstufe Rot aus. Auf dem Festland sollte es aber vor allem in Teilen von Andalusien mit Temperaturen von bis zu 40 Grad sehr heiß bleiben. Die höchsten Temperaturen wurden mit knapp unter 45 Grad in Andalusien und in Murcia gemessen. Wegen »Cerbero« – der mehrköpfige Höllenhund aus der griechischen Mythologie – wurde unter anderem auf Sardinien und in der Region Apulien am Mittwoch die 40-Grad-Marke geknackt. Und Entspannung ist nicht in Sicht: Auf »Cerbero« soll »Caronte« mit noch höheren Temperaturen folgen. Anfang nächster Woche soll das Hochdruckgebiet seine maximale Hitze erreichen – mit Temperaturen von über 40 Grad etwa in Rom, Florenz und Bologna. Die SPIEGEL Gruppe ist nicht für den Inhalt verantwortlich. In Griechenland stellen sich die Menschen ebenfalls auf Extreme ein: In Athen soll das Thermometer bereits am Freitag auf 41 Grad klettern. Das Kulturministerium hat die Verwalter von archäologischen Sehenswürdigkeiten wie der Akropolis angewiesen, die Besuchermagneten zwischenzeitlich für mehrere Stunden zu schließen, wenn es zu heiß wird. Auf ältere Menschen sowie Kranke und Kleinkinder solle besonders geachtet werden, hieß es. Alkohol hingegen passt nicht zur Hitze – er wirkt demnach bei hohen Temperaturen stärker und belastet den Kreislauf zusätzlich. Juli eine Woche lang über dem bisherigen Rekordwert von 2016 – es war also die heißeste Woche seit Beginn der Aufzeichnungen. Auch der EU-Klimawandeldienst Copernicus hatte bereits vor ein paar Tagen bekannt gegeben, dass nach seinen Auswertungen auf Basis von Daten, die bis 1979 zurückgehen, der Juni der weltweit wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen sei. Lebensgefahr durch Extremtemperaturen: »Es gibt ungefähr 35 Arten, an Hitze zu sterben« Ein Interview von Veronika Hackenbroch Geweitete Blutgefäße, roter Kopf, nasse Shirts: Was bei großer Hitze wirklich für Abkühlung sorgt Von Marthe Ruddat Was bei großer Hitze wirklich für Abkühlung sorgt Von Januar bis Juni lag die globale Durchschnittstemperatur nach Angaben der US-Behörde NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) über Land- und Ozeanflächen um 1,01 Grad Celsius über dem Durchschnittswert des 20. Nur die ersten Jahreshälften 2020 und 2016 waren nach Angaben der NOAA bislang wärmer. Die Wahrscheinlichkeit, dass 2023 unter die zehn heißesten Jahre seit Beginn der Aufzeichnung fallen werde, liege bei 99 Prozent, hieß es weiter. Die hohen Temperaturen zeigen sich zunehmend auch bei den Todeszahlen: Im Sommer 2022 gab es in Europa mehr als 60.000 hitzebezogene Todesfälle, wie ein Forschungsteam im Fachmagazin »Nature Medicine« am Montag berichtete. Deutschland hatte mit 8173 Toten die drittmeisten Hitzeopfer zu beklagen, nach Italien mit 18.010 Toten und Spanien mit 11.324 Toten.

  • Klimaaktivisten stören Berufsverkehr in Ulm - Polizei beendet Blockade

    Ulm Gegen 7.30 Uhr beginnt die Sitzblockade, die Aktivisten tragen dabei Masken von Politikern der Bundesregierung, darunter von Verkehrsminister Volker Wissing (FDP), Kanzler Olaf Scholz (SPD) und Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne). Darauf auch zu sehen, die Logos der Ampel-Parteien SPD, FDP und Grüne.

  • Klima-Aktivisten blockieren Hamburger Flughafen für mehrere Stunden

    Nach Angaben des Flughafens kann es noch den ganzen Tag über zu weiteren Flugstreichungen und Verzögerungen kommen. Fluggäste sollten sich auf der Internetseite des Flughafens über den aktuellen Status ihres Fluges informieren oder ihre Fluggesellschaft kontaktieren. Am Freitag soll sich der Flugbetrieb nach Angaben des Airports wieder normalisiert haben. Mehrere Klima-Aktivistinnen und -Aktivisten der Gruppe "Letzte Generation" hatten laut Bundespolizei den Außenzaun um das Flughafengelände aufgeschnitten und sich in unmittelbarer Nähe zur Start- und Landebahn auf dem Rollfeld festgeklebt. Offenbar schoben die Aktivistinnen und Aktivisten durch eine Lücke im Zaun auch die StadRäder, mit denen sie dann auf das Rollfeld fuhren. Zehn in Gewahrsam genommene Klima-Aktivisten und -Aktivistinnen sind inzwischen wieder auf freiem Fuß. Gegen vier Frauen im Alter von 24, 27, 31 und 43 Jahren und sechs Männer im Alter zwischen 19 und 63 Jahren seien Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Hausfriedensbruchs, der Sachbeschädigung sowie Widerstands beziehungsweise Beihilfe dazu eingeleitet worden, sagte ein Polizeisprecher. Auch der Tatvorwurf des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr sei geprüft worden. Mangels Haftgründen seien die zehn Demonstranten freigelassen worden, sagte der Sprecher. Zusätzlich gebe es eine Alarmanlage, die auch ausgelöst worden sei, als sich die Klima-Aktivistinnen und -Aktivisten Zutritt auf das Flughafengelände verschafften. Die Aktion zu Beginn der Hamburger Sommerferien sei ein Protest "gegen die Planlosigkeit und den Gesetzesbruch der Regierung in der Klimakrise", heißt es in einer Pressemitteilung der Gruppe "Letzte Generation". Sie kritisiert, dass die Regierung den Flugverkehr mit Milliarden subventioniere, und bezeichnet dies als "bedeutenden Brandbeschleuniger der Katastrophe". Zeitgleich gab es eine ähnliche Aktion auf dem Düsseldorfer Flughafen. Die Blockade-Aktion auf dem Airport geschah am ersten Tag der Sommerferien in Hamburg. Zahlreiche Reisende warten während einer Blockade eines Rollfeldes durch Klimaaktivisten im Terminal des Hamburger Flughafens. Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher forderte eine konsequente Bestrafung der Flughafen-Blockierer. "Es handelt sich um Straftaten, die von der Justiz konsequent sanktioniert werden müssen", sagte der SPD-Politiker. Die Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) verurteilte die Aktion im Sommerinterview mit dem NDR scharf: "Hier wurde eine rote Linie überschritten. Es sind Familien mit kleinen Kindern, Menschen, die vielleicht hart gearbeitet haben, um sich diesen Urlaub zu leisten." Auch die für den Flughafen zuständige Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard (SPD) kritisierte die Protest-Aktion. "Viele Familien haben sich auf den Ferienbeginn gefreut. Für diese sind die Folgen der Aktion sehr bitter." Protest dürfe sein, "aber auf Flughafen-Rollbahnen ist er nicht nur gefährlich für die Protestierenden selbst, sondern auch ein schwerer Eingriff in die Flugsicherheit". Hamburgs CDU-Chef Dennis Thering sagte, die "Letzte Generation" habe vielen erholungsbedürftigen Eltern und Kindern den Start in die Ferien ruiniert. "Das ist eine gezielte Attacke auf Hamburgs Familien und dem Klimaschutz dient es überhaupt nicht." Die AfD in der Hamburgischen Bürgerschaft forderte ein Verbotsverfahren gegen die "Letzte Generation". Denn getroffen würden durch die Aktion in erster Linien Menschen, die in den Urlaub wollen und nicht jene Vielfliegerinnen und -flieger, die "den größten Teil der Klimalast des Flugverkehrs verursachen". Auch Wissing, Buschmann und Habeck verurteilen Aktion "Diese gefährlichen Eingriffe in den Verkehr müssen ein Ende haben. Was die "Letzte Generation" betreibt, ist kein Klimaschutz sondern Kriminalität", sagte der FDP-Politiker. Wenn die 'Letzte Generation' ihnen diese Freude nimmt, untergräbt sie die Akzeptanz für mehr Klimaschutz", schrieb Buschmann bei Twitter. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) verurteilte die Aktion der "Letzten Generation" ebenfalls. Er sagte: "Die Aktivisten, die jetzt lauter Menschen die Reise in den Urlaub verbauen, schaden dem Anliegen Klimaschutz massiv." Diese Form des Protests sei nicht richtig. Wer sich wirklich für Klimaschutz einsetzen wolle, der müsse die gesellschaftliche Akzeptanz mit im Blick haben. Unterdessen kündigte die "Letzte Generation" für Freitag bundesweit Proteste an. Wann und wo Aktionen stattfinden und ob erneut Flughäfen das Ziel sind, teilte die Gruppe nicht mit. Quelle: Ndr

  • "Wir sind stolz, dass du eine von uns warst!"

    Schleswig-Holsteins frühere Ministerpräsidentin Heide Simonis ist tot. Simonis habe "mit ihrer Persönlichkeit, ihrem Engagement, ihrer Menschlichkeit und ihrer Geradlinigkeit Schleswig-Holstein noch liebenswerter gemacht". Als Politikerin habe sie "nie ein Blatt vor den Mund genommen, war aufrecht, offen und immer geradeaus". "Mit Heide Simonis verliert die Sozialdemokratie eine bedeutende Persönlichkeit, die Geschichte geschrieben hat", erklärten die Parteivorsitzenden Saskia Esken und Lars Klingbeil am Mittwoch. Die frühere schleswig-holsteinische Ministerpräsidentin sei für viele in der SPD und in ihrem Bundesland Vorbild und Mutmacherin gewesen. Die stellvertretende Ministerpräsidentin Monika Heinold (Grüne) sagte, mit Heide Simonis habe Schleswig-Holstein eine engagierte Sozialdemokratin verloren. "Als erste Ministerpräsidentin in Deutschland hat sie vielen Frauen Mut gemacht, Führungsverantwortung einzufordern und zu übernehmen." Sie erinnere sich gerne an die gemeinsame Zusammenarbeit in neun Jahren rot-grüner Koalition, so Heinold. Franziska Giffey, SPD-Politikerin in Berlin, schrieb auf Twitter zu Simonis' Tod: "Sie war vielen von uns ein Vorbild, zugewandt und deutlich in ihrer Art. Meine Gedanken sind bei ihren Angehörigen." Heide Simonis im Jahr 1993: Die SPD-Politikerin war an Parkinson erkrankt. Heide Simonis im Jahr 1993: Die SPD-Politikerin war an Parkinson erkrankt. Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein, Thomas Losse-Müller, teilte am Mittwoch mit: "Als erste Ministerpräsidentin und durch ihre menschliche und zugewandte Art wird sie unvergessen bleiben." Als Wegbereiterin und Vorbild habe Simonis Tausende inspiriert und für eigenes Engagement motiviert. "Wir sind stolz, dass du eine von uns warst!", so Losse-Müller. Mit ihrem Mut war sie für viele Mutmacherin." Die SPD Schleswig-Holstein teilte ebenso einen emotionalen Beitrag zu Simonis' Tod. Sie "hinterlässt eine gewaltige Lücke in unseren Herzen", hieß es unter anderem. "Sie hat nie ihren Humor, ihren Witz und ihre Direktheit verloren" Der aus Schleswig-Holstein stammende Vizekanzler Robert Habeck bezeichnete die frühere Ministerpräsidentin als Ikone seines Bundeslandes. "Als frisch gebackener Landesvorsitzender habe ich meine ersten Koalitionsverhandlungen mit Heide Simonis geführt", sagte der Grünen-Politiker am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Schleswig-Holstein: Heide Simonis ist tot Trauer um Ex-Ministerpräsidentin Heide Simonis : Vorkämpferin der Politik ist gestorben "Sie hat nie ihren Humor, ihren Witz und ihre Direktheit verloren", sagte Habeck. "Als erste Ministerpräsidentin hat Heide Simonis Geschichte geschrieben, als Repräsentantin meines Bundeslandes war sie eine Ikone." Sein Beileid und Mitgefühl gelte ihren Angehörigen und Freundinnen und Freunden.

  • Elektroauto-Privatkundengeschäft von Volkswagen in Europa bricht ein

    Düsseldorf, Berlin Nach Schwächen im Chinageschäft hat Volkswagen auch auf dem Heimatmarkt mit Nachfrageproblemen bei seinen Elektromodellen zu kämpfen. Im Privatkundensegment lägen die Auftragseingänge in Deutschland deutlich unter dem geplanten Jahresziel, berichtet ein Insider aus Händlerkreisen dem Handelsblatt.

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